ruthi91 schrieb:
Erleuchte uns bitte? Was ist das überhaupt? Welche Effekte habe ich als Endkunde? Kann ich das beeinflussen?
Merken das überhaupt mehr als 1 Promille der Endkunden? Wie kann ich das als Endkunde überhaupt überprüfen? Gibt es Anbieter die das (nachweislich) nicht tun? Hat man da überhaupt eine Garantie drauf?
der große Vorteil der FTTH Methode bzw. der Glasfasertechnologie ist, dass du relativ problemlos hohe Bandbreiten realiseren kannst. Das verlegen von Glasfasern bis in die Wohnung wäre endlich die Möglichkeit gewesen, ein für alle mal die künstliche Verknappung bzw limitierung der Bandbreiten bei Endkundentarifen zu beseitigen.
Du kannst über eine Faser 400gbit schicken, wenns sein muss. Absolut unproblematisch sind Raten von 1/10 oder 25gbit (symmetrisch!). Für diese Geschwindigkeiten gibt es ganz normale LWL-switches.
Vorraussetzung dafür ist nur, dass der Ausbau als aktiv geswitchtes Netz erfolgt und nicht diese unsägliche PON-Technik zum Einsatz kommt, die nur BWLern ein feuchtes Höschen beschert.
ein passiv optisches glasfasernetz (PON) realisiert deinen Anschluss, indem teure Spezialhardware zum Einsatz kommt, welche bis zu 64 Kundenanschlüsse auf eine Faser legt, was sie mittels optischem Splitter erreicht. Der nachteil hier ist, dass die Bandbreite auf der Faser begrenzt ist. Normales PON hat eine Bandbreite von 2,5gbit im downstream und ~1,3gbit im upstream. Mittlerweile gibt es XGS-PON das symmetrisch 10gbit ermöglicht. Der Nachteil? Du teilst dir diese Bandbreite mit allen anderen Anschlüssen, die mit an dem optischen Splitter hängen. Sprich es ist ein shared medium, genauso wie DOCSIS (vodafone Kabel). Und da kommt auch das traffic shapen zum Einsatz. Du buchst den tarif 100/50mbit und die software des Providers sorgt dafür, dass dein Anschluss nur jene Bandbreite zugeteilt wird. Das ist grauenhaft für jeden technik affinen, der weiß, zu was eine Glasfaser im Stande ist.
Was diese kann sieht man in einem aktiv geswitchten Netz.
Hier kommt jede einzelne faser eines Kunden in einem kleinen Häuschen irgendwo im Dorf an. Dort sind switches untergebracht und ein gateway raus ins große weite WWW.
Die Technik ist günstiger, aber benötigt etwas mehr elektr. Energie.
Der riesige Vorteil für den Kunden hingegen ist, dein Anschluss hat seinen eigenen Port an den switches. Die Geschwindigkeit deines Anschlusses wird allein dadurch beeinflusst, in welchem Port deine Faser steckt. Du willst nur 1gibt? Deine Faser kommt in einen 1gbit Port. Du willst 10gbit? Deine Faser kommt in einen 10gbit Port. Du willst 25gbit? Deine faser kommt in einen 25gbit Port.
Dem betreiber des Netztes ist das scheiß egal. Darum bieten Provider, die diese Netze nutzen auch meist nur einen Einheitspreis. Init7 in der Schweiz z.B verlangt für einen Internetanschluss puschal 64 Franken. Du suchst dir dann aus, welche Geschwindigkeit du willst. Wahlweise 1, 10 oder 25. Bei init7 zahlst du immer das selbe, dank aktiv geswitchtem Netz.
ich hoffe, ich hab das einigermaßen gut erklärt.
@Holzkopf darf gerne korrektur lesen
