Business Policy für (Premium) Handyauswahl

h00bi

Fleet Admiral
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Hallo zusammen,

ich bin mir nicht 100% sicher ob das Thema hier her passt, aber ich wollte das nicht im Smartphonebereich diskutieren, weil es wirklich nur um die Umsetzung aus Firmensicht geht, nicht um die Geräte ansich.

Bei uns ist es aktuell so, dass mehr oder weniger freie Endgerätewahl im Zusammenhang mit Firmen-Handytarifen und deren Subventionierung gibt.
Das führt nun zu einem wahren Wildwuchs an Geräten und der teilweise ständigen Gier nach einem neuen, sündhaft teuren Handys bei eher schlechter Pflege der Handys (ist ja nur Firmeneigentum).
Ebenso haben wir daher auch keine identischen Ersatzgeräte auf Lager sondern meist nur irgendwas (z.B. aktuell ein SGS S7).
Sprich bei Fehlern können wir intern auch nicht tauschen sondern müssen den Hersteller- oder Telekomservice in Anspruch nehmen.

Wir sind daher am überlegen wie wir das in Zukunft handhaben wollen.
Sehr schön wäre eigentlich ein unabhängiges Geräteleasing mit Versicherung und Garantie über die ganze Laufzeit. Das wäre aber vermutlich deutlich teurer. Wäre mir jetzt auch spontan nur für Apple Geräte bekannt.

Die alternative Überlegung ist, 2 vernünftig bepreiste, aber grundsolide Standardgeräte mit Dual SIM und langem Softwaresupport auszuwählen, z.B. ein iPhone SE und ein A52 5G. Diese Geräteklasse ist auch für die Geschäftsleitung völlig okay.
Diese fallen auch problemlos unter die GWG Grenze und sind nach der üblichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Man könnte die Handys daher im Anschluss auch "entsorgen" oder zu einem angemessenen Preis weiterverkaufen oder in Zahlung geben.

Generell würde mich interessieren wie das bei euch gehandhabt wird, um daraus eventuell die ein oder andere Idee aufzuschnappen.
 
Bei uns gibt es genau ein Gerät als Diensthandy zur Auswahl. Dein Gedanke finde ich gar nicht so verkehrt, ich würde mich ehrlich gesagt aber tatsächlich eher auf ein Gerät oder mindestens auf ein System festlegen. Und aufgrund der längeren Supportzeit wäre ich hier eher für Apple. Die kann man nämlich durchaus auch länger als zwei Jahre nutzen... Ich wüsste nicht, warum man ein Diensthandy regelmäßig austauschen muss, wenn es das, wofür es angeschafft wurde, noch problemlos kann.
 
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Wir sind bei uns (ca. 6000 Mitarbeiter) vor kurzem auf zu Everphone gewechselt, bis dato haben wir auch selbst eingekauft.

Everphone bietet "Phone-as-a-Service an, sprich wir mieten die Geräte. Die Verträge mit denen sind unglaublich flexibel, bis jetzt konnten die (fast) jeden unserer Wünsche umsetzen, die möglichen Optionen
die angeboten werden decken meiner Meinung nach so gut wie jeden Usecase ab.

Kannst Du Dir ja mal ansehen unter https://www.everphone.de/

MfG
 
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Also bei meinen Letzten Arbeitgeber, wo es Dienst Handys gab waren es alles IPhones, die man frühestens nach 24 Monaten tauschen konnte.
Die meisten Geräte waren 4 Jahre in der Firma, bevor sie ausgemustert worden.
Person in der Probezeit oder Werksstudenten/Praktikanten hatten meist auch immer Telefon bekommen, aber nur eins aus den Pool der zurückgegeben aber noch nicht ausgemusterten.
 
Ich finde Handys weitergeben aus hygienischer Sicht nicht wirklich akzeptabel, unabhängig von Corona.
Würde ich selbst auch ablehnen, je nach Zustand.
Gerade Ohrenschmalz und Hautschuppen aus kleinen Rillen bekommt man halt auch nicht wirklich weg und ich will das auch gar nicht weg machen müssen.

Graphixx schrieb:
vor kurzem auf zu Everphone gewechselt, bis dato haben wir auch selbst eingekauft.
danke für den Tipp mit Everphone. Schau ich mir an.
Wichtiger Punkt wäre hier: Habe ich bei einem Defekt das neue und das alte Gerät kurz zeitgleich da?
Finde das z.B. bei Vodafone sehr schlecht gelöst dass der Paketbote das defekte Handy sofort mitnehmen will wenn er das neue bringt... Als ob wir nicht vertrauens-/kreditwürdig wären... und wird dann als "business service" angepriesen.

EDIT:
https://blog.everphone.de/business-tarife-mobilfunkanbieter
allein schon die memes auf dem Company Blog machen everphone sympathisch :lol:
 
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Als Handy gibt's bei uns nur iPhone SEs, als Laptops / PCs gab es lange auch genau eine Serie von Fujitsu. Mittlerweile hat man noch eine zweite von HP, weil es mal Lieferprobleme gab. Ohne besondere Anforderungen hat man genau eine Wahl: 12, 14 oder 15 Zoll.

Da gibt's auch keine Diskussionen. Das ist für den ganzen Laden standardisiert, damit Ersatz vorgehalten werden kann, Zubehör (Dockingstations und co) austauschbar sind usw. Beim Laptop kann man, wenn man besondere Anforderungen hat, ein Upgrade in Sachen RAM / Speicher / CPU / GPU bekommen.

Und auch zur Weitergabe gibt's bei uns wenig zu diskutieren. Wenn ein MA ausscheidet, geht das Gerät zur IT zurück, und der nächste neue MA bekommt es. Ich sehe da jetzt auch keine allzugroßen Probleme. Die IT putzt die Sachen einmal ordentlich (mit Desinfektions-Tüchern), und wenn dann in irgendeiner Rille noch eine Hautschuppe hängt - so what? Das ist totes Material, da geht nun kein Hygiene-Problem von aus.
Gibt schließlich auch einen riesigen Gebrauchtmarkt im Bereich Smartphones, wieso sollte man da in der Firma immer gleich alles wegwerfen?
Sonst müsste ich mich ja auch vor jedem bisschen Staub, das mal auf meinem Schreibtisch landet fürchten. Der Staub, der so in Innenräumen anfällt, besteht auch zu einem nicht geringen Teil aus Haaren, Schuppen und co.
 
Freie Wahl der Geräte bedeutet doch auch im Umkehrschluss hohes Supportaufkommen der Geräte wenn etwas nicht funktioniert oder wie habt ihr das gelöst?
Bei einem wilden Zoo an Endgeräten stelle ich mir auch das MDM recht aufwendig vor...
Die Auswahl einzuschränken macht aus Sicht des Unternehmens also schon Sinn.

Gegen den schlechten Umgang gibt es ebenso einfache Lösungen: Bei Herausgabe des Geräts an den Mitarbeiter diesen vor die Wahl stellen: Case + Folie oder Case mit Frontdeckel. Nutzung ist verpflichtend.
 
snaxilian schrieb:
Freie Wahl der Geräte bedeutet doch auch im Umkehrschluss hohes Supportaufkommen der Geräte wenn etwas nicht funktioniert oder wie habt ihr das gelöst?
Richtig, das ist auch mit der Hauptgrund warum ich den aktuellen Status ändern möchte. Aus Sicht der BuHa und der GL gibts natürlich andere Hauptgründe, die versuche ich grade unter einen Deckel zu bekommen.
Autokiller677 schrieb:
Das ist für den ganzen Laden standardisiert, damit Ersatz vorgehalten werden kann, Zubehör (Dockingstations und co) austauschbar sind usw.
Bei Notebooks haben wir das auch schon so verfolgt, mussten während Corona durch die schlechte Verfügbarkeit oder stark gestiegene Preise teilweise davon abweichen.
 
Ich hab das bei mir anders gelöst: BYOD

Mitarbeiter kaufen sich die Handys selbst und bekommen einen Teil davon erstattet.
Das Handy geht mich nichts an und die Firmendaten sind per MDM unter Kontrolle,
da in eigenen Apps. (Boxer - Workspace One)
Telefonieren können die Leute über die Büronummer ebenfalls per App auf dem Handy.

Somit ist das Supportaufkommen gering und die Leute haben Ihr Wunschgerät (es gehört Ihnen und es wird besser darauf geachtet) und wenn da etwas außer den Firmengeschichten nicht geht ist mir das ziemlich egal bzw. deren Problem.

Klar ein paar Ausnahmen gibts immer: Geschäftsleitung primär, aber das Gros ist glücklich und die IT auch.
 
BYOD geht natürlich auch wobei da dann der Mitarbeiter dafür zu sorgen hat, dass die Firmen-App mit dem gewählten Gerät funktioniert und dass das Gerät stets funktioniert^^
 
Geht auch. Ich finde das als MA aber eher ein uncool. Da ist man direkt dauerhaft erreichbar, wenn man nicht dauernd die Mitteilungen ein- und ausschaltet, und hat im Zweifeslfall noch irgendeine batteriefressende Sandbox im Hintergrund, die die Firmen-Apps isoliert...

Außerdem werden eben die Kosten (zuindest teilweise) auf den MA abgewälzt, genauso wie sämtlicher Supportaufwand. Klar für die IT klingt das erstmal attraktiv.

Für mich ist das aber eher ein Minus-Punkt, wenn ein AG mit sowas ankommt.
 
h00bi schrieb:
Wichtiger Punkt wäre hier: Habe ich bei einem Defekt das neue und das alte Gerät kurz zeitgleich da?
Ich meine mich zu erinnern das die defekten Geräte erst zurück müssen wenn die Ersatzgeräte geliefert wurden. Ich kann es aber nicht 100% sagen, wir hatten noch keine defekten bis jetzt ;) (das liegt aber auch daran das wir erst vor ein paar Wochen endgültig umgestellt haben, da hatte noch keiner die Zeit sein Gerät zu schrotten).

MfG
 
Graphixx schrieb:
Ich meine mich zu erinnern das die defekten Geräte erst zurück müssen wenn die Ersatzgeräte geliefert wurden.
10 Tage Übergangszeit wurde mir gerade gesagt.
 
@Autokiller677
Klar, hat wie alles Vor- und Nachteile.
Je nach Höhe der Gerätestützung können sich die Mitarbeiter so auch ein Flagship-Gerät kaufen.
Dementsprechend: Mitarbeiter hat sein iPhone 12 und ist glücklich.
IT hat weniger Aufwand und ist auch glücklich.

Zudem wollen die wenigstens 2 Geräte rumschleppen oder ihre eigene SIM in ein Firmengerät stecken.
Erreichbarkeit ist nur gegeben, wenn die App angemeldet ist und die normale Rufnummer ist ja die private.
 
Bei uns gab es vor kurzem einen Phone Refresh, Iphone 11 und Samsung S20 wurden angeboten. Wird alle 3 Jahre zentral gemacht und man hat Ruhe.
BYOD steht jedem als Option offen, dann wird nur die Sim gestellt und rudimentärer Support falls etwas mit Intune, Outlook, Teams oder anderen LOB Apps nicht geht.

Von einer großen Versicherung kenne ich ein Leasingmodell mit der Telekom. Firma zahlt mtl. Betrag x (reicht dann für iPhone SE oder 300-500€ Android). Will man Flagship zahlt man selber dazu. Läuft automatisch über die Lohnabrechnung und wird dort sehr gut angenommen. Nach einem Jahr kann man upgraden wenn man möchte und das Altgerät relativ günstig auslösen. Hardware und OS Support läuft über die Telekom, alles darüber fängt die IT auf.
 
Bei uns gibts nur iPhones.

Default Modell ist das aktuelle SE, bei begruendetem, durch den jeweiligen Vorgesetzten bestaetigtem, Bedarf, kann es auch ein 12er werden.
Haltezeit sind dann in der Regel 3 Jahre.

Die Apparate sind alle ueber ein MDM gemanaged, worueber auch alle Apps die interne Zugangsdaten verwenden gepusht werden. Die User koennen aber trotzdem ihre eigene Apple ID einrichten und auch selber beliebig Apps installieren.

Ich hab aktuell sogar noch ein 6s, was ausser einem Akku der vor einer Weile getauscht werden musste noch in einem seht guten Zustand ist.
 
Besten Dank für den vielfältigen Input.
Das Firmenhandy hat hier schon einen gewissen Status.
BYOD ist raus, die Leute wollen was bekommen, nicht selbst kaufen.

Nur iPhone ist keine Option, da der Inhaber keins mehr will.
Nur Android ist auch keine Option, da stößt man langjährige gute Mitarbeiter unnötig vor den Kopf.

Generell will ich die Nutzungsdauer auch auf 3 Jahre+ schieben, Apple und Samsung sind da ja weit genug mit langem Softwaresupport auf diversen Serien.
 
Naja bei Samsung sehe ich das Problem, dass sie sich im Kleingedruckten das Recht einräumen die Supportzeiträume jederzeit zu ändern. Aber ansonsten hat sich Samsung da in den letzten Jahren echt gebessert gegenüber früher. Alternativ die Pixel-Geräte oder Geräte mit Android One.
Oder musst halt gucken welche Geräte von eurem MDM unterstützt werden.
 
Ich buddel das Thema mal wieder aus.
Everphone wird für uns als Kleinkunde zunehmend schlechter.
Die Geräteauswahl wurde extrem limitiert, es gibt quasi nur noch S23 und iPhones.
Das war nicht die intention, als wir zu everphone gewechselt sind.

Ein Kleinprojekt mit 3 Kiosk-Geräten haben wir jetzt mit Intune realisert, aber für einen generellen Wechsel zu intune fehlt uns die Manpower und der ROI würde ewig dauern.

Daher suchen wir wieder was anderes als Mietkonzept mit MDM as a Service.

@Graphixx seid ihr noch bei Everphone und ist das für euch noch zufriedenstellend?
 
h00bi schrieb:
Generell würde mich interessieren wie das bei euch gehandhabt wird, um daraus eventuell die ein oder andere Idee aufzuschnappen.
Es werden Geräte ausgegeben und die dann solange genutzt, bis sie kaputt sind oder aufgrund von Kundenansprüchen (OS-Versionen der Kunden-App, etc.) nicht mehr nutzbar sind. Bei mir läuft noch ein Nokia 3720 (ok, das hab ich auch schon mehrmals privat ersetzt, weils schön klein ist) und ein 2017er iPad.
 
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