Fotografieren auf Reisen

Loopo

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Da kommende Woche mein Asientrip beginnt und ich mir aus gegebenen Anlass endlich den insgeheim und lang gehegten Wunsch nach einer Kamera in Form einer Olympus OM-D EM-5 realisiert habe, wollte ich euch ein paar Fragen bezüglich Fotografieren auf Reisen stellen.

1. Einerseits möchte man ja viel festhalten, andererseits sollte man die fremden Länder nicht ständig nur durch den Sucher der Kamera erleben. Wie handhabt ihr es mit der Kamera? Seit ihr ständig "british ready" oder wird die Kamera nur bei besonderen Motiven herausgeholt?

2. Mit welchem Kamera-Modus und Einstellungen lauft ihr rum? Da man ja nicht gerade ewig Zeit hat mit dem Fotografieren (man will ja das Erlebte fotografieren und nicht das Fotografierte erleben ;)) denke ich, dass ich wohl eher gerade auch als Anfänger auf dem P-Modus verweilen werde. Beim bewussten Setzen von Tiefenschärfe werde ich dann kurz auf den A-Modus wechseln. Mehr habe ich mit der Kamera auch noch nicht ausprobiert.

3. Wie kann man Skylines in der Nacht mit/und ohne Stativ am besten festhalten? Also welche Einstellungen sollte ich verwenden?

4. Was sollte man tun oder lieber vermeiden auf Reisen (in meinem Fall Thailand und Hongkong)?

5. Zu guter Letzt noch eine Frage zu meiner Kamera: Am Kitobjektiv ist zwischen Front und Zoomregler noch ein drehbarer Ring. Wozu ist der gut? In der Objektiv-Beschreibung steht darüber nichts.
 

Tamahagane

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1.) Kamera immer bereithalten aber nur dann abdrücken, wenn wenn es auch im Hirn "klick" macht.

2.) Mit der Programmautomatik würde ich mich auch als Anfänger nicht lange mit P aufhalten, sondern die meiste Zeit in A verbringen.

3.) Ohne Stativ: kaum machbar, selbst wenn du die ISO voll aufdrehst wirst du bei den meisten Skylines keine brauchbare Belichtungszeit zusammenbringen, außer natürlich du kannst die Kamera stabil auflegen, dann gilt natürlich das gleiche wie mit Stativ, nämlich ISO runter und mit Fernauslöser bzw. Selbstauslöser abdrücken. Das Stativ sollte natürlich auch kein Wackelkandidat sein.
 

numerus

Lieutenant
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Erstmal glück wünsch zu deine neue Kamera und viel spaß in der Urlaub :)
Hab mir flüchtig die Kamera angekuckt, richtig tolles Ding. http://www.dpreview.com/reviews/olympusem5

5. wie oben schon gesagt manuelle Entfernungseinstellung.

3. Offene Blende höhere ISO Einstellung. In dein Fall die Programm Automatik nutzen. Falls möglich die Auto ISO begrenzen bis 6400 ab diese ISO bekommst du keine gute Fotos. Mit Stativ für Nacht Aufnahmen Blende f8-11, ISO 200-400, Verschlusszeit 10s-1m ( nach dein Geschmack einfach ausprobieren um dich Vertraut zu machen mit dem Kamera).

Kleiner Tipp ein Ersatz Akku und SD Karte mitnehmen.
 

Sublogics

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1: Durch das ständige Motivsuchen erlebt man ja doch möglicherweise sogar mehr, die Augen sind "offener". Man betrachtet ein zu fotografierendes Objekt dann zwar anders aber nicht minder detailiert. Andererseits kommt es natürlich auf das Objekt an. Einen knorrigen Baum wird man ohne Kamera wohl nur beiläufig beachten, als Fotograf fixierst du dich darauf möglichst alles an ihm sehen zu können. Pharaonenmumien im Pariser Louvre wird man aber wohl besser ohne Kamera betrachten, man konzentriert sich wohl besser auf dessen Geschichte / Alter als darauf den goldenen Skarabäus auf seinem Sarkophag möglichst feinporig abzubilden. ;)

2: Bei meiner EOS 350D läuft die meiste Zeit der manuelle Modus mit automatischer Belichtungszeit und manueller Blende. Zudem muss ich nicht selten manuell fokussieren bzw. die Punkte für die Autofokus-Berechnung manuell festlegen. Man verliert dabei ja auch nicht viel Zeit sobald man es gewohnt ist so zu fotografieren.

3: Ich kann mir nicht vorstellen daß es ein Objektiv gibt daß lichtstark genug ist für saubere Freihandaufnahmen. Einen hell beleuchteten Marktplatz wird man mit Weitwinkel vielleicht noch halbwegs wackelfrei hinkriegen, aber naja.
 

LordB

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1) Ich habe die Kamera meist am Arm. und wenn es im Kopf sagt "das sieht toll aus" gibt es ein Bild.

Vielleicht ist für den langen Trip der Sniper Strap One zu empfehlen. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, sind damit die Hände frei, die Kamera aber immer griffbereit und eine gewisse Sicherheit bietet der Gurt auch.

2) P, Du kannst mit dem hinteren Einstellrad dann Blende und Zeit zusammen passend verschieben. Bist Du am flexibelsten. Beim ISO würde ich ggf die Automatik nutzen und auf Max ISO 400 begrenzen.

3) Stativ oder halt eine gute Auflage. Eine Mauer z.B. Jedenfalls nicht Freihand. Der Bildstabi in der E-M5 ist zwar für 5 Blenden gut, aber das kann er dann auch nicht mehr kompensieren.

4) Nimm Dir eine gute Reiseapotheke mit, besonders Sachen für Magen/Darm und Kopfschmerzen! Vermeide Dinge zu essen/trinken, die Dir schon optisch merkwürdig vorkommen. Durchfall im Urlaub ist einfach Mist!

5) Vorn ist der Ring für Manuelle Fokussierung, dann folgt der in drei stufen einstellbare Vario-Ring.
Ergänzung ()

P.S.: Warst Du es, der nach einer Kamera für eine Asienreise gefragt hatte? Ich habe vor einiger Zeit einen ähnlichen Thread beantwortet, wo es um eine Kamera für eine Asienreise ging und die OM-D empfohlen... ich finde den aber nicht wieder.

Ich hatte aber irgendwie erst viel Später im Jahr die Reise im Kopf gehabt Muss wohl jemand anders gewesen sein?! Vielleicht schließt ihr beide euch mal kurz?!
 
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Loopo

Admiral
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Ich habe zwar hier nach einer Kaufempfehlung gefragt, aber Asien kam da glaube ich nicht explizit vor (glaube jemand war hier mal bezüglich einer China-Reise). Immerhin bin ich dank dir auf das MFT-Format aufmerksam geworden.

Wie aktiviere ich denn die manuelle Fokussierung? Ich konnte da noch keine Infos finden. :/

Das Stativ ist übrigens ein Biloret Bilora 2017 von meinem Großvater. Technisch zwar sicher kein Highlight, optisch passt es dafür allerdings wie dafür gemacht. :D

Wie handhabt ihr es mit den Objektiven? Verwendet jemand Festbrennweiten? Ich denke gerade wenn man unterwegs ist und nicht genau weiß, was man alles zu sehen und ablichten bekommt, ist man mit einem Zoomobjektiv auf der flexibleren Seite. Oder schraubt ihr ständig andere Objektive dran? :)
 

LordB

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Ich kann Dir für Deine Reise nur dringend empfehlen noch das 40-150 R mitzunehmen. Kostet 200€.

Auf einer Reise ist ein oder zwei Zooms schon optimal. Mit Festbrennweiten hast Du idR. die besseren optiken. Wenn es das Reisegepäck erlaubt, kann auch das Sigma 19mm für derzeit 100€ (Super Angebotspreis!!!) für Landschaftsaufnahmen nur eine Empfehlung sein.

Ich habe eine Fototasche die man gut mitnehmen kann und wo ich auch Objektive dabei habe.

Du hast die Anleitung zur Kamera bisher nicht gelesen, oder? Da steht genau erklärt wie Du zum manuellen Fokus kommst. ;)
Du kannst z.B. OK drücken und dann auf dem Touchdisplay oder per Richtungstasen dort hin gelangen.
 
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V

VD

Gast
Da kommende Woche mein Asientrip beginnt und ich mir aus gegebenen Anlass endlich den insgeheim und lang gehegten Wunsch nach einer Kamera in Form einer Olympus OM-D EM-5 realisiert habe, wollte ich euch ein paar Fragen bezüglich Fotografieren auf Reisen stellen.

1. Einerseits möchte man ja viel festhalten, andererseits sollte man die fremden Länder nicht ständig nur durch den Sucher der Kamera erleben. Wie handhabt ihr es mit der Kamera? Seit ihr ständig "british ready" oder wird die Kamera nur bei besonderen Motiven herausgeholt?

2. Mit welchem Kamera-Modus und Einstellungen lauft ihr rum? Da man ja nicht gerade ewig Zeit hat mit dem Fotografieren (man will ja das Erlebte fotografieren und nicht das Fotografierte erleben ;)) denke ich, dass ich wohl eher gerade auch als Anfänger auf dem P-Modus verweilen werde. Beim bewussten Setzen von Tiefenschärfe werde ich dann kurz auf den A-Modus wechseln. Mehr habe ich mit der Kamera auch noch nicht ausprobiert.

3. Wie kann man Skylines in der Nacht mit/und ohne Stativ am besten festhalten? Also welche Einstellungen sollte ich verwenden?

4. Was sollte man tun oder lieber vermeiden auf Reisen (in meinem Fall Thailand und Hongkong)?

5. Zu guter Letzt noch eine Frage zu meiner Kamera: Am Kitobjektiv ist zwischen Front und Zoomregler noch ein drehbarer Ring. Wozu ist der gut? In der Objektiv-Beschreibung steht darüber nichts.
1. Ich war mit meiner DSLR bisher 2x Urlaub machen, 1x Ägypten, 1x Türkei.
Hab jeweils ca. 1000 Bilder gehabt bei jeweils 2 Wochen.
Das sind 70 Bilder pro Tag, also relativ wenig eigentlich. Urlaub bleibt Urlaub.
Eine DSLR ist allerdings auch nochmal ne andere Geschichte als deine Olympus. Die Olympus würde ich vllt. immer mitnehmen, die ist ja kleiner und wahrscheinlich auch leichter.
Aber trotzdem. Ich bin der MEinung im Urlaub soll man sich entspannen und nicht Paparazzi spielen.

2. Av, F8.0, ISO 100. Kein Problem bei dem Wetter. Kommt natürlich aufs Land und die Reisezeit an.

3. Av, F8.0, ISO 100, Stativ. Ohne Stativ hast du vermutlich extremes Rauschen.

4. Leute fotografieren ohne zu fragen. Für mich zumindest ein NoGo.


Achtung:
Die Einstellungen beziehen sich auf ne APSC DSLR.
Aber es sollte zu deiner M4T Kamera keine größeren Abweichungen geben.
 

acty

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nicht ganz, kamera irgendwo drauf ablegen, z.B. auf eine Mauer

Dann ISO runter 100~200, (Kameraintere Rauschunterdrückung bei langzeitbelichtung aus), belichtungszeit hoch
mit der blende spielen wie du es willst -> kleine Blende führt zu den Sternenmuster von Lampen / Leuchten jedoch auch zu erheblich längeren belichtungszeiten
 

lirolu

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1. Kommt darauf an welche Kamera dabei ist. Die OM-D ist klein und leicht und eigentlich ständig einsatzbereit. Die Kleinbild DSLR bleibt meist im Rucksack.

2. Ich persönlich: A oder M, je nach Situation. Wenn du das Fotografieren lernen willst lass die Finger vom P-Modus, mit der Zeit- oder Blendenautomatik zu arbeiten zwingt dich über dein Foto nachzudenken und du lernst ungemein viel dabei.

3. Die OM-D hat eine Live-Bulb Funktion und ist dafür wie geschaffen! Wenn kein Stativ zu Hand ist (und ich würde im Urlaub wohl keines mitschleppen wollen!) kann man sich auch anderweitig helfen (Bohnensack oder ähnliches, etc.)

4. Kann ich leider nicht helfen

5. Manuelles Scharfstellen, sinnvoll wenn der AF mal versagt

Gruß
Lukas
 

LordB

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Der P-Modus bei der OM-D als auch z.B. Panasonic G3 ist durch Verschieben so effektiv, wenn nicht sogar effektiver wie A oder S zu nutzen, jedoch viel zügiger, was gerade im Urlaub, wo man doch relativ schnell Fotos machen will, förderlich ist. Durch einen Dreh kann man schnell die Blende oder Verschlußzeit beeinflussen, ohne sich weitere Gednaken machen zu müssen. Für mich ein klarer Vorteil im Urlaub.
Von daher kann ich nicht dazu raten den P-Modus zu vermeiden, sondern ihn mit o.g. Funktion zu nutzen.
 

lirolu

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Nun, da gehen die Meinungen wohl auseinander ;)

Es kommt wohl darauf an, welches Ziel man mit dem Fotografieren im Urlaub verfolgt:

Wenn das Ziel ist möglichst viele Fehlerquellen auszuschalten um schnell und unkompliziert zu knipsen und technisch saubere Fotos mit nach Hause zu nehmen gebe ich dir Recht - dafür ist der P-Modus und das Shiften sehr gut zu gebrauchen!

Wer sich aber ernsthaft mit der Kamera und (vor allem!) mit der Bildgestaltung auseinander setzen möchte, dem kann ich nur raten möglichst nicht alle Variablen der Automatik zu überlassen. Nur durch Übung lernt man das Zusammenspiel der einzelnen Parameter wirklich kennen!
 

lirolu

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etheReal

Gast
Also an Canon DSLRs (ich weiß es persönlich von der 40D, 7D und 5D MkII) ist der P Modus absolut nicht zu empfehlen, da der viel zu stark auf niedrige ISO Werte fixiert ist, und dadurch immer zu lange belichtet. Wenn man aus der Hand fotografiert bekommt man ständig 1/60s selbst noch für Normalbrennweite oder leicht darüber, bei Weitwinkel geht er dann sogar bis 1/30s runter - da kommst du mit 90% verwackelten Fotos nach Hause, das ist kein Spaß.

Du solltest auf jeden Fall deine Kamera vor dem Urlaub einigermaßen kennenlernen, damit dir im Urlaub nicht solche blöden Fehler passieren. Am Kameradisplay erkennt man sowas nämlich nicht unbedingt, und hinterher ist die "Freude" groß, wenn man am Monitor zuhause feststellt, dass gar nichts passt!
 
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