Dr. MaRV schrieb:
Wem das nicht gefällt, kann sich gern selbst Wohneigentum schaffen, dann muss man sich auch nicht über den Vermieter aufregen.
Das Problem betrifft aber leider auch sehr viele Besitzer von Eigentumswohnungen, teilweise noch schlimmer, da fortschrittsfeindliche WEGs jeden Ausbau blockieren.
imperialvicar schrieb:
Ich glaube diese Regierung wird das nicht hinbekommen .
Es müssten Menschen mit Berufsausbildung solche Posten übernehmen
Die Regulierungsvorschläge werden in der Regel von Fachleuten in der Bundesnetzagentur gemacht, und das sind schon Leute die sich auskennen.
Da sind auch schon viele verbraucherfreundliche Regelungen herausgekommen, z.B. die TKG Änderungen zu Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen oder der realen Geschwindigkeit des Anschlusses (Stichwort Breitbandmessung).
Der GF Ausbau ist ein sehr komplexes Thema, bei dem leider sehr viele Akteure mit unterschiedlichen Interessen mitspielen.
User007 schrieb:
Auch wenn mir als Mieter mit genau so einer Fallkonstellation behaftet das willkommen sein sollte, zeigt's letztlich nur leider wieder einmal die Unfähigkeit der Politik solche Projekte gleich von Anfang an bis "zum Schluß zu denken und zu konzeptionieren" sowie mit der benötigten Konsequenz für Konsistenzausprägung zu gestalten
Man kann nicht immer alles auf die Politik schieben, viele Probleme beim GF Ausbau haben mit individuellen Befindlichkeiten und der allgemeinen deutschen Fortschrittsfeindlichkeit zu tun. Wenn Eigentümer mit dem Argument „brauch ich nicht“ oder mit Verweis auf wenige Tage Baulärm und Schmutz einen Ausbau ablehnen, dann hat das erstmal nichts mit Politik zu tun. Politik kann dann natürlich mit Anreiz oder Zwang reagieren. Ersteres kostet aber wieder Geld der Allgemeinheit, bei Zwang macht man sich bei den Betroffenen unbeliebt.
areiland schrieb:
Und braucht tatsächlich gar kein Internetz, weil Oma Trude nämlich kein internetfähiges Gerät besitzt. Also bekommt sie durch die erneut höheren aufgezwungenen Kosten keinerlei nutzbaren Mehrwert. Sie bezahlt dann erneut für nichts.
Bei einem MFH kann man nunmal nicht gänzlich vermeiden, dass Gemeinschaftskosten auf alle umgelegt werden, unabhängig vom individuellen Nutzen. Wenn ein Aufzug eingebaut werden würde, profitiert Oma Trude im 4. Stock mehr als der 20 jährige Daniel im 1. OG, aber auch da zahlen alle das Gleiche.