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Arbeiten in der IT
- Ersteller PHuV
- Erstellt am
Bitte manche Angebote auf LinkedIn/Xing nicht so ernst nehmen. Da sitzen teilweise Berufsanfänger die einfach Spam mäßig solche Angebote versenden, ohne das Profil angeschaut zu haben.
Ich bin dennoch nett und schreib dann zurück, dass das angebotene Gehalt dann doch deutlich unter mein aktuellem Gehalt liegt. Irgendwann müssen die es ja lernen.
Ich bin dennoch nett und schreib dann zurück, dass das angebotene Gehalt dann doch deutlich unter mein aktuellem Gehalt liegt. Irgendwann müssen die es ja lernen.
Werdet ihr aktuell auch mit Headhubteranfragen auf LinkedIn für den Betrieb von Machine Learning/AI Systemen überschwemmt bei denen dann ein mach alles Admin gesucht wird? Mit allem meine ich dann auch Webserver, Desktops usw....
Da fasste dir echt an den Kopf.
Überwiegend dann auch mit lächerlichen Gehaltsvorstellungen im Bereich <80k im Jahr....
Hatte bis jetzt nur eine Anfrage die direkt meinte 90-110k wären kein Problem.
Man könnte fast auf die Idee kommen das die Firmen merken das man mit LLMs allein nicht alles erschlagen kann.
Da fasste dir echt an den Kopf.
Überwiegend dann auch mit lächerlichen Gehaltsvorstellungen im Bereich <80k im Jahr....
Hatte bis jetzt nur eine Anfrage die direkt meinte 90-110k wären kein Problem.
Man könnte fast auf die Idee kommen das die Firmen merken das man mit LLMs allein nicht alles erschlagen kann.
- Registriert
- Sep. 2007
- Beiträge
- 7.555
Also ich merke keine große Veränderung.
Gehaltsspanne wie Jobangebote bewegen sich im gewohnten Umfang.
Gehaltsspanne wie Jobangebote bewegen sich im gewohnten Umfang.
Amy_Well
Cadet 2nd Year
- Registriert
- Juli 2026
- Beiträge
- 16
Ich finde diese Beiträge hier äußerst interessant. Auf Reddit sieht man im bestimmten Subs nahezu ständig irgendwelche Doomposts wie "Dank Claude Code braucht man keine Entwickler mehr!" oder "Ein Informatikstudium lohnt sich nicht mehr!" während das Bild hier deutlich differenzierter ist. Ich persönlich bin allerdings nach wie vor der Meinung, dass KI den ITler eben nicht ersetzen kann, weil sie eben kein Mensch ist und viele Unternehmen sich da in etwas hereinreiten. Außerdem macht man sich doch von diesen ganzen Agents abhängig und wenn Claude oder sonst wer seine Preise erhöht, dann sieht es nicht gut aus...
Die wirtschaftliche Lage ist zurzeit einfach nicht gut und da wird der Markt laut Bekannten schnell zu einem Arbeitgebermarkt, wo Unternehmen gerne versuchen, die Löhne zu drücken.
Die wirtschaftliche Lage ist zurzeit einfach nicht gut und da wird der Markt laut Bekannten schnell zu einem Arbeitgebermarkt, wo Unternehmen gerne versuchen, die Löhne zu drücken.
Ja Arbeitgeber können da viel Spardruck aufbauen weil IT verdammt weich ist im Betrieb sofern du eine gut geführte IT hast.
Sprich du kannst ein paar Monate Jahre sparen wie blöd und es scheint für die Nutzer erstmal ohne größere Probleme weiter zu laufen. Vielleicht sogar "besser" als Zuvor weil man seltener Unterbrechungen durch Updates hat.
Das sich im Hintergrund aber Berge an technischen Schulden aufhäufen sieht niemand bis es dann letztlich knallt.
Das ist dann nämlich das große Problem. Wenn es knallt gibt es auch keinen einfachen Fix und man bleibt lange in dieser schlechten Situation hängen.
Und heutzutage kommt ein Hack als Risiko dazu....
Ich selbst trete seit über einem Jahr nem Mrd Unternehmen wegen Software Qualität auf die Füße und trotzdem geht es nur im Schneckentempo vorwärts. Es kommen ja auch immer wieder neue Probleme dazu. Ich bin letztlich aber froh das ich immerhin so viel Druck aufgebaut habe das man netto eine Reduktion der Probleme hat.
Der Hesteller hat mir aber mehrere Mitarbeiter nur fürs Testen abgestellt. Du kannst dir denken was da an Kosten insgesamt auflaufen fürs Bugfixing und Qualität improvement....
Sprich du kannst ein paar Monate Jahre sparen wie blöd und es scheint für die Nutzer erstmal ohne größere Probleme weiter zu laufen. Vielleicht sogar "besser" als Zuvor weil man seltener Unterbrechungen durch Updates hat.
Das sich im Hintergrund aber Berge an technischen Schulden aufhäufen sieht niemand bis es dann letztlich knallt.
Das ist dann nämlich das große Problem. Wenn es knallt gibt es auch keinen einfachen Fix und man bleibt lange in dieser schlechten Situation hängen.
Und heutzutage kommt ein Hack als Risiko dazu....
Ich selbst trete seit über einem Jahr nem Mrd Unternehmen wegen Software Qualität auf die Füße und trotzdem geht es nur im Schneckentempo vorwärts. Es kommen ja auch immer wieder neue Probleme dazu. Ich bin letztlich aber froh das ich immerhin so viel Druck aufgebaut habe das man netto eine Reduktion der Probleme hat.
Der Hesteller hat mir aber mehrere Mitarbeiter nur fürs Testen abgestellt. Du kannst dir denken was da an Kosten insgesamt auflaufen fürs Bugfixing und Qualität improvement....
Amy_Well
Cadet 2nd Year
- Registriert
- Juli 2026
- Beiträge
- 16
Skysnake schrieb:Das sich im Hintergrund aber Berge an technischen Schulden aufhäufen sieht niemand bis es dann letztlich knallt.
Das verstehen die ganzen Manager nicht. Die wollen lieber auf kurzfristigem Wege ihre Kosten senken und fangen dann gerne in der IT an. Dabei könnte man doch glatt …
- Bei den HR-Abteilungen anfangen, dessen Mitarbeiter oft auf LinkedIn unterwegs sind und dort sehr eigenartige Posts verfassen
- Sich von der Abhängigkeit von Micro$oft lösen und auf Open Source Lösungen setzen, also LibreOffice statt M$ Office und Linux statt Windows usw.
- Im öffentlichen Dienst mit der Digitalisierung anfangen, anstatt das wegen des 60-jährigen Hans-Dieter Jürgens ewig aufzuschieben, nur weil der sich nicht in neue Themen oder Programmen einarbeiten will
- Weniger Wert auf Zertifikate legen ("Ich habe das schließlich studiert!11!elf") und bereit sein, Juniors auszubilden statt sie nur abzuwerben
Freunde und Verwandte von mir arbeiten in Australien und den USA. Dort hängt man sich zum Glück nicht so extrem wie in Deutschland an irgendwelchen Zertifikaten auf und Australien ist bei der Digitalisierung auch sehr weit vorne dabei. Ich sehe daher auch sehr viel Potenzial für deutsche Behörden, aber dafür müssen die Prozesse erstmal entbürokratisiert werden. Die ganzen Boomer sollten bis dahin schon längst in Rente sein.
Hoffentlich legt sich der ganze KI-Hype in der nächsten Zeit. Die ganzen Start-ups mit ihren Code-Agents lachen sich doch jetzt schon ins Fäustchen, wie viele Unternehmen sich von ihnen bereits abhängig gemacht haben.
@Amy_Well
Also ich hoffe zumindest, dass aus dem KI Hype doch noch wirklich praktische Sachen abfallen. Aktuell sehe ich leider weiterhin ein Outsourcing von IT Arbeitsplätzen aus Deutschland Richtung Indien. Wir haben es selbst in 2026 nicht verstanden, dass günstiger Tagessatz != günstigere Projektkosten sind.
Ich erhoffe mir zumindest, dass wir schnöde Sachen wie 1st Level Support demnächst von schlauen KI Agenten lösen lassen können. Solche Sachen wie Benutzer einrichten, Passwörter zurücksetzen & Co. sollte eine KI durchaus gut erledigen können.
Weiterhin kann ich mir durchaus gut vorstellen, dass man per KI Agenten dann die Doku für Projekte erstellen lassen kann. Dass ebenfalls auch Mails und Chats mit einbezogen werden + Code - so dass am Ende auch die Doku dass dokumentiert, was final besprochen und ausgeliefert wurde.
My 2 cents zum öffentlichen Dienst:
Solange diverse Sachen lokal je Landkreis oder Bundesland geregelt werden können - solange werden wir hier keine vernünftige IT Lösungen finden. Diverse Sachen ob es Bildung, Bauvorschriften oder Ähnliches ist - müssen zentral geregelt werden und es darf hiervon keine "lokale" Abweichung geben. Dieser Blumenstrauß an falscher "Kreativität" verhindert einfach, dass wir effiziente öffentliche Dienstleistungen für die Bürger bereitstellen können.
Also ich hoffe zumindest, dass aus dem KI Hype doch noch wirklich praktische Sachen abfallen. Aktuell sehe ich leider weiterhin ein Outsourcing von IT Arbeitsplätzen aus Deutschland Richtung Indien. Wir haben es selbst in 2026 nicht verstanden, dass günstiger Tagessatz != günstigere Projektkosten sind.
Ich erhoffe mir zumindest, dass wir schnöde Sachen wie 1st Level Support demnächst von schlauen KI Agenten lösen lassen können. Solche Sachen wie Benutzer einrichten, Passwörter zurücksetzen & Co. sollte eine KI durchaus gut erledigen können.
Weiterhin kann ich mir durchaus gut vorstellen, dass man per KI Agenten dann die Doku für Projekte erstellen lassen kann. Dass ebenfalls auch Mails und Chats mit einbezogen werden + Code - so dass am Ende auch die Doku dass dokumentiert, was final besprochen und ausgeliefert wurde.
My 2 cents zum öffentlichen Dienst:
Solange diverse Sachen lokal je Landkreis oder Bundesland geregelt werden können - solange werden wir hier keine vernünftige IT Lösungen finden. Diverse Sachen ob es Bildung, Bauvorschriften oder Ähnliches ist - müssen zentral geregelt werden und es darf hiervon keine "lokale" Abweichung geben. Dieser Blumenstrauß an falscher "Kreativität" verhindert einfach, dass wir effiziente öffentliche Dienstleistungen für die Bürger bereitstellen können.
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- Feb. 2012
- Beiträge
- 2.316
Der US Mutterkonzern vom Kumpel musste für seine deutschen Standorte jetzt auch einsehen, dass der SAP Support in Indien sinnlos, quasi handlungsunfähig ist, da die nicht auf die deutschen Systeme dürfen._killy_ schrieb:IT Arbeitsplätzen aus Deutschland Richtung Indien
War ja nicht vorhersehbar, gar nicht, alle fassungslos, wo denn plötzlich die Datenschutzgesetze herkamen /s
Ich hab eher meine Probleme mit der deutlich angestiegenem Zeitaufwand. Es dauert einfach viel länger, eh die Sachen geliefert werden. Ich bekomme Schätzungen, die sind schon um ein vielfaches höher, gegenüber einem Team aus Europa ... und muss dennoch die Schätzung verdoppeln, weil selbst die geschätzte Zeit nicht ausreicht.
Oder man integriert ein Team, nimmt das Onboarding vor - investiert viel Zeit - nur damit dann doch wieder das Team durchgetauscht wird. Das Management sagt dann, der Headcount für das Projekt hat sich ja nicht geändert ... man soll sich dann nicht beschweren!?
Mein größtes Problem ist halt, die Akzeptanz vom Management, dass Time to Market sich erheblich verlängert, weil die Entwicklungszeiten sowie UAT Zeiten sich verlängern und man viel mehr Business Ressourcen braucht um wirklich jeden Fehler zu finden.
Oder man integriert ein Team, nimmt das Onboarding vor - investiert viel Zeit - nur damit dann doch wieder das Team durchgetauscht wird. Das Management sagt dann, der Headcount für das Projekt hat sich ja nicht geändert ... man soll sich dann nicht beschweren!?
Mein größtes Problem ist halt, die Akzeptanz vom Management, dass Time to Market sich erheblich verlängert, weil die Entwicklungszeiten sowie UAT Zeiten sich verlängern und man viel mehr Business Ressourcen braucht um wirklich jeden Fehler zu finden.
PCGamer007
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- 494
Das ist schon sehr optimistisch. Solange das nicht mal der Bund selbst hinbekommt, weil jedes Ministerium oder jede große Behörde noch bestimmte dinge selbst machen "darf" obwohl es Standardlösungen gibt, solange brauchen wir an Länder und Gemeinden gar nicht denken._killy_ schrieb:Solange diverse Sachen lokal je Landkreis oder Bundesland geregelt werden können
Auch im beruflichen Umfeld hoffe ich hier, dass das BMDS vielleicht doch etwas bewegen kann.