News Deutsche Telekom: Zahlenspielereien zum Stand des 5G-Ausbaus

Volker

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Die Deutsche Telekom vermarktet sich als Vorreiter für den neuen 5G-Standard. Mit zum Jahresende 2019 errichteten 450 5G-Antennen können Kunden die maximale Leistung von bis zu 1 Gbit/s abrufen. Doch bis das in vielen Teilen des Landes soweit sein wird, könnte hier und da noch eine kleine Ewigkeit vergehen.

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craxity

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Es ist schon irgendwie traurig, wenn man da an die Zahlen aus Südkorea oder China denkt.
 

Hayda Ministral

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AFAIK ist der maximale Abstand zu einer 5G Antenne 1km.
Zu einer solchen Angabe der Reichweite gehört immer auch die Angabe der zugehörigen Frequenz.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesnetzagentur-gibt-700-MHz-Band-fuer-Mobilfunk-frei-4464141.html

@Volker: für 700 Mhz sind die vorhandenen Antennen möglicherweise nicht geeignet. Und eine neu errichtete 700Mhz-Zelle könnte die LTE-Versorgung auch an einem vorhandenen Standort meines Erachtens sehr wohl verbessern.
 

Volker

Ost 1
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Ich habe dazu nix gegenteiliges geschrieben.
Doch die Lobhudelei hat eben auch ganz andere Seiten, mit 30% quasi Funklöchern in Deutschland. Und wenn es noch 4 Jahre für LTE in fast allen Gebieten dauert, dann wartest auf 5G in Randgebieten locker noch fast 10 Jahre.
 

Taron

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Zumindest kann man sich sicher sein, dass uns 4G die nächsten 15-25 Jahre erhalten bleiben dürfte und 2G/3G auf jeden Fall überlebt. Insbesondere da LTE mittlerweile nicht mehr nur für den öffentlichen Mobilfunk genutzt wird.
 

Wilhelm14

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Die Telekom rühmte sich erst kürzlich, binnen weniger Monate 4.500 neue LTE-Antennen aufgestellt zu haben. Damit wurden jedoch primär bereits bestehende Standorte verstärkt, richtig neu waren nur 200 Standorte.
Endlich traut sich ein Journalist das als Zahlenspielerei zu titulieren. Die Telekom scheint absichtlich zu verschleiern, was Antennen, was Masten, was Standorte sind. Auch wenn ich da was durcheinander bringe, 1.500 "Dinger" im nächsten Jahr von insgesamt 30.000 "Dinger"? Also in 20 Jahren 2040 alles fertig? Und fertig meint 90 % der Bevölkerung, was wiederum nur bebaute Flächen meint. Was wiederum nur Empfang bedeutet, wenn man mit einer Yagi-Antenne auf dem Dachfirst sitzt.
 

f1nal

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5G kann einem als Normalverbraucher in den kommenden Jahren hierzulande deutlich egaler sein als damals der Umstieg von 3G auf 4G. GSM/2G dürfte wegen der Telefonie-Grundversorgung noch einige Jahre Bestand haben. 3G wird zurückgebaut, 4G weiter intensiviert. Dadurch sinken zudem weiter die Flatrate-Preise für LTE-Tarife. Mittlerweile bekommt man als Normalnutzer für rund 8€ mtl. eine Prepaid-Allnet-Flat im D1-Netz mit 2 GB LTE 25. Das sind Preisregionen, in denen vorher nur die Telefonica gewildert hat.

Noch nie hat mich eine neue Mobilfunktechnik (5G) so wenig gereizt. Mit theoretischen Benchmarks werden 1 Gbit/s beworben und wenn 10 Empfangsgeräte an einer Mobilfunkzelle hängen und streamen, hat wieder jeder LTE-Speed. Angesichts der immer noch großen Zahl an reinen 3G-Nutzern (diejenigen, die immer noch LTE-untaugliche Alttarife haben), dürfte es in Deutschland den meisten Usern jedoch vollkommen egal sein, mit welcher Technik sie unterwegs sind.

Vermutlich kann man dann Anfang 2030 mit einer 5G-Abdeckung wie derzeit mit 4G-LTE rechnen. Auch durch Mini-Mobilfunkzellen in Gebäuden usw. Bei LTE hat es schließlich knapp ein Jahrzehnt gebraucht, bis wir die heutige Netzabdeckung erreicht haben.
 

AndrewPoison

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So viel zu dem Gejammer der Provider über die Frequenzvergabe-Kosten und wie viele Masten man damit hätte aufstellen können. Bis wann denn? 2150?
 

Hayda Ministral

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Pulverdings

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5G Technik ist im Einkauf einfach noch zu teuer. Das heißt jetzt lieber die Voraussetzungen schaffen und dann, wenn die Technik durch größere Verfügbarkeit/Stückzahlen auch günstiger zu haben ist in ein paar Jahren schnell umrüsten.
 

Qarrr³

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Ich würde mir 4g in den weißen Flecken auf der längsten Welle wünschen, die sie haben. Wir brauchen kein schnelleres Netz, wir brauchen zuverlässiges Netz. Besonders für iot Geräte. Durchgängig 4g landesweit, sonst kann man sich die intelligenten Geräte sparen.
 

zett0

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Das Problem im deutschen Mobilfunknetz ist doch nicht die fehlende Geschwindigkeit, sondern die fehlende Netzabdeckung. Die 5G-Antennen werden bestimmt nicht an unterversorgten Orten aufgebaut. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn ich überall 3G mit 42 MBit hätte
 

Heelix

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Denke auch das Abdeckung um Welten wichtiger ist als Bandbreite. Für den allgemeinen Kram Surfen, Mails oder stream langen auch wenige Mbit.

bis 5G nennenswerte Abdeckung erreicht werden Jahre vergehen.
 

estros

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Ich dachte, 5G soll LTE nur ergänzen in Hotspots, nicht ersetzen. Oder weiß der Autor mehr, als wir?

Ich finds ok, sieht so aus, dass ich in meiner Stadt schon heute bzw. nächstes Jahr 5G nutzen kann. Wobei ich auch heute keinen Flaschenhals feststelle.:D
 

Exar_Kun

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AFAIK ist der maximale Abstand zu einer 5G Antenne 1km. Wird interessant, wann sie von Vollabdeckung reden. :)
Mach dir keine Sorgen. Mit Hilfe der Politik werden da wieder irgendwelche wachsweichen Kriterien geschaffen, mit denen Augenwischerei betrieben werden kann, so wie jetzt mit 4G (Outdoor-Abdeckung, Haushalte, etc.). Damit lässt sich die Misere wunderbar schönfärben. Deutschland ist und bleibt digital auf Dritte Welt-Niveau.
 
Zuletzt bearbeitet:

aspro

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Wenn die Politik noch immer darüber streitet, ob man Huawei am 5G-Netzaufbau beteiligen möchte, was verbaut denn dann die Telekom ganz aktuell?
 
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