News Bahnfunk-Störung: Wenn ein Update den Bahnverkehr stoppt

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Gutes Update:
Es fuhren danach weniger Züge mit Verspätung in Bahnhöfe ein.
 
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Kommando schrieb:
Es fuhren danach weniger Züge mit Verspätung in Bahnhöfe ein.
Was zählt den eigentlich bei der Deutschen Bahn als Verspätung? Alles was unter 30 Minuten ist fällt doch sicherlich unter normal oder?
 
User38 schrieb:
Was zählt den eigentlich bei der Deutschen Bahn als Verspätung?
Mehr als 6 Minuten zu spaet ist offiziell fuer die Statistik verspaetet.
Ausgefallene Zuege sind in dieser Statistik aber nicht abgedeckt... Die sind ja auch ausgefallen, und nicht verspaetet ;)
 
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Nighteye schrieb:
Das Bahnsystem in Japan ist gegen unseres Paradiesisch.
Ist wirklich sehr Vorbildlich dort.

Da wird sich sogar Entschuldigt, wenn der Zug mal 35Sekunden !Verspätung + Komplette Rückerstattung

Wenn man das hier so machen Würde XDXD
 
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Fliz schrieb:
Wir sind mittlerweile dritte Welt Land, wenn sowas passieren kann.
So was schreibt nur jemand, der keine - aber so gar keine Ahnung - von der Materie bzw. der Praxis hat... 😏

Ist ja wie beim Fussball, nur dass wir hier statt Millionen Nationaltrainern auf einmal Tausende CSO's und Security Spezialisten haben.

Nighteye schrieb:
Darum geht es nicht. Es geht darum das es keine Redundanz gab.
Also keine Backupsysteme. Der Verkehr muss mindestens 2 Sicherheitssysteme haben, da der Verkehr nie stoppen darf.
Ach, Du weisst schon Details? Sicher nicht und Artikel lesen hilft ungemein:
Der Punkt ist, dass Redundanzen nur dann schützen, wenn sie nicht dieselbe fehlerhafte Software, dieselbe Konfiguration oder denselben Steuerpfad nutzt. Zwei Systeme, die zwar physisch getrennt sind, aber logisch gemeinsam verwaltet werden, können durch denselben Fehler gleichzeitig betroffen sein. In der IT spricht man vom „Blast Radius“: Ein einzelner Fehler wirkt weit über die eigentlich erwartete Zone hinaus.

Fakt ist doch, dass solche Fehler überall passieren können und auch tatsächlich passieren, nur hier hat das eine ganz andere Tragweite als wenn das in einem kleinen mittelständischen Betrieb passiert. Darf das passieren?! Natürlich nicht, aber es gibt nun mal keine 100% Sicherheit, aber aus dem Fehler sollte gelernt werden.

Es gibt immer noch die menschliche Komponente und so viele Möglichkeiten was bei solchen Dingen schief gehen kann. Redundanzumschaltung funktioniert nicht, Updatereihenfolge wird nicht eingehalten, usw. Bei uns war mal ein zentraler Nexus mit beiden Netzteilen am Strom gehangen, statt 1 Bein auf der USV. Da hat es beim Stromausfall auch nichts geholfen, dass alles gepuffert war und weiterlief - wenn das LAN weg ist, dann ist es weg. Wer das Kabel auf die falsche Schiene umgeklemmt hat, war nicht mehr zu ermitteln - da meldet sich niemand.

Sich dann direkt immer großkotzig hinstellen wenn man noch nicht mal die Ursache kennt, ist einfach nur peinlich. Wenn rauskommt, dass da jemand gegen jede Regel verstoßen hat und Blödsinn getrieben hat dann kann man immer noch die Keule rausholen. 😉
 
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F4T4L1TYftw schrieb:
Ist wirklich sehr Vorbildlich dort.

Da wird sich sogar Entschuldigt, wenn der Zug mal 35Sekunden !Verspätung + Komplette Rückerstattung
Ist halt echt die frage wieso das in Japan gefühlt 1 mio x besser klappt.
 
Nighteye schrieb:
wieso das in Japan gefühlt 1 mio x besser klappt.
Weil dort für die Züge dedizierte Strecken gebaut wurden und der Fahrplan "übersichtlich" ist.
1782307719008.png


Mit dem ICE werden hingegen 130 Stationen in diversen Ländern angefahren und teilweise muss er sich die Strecke mit der S-Bahn teilen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Intercity-Express-Bahnhöfe

Würde hier der ICE nur in den 15 größten Städten anhalten, möchte ich sehen wie groß das Geschrei dann wäre. Technisch gesehen ist es in Japan weitgehend eine einzelne Strecke von Nord nach Süd, während es bei uns so aussieht.
1782308644689.png
 
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Das japanische Streckennetz ist ja "fast" zu umfangreich wie in Deutschland. :D
streckennetz.png
 
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Nighteye schrieb:
Genau wegen solchen vertrauenszerstörenden Vorfällen wollen viele nicht aufs Auto verzichten.
Das Bahnsystem in Japan ist gegen unseres Paradiesisch.

Darum geht es nicht. Es geht darum das es keine Redundanz gab.
Also keine Backupsysteme. Der Verkehr muss mindestens 2 Sicherheitssysteme haben, da der Verkehr nie stoppen darf.

Es gibt ein Backaup was seit 1835 funktioniert. Eben Fahren auf Sicht. Aber das muss organsiert werden und dazu müssten wieder Zugmeldeposten besetzt werden usw.
Nicht zuletzt erlauben Richtlinen und Gesetze kein Fahren ohne GSM-R.


Was so weit auch nicht geschehen ist. Die Zugführer wurden dann via Telefon in die Bahnhöfe gelotst von der Leitstelle.

Die Zugführer sicher nicht es sei den es wär eine S Bahn. Und Leitstellen gibt s nur wenige.
Es wird auf Sicht gefahren worden sein.


xexex schrieb:
Weil dort für die Züge dedizierte Strecken gebaut wurden und der Fahrplan "übersichtlich" ist.
Anhang anzeigen 1741127
Mehr als 6 Minuten zu spaet ist offiziell fuer die Statistik verspaetet.
Offziel wäre 10 Minuten. So war es noch in den 80ern hat man dann auf 5 Minuten und 59 geändert. Ab 10 muss halt ein Grund genannt werden.

In dichten S Bahn netzen wie Berlin udn Stamstrecke München ist es meine ich sogar 2 oder 3 Minuten.

xexex schrieb:
Mit dem ICE werden hingegen ICE 130 Stationen in diversen Ländern angefahren und teilweise muss er sich die Strecke mit der S-Bahn teilen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Intercity-Express-Bahnhöfe

Würde hier der ICE nur in den 15 größten Städten anhalten, möchte ich sehen wie groß das Geschrei dann wäre. Technisch gesehen ist es in Japan weitgehend eine einzelne Strecke von Nord nach Süd, während es bei uns so aussieht.

Das schlimme ist der ICE muss ich die Strecke mit allen Zügen teilen, also auch Güterzügen. Und dank dem Block System fährt er dann von einem Block in den anderen und holt sich so Verspätung. Weil man ja schlauerweise Weichen und Überholgleise zurückgebaut hat.. Zumindest zum Großen Teil.
 
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@Helge01
Für interessierte nochmal vielleicht in Zahlen ausgedrückt. Die Streckenlänge auf denen der Shinkansen in Japan überhaupt fahren könnte (Normalspur) betrögt 2400km, die restlichen 22000km ist eine Schmalspur, auf der nur Nahverkehr fahren kann. Bei 124 Millionen Einwohnern ist die Zahl lächerlich gering, in Deutschland wird über die 40000km Bahnstrecke gemeckert.

Aber genug Vergleiche, die Voraussetzungen sind schlichtweg anders.
 
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Die Technik basiert ja noch auf 2G und das wird von der Telekom 2028 abgeschaltet. Die nachfolgende Technologie soll erst 2035 soweit sein und wird dann auf 5G basieren, was bis dahin auch wieder veraltet sein wird.
 
M@tze schrieb:
Fakt ist doch, dass solche Fehler überall passieren können und auch tatsächlich passieren
Ich sitze hier auch gerade mit schwankenden, bis hin zum ausfallenden Internet. Und es liegt nicht an der Deutschen Bahn.

Wichtig ist, das bisher anscheinend (hoffentlich) keiner dadurch zu Schaden gekommen ist und die Techniker den Fehler gefunden haben.
 
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Ich war gestern Abend auch betroffen, hatte aber wohl noch Glück im Unglück.
Ich wollte um 22:13 Uhr mit der S-Bahn heim fahren, die laut DB Navigator auch pünktlich abfahren sollte, aber zur Abfahrtszeit kam die erste Durchsage "Verzögerungen ... Funk-Störung ... in ganz Deutschland stehen die Züge ... Dauer unbekannt".

Leider wurde die Live-Auskunft weiterhin nicht aktualisiert, denn 12 min. später standen im Navigator noch alle Verbindungen drin, ohne Verspätungen. Google Maps das gleiche.

Navigator_20260623-2226_klein.png
Maps_20260623-2227_klein.png


22:28 Uhr (plus 15 min.) fuhr er dann doch noch los
 
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Fliz schrieb:
Wir sind mittlerweile dritte Welt Land, wenn sowas passieren kann.
Und wir leben 2026 in Deutschland, wo jeder noch so ahnunglose seine Meinung kundtun muss.
Ergänzung ()

supermanlovers schrieb:
Die Ukraine schickt wöchentlich hunderte Drohnen mit Starlink Minis nach Russland (one way) und wir können nicht ein paar hundert Züge mit einem Starlink Backup ausrüsten?
Was ebenfalls in die Kategorie: Bullshitkommentare gehört.
Es ist nicht mit "ein paar hundert" Starlink Mini in Züge getan. Klassisches: Das ist alles ganz einfach, ich bin viel schlauer als die und hab eine billige Lösung.
Ergänzung ()

TilTuesday schrieb:
Die Technik basiert ja noch auf 2G und das wird von der Telekom 2028 abgeschaltet. Die nachfolgende Technologie soll erst 2035 soweit sein und wird dann auf 5G basieren, was bis dahin auch wieder veraltet sein wird.
Auch das ist völlig zusammenhangloser Krempel. Was hat Die Abschaltung der Telekom mit GSMR zu tun? Heißer tip: Gar nichts. Es auch technsich kein Mangel oder Defizit, dass es weiterhin auf 2G basiert.
Ergänzung ()

Nighteye schrieb:
Ist halt echt die frage wieso das in Japan gefühlt 1 mio x besser klappt.
Weil sie viel mehr Geld investieren? Die Antwort braucht kein Atomphysik-Studium.
Wie oben schon erwähnt wurde, fährt dort vieles auf getrennten Gleisen - hier fährt alles überall. Ausgebaut wird selten und verspätet, modernisiert wenn es nicht anders geht.
 
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knoxxi schrieb:
Es ist ne Aktiengesellschaft, unabhängig davon ob ich selber Aktien kaufen kann oder nicht.
Und was ändert das? Kann auch eine GmbH sein und wäre nichts anderes, wenn der Deutsche Staat 100% der Anteile hat.
knoxxi schrieb:
Und das /s hast du sicherlich nur aus Simplifizierungs Gründen weggelassen….
Ja, weil es nie einen Börsengang gab.
Ergänzung ()

Cr4y schrieb:
Der Plan war, einen Teil der Aktien an die Börse zu bringen
Ist aber nicht passiert.
Cr4y schrieb:
Dass er nicht komplett durchgezogen wurde, ändert nichts an den Tatsachen.
Doch, denn es gab nie einen Börsengang, also ist es keine Tatsache, aber yolo
 
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knoxxi schrieb:
Es ist ne Aktiengesellschaft, unabhängig davon ob ich selber Aktien kaufen kann oder nicht. Und das /s hast du sicherlich nur aus Simplifizierungs Gründen weggelassen….
Nein, du schreibst belanglosen Müll. Die DB gehört weiterhin vollständig dem Staat. Dass es nun eine AG ist, ist eine billige Ausrede und weiterhin ein Argument für Ahnungslose um eine einfache Ursache zu benennen.
Der Börsengang wurde abgeblasen, nachdem man endlich eingesehen hat, dass das nicht funktionieren kann. Danach hätte man sich aber auch wieder darum kümmern und nicht alles verhungern lassen müssen.
 
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