Glasfaser Glasfaserausbau: Haken bei den Angeboten?

Also zunächst vielen Dank für die ausführlichen Informationen und Abwägungen.

Ich bin derzeit bei der Telekom (50'er VDSL für 39,95 €). Die 50'er-Leitung reicht mir aktuell, aber ich habe mich nun nach Euren Hinweisen dafür entschieden, das 1-Familienhaus auf Glasfaser umzurüsten.

Ich werde das Angebot der Telekom nutzen (bislang gute Erfahrungen gehabt) und zunächst den 50'er GF-Tarif nehmen. Einen besseren Anschluss kann ich später immer noch nehmen.

In den ersten 6 Monaten werde ich sogar sparen (19,95 €, ab 7. Monat die heutigen 39,95 €).

Fragen:

  1. Wenn ich einen eigenen Router und keinen Mietrouter nutzen will, brauche dann nur ein ONT-Modem dazuordern?
  2. Ich habe einen Speedport W 724V. Kann ich den weiter nutzen?
  3. Der GF-Anschluss und das Modem kommt dann in Keller, dahinter der Router? So wie heute (siehe Foto)? (Habe im Wohnzimmer einen weiteren Router per LAN (CAT7-Kabel) angeschlossen als Accesspoint stehen; für besseres WLAN oberhalb des Kellers.)
 

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Hi,

dann mal zu deinen Fragen :)
  1. Ja, dann reicht das Telekom Glasfasermodem 2 (ONT)
  2. Ja, diesen kannst du hinter dem ONT weiternutzen
  3. Ja, am derzeitigen Standort des W724 ändert sich nichts.
 
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jonderson schrieb:
WTF? Das zahlt man bei der Telekom selbst?
Ja, bei neueren Ausbauten schon. Telekom setzt hier konsequent das TKG um, nachdem die Schnittstelle zum Kunden die Gf-TA ist und alles danach Kundensache.
 
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Das schliesst ja das Bereitstellen eines im Tarif enthaltenen Leihgeräts nicht aus.

Aber immerhin hat das den Vorteil, dass die Telekom dann auch nicht die Störungsbearbeitung verweigern kann, wenn der Kunde ein Eigengerät an der Faser hat...
 
rezzler schrieb:
Ja, bei neueren Ausbauten schon. Telekom setzt hier konsequent das TKG um, nachdem die Schnittstelle zum Kunden die Gf-TA ist und alles danach Kundensache.
Hätte wahrscheinlich den Vorteil, dass man sich auch nen Glasfaserrouter dahinklatschen könnte und sich den zusätzlichen Strom fürs ONT sparen könnte, oder? 🤔
 
Im Prinzip ja, aber das FSP Modul im Router benötigt ja ebenso Strom.
Der Vorteil ist mMn. Das man ein Gerät weniger hat, was kaputt gehen könnte.
Zusätzlich profitiert man ggf. von einer besseren Anbindung, sofern der ISP ONT nut 1000Tbase unterstützt.
Aber ich frage mich, wieso so wenig Anbieter nicht einfach dem Kunden beides zur Verfügung stellen.
Wo ist das Problem?
 
jonderson schrieb:
Hätte wahrscheinlich den Vorteil, dass man sich auch nen Glasfaserrouter dahinklatschen könnte und sich den zusätzlichen Strom fürs ONT sparen könnte, oder? 🤔
Richtig. Deswegen läuft diese Regelung, dass der Übergabepunkt passiv sein muss, auch meist unter dem Begriff "Routerfreiheit", auch wenn "Modemfreiheit" der bessere Begriff wäre.
 
Das stimmt wohl, aber es kostet vergleichsweise sehr wenig.
Ok, bei einem ONT defekt, tauscht dies ja kostenneutral der ISP, sofern er es gestellt hat.
 
Vergleichsweise womit kostet was denn wenig?
So wie ich es sehe, bekommt man eine gebrauchte 5530 nicht unter 100 €… die Meisten landen wohl eher bei einer 5590 für über 200 € neu, in meiner Wohnung wird es jedoch auf einen gestellten ONT und einen für 23 € inkl. Versand erstandenen Router AX3 hinauslaufen, welcher genau das tut, was ich im Heimnetz brauche. Der Mehrverbrauch an Energie liegt wohl bei etwa 1 W. Ein einfacher, günstiger WLAN-Router am Provider-ONT stellt global gesehen auch eher die Norm dar, einen teuren Router direkt an Glasfaser hängen zu wollen, ist doch eher ein Luxusproblem der ersten Welt.

Schau dir mal den Durchschnittslohn in Schwellenländern an, in denen FTTH das erste Festnetz ist. Für die Meisten dort wären 250€ wahnwitzig, für Viele ist das ein halber Monatslohn. Ein Telefon am Router ist da wohl auch eher die Ausnahme oder ein unnötiges Feature, wenn das Smartphone samt Flat stets in Körpernähe ist.
 
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1. Selbst schuld, wer 50 € aufwärts für einen Internetanschluss zu zahlen bereit ist, wird die 5 € monatlich für einen Handytarif mit Telefonflat wohl auch noch berappen können. Im Normalfall besitzt man ein Smartphone. Der Preisunterschied zwischen Mininaltarif und Mininaltarif mit Telefonflat beläuft sich derzeit auf etwa 2,30 € pro Monat bei zwei Jahren Bindung.

2. Seitdem WLAN-Call überall inkludiert ist, kann man sich aus der Sache wirklich kaum rausreden
 
DLMttH schrieb:
Vergleichsweise womit kostet was denn wenig?
So wie ich es sehe, bekommt man eine gebrauchte 5530 nicht unter 100 €… die Meisten landen wohl eher bei einer 5590 für über 200 € neu, in meiner Wohnung wird es jedoch auf einen gestellten ONT und einen für 23 € inkl. Versand erstandenen Router AX3 hinauslaufen, welcher genau das tut, was ich im Heimnetz brauche. Der Mehrverbrauch an Energie liegt wohl bei etwa 1 W. Ein einfacher, günstiger WLAN-Router am Provider-ONT stellt global gesehen auch eher die Norm dar, einen teuren Router direkt an Glasfaser hängen zu wollen, ist doch eher ein Luxusproblem der ersten Welt.

Schau dir mal den Durchschnittslohn in Schwellenländern an, in denen FTTH das erste Festnetz ist. Für die Meisten dort wären 250€ wahnwitzig, für Viele ist das ein halber Monatslohn. Ein Telefon am Router ist da wohl auch eher die Ausnahme oder ein unnötiges Feature, wenn das Smartphone samt Flat stets in Körpernähe ist.

Vergleichsweise ein FSP Modul mit einem "ganzen" Router/Modem.
Bei meinem Bsp. geht es auch nicht um deine Lösung und ob diese im Großteil der Welt die gebräuchlichste ist, sondern um den oben genannten Fakt.
 
DLMttH schrieb:
2. Seitdem WLAN-Call überall inkludiert ist, kann man sich aus der Sache wirklich kaum rausreden
Dann verrate mir doch bitte mal, wie ich das bei meinem Vodafone CallYa Tarif freigeschaltet bekomme....
 
Brainorg schrieb:
Im Prinzip ja, aber das FSP Modul im Router benötigt ja ebenso Strom.
Der Vorteil ist mMn. Das man ein Gerät weniger hat, was kaputt gehen könnte.
Zusätzlich profitiert man ggf. von einer besseren Anbindung, sofern der ISP ONT nut 1000Tbase unterstützt.
Aber ich frage mich, wieso so wenig Anbieter nicht einfach dem Kunden beides zur Verfügung stellen.
Wo ist das Problem?
Eher geht das SFP Modul kaputt, als ein normaler ONT. Erfahrungswerte. Und wenn ich mir anschaue, wie warm die GPON-Module so im Schnitt werden (>60°C keine Seltenheit), geht das definitiv schneller mit dem Ableben als ein Glasfasermodem 2 / ONT von Huawei/Nokia/usw.
 
kingpin42 schrieb:
Eher geht das SFP Modul kaputt, als ein normaler ONT. Erfahrungswerte. Und wenn ich mir anschaue, wie warm die GPON-Module so im Schnitt werden (>60°C keine Seltenheit), geht das definitiv schneller mit dem Ableben als ein Glasfasermodem 2 / ONT von Huawei/Nokia/usw.

Ok, das höre ich zum ersten Mal, kann aber gut sein.
Naja, wie gesagt. Im besten Fall stellt der ISP beides zur Verfügung sodass man selber beliebig wechseln kann.
Zumindest hat dies unser ISP so gehandhabt. FiberTwist mit "aktiven" Teil & "passiver" Blende beigestellt. Danach wurde der ONT und das eigene Modem/Router im Netz registriert.
Der ONT war natürlich als Netzabschlusspunkt kostenlos dabei.
 
rezzler schrieb:
Hast du da genauere Zahlen?
Nein, aber die ONTs, die bei uns defekt waren, könnte man an einer Hand abzählen. Wir haben sogar noch ONTs von 2012 in Betrieb.
Dagegen fallen SFPs gerne mal aus, auch teurere Hersteller und fast egal welche Bandbreite sie übertragen. Wir reden da von namhaften Herstellern wie JDSU oder Source Photonics und oftmals sogar 4-stelligen Preisen dafür. Diese Module laufen dabei oft in klimatisierten Umgebungen mit konstanter Luftfeuchte, Temperatur und einem dauerhaften Luftstrom. Die werden dabei weit weniger heiß als die hier benutzten GPON-SFPs, oder die SFPs in der Fritzbox 5530/5590.
Brainorg schrieb:
Ok, das höre ich zum ersten Mal, kann aber gut sein.
Erfahrungswerte aus der Praxis.
 
Volkmann schrieb:
So viel Ehrerbietung bin ich nicht gewohnt und macht mich stutzig.

Sobald die Telekom GF Konkurrenz riecht, schmeißen die ihre Leitungen mit ins "Gemachte Loch" und wollen dich dann über Markenwirkung und ggF. Preis catchen ..oder einfach Faulheit.. biste schon bei der Telekom, bleibste bei der Telekom bekommst aber nen anderes Modem.

Das führt zu einem sinnlosen Ausbauchaos bei dem an einem Haus plötzlich Kabel, Klingeldraht (DSL) und mehrere GF Netze zur verfügung stehen.


Ist auch recht perfide, da lokale Unternehmen und Organisationen sich die Mühe machen (Förder)gelder für den Tiefbau zu organisieren, und dann die Telekom einfach im Magenta-Porsche vorfährt, auf dem Behindertenparkplatz parkt, sich Vordrängelt und die Kunden wegsammelt.

Die Faser der Stadtwerke bleibt dann für immer duster.
 
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