Dateisystem fehlt, was machen?

promashup

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Moin,

habe Win7 auf eine SSD neu installiert, danach die alte HDD angesteckt, die darauf liegende 100MB Partiton gelöscht und die 100MB zur großen hinzugefügt, alles über Datenträgerverwaltung.
Nun ist die HDD nicht mehr lesbar, es wird ein RAW Format angezeigt. Will man auf die HDD zugreifen will Windows, dass man sie formatiert, doch das will ich sicher nicht, da ich wieder an die Daten kommen will.

Ein paar visuelle Impressionen:

1.png2.png3.png4.png

Wie würdet ihr da ran gehen?

Danke schon mal im Voraus und einen guten Rutsch.
 
versuch das ganze mal mit Testdisk zu retten. Irgend wo hier gibt es auch ein Tutorial zu, mal gucke ob ich das finde.
Ne Partition nach "links" zu vergrößern ist nicht das gleiche wie nach "rechts". Da dabei auch alle Dateien verschoben werden müssen. Deswegen mach ich sowas nicht unter Windows sondern mit Gparted.
 
Zuletzt bearbeitet:
Via Linux read only versuchen zu mounten. Wenn das nicht geht, testdisk.
 
Ubuntu schon als livesystem gestartet, es erkennt unter "devices" aber nur die SSD, die Systempartition und den USB Stick auf dem Ubuntu liegt. Das Tutorial zu Testdisk habe ich mir schon angeschaut und wurde erschlagen, habe erst mal intuitiv die exe unter Windows gestartet und die HDD analysieren lassen, aber kA wie ich weitermachen muss.
 
Parted Magic Live CD, damit hab ich schon oft HDD´s wieder lesbar gemacht. Dort ist auch eine Version von Testdisk drauf, nur das es eine Linux Live CD ist.

Viel Erfolg und guten Rutsch
 
Diese HDD solltest du eh nicht mehr verwenden da sie bereits fehlerhafte Sektoren aufweist. Gerade wenn eine Platte nicht mehr 100% in Ordnung ist sind Änderungen an der Partitionierung sehr gefährlich und sollten ohne vorherigen Backup nicht durchgeführt werden, genau genommen sollte dieses immer vorhanden sein.

Eine weitere Möglichkeit sind Datenrettungsprogramme wie z.B. GetDataBack. Zur Wiederherstellung brauchst du zwar die Vollversion aber mit der Demo kannst du schon mal nachsehen ob alle Daten vorhanden sind bzw. gerettet werden können.
 
Parted Magic ist auch "nur" ein Linux.

Was zeigt fdisk -l von Linux für die Partitionstabelle an? was zeigt "file -s <partition device file>" an?
 
@Megatron Die Platte funktionierte vorher einwandfrei, kann sein, dass ein Hard reset zu viel für die gute war. Ein Back up der Platte, zwar nicht mehr aktuell aber mit dem Großteil der Daten ist vorhanden, der Besitzer (nicht mein PC) hat sich nicht viel aus Back ups gemacht. Nun steh ich etwas blöd da, ist doof einem anderen den selbst verschuldeten Datenverlust beizubringen.

@Ax156 Nein, Grund steht im Anfangspost.

@HominiLupus fdisk und file -s <partition device file> kenne ich nicht, sind das Linux Befehle, die man so in das Terminal eintippen kann?

@all Werde morgen berichten, muss erst mal Parted Magic testen.
 
Ja es sind Linux Befehle. fdisk -l zeigt die Partitionstabelle(n) an, und file -s auf eine Datei (bzw. ein device) angewendet, zeigt den Typ des Inhalts an.
man fdisk, man file.
 
promashup schrieb:
die 100MB zur großen hinzugefügt, alles über Datenträgerverwaltung.
Wegen lächerlicher 100MB machst Du so eienn Aufwand? Außerdem kann man nicht einfach eine Partition nach vorne erweitern, da muss man entweder die Partition nach vorne verschieben oder mit übergreifenden Volumen arbeiten. Was hast Du genau gemacht?

promashup schrieb:
da ich wieder an die Daten kommen will.
Kein Backup? Das ist ganz schlecht, denn vor allen Arbeiten an Partitionen muss man unbedingt Backups anlegen, darauf weisen die Programme i.d.R. auch hin!

promashup schrieb:
Wie würdet ihr da ran gehen?
Die Daten mit Testdisk oder einem kommerziellen Tool zu retten versuchen, vorher mit Linux und ddrescue einen Klon anlegen, denn die Platte ist ziemlich fertig, die viele übergeordneten Schreibzugriffe (High-Fly Writes) sind kein gutes Zeichen, dagegen sind die 4 neu zugewiesenen Sektoren noch harmlos.

promashup schrieb:
einen guten Rutsch.
Ebenfalls!
 
@HominiLupus Der erste Befehl zeigt die HDD gar nicht an, der zweite will nicht laufen. Evtl. muss "<partition device file>" durch eine spezifischen Wert, z.B. der Name der HDD oder so, ausgefüllt werden.

@Holt Die kleine Partition hat mich gestört, wollte diese aus dem Explorer verbannen. Dachte nicht, dass dieser kleine Eingriff die ganze Platte unlesbar macht, da ich schon öfter auf die Art und Weise Partitionen erstellt/gelöscht/verkleinert habe.

@all Habe auch mal Easeus Partition Recovery durchlaufen lassen. Es zeigt mir 640GB an "unallocated" Speicher an und spuckt nach einem "Deep search" Durchgang ~15 Partitonen aus, die alle als "LOST" gekennzeichnet sind und in der Summe ~800MB haben. Ich nehme an das ist schlecht.
 
promashup schrieb:
@HominiLupus Der erste Befehl zeigt die HDD gar nicht an, der zweite will nicht laufen. Evtl. muss "<partition device file>" durch eine spezifischen Wert, z.B. der Name der HDD oder so, ausgefüllt werden.

Du hast dann alles falsch eingegeben. Als root zeigt fdisk -l alle Partitionen im System an. Und ja du musst den Partitionsnamen (wird ja mit fdisk angezeigt) als Parameter für file nutzen.
 
Würde dir wie die anderen photorec / testdisk empfehlen um die benötigten Daten runterzuholen...

Danach neu formatieren...

Denke das sich das Partitionslayout verabschiedet hat (die Partition, welche von dir gelöscht wurde)... Daher das RAW Format... Anhand der Smartwerte würde ich dir jedich such nicht mehr empfehlen die Platte zu benutzen... Musst schauen, wie der Screen nach der Formatierung aussieht.
 
promashup schrieb:
@Holt Die kleine Partition hat mich gestört, wollte diese aus dem Explorer verbannen. Dachte nicht, dass dieser kleine Eingriff die ganze Platte unlesbar macht, da ich schon öfter auf die Art und Weise Partitionen erstellt/gelöscht/verkleinert habe.

Ein Tipp für das nächste mal, einfach den Laufwerksbuchstaben in der Datenträgerverwaltung entfernen, dann erscheint sie im Explorer ebenfalls nicht mehr und die 100MB gehen nicht wirklich ab.

Das Optimale wäre wenn man mit Testdisk oder einen anderen Programm die Partitionsstruktur wiederherstellen kann aber das ist mit Testdisk nicht ganz einfach weil es keine GUI hat. Wenn man aber hier etwas verändert und es schief läuft wird die Sache immer schwieriger weshalb in diesen Fall unbedingt ein Image gemacht werden soll und alle weiteren Experimente nur am Image durchgeführt werden.

Photorec (von Testdisk) findet zwar oft viele Dateien allerdings ohne der ursprünglichen Dateistruktur und Dateinamen, was bei vielen Dateien dann die Zuordnung sehr schwer macht. Die beste Erfahrung bei Systemen wo nur noch eine RAW Struktur vorhanden war und zusätzlich defekte Sektoren vorhanden waren (was die Sache nochmals erschwert) habe ich bisher mit GetDataBack gemacht. Hier blieb die Dateistruktur weitgehend erhalten

Die alte Version war noch unterteilt in einer separaten Fat bzw. NTFS Version, mittlerweile gibt es aber auch eine Version für beide Dateisysteme. Wenn das Programm mehrere Partitionsstrukturen erkennt kann man diese vor den Suchlauf separat auswählen und in der darauffolgenden Exploreransicht sieht man sofort ob die passende Ordnerstruktur erkannt wurde.
 
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