News Im Test vor 15 Jahren: AMDs Bulldozer war der Super-GAU

Anti-Monitor schrieb:
Ja herrlich, mein 8350 läuft bei meinem Bruder noch gesund und munter vor sich hin
Ich hab unsere FX 8350 vor vier Jahren durch AM4 Systeme mit Ryzen 7 5800X ersetzt und das hat sich tatsächlich auf unserer Stromrechnung bemerkbar gemacht.
 
Erst 2023 meinen X6 1055T aus 2011 in Rente geschickt. Seit 2003 nur drei AMD CPUs im Einsatz.

Korrektur: Hatte zwischendurch noch einen gebrauchten Core 2 Duo E8400. Das fängt ja früh an, mit dem Gedächtnis. 😶‍🌫️
 
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CDLABSRadonP... schrieb:
Bin gespannt, ob wir wirklich nochmals eine CMT-CPU sehen werden

Ich denke nicht.

Wenn man jetzt ein Modul als einen Kern mit mehreren threads ansieht: Was soll es bringen, bestimmte Resourcen nur einem Thread zuzuordnen wie das im Bulldozer passiert ist? Stattdessen macht man lieber alle Scheduler und alle Functional units fuer beide (oder ggf. mehr) SMT-Threads zugaenglich.

Wenn man umgekehrt einen Bulldozer-Thread als einen Kern sieht, der sich mit einem anderen Kern gewisse Resourcen (Front end, Cache) teilt, dann hilft dieses Teilen bei der Performance bestimmt nicht, und gerade bei aktuellen Prozessoren, bei denen der Register Renamer 8 Befehle pro Zyklus schafft und der Decoder teilweise noch mehr, muss der Branch Predictor oft mehr als einen Sprung pro Zyklus vorhersagen und Instruction bzw. Microop cache pro Zyklus mehr als einen Zugriff schaffen; wie will man ein Front end schaffen, das doppelt soviel schafft? Und wenn man es schafft, ist das Ergebnis mehr als doppelt so gross (Zugriffsports kosten), also bringt das auch bezueglich der Flaeche nichts. Beim D-cache erlauben aktuelle Prozessoren WIMRE 3 Lese- und 2 Schreibzugriffe pro Zyklus (aber WIMRE nur 3 oder 4 insgesamt); wenn das verdoppelt werden soll, um zwei Kerne zu bedienen, dann wird der D-cache groesser und langsamer. Es gibt einen Grund, warum abgesehen von Bulldozer ff. die Kerne seit Nehalem nicht nur private L1-caches, sondern auch private L2-caches haben.

Also nein, das Konzept von Bulldozer ff. sehen wir nicht wieder; es hat einen Grund, warum AMD sich davon verabschiedet hat, statt die Ideen fuer hoehere IPC damit zu verheiraten. Umgekehrt ging Intel ja sogar von SMT weg und hin zu mehr kleinen Kernen, wobei sie jetzt wieder zurueckrudern, m.E. mehr aus Marketing- als aus technischen Gruenden.
 
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Die Gute Nachricht: Der Misserfolg brachte uns mit Lisa Su die beeindruckendste Managerin seit Jahrzehnten.
...und mit Ryzen ein Gleichgewicht der Macht. Nichtsahnend, dass der Sithschüler einganz anderer war.
 
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Ich hab Bulldozer damals komplett ausgelassen und hab direkt vom X6 auf Ryzen gewechselt.
Das war ein Sprung!
 
Aber Intel hat ja auch so Dinge wie den legendären Xeon 1230/31 auf den retail Markt geschleudert. Das waren coole Zeiten
 
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Mein Schwiegervater mit 76 hat einen PC mit AMD Bulldozer ;) reicht für youtube und office.
 
Ich hatte echt große Hoffnungen damals... dachte ich könnte bei AMD bleiben (Hatte einen Athlon X2 und war auf Intel nicht zu zu sprechen, wegen den Sachen in den 2000ern) und man würde Sandy Bridge etwas entgegen setzen können...

Ich brauchte natives AES, dass konnten da nur die Intel ab i5... Bulldozer konnte es zwar, aber naja...

Leider war es ein Reinfall, so das mein Homeserver mit Sandy Bridge gebaut wurde. Er läuft bis heute (aber mittlerweile mit Ivy Bridge).
 
mcdexter schrieb:
Habe damals bei Atelco gearbeitet, und alle im Geschäft haben auf die ersten Benchmarks gewartet.
Und ich war ein treuer Kunde von Atelco in Duisburg, das nahe dem Innenhafen lag, so zwischen Eisenbahn und Autobahn eingequetscht. Heute ist da ein Baumarkt drin. Früher war das schöner. 😉

Dort habe ich mir auch die meiste Hard- und Software gekauft. Die Verkäufer dort waren allerdings sehr unterschiedlich im Wissen um das, was sie da verkauften. Das ging von völlig ahnungslos bis Crack. 😏
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Der i7-4770 kostete 250€ - fand ich eigentlich recht günstig.
Damals konnte ich mir nur Gebrauchtware leisten. Die Intel CPUs waren aber auch gebraucht verdammt preisstabil und somit zu teuer für meinen Geldbeutel.
Der Ryzen 5 1600 hat mich später "nur" 190€ gekostet und war schneller.
 
Der sprung von am3 auf am4 war schon heftig, mein 5600x macht immer noch eine recht gute Figur besonders auf Linux. Alles läuft einfach rasend schnell. Hätte gerne nal geseheb wie ein fx inklusive ssd sich mit linux macht
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Bulldozer habe ich übersprungen, und nach 4 AMDs einen Intel dazwischengeschoben:

XP2500+
A64 3700+
A64 X2 4200+ (kostete 60€ im Abverkauf)
Phenom II X4 940
Intel i7-4770
Ryzen 7 3700X
Ryzen 7 5700X3D
So in etwa habe ich es auch gemacht... Athlon XP -> Athlon 64 X2 -> Intel E8400 (nur kurz) -> i5-4xxx -> Ryzen 5 5700G

Der Server ist aber immer noch nen i5 ;)
 
Da kann ich mich noch gut dran erinnern. Auch AMD war vorher bekannt, das es absoluter Reinfall werden wird. Man hat dann versucht über die 4 echten Kerne auf einem Die zu punkten, als ob das einen Kunden kümmert. Ursache war nicht mal die Architektur, es war der Prozess, der war einfach völlig unausgereift war, der Yield eine Katastrophe. Aber das die 2. Generation konnte dann zumindest wieder Punkten, besonders in späteren Revisionen. Ein AMD 6 Kern hat dann auch deutlich länger durchgehalten wie ein zu Anfang gleich schneller Core2quad.
 
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Habe den Artikel damals auch gelesen und war ziemlich enttäuscht von AMD. Ich war tendenziell immer eher Team AMD aber für den damaligen Kauf meines neuen Systems hatten sie sich damit disqualifiziert. Aber wie es im Leben nun mal so ist: Wer nach Rückschlägen dran bleibt, aus Fehlern lernt und später erneut Anlauf nimmt, der springt umso weiter. Ende vom Lied: Seit 2021 habe ich einen Gaming Laptop mit einer hervorragenden AMD CPU. Nice Comeback AMD😉
 
Hab mich damals bei meinem ersten selbstgebauten PC für einen FX 6300 entschieden, trotz der schlechten Reviews.
Statt des unzuverlässigen Turbos mit absurder Spannung den Turbo einfach aus, Multi auf den Turbotakt gestellt und die Spannung vom Basistakt gelassen, lief jahrelang stabil, schneller und sogar sparsamer als stock :)
Preislich damals im Bereich der kleinsten i3 und damit schon eine starke Alternative im Budgetbereich. Ab dem i5 hatte AMD natürlich nichts mehr entgegenzusetzen.
 
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Als Ur- AMD Fan (K6III, K6III, die Athlon, die TB....) hatte ich gehofft und gegönnt. Es kam ja noch schlimmer als man erwartet hätte. Hatte mich damals sogar mit Benchmarks gedisst (andere Website), da hatte der Schwierigkeiten an OC 775 (Quad) vorbei zu kommen. Und DAS war wirklich traurig.
Während die Sandys sogar nicht so selten problemlos weit über 4500 zeitweise 5000MHz schafften.
Und Intel mit den EP Serien Enthusiasten in Top bedienen konnte. Übel, übel.
 
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Ryzen/ZEN hat AMD hier einfach den Hintern gerettet. Anders kann man es nicht beschreiben.

Wenn die ZEN Architektur auch so gefloppt wäre, würden andere Systeme in den Signaturen stehen.

AMD hat sich damals quasi durch die Preis/Leistungs Fanlager über Wasser gehalten. AMD war günstiger, bei gerade noch halbwegs akzeptabler Leistung. Man konnte behaupten eine Mehrkern CPU zu haben und auch mehr Kerne, als vergleichbare Intel Systeme. Diese haben in Sachen Leistung und Effizienz allerdings über Jahre den Boden mit AMD gewischt. Natürlich zu entsprechenden Mehrkosten.

Diese Außenseiter Rolle von AMD, konnte man ja auch schön im Forum erleben. Passiert ja gerade im GPU Sektor wieder, nur zwischen AMD und Nvidia. Gleiches Spielchen.

Daraus ist die bis heute noch existierenden Häme gegenüber Intel geworden, nachdem Intel als Innovationsträger die Segel gestrichen hat und architektonisch mit AMD nicht mehr gleichziehen konnte.

Ob sich Intel nach fast 10 Jahren Abstinenz wieder zurückmelden kann, wird sich zeigen müssen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die jetzt kommende Architektur in ein paar Jahren, mehr Potentiale bietet, als ZEN. Dann kehrt sich der Trend wieder um.

Durch die Tatsache, dass AMD noch immer ein fast kleiner Laden ist, im Vergleich zu Intel, ist AMD allerdings zur Innovation und zum Erfolg verbannt.

Intel konnte die letzten Jahre aussitzen. Gerade im Enterprise Segment, konnte sich Intel auf seine Aufträge verlassen, da sämtliche IT Infrastrukturen und Data Center auf Intel Basis aufgebaut waren.

Dank EPIC hatte Intel hier seinen "oh shit" Moment. Das Resultat nach vielen Jahren, dürften wir in ein paar Wochen erleben.

Mal gucken was Intel uns kredenzt.
 
Ich erinnere mich noch wie ich vor 15 Jahren im Ausbildungszentrum saß und mit meinem Mitazubis den Artikel gelesen habe. Es war damals wirklich ein sehr düsteres Bild das man so laß und auch der darauffolgende Absturz gab euch ziemlich Recht.
So wurde es nach gut 8 Jahren AMD meine erste Intel CPU mit dem Core i5 3570K, da von AMD wirklich nichts dolles zu bekommen war.
Umso glücklicher bin ich heute, dass AMD die Kurve gekriegt hat.
 
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