DerOlf
Admiral
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- März 2010
- Beiträge
- 9.553
Ein "armer" Deutscher muss aber eben auch die Mieten und Lebenshaltungskosten in Deutschland zahlen.
Deswegen halte ich den Begriff der relativen Armut für gut und wichtig, denn er trägt dem soziokulturellen Existenzminimum Rechnung ... mit €10,- in der Woche magst du in Namibia zu den wohlhabenden gehören ... in Deutschland hast du damit noch nichtmal ein Dach über dem Kopf. Das kostet bei uns nämlich mindestens €200,- (und dann ist es noch ungeheizt und dunkel).
Was nutzt einem ein 50mal höheres Einkommen, wenn man damit auch nicht über die Zeit kommt, weil die Preise eben 60mal so hoch sind?
Willst du allen ernstes ein "absolutes" Armuts-Maß ansetzen?
Das ist wie jede Gleichmacherei unfug. Gleichzeitig ist das meiner Meinung nach eine frechheit gegenüber allen, die IN Deutschland am oder unterm deutschen soziokulturellen Existenzminimum leben ... die mögen im Vergleich zu den meisten Äthiopiern extrem reich sein ... aber in Deutschland ermöglciht ihnen dieser "extreme Reichtum" dennoch KEIN normales Leben.
Armut bedeutet nicht nur, weniger als "xy pro Tag" zur Verfügung zu haben, es kommt eigentlich viel mehr darauf an, was man damit am Lebensmittelpunkt erreichen kann.
Es gab mal eine Zeit, da entsprach unser "geringfügiges Beschäftigungsverhaltnis" (heute 450 EUR - Jobs), ziemlich genau dem Jahresgehalt eines indischen Lehrers (Staatsdienst) ... der Lehrer konnte damit in Indien gut leben (gehörte sogar zu den "Besserverdienern" dort) ... in Deutschland bräuchte man da schon drei bis fünf von diesen Jobs.
Du bemisst die Kaufkraft des Euro ja auch nicht daran, was du dir für einen Euro in Ghana oder China kaufen könntest ... dafür nutzt du doch auch eher Regionen IN der Eurozone (und selbst IN der Eurozone müsste da noch differenziert werden).
Armut ist international nicht wirklich besser vergleichbar, als die Kaufkraft unterschiedlicher Währungen in ihren jeweiligen Geltungsbereichen.
Verpflanzt du einen Äthiopier nach Europa, bei exakt gleichen Bezügen, dann ist der innerhalb weniger Wochen verhungert ... von daher ist er auf jeden Fall ärmer, als ein Deutscher "Armer".
Packst du den deutschen H4ler nach Äthiopien (bei vollen Bezügen), dann kann der da leben wie King Karl persönlich von daher ist dieser reicher, als der äthiopische Arme.
Allerdings läuft es nicht so ... und daher ist als "arm" anzusehen, wer mit seinem Haushaltsgeld schlecht bis garnicht über die Runden kommt. Der ausschlaggebene Faktor ist hier das soziokulturelle Existenzminimum am Lebensmittelpunkt und nicht irgendein konstruiertes Minimum, nach dem dann im eigenen Sozialraum "ALLE" als Reich anzusehen sind.
Äthiopier und Deutsche könnten wir vergleichen, wenn das Soziokulturelle Existenzminimum beider änder auf dem selben Level liegt ... ansonsten muss für eine saubere Betrachtung hier gewichtet werden ... auch wenns nicht ins Weltbild oder die aktuelle Diskussionsposition passt.
Du kannst aber das MDG "Armut bekämpfen" auch in der Weise umsetzen, dass sich die soziokulturellen Existenzminima global angleichen ... ist das erreicht, dann gilt auch nur noch jeder auf der Welt als Arm, der unter 2 USD am Tag zur Verfügung hat. In Teilen Europas und in den USA sind die Leute, die momentan so wenig zur Verfügung haben nicht "arm", sondern in absehbarer Zeit tot.
Deswegen halte ich den Begriff der relativen Armut für gut und wichtig, denn er trägt dem soziokulturellen Existenzminimum Rechnung ... mit €10,- in der Woche magst du in Namibia zu den wohlhabenden gehören ... in Deutschland hast du damit noch nichtmal ein Dach über dem Kopf. Das kostet bei uns nämlich mindestens €200,- (und dann ist es noch ungeheizt und dunkel).
Was nutzt einem ein 50mal höheres Einkommen, wenn man damit auch nicht über die Zeit kommt, weil die Preise eben 60mal so hoch sind?
Willst du allen ernstes ein "absolutes" Armuts-Maß ansetzen?
Das ist wie jede Gleichmacherei unfug. Gleichzeitig ist das meiner Meinung nach eine frechheit gegenüber allen, die IN Deutschland am oder unterm deutschen soziokulturellen Existenzminimum leben ... die mögen im Vergleich zu den meisten Äthiopiern extrem reich sein ... aber in Deutschland ermöglciht ihnen dieser "extreme Reichtum" dennoch KEIN normales Leben.
Armut bedeutet nicht nur, weniger als "xy pro Tag" zur Verfügung zu haben, es kommt eigentlich viel mehr darauf an, was man damit am Lebensmittelpunkt erreichen kann.
Es gab mal eine Zeit, da entsprach unser "geringfügiges Beschäftigungsverhaltnis" (heute 450 EUR - Jobs), ziemlich genau dem Jahresgehalt eines indischen Lehrers (Staatsdienst) ... der Lehrer konnte damit in Indien gut leben (gehörte sogar zu den "Besserverdienern" dort) ... in Deutschland bräuchte man da schon drei bis fünf von diesen Jobs.
Du bemisst die Kaufkraft des Euro ja auch nicht daran, was du dir für einen Euro in Ghana oder China kaufen könntest ... dafür nutzt du doch auch eher Regionen IN der Eurozone (und selbst IN der Eurozone müsste da noch differenziert werden).
Armut ist international nicht wirklich besser vergleichbar, als die Kaufkraft unterschiedlicher Währungen in ihren jeweiligen Geltungsbereichen.
Verpflanzt du einen Äthiopier nach Europa, bei exakt gleichen Bezügen, dann ist der innerhalb weniger Wochen verhungert ... von daher ist er auf jeden Fall ärmer, als ein Deutscher "Armer".
Packst du den deutschen H4ler nach Äthiopien (bei vollen Bezügen), dann kann der da leben wie King Karl persönlich von daher ist dieser reicher, als der äthiopische Arme.
Allerdings läuft es nicht so ... und daher ist als "arm" anzusehen, wer mit seinem Haushaltsgeld schlecht bis garnicht über die Runden kommt. Der ausschlaggebene Faktor ist hier das soziokulturelle Existenzminimum am Lebensmittelpunkt und nicht irgendein konstruiertes Minimum, nach dem dann im eigenen Sozialraum "ALLE" als Reich anzusehen sind.
Äthiopier und Deutsche könnten wir vergleichen, wenn das Soziokulturelle Existenzminimum beider änder auf dem selben Level liegt ... ansonsten muss für eine saubere Betrachtung hier gewichtet werden ... auch wenns nicht ins Weltbild oder die aktuelle Diskussionsposition passt.
Du kannst aber das MDG "Armut bekämpfen" auch in der Weise umsetzen, dass sich die soziokulturellen Existenzminima global angleichen ... ist das erreicht, dann gilt auch nur noch jeder auf der Welt als Arm, der unter 2 USD am Tag zur Verfügung hat. In Teilen Europas und in den USA sind die Leute, die momentan so wenig zur Verfügung haben nicht "arm", sondern in absehbarer Zeit tot.
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