CPU wiederholt defekt?

ebay_junky

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So langsam gehen mir die Ideen aus, daher mal eine Anfrage hier.


Dienstag letzter Woche hing der PC erst beim Anfahren (Win7 hatte sich wohl auch ein Update gegönnt). Systemdiagnose/Reparatur hab ich mal machen lassen nach erneutem PC-Start. Win 7 fuhr dann auch hoch.

Abends den Rechner (wie meist immer) nicht ausgeschaltet, sondern sich schlafen legen lassen. Am nächsten Morgen wollte der PC dann nicht per Tastendruck aufwachen - also mal einen Reboot über Powertaste angeleiert.
Der Rechner fuhr dann auch hoch, mit der üblichen 'System wurde nicht ordentlich beendet'-Meldung. Win 7 also gestartet, nach kurzer Zeit (Minuten/Sekunden?) zeigen sich nur noch feine, kleine, bunte Querstreifen auf dem Bildschirm.

Rechner aus/an --> PC hängt beim hochfahren - wenn ich mich recht erinnere, noch bevor Windows gestartet wird.

Später dann (zwischenzeitlich auf Arbeit gewesen), mal den Sitz der GraKa kontrolliert: Nichts feststellbar. Rechner an --> schwarzer Bildschirm (keine BIOS-Meldung, nichts)
Alle Lüfter (Gehäuse, CPU, GraKa) drehen sich, Festplatten klappern wie gewohnt vor sich hin.

Mittwoch: Andere GraKa rein --> keine Änderung
Samstag: Anderes MoBo rein --> keine Änderung
Gestern: Neuer Prozessor rein --> alles OK

Abends noch ein wenig am PC gesessen, Prozessortemp. im Auge behalten: ca. 36-45°C, wunderbar...

Über Nacht den PC sich schlafen legen lassen.
Heute Morgen: PC mag nicht so recht aufwachen, Bildschirm bleibt schwarz....
--> gleiches Spiel wie vorher: Nach Systemstart, drehen die Lüfter und klappern die Festplatten, aber der Bildschirm bleibt schwarz.

Da ich jetzt nicht so die rechte Lust habe, täglich eine neue CPU einzubauen, wollte ich mal hier fragen, ob jemand eine Idee hat, was da los ist...

Bis auf Netzteil und RAM hab ich jetzt ja fast alles durch - kann da ein Problem noch vom Netzteil ausgehen und wie würde ich das heraus bekommen (ohne ein neues Netzteil auf Verdacht zu kaufen)?

Daß es einen kausalen Zusammenhang zwischen einem SW-Update und den HW-Problemen gibt, möchte ich mal ausschließen. Falls aber jemand etwas über Schad-SW weiß, die über Nacht dem schlafenden PC die CPU abschießt...

Der PC lief seit Juli 2010 ohne Probleme.


Systemeckdaten:

MoBo: ASUS M4A77TD Pro (jetzt gerade noch Ersatzboard Asus M4A77T/USB3 drin)
CPU: AMD Phenom II X4 955 (mit Mugen 2 Rev B)
RAM: 4GB-Kit G-Skill RipJaws F3-10666
GraKa: XFX RADEON HD 5770 850M 1GB DDR5
Netzteil: be quiet! Pure Power 530 Watt
OS: Win 7


Danke für die Aufmerksamkeit

der ebay_junky
 
ich tippe auf das MB, irgendein spannungsfehler, durch ein defekten Kondensator oder ähnliches, nach möglichkeit die prozessoren in ein anderes MB legen.
 
Aber das MoBo wurde ja schon getauscht. Und 2 defekte MB hinter einander?
Würde dann am ehesten auf das NT tippen, ist ja schon ein bisschen älter, oder hat BQ 530W wieder im aktuellen Programm?
Man könnte die Spannungen mal durchmessen. Würde ich aber nur machen, wenn Du Dich damit auskennst. (wahrscheinlich nicht, sonst hättest Du es bestimmt schon gemacht ;) )
 
CPU glaub ich nicht. Die wird bestimmt auch warm im Sockel, das mal prüfen. (beide meine ich).
RAM oder NT liegt sehr nahe.
 
mach mal memtest um den speicher auschließen zu koennen, aber ich denke es ist das Netzteil. Wenn du Austauschnetzteil hast zum testen würde ich mal probieren.
 
erste anlaufstelle ist der RAM, sowie das Netzteil

-versuch mal den RAM zu testen (bitte selber googeln)

Netzteil kann sein, muss nicht

-defektes Mainboard (Kondensator) kann in Verbindung mit RAM ebenfalls Probleme erzeugen
 
be quiet.. hmmppff.. hatte ich auch das netzteil und ich hatte auch den bug.. allerdings nutze ich es dennoch sehr lange.. versuchs mit ner steckdodenleiste mit an/aus schalter.. mach den pc an.. alles läuft an bleribt aber bildschirm schwarz.. mach an der steckdosenleiste ganz schnell aus und wieder an.. innerhalb wenige rmillisekunden.. und drück dann nochmal power... so ging es bei mir jedesmal und das über nen jahr.. einfach mal nur um zu testen obs am netzteil liegt oder nicht..
 
Dieses nach dem Standby/Hibernate Modus nicht richtig aufwachen ist eher ein Software & Bios Fehler als ein direkter Hardware Fehler. Oft vertragen sich so sachen wie C1E Stromsparefunktionen nicht mit den Phenom Prozessoren. Desweiteren sind die Windows Standby Funktionen nie 100% reibungslos bei allen Hardware-Geräten (BeQuiet Bug wie vorhin erwähnt) ;)
 
Chrisibär schrieb:
Dieses nach dem Standby/Hibernate Modus nicht richtig aufwachen ist eher ein Software & Bios Fehler als ein direkter Hardware Fehler.

denke auch eher es liegt am ruhezustand ... oder bekommst du deinen rechner wenn du ihn dann vom netzt genommen hast auch nicht zum booten?
oder hast du graka und mobo gar gewechselt als pc noch im ruhezustand war?! ^^
 
würde auch zunächst den ram in verdacht ziehen...hatte ähnliche Probleme und es lag daran
 
Die G-Skill könnten zur Serie mit sog. Cold-Bug gehören, von gelegentlichen Startproblemen wurde häufiger berichtet.
http://www.google.de/search?client=...gc.r_pw.&fp=95127ebe38d16a8&biw=1574&bih=1037

Der Austausch des Prozessors war dabei vielleicht nur "zufällig" die Lösung, weil Rechner längere Zeit komplett stromlos und der CPU-Wechsel beim nächsten EInschalten rege BIOS-Aktivität auslöst ;)

Schonmal versucht, die Timing-Parameter von Hand im Bios einzutragen und 1,60 - 1,65V Spannung drauf zu geben?

Das BeQuiet könnte sein, deren Bug betraf aber eigentlich die StraightPower E5 und teilweise E6.
 
Danke für die vielen Antworten!

Stichwort MoBo: Hab ich ja schon getauscht, daher halte ich es erst mal für unschuldig

Stichwort Hibernate: Habs nur der Vollständigkeit halber erwähnt, die "Aufwachprobleme" sind schon hin und wieder mal vorgekommen, spätestens der Griff an den Netzschalter des Netzteils hat die Sache aber wieder gefixed

Stichwort GraKa/MoBo im Hibernatezustand gewechselt: wer macht sowas? Alles schön aus gewesen...

Stichwort BeQuietBug: Ein Pure Power L7 ist vorhanden - das scheint eine heiße Spur zu sein. Lüfter drehen, Festplatten rappeln, Bildschirm bleibt schwarz hört sich bekannt an... Mal die 12V beim Einschalten messen (wieso hab ich mein Oszi entsorgt? *grmpf*) und gucken, ob das NT - welches so noch rumfliegt - genug Druck hat.

Stichwort RAM: Schau mer mal - hab gerade nix funktionierendes daheim, wo man den reinwerfen könnte. Erstmal das NT checken. (edit) Wobei... Wenn die ausgetauschte CPU noch intakt ist, hab ich ja einen halben Rechner rumliegen (MoBo, Graka, CPU); da fehlt ja fast nur noch RAM, um einen ganzen draus zu machen...

(edit) Stichwort Timing-Parameter im BIOS: Da der Screen schwarz bleibt, komm ich gerade nicht so gut ans BIOS ran...

(edit) Stichwort Cold-Boot-Bug: Das RAM heißt vollständig (lt. Hardwareversand) G-Skill RipJaws F3-10666CL7D-4GBRH. Die tauchen in der Liste nicht als betroffen auf (was sie aber nicht gleich komplett entlastet)

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Edit (Update)

So, zu Hause mehrmals versucht, den PC einzuschalten --> Screen schwarz wie gehabt.

Dann mal auf die Seite gelegt und Seitendeckel ab, um mal die Spannungen am NT zu messen
--> Eingeschaltet --> PC läuft...
mehrfach Ein- und Ausgeschaltet --> funzt
--> im BIOS mal die die RAM-Spannung auf 1,65V, von Timingeinstellungen per Hand erstmal abgesehen
--> Memtest gezogen und laufen lassen (4 Instanzen, CPU-Last 100%, Core nicht wärmer als 51 °C) --> alles OK

Ok, dacht ich mir erstmal, stell ich das Ding mal wieder senkrecht (vorsichtig, da läuft noch) --> leichte Neigung der Kiste führt zu Blackscreen

Über POWER-Taste lange drücken abgeschaltet und dann wieder ein --> PC bootet normal --> ankippen --> Blackscreen (mehrfach reproduzierbar)

Nun Kiste liegen gelassen und mal dran rumgespielt --> Wenn CPU-Kühler seitlich leicht gedrückt wird, führts zum Blackscreen. Mehrfach reproduzierbar, derzeit aber nun nur noch Blackscreen wieder

Spanungen gemessen am NT (war ja der eigentliche Plan) --> sehen gut aus

Altes Case mit NT gefunden, das hat zwar auch 550W aber vom Kabelsalat recht mager: CPU-Versorgung sehr kurz, nix PCI-E Versorgung, nix SATA-Versorgung... Einbau erstmal für heute gecancelt.

Plan für morgen:
- werd ich wohl eine PCI POST Diagnosekarte in meiner Post finden --> reinstecken und gucken...
- Prozessor Aus- und wieder Einbauen, vlt. sitzt der ja nicht so sauber im Sockel
- evtl. konnektiv unzureichendes NT probeweise einbauen
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind alle Schrauben bzw die Disdanzdinger zwischen Mainboard und Gehäuseplatte angebaut?
 
Das MoBo ist korrekt eingebaut.

Ich habe die PCI POST Diagnosekarte in meiner Post gefunden --> Eingebaut, PC eingeschaltet --> Die Reset-LED blinkert fleißig --> Das Dingens gibt sich also anscheinend ständig selbst eins auf die Mütze...

Hab jetzt gerade noch was anderes zu tun, werd aber nachher mal sukzessive das Ding strippen und gucken, wie weit die POST-Geschichte dann kommt; bzw. ob das Selbstresetten weitergeht...

Wenn hier jetzt noch hilfreiche, zielführende Tipps kommen, werde ich die natürlich auch berücksichtigen.

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Update:

Alles bis auf die CPU raus --> Resetblinkern weiter zu beobachten

Dann CPU raus. Da die Montage des Mugen ja doch aufwändiger ist, erstmal den Original-Kühlblock montiert.

Rechner eingeschaltet --> Resetblinkern weg, POST meckert nur noch wg. fehlender Komponenten.

RAM & GraKa rein, Monitor angestöpselt --> funzt!

Vorerst lass ich dass jetzt so - obwohl die Geräuschentwicklung vom Original-Lüfter extrem nervig ist (wenn der Rechner nicht läuft nervt es mich mehr...)

Da ich dem Mugen jetzt nicht mehr so recht traue (mechanische Befestigung...) wird der wohl jetzt als Zierobjekt oder in der Bucht enden...

Der Original Lüfter/Kühlkörper kann so aber auch nicht bleiben. Werde mich mal nach was umschauen, dass auf die gleiche Befestigung passt, wie das Originalteil. Evtl. kommt auch was ins Haus, wo mich die mechanische Lösung mehr überzeugt, als die vom Mugen.
 
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vorschlag ! freezer 13 von arctic-cooling: leichte montage, gute kühlleistung (für cpus mit tdp bis 200w)
für eventuelle zweifler: man kann ihn mit dem lüfter nach oben oder unten einbaun-macht nur nen min. temp.unterschied-habs selbst ausprobiert !
 
Der kommt vllt. in den Rechner, der durch die Austauschorgie abfällt (erstmal den Einbauplatz checken, der in dem noch rumfliegendem Case ist).

In dem Rechner jetzt hab ich nun einen Alpenföhn Groß Clock'ner montiert. War zwar auch Fummelarbeit, aber noch einfacher (und vertrauenserweckender) als beim Mugen (obwohl der ja wirklich gut gekühlt hat).
 
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