Warhorstl
Commodore
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Ich habe nicht gesagt, dass man den Spielern für eine Verlängerung, dann nur 10% mehr Gehalt zahlt sondern nur, dass man mit 10% weniger Gehalt als andere Angebote man den Spieler in der Regel noch halten wird.FrankenDoM schrieb:10%... Ich bitte Dich. Das ist doch wieder Abseits der Tatsachen "argumentiert".
Ich hab doch vorhin Sancho und Bellingham beispielhaft genannt. Deren Gehalt hat sich vervielfacht. Wenn ich jetzt von Dortmunds Topverdiener ausgehe hat selbst Sancho immer noch fast doppelt so viel von United bekommen und vor 5 Jahren hatte der Topdiener in Dortmund noch weniger.
Die Topspieler marktgerecht zu entlohnen muss man sich eben trauen. Das ist Voraussetzung, damit sie bleiben. Man passt dann zunächst deren Verträge nach oben an, hält die länger und zieht dann andere, bessere Spieler an, die ebenfalls teurer sind, aber mit denen man das alte, günstige Spielermaterial größtenteils nach und nach ersetzt, weil die in der neuen Gehaltssstruktur ihren Teil vom Kuchen haben wollen, den sie aber nicht wert sind.
Das ganze finanziert man über den Erfolg der sich dann hoffentlich einstellt. Kurzfristig heißt das entweder Aufbrauchen von Reserven (sofer man die hat) oder Kredite/Eigenkapitalgeber. So wie halt jede Investition abläuft. Das kann nachhaltigen Erfolg bewirken, aber da kommt es auf die Umstände an. Wenn man es Hertha-like macht oder Barca-like macht, schädigt man den Verein eben auf Jahrzehnte. Wobei sie in Berlin ja nicht mal irgendeinen Teil richtig gemacht haben.
Ergänzung ()
Leverkusen hätte eigentlich schon direkt nach der Meistersaison etwas riskantere Transfers machen können. Die haben sich aber entschieden ein Transferminus zu machen, wie sie es jede Saison machen könnten, und haben das Momentum auch nicht genutzt, um in länger laufende Verträge zu investieren. Ein Jahr später hatten sie nochmal die Chance und haben sich stattdessen für die vermeintlich risikoärmste Variante entschieden und größtenteils ausgecasht. Das war auf jeden Fall nicht der Weg, den man gehen sollte, wenn man sich in die Weltspitze orientieren möchte. Da hat der Verein rein gar nichts getan, sich in diese Richtung zu entwickeln. Die Perspektive, die es gebraucht hätte, hätte man mit Verstärkungen befeuert, statt Leute für die Breite zu holen, weil man glaubt, dass jeder Mittelklasse-Transfer ein neuer Grimaldo wird und man kein Geld zu investieren braucht. Dass man dann am Anfang der Saison einfach durch Verkäufe das Projekt komplett beendet und fast das gesamte Team austauscht, war schon ziemlich erratisch.Magellan schrieb:Die haben ihre Mannschaft nach der Meisterschaft ja noch 1 Jahr komplett zusammengehalten - da sind sie dann aber halt direkt wieder 13 Punkte hinter uns gelandet und wurden von uns aus der CL geworfen.
Wenn die wirklich diesen Zeitpunkt zum großen Angriff hätten nutzen wollen dann hätte es dazu ja viel mehr gebraucht als nur zu sagen "wir verkaufen jetzt niemanden". Du musst den Spielern dann ja zwingend auch eine Perspektive geben damit diese einen Grund haben nach der Vertragslaufzeit zu bleiben, das heißt sowohl Gehälter auf dem üblichen Niveau für solche Spieler als auch ein sportliches Projekt mit dem sie ihre Ziele erreichen können.
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