Festplatte wird nur intern erkannt?

Naddel_81

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Hi an alle,

habe hier eine USB 3 Festplatte, die ich bisher intern verwendet habe:



Nun soll sie wieder ins Gehäuse aus dem sie ursprünglich kam. Win7 sagt aber, dass ich sie "initialisieren soll". Sprich: Mein Backup ist danach weg. Wieso wird sie nicht einfach erkannt im USB Gehäuse?



Wäre super, wenn mir jemand helfen könnte. Schönen Sonntag noch!
 
Vermutlich nein, weil ähnliches Problem wie hier.
 
also liegts an meinem chipsatz (mainboard)? habe ein gigabyte p35-ds3. welche treiber soll ich dafür installieren?

EDIT: Gerade eine alte 400 GB Platte im vermeintlichen "Problemgehäuse" getestet und die wird einwandfrei erkannt. Also liegt es an der 3TB HDD. Wieso ist die über USB ein Problem`?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wohl kaum, die USB-SATA Platine des Gehäuses wird 4K Sektoren emulieren, da du die Platte intern formatiert hast hat sie 512 Byte Sektoren. Folglich erkennt Windows die Formatierung nichtmehr wenn sie via USB angeschloßen ist (die Daten natürlich auch nicht). Abhilfe schafft hier nur ein Gehäuse das keine 4K Emulation durchführt oder die Platte weiter intern zu betreiben bzw. wenn sie über USB angeschloßen wird, neu zu formatieren und alle Daten neu darauf zu kopieren.
 
Weil die unter 2 TB hat.
 
dann wird diese 4K emulation nur bei platten über 2TB eingesetzt? wieso eigentlich?

habs gerade getestet mit nem anderen gehäuse. meine uralte icy-box hat die 3TB platte prima an windows weitergeleitet (wird erkannt). ?!?! wieso dann 4K emulation bei neueren gehäusen, wenn es auch ohne geht?
 
Zur kompatibilität mit XP, dort gibts ja kein GPT Partitionsstil, da wär für externe Platten bei 2 GiB schluß,
um eben auch XP Kunden mitzunehmen wird halt emuliert bis die Socken qualmen.

Um die logischen und physischen Sektoren zu sehen:

Smartmontool oder hdparm sollte das auch via USB anzeigen können, in Windows geht das auch,
allerdings muß die Platte dazu einen Laufwerksbuchstaben haben.

In Start/Suche: cmd eingeben und [Strg]+[Umschalt]+[Enter] drücken, der Prompt ist jetzt mit Adminrechten gestartet;
fsutil fsinfo ntfsinfo x: eingeben und [Enter] drücken ( x steht für den Laufwerksbuchstaben).

In der Ausgabe gibts dann u.A. 2 Zeilen:
Bytes Per Sector:
Bytes Per Physical Sector:
 
Zuletzt bearbeitet:
@Naddel_81
Mittels MBR, der klassischen Partitionsverwaltung, lassen sich bei einer Sektorgröße von 512 Bytes maximal 2,2 TB ansprechen. Wer bei gleicher Sektorgröße mehr braucht, muss die Platte als GPT-Datenträger einrichten. GPT unterstützen ältere Betriebssysteme, wie z.B. das noch weit verbreitete Windows XP, aber nicht. Folglich könnte eine 3 TB Festplatte unter Windows XP nicht mit voller Kapazität genutzt werden (max. 2,2 TB). Um die Nutzung von so großen Festplatten auch unter Windows XP zu ermöglichen greifen viele Hersteller von externen Gehäusen zu einem Trick, einer technischen Krücke. Wird eine Festplatte mit mehr als 2,2 TB in ein externes Festplattengehäuse verbaut, emuliert die Firmware des Bridge-Chips eine Sektorgröße von 4 KiB. Durch die größeren Sektoren lassen sich auch mittels MBR mehr als 2,2 TB (max. 16 TiB) verwalten. Intern wird eine Festplatte aber immer mit einer Sektorgröße von 512 Bytes angesprochen. Dementsprechend passt die Formatierung beim Wechsel von extern zu intern (oder umgekehrt) nicht mehr und die Platte möchte neu initialisiert werden. Abschalten lässt sich diese Emulation in den meisten Fällen leider nicht.
 
Die alte 400GB-HDD hat wahrscheinlich noch physikalische 512-Byte Sektoren, sodass hier auch vom Gehäuse nichts umgekehrt wird. Alle heutigen HDDs haben 4K-Sektoren, melden/emulieren aber 512-Byte Sektoren, weil das Betriebssystem (bis Win 7) diese erwartet. HDDs > 2TB müssen normalerweise als GPT-Datenträger eingerichtet werden, aber das wird erst ab Vista unterstützt. Da Windows XP noch einen hohen Marktanteil hat, haben diese fertig konfektionierten Gehäuse die Funktion, die Emulation der HDD wieder rückgängig zu machen. Da jetzt die Sektorgröße 8x so groß ist, können damit auch unter XP große HDDs mit über 2TB im konventionellen MBR-Datenträgerformat verwendet werden.
 
@SilenceIsGolden
Mit der physisch tatsächlichen Sektorgröße hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Fakt ist, dass momentan alle (nackten) Festplatten eine Sektorgröße von 512 Bytes haben. Ob die nun emuliert ist oder physisch tatsächlich vorhanden, ist irrelevant. Eine ältere Hitachi 5K3000 mit 3 TB, die noch eine physische Sektorgröße von 512 Bytes hat, dürfte ebenso in einem externen Festplattengehäuse mit 4k-Emulation eine Sektorgröße von 4 KiB dem System melden. Die Bridge-Chips schalten keine Emulation ab, sondern fügen eine weitere Emulationsschicht hinzu.
 
Ja, kann auch sein, dass die Emulation des Gehäuses erst ab 2TB aktiviert wird, jedenfalls muss die kleine 400er ohne zusätzliche Emulation des Gehäuses laufen, denn sonst würde sie nach dem Einbau von intern ins Gehäuse auch nicht erkannt, bzw. wäre kein Zugriff auf die Daten möglich.
 
Es ist doch so, dass Windows XP kein GPT unterstützt und deswegen keine Partitionen mit mehr als 2 TiB verwalten kann.
Wenn man aber eine solche externe HDD über USB an einen WinXP-Rechner anschließt, hat man die volle Kapazität (hier 3 TiB) in einer einzigen Partition mit MBR. Komisch, nicht?

Der Grund dafür ist, dass die USB-SATA-Bridge im Gehäuse eine weitere Emulationsschicht aufsetzt und nach außen größere Sektoren meldet (üblicherweise eben 4K). Damit können Partitionen mit bis zu 16 TiB über MBR verwaltet werden.
 
danke an alle für die zahlreichen erläuterungen.

ich merke mir: das intensogehäuse ist super für alte betriebssysteme wie WinXP, weil es auch dort die 3TB ermöglicht.
Für Win7 formatierte Platten größer als 2,2 TB ist es jedoch nichts, weil sich dann die Emulation mit der Sektorformatierung nicht verträgt.
Also werd ich das Gehäuse nur für Platten nutzen, die kleiner als 2TB sind.

Vielen Dank und schönen Sonntagabend!
 
Alternate 2
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