Festplatten werden im BIOS nicht erkannt.

Keine Angst, die Ingenieure haben nicht alles vergessen (trotz Bakkalaureus und Meister...)
Seit etwa 5 Jahren sind praktisch alle (3,5"-) Platten mit Suppressordioden bestückt. Allerdings die zugehörigen Netzteile meist nicht mehr mit Schmelzsicherungen, und dann gibt der Schwächere nach.
Mich wurmt, daß hier sehr oft elementare Regeln der Schaltungstechnik durch Pfennigfuchser ignoriert werden. So ist der Zeitgeist... Geiz ist - peinlich.
 
Na gut, dann habe ich die einfach nicht erkannt auf der 15K.5 - aber sei's drum.
Bei der 36XL ist ja klar, weshalb es die Diode gesprengt hat - und das Kabel wurde schon korrigiert...

Ansonsten geb' ich dir aber recht: Das ist ein Problem, dass manches echt kaputtgespart wird.

So, genug OT. :)

Edit: Perfekt, der Controller fährt gerade einen Verify-Lauf, aber die Platte sollte wieder perfekt laufen, sonst wäre ich vermutlich garnicht so weit gekommen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo hier wieder reger Betrieb ist, ich hab mal versucht auf meinen alten ausgelöteten Dioden zu entziffern was aufgedruckt ist.

(ON) 935 LG

(ON) 937 6V8A

(ON) 941 LG

(ON) 946 6V8A

Wobei (ON) im Kreis nicht in Klammern geschrieben steht.

Wo bekomme ich denn sowas her? Reichelt hat die nicht auf der Seite und Farnell meinte auf Mailanfrage sie führen die nicht.
 
Stimmt das so? Wäre ja genial. Dürfen die Platten danach eigentlich in eine Externes Gehäuse, ich nutze die dann nur noch als Archiv für nicht kritische Daten. Oder bau ich die einfach wieder ein und lass sie als Archiv im Desktop mitlaufen, sollten ja sonst nix abbekommen haben, liefen ja im Backup wie ne Eins.

P6SMB 6,8A SMD
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GR...wQARoAADLHE8kd74e5e6844e41e49400d4cfd628a8820

für die (ON) 937 6V8A und (ON) 946 6V8A

P6SMB 15A SMD
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;GR...wQARoAADLHE8kd74e5e6844e41e49400d4cfd628a8820

für die (ON) 935 LG und (ON) 941 LG

Gut das ich mir gemerkt habe, bzw Fotos habe wo welche hingehört *g*

EDIT: Bestellung ist raus und ich melde mich sobald die Schutzdioden eingelötet sind. Vorsichtshalber habe ich mal je 7 bestellt, man weiß ja nie wie gut meine Lötkünste sind ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die ersten zwei wirst Du schrotten, bis Du mitkriegst, dass es nicht nur auf die Position, sondern auch auf die Auflötrichtung ankommt :)
 
Wie darf ich mir denn eine Auflötrichtung vorstellen bzw was ist das?
 
ebenerdig ;-)

Die Suppressordioden baut man in Sperrichtung ein, d.h. die Kathode an 12V, Anode an Masse. Die Kathode ist üblicherweise durch einen Strich gekennzeichnet.
(Wer jetzt hier spontan "hä?" denkt, geht besser in einen guten Fernsehladen, und drückt dem Meister ein Päckchen Kaffee in die Hand.).
 
Ok, ich ruf den Kollegen mit dem Master in Elektrotechnik an, ihr habt mich überzeugt. :D
 
Du brauchst Dir ja nur zu merken, in welcher Richtung die verbrannte Diode eingebaut war.
 
Habe auch eine Platte mit durchgebrannter Diode:



Ist eine Samsung HD 103UJ, die in einem externen Billigcase verkauft worden war. Nun hatte ich diesen Thread gefunden und durchgelesen, die defekte Diode auf der einen Seite vorsichtig abgelötet und ein wenig hochgenommen, so daß sie keinen Kontakt mehr hatte. Leider geht die Platte trotzdem noch nicht, da ich zwar die 12V habe, die im Bild obere Diode also heil ist, aber keine 5V auf der linken Seite der unteren, nun freigeletöten Diode messen kann. Eigentlich sollte doch die Spannung über die Brücke (das Bauteil darunter mit der Aufschrift "000" nach links an die Schutzdiode kommen, deren rechte Seite ja an Masse liegt. Kann die Brücke (darum dürfte es sich doch bei den Bauteil "000" handeln) durch sein, obwohl sie optisch perfekt aussieht?
Traue mich jetzt nicht so einfach mit dem Multimeter den Widerstand im 5V Kreis zu messen, ohne zu wissen, welche Spannung dies dabei anlegt.

Eben habe ich die Anleitung des Multimeters gefunden: Demnach hat es eine Messspannung von max. 3V. Habe es also mal riskiert und richtig Widerstand als der gewählte Messbereich bis 200Ohm. Naja, genau genommen macht so eine Scutzdiode (die ist bei 2 Ohm) auch nur Sinn, wenn man davor noch eine "Sicherung" hat, da man sonst das ganze Netzteil damit kurzschliessen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die im Bild linke Seite der 5V-Schutzdiode liegt auf Masse, kann also niemals 5V haben. Der 0-Ohm-Widerstand (000) muß leitend sein, er dient hier aber vermutlich nicht als Schmelzsicherung, sondern nur der "gesicherten" Verbindung zwischen den einzelnen Masseanschlüssen. Nochmal zum Verständnis: Suppressordioden sind immer zwischen Versorgungsspannung und Masse geschaltet, und "zünden" bei Überspannung, werden dann also nahezu verzögerungsfrei leitend, und schützen so den Rest der Platte vor Schäden.

Apropos Sicherung - Seagate hat den 7200-12er Platten endlich Schmelzsicherungen an den Spannungseingängen spendiert. Die sind zwar nicht so einfach auswechselbar wie die guten alten Feinsicherungen, aber schützen zumindest minderwertige Netzteile vor der Selbstzerstörung.

Vermutlich ist das externe Netzteil durch die hohe Belastung kaputtgegangen, und kann jetzt keine 5V mehr liefern.
Deshalb meine dringende Empfehlung: solche derart ihrer Schutzfunktion beraubten Platten bitte IMMER intern in einem funktionierenden Rechner anschließen, NIEMALS ungeschützt wieder in das externe Gehäuse einsetzen! Oder besser gleich eine neue / gebrauchte Suppressordiode auflöten. Lubber hatte ein paar Beiträge zuvor ja schon eine gute Quelle genannt.

Mit einem Multimeter und z.B. einer alte Schrottplatte kann man sich dann ganz entspannt an die Fehlersuche im externen Gehäuse heranwagen.

[Edit:] Oh je, die Hitze...
Da habe ich ziemlich viel Blödsinn geschrieben - hatte die Beschaltung einer IDE-Platte im Kopf. Also, alles zuvor gesagte (5V links, Masse rechts) ist richtig!
 
Zuletzt bearbeitet: (Fehler berichtigt)
@Holt:
Für den Fall der Fälle habe ich hier auch einige (20-25 Stück) PCBs von SCSI-Festplatten angesammelt. Gibt's gegen eine kühles Getränk und Porto - da sind auch die Supressordioden drauf...
(Auf Wunsch hängt auch eine 9GB-Platte zum zerpflücken dran :D )
 
Naja, notfalls muss man anschließend ein wenig optimieren mithilfe eines Kühlschrankes. Da sind wir doch flexibel. ;)

Die PCBs liegen hier jedenfalls rum und da ich nie und nimmer 25 Stück brauchen werd' kann ich da locker welche weggeben.
 
Das kann so nicht stimmen, wenn ich an mein Modu87 anschliesse, dann ist oben gelb, dann schwarz, rot, schwarz, rot. Also sindd ie 12V oben, dann Masse. Die beiden Schutzdioden sind auch "gegenläufig" verbaut, wie zwei Batterien in einer Fernbedinung. Die obere hat den Stich zu den Anschlüssen hin, die untere zu anderen Seite. Demnach müßte die untere, durchgebrannte LINK (auf dem Bild) die 5V haben und die obere rechts 12V, was auch den Schaltung entspricht.
Übrigens ist die Platte selbst noch in der Garantie von Samsung in Deutschland. Die eine Seite der Diode könnte ich wohl wieder so dranlöten, daß man vom Ablöten nichts sieht. Weiß einer, ob die sie dann wohl tauschen würden (die Daten darauf wären dann natürlich flöten) oder lehnen sie Garantie bei durchgebrannten Schutzdioden grundsätzlich ab?
 
Höchstwahrscheinlich wird dir der Support was husten, ja. Es ist ja nicht Samsungs Schuld, dass dein externes Gehäuse die Platte gegrillt hat.
Von daher würde ich erstmal die Dioden auslöten, die Daten von der Platte ziehen und dann neue Schutzdioden drauflöten. Entweder hast du dann deine Platte wieder mit Überspannungsschutz oder immerhin die Daten gerettet.
 
Das "000" Ding ist ein Schutzwiderstand, der durchgeschmolzen ist, als sich die 5V Schutzdiode geopfert hat. Einfach überbrücken, und die Platte wird hoffentlich anlaufen,
so wie bei einem Vorgänger im rechten Bild
 
Bei dem "Vorgänger" waren die aber deutlich kleiner, obwohl die Platinen in dem Berich sehr ähnlich aussehen. Wenn ich aber genau und flach von der Seite raufkucke, dann sieht es schon so aus, als wäre er an der Steite unten schwarz und er nicht mehr leitend ist, hatte ich ja schon gemessen. Die 12V Diode scheint keinen Schutzwiderstand zu haben, sie geht ja direkt von den 12V Pins zur Masse. Egal.
Werde mal morgen meine alte Weller Maganastat raussuchen und ein wenig Silberdraht, dann werde ich da eine dezente Brücke ziehen und berichten. Wenn sie danach wieder läuft, sollte sie ja in einem Rechner mit einem so guten Netzteil wie meinem neuen Modu87+ von Enermax auch ohne Schutzdiode relativ risikolos zu betreiben sein.
 
bloß aufpassen, dass es nicht zu heiß hergeht, sonst fallen von der Unterseite die sich dort befindliche Teile runter :p
 
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