Festplatte als Langzeitspeicher benutzen und das Monate lang Ohne Strom?

eZ_Bolek

Ensign
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Hallo!
Ich habe eine etwas ältere Festplatte rum liegen die aber noch tadellos funktionierte vor paar tagen vor dem ausbau.
Ich wollte die als Langzeitspeichermedium außerhalb vom Pc als doppelte Kopie meiner KOSTBAREN PRIVATEN Bilder und Videos aus der Jugendzeit nutzen.

Damit meine ich Monate wenn nicht Jahre lang ohne Sstrom im Safe oder änliches.
Werden die Daten das überstehen?

Und ich suche die möglichst günstigste Variante der Externen Verbingung der Festplatte mit den PC, ja es gibt Gehäuse zu kaufen aber gibt es vielleicht nur ganz einfache billige Sata auf USB-Adapter + Netzteil? Ich hab schon bei ebay gesucht, finde aber nur die uralten Anschlüsse auf Sata - Adapter oder Gehäuse, ich weiß dass es sowas für 2,5zoll Festplatten gibt, finde aber nix für die 3,5zoll.
Unten die Anschlüsse und die HDD:
IMG_2555[1].jpgIMG_2556[1].jpg
 
Prinzipiell ja, aber es lohnt sich, die Platte alle 6 Monate oder so mal wieder an einen Rechner anzuschließen und die Daten zu überprüfen. Jahrelang liegen lassen würde ich die nicht, da ist die Chance hoch, dass wenn es so weit ist, die Platte direkt beim Hochfahren kaputt geht. Idealerweise nimmst Du zwei Festplatten und machst dann abwechselnd ein Backup auf die.

Für USB kann ich sowas empfehlen: https://www.computerbase.de/preisvergleich/sharkoon-quickport-combo-4044951011797-a1051500.html
 
Einmal beschrieben, halten die Daten dank des Magnetismus ca. 50 Jahre, bis die Feldstärke zu weit abgenommen hat. Das wird jedenfalls immer behauptet. Nachprüfen kann man das ja logischerweise nicht.

Eine Platte und ihre Daten halten allerdings ewig, wenn du sie in einer kühlen und trockenen Ecke lagerst. Sicherheitshalber sollte man aber alle Daten nach einem Jahr nochmal komplett neu schreiben lassen, damit die Magnetfelder wieder aufgefrischt werden. Es ist ja nicht wirklich sicher, wie lange das genau durchhält.

Für ein echtes Backup wichtiger Daten verwendet man aber mehrere Festplatten verschiedener Hersteller, auf denen dasselbe gespeichert und die an verschiedenen geografischen Ort gelagert werden. Das wäre das Optimum. Du musst entscheiden, ob es dir das wert ist.
 
Bist du dir sicher, dass du mit einer HDD die eine Kapazität von 160GB hat, du deine sämtlichen Daten (Bilder und Videos) darauf gespeichert bekommst?

Und wenn ja, dann kauf dir ein Gehäuse mit einem USB-Anschluss. Ob nun USB 2.0/ 3.0 machst du von der von dir verwendeten Hardware abhängig. Um auf gleich für die Zukunft gerüstet zu sein, solltest du USB 3.0 nehmen. Ohne jetzt nach einem Gehäuse geguckt zu haben, solch ein Gehäuse für eine 3,5" SATA HDD mit USB 3.0 kostet ~ 25-30€ evtl. auch günstiger.

Und wenn du die Daten darauf jahrelang lagern willst, alle paar Monate die Daten auf ihre Integrität überprüfen.

Und wenn die Daten wirklich so wichtig sind, so hast du von den Daten noch ein weiteres Backup an einem anderen Ort (z.B. Schließfach Bank) eingelagert.
 
ich habe eine Externe festplatte die mindestens 2-3 mal im monat benutzt wird, die hier wollte ich als 2te Reserve nutzen :D

Und das Teil was du mir empfholen hast, seht SEHR interessant aus! :D
Danke
Ergänzung ()

e-Laurin schrieb:
Sicherheitshalber sollte man aber alle Daten nach einem Jahr nochmal komplett neu schreiben lassen, damit die Magnetfelder wieder aufgefrischt werden.
Also werden die Magnetischen Felder nicht durhc das anschließen komplett "neu aufgeladen", sondern man muss wirklich alles neu drauf spielen, das war mir nicht klar :O
Ergänzung ()

AdoK schrieb:
Bist du dir sicher, dass du mit einer HDD die eine Kapazität von 160GB hat, du deine sämtlichen Daten (Bilder und Videos) darauf gespeichert bekommst?
Ja ich habe nur ca. 150GB Material.
Zusätzlich habe ich 1 Externe Fetplatte die ich öfter nutze + 5 USB Sticks (denen ich nicht vertraue dass die,die Daten lange erhalten)
Früher hatte ich DVD´s gebrannt jedoch dies wurde mir zu auffwendig :D
Ergänzung ()

Danke euch für hilfreiche und rasche Antworten!
 
Zuletzt bearbeitet:
Polakboy schrieb:
Also werden die Magnetischen Felder nicht durhc das anschließen komplett "neu aufgeladen", sondern man muss wirklich alles neu drauf spielen? :O
Jepp. Es ist ja nicht so, dass Strom durch den Platter geleitet wird oder so was. Die einzige Interaktion mit dem Platter geschieht durch den Lese-/Schreibkopf. Und der schreibt nur etwas, wenn du Daten abspeichern willst.
Im Normalfall ist es auch nicht nötig, dass eine Platte ihre Daten selbstständig wieder auffrischt. Die meisten Platten haben ja eine Lebenszeit von weit unter 10 Jahren, nach der sie dann durch neuere Modelle ersetzt werden. Es ist schlicht unnötig, Platten auf eine lange Lebenszeit hin zu optimieren.


Kaufe ruhig eine größere Platte. Im Laufe der Zeit werden sich noch viele Daten ansammeln, die du auch sichern willst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist weniger die Entmagnetisierung als die Lager und vor allem das Öl, welches ja auch altert. Auch mögen es Kunststoffe, gerade elastische es nicht besonders, wenn sie lange liegen und vor allem Gummiteile werden brüchig, wenn sie nicht durchgewalkt werden, weil dann die Weichmacher aushärten. Wie lange eine heutige HDD also ihre Daten wird halten können, weiß man erst in einigen Jahren.
 
Wenn ich den Tipp geben darf. Erstelle mit MD5 File Hasher eine Gesamtübersicht deiner Daten. Diese erstellte Datei der Festplatte (keine Änderungen mehr vornehmen) speicherst du ab und überprüfst alle paar Monate die Festplatte mit der Datei. Sollte sich irgendwann ein Unterschied bemerkbar machen, ist was nicht in Ordnung.

Dann weisst du Bescheid.
 
Anteru schrieb:
Idealerweise nimmst Du zwei Festplatten und machst dann abwechselnd ein Backup auf die.

Das ist nicht "idealerweise", sondern eigentlich die einzige Lösung! Zwei Festplatten, am besten verschiedene Modelle von verschiedenen Herstellern, sind eigentlich das mindeste an Backup, was man für wichtige Daten nehmen kann. Ideal wären drei Stück!

Jede Festplatte hat ein paar Prozent Ausfallwahrscheinlichkeit - selbst wenn es nur 0,5% bei einem Modell sind, das ist einfach zu viel für wichtige Daten. Mit einer Kopie senkt man die Ausfallwahrscheinlichkeit auf annähernd 0, aber man sollte hin und wieder mal reinschauen und die SMART Werte checken. Das würde ich spätestens jedes Jahr einmal machen.

Wenn die Daten nicht wichtig genug sind für ein richtiges Backup (also mindestens 2 Kopien), dann würde ich mir ernsthaft überlegen, ob ich mir überhaupt die Mühe mache, diese Daten aufzubewahren - dann kann man sich die Zeit für's Backup gleich sparen und ein bisschen aufräumen bzw. Schrott löschen und aussortieren.
 
Anterum meinte wohl, dass man idealerweise neben der Kopie auf der internen Platte idealerweise das Backup davon abwechselnd auf zwei verschiedene Platten macht und somit dann drei Kopien der Dateien hat.
 
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