News Im Test vor 15 Jahren: AMDs Bulldozer war der Super-GAU

Genau zu der Zeit wollte ich mir einen neuen PC zusammenstellen und wartete auf die Tests für AMDs Bulldozer CPUs ab, da ich ansonsten mit Intels Sandy Bridge CPUs liebäugelte.
Nachdem deutlich wurde, dass die ersten negativen Tests keine Ausnahme, sondern die Regel waren, war meine Entscheidung klar: Intel Core i5-2500.
Danach blieb ich bis ~2023 bei Intel und wechselte erst mit einem Ryzen 5 5600X zu AMD zurück. Nach Bulldozer kam von AMD eben nichts brauchbares mehr bis Ryzen.
 
ich hab noch ein System hier mit einem FX 8350. Hab das System letztens verwendet als DCS Server um mit freunden ein wenig fliegen zu können. Hat erstaunlich gut geklappt :D
 
AMD-Flo schrieb:
Deshalb wurde mein AMD Phenom II X6 1090T Black Edition erst durch einen Ryzen 5 1600 abgelöst.
Hätte ich im Nachhinein auch machen sollen - andererseits war der FX meine erste CPU, welche im Laufe der Zeit proportional besser wurde.

Durch die Jaguar-CPUs (welche ja auch FXler waren), konnte man die FX-CPUs echt sehr lange nutzen.
 
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AMD Bulldozer - was gab es Schöneres als sich mit einem heißen Tässchen Tee gemütlich vor den warmen FX-PC zu kuscheln und dem Stromzähler bei einem weiteren Speedrun zuzusehen?

AMDs FX-8150 – Der Traum Grund meiner schlaflosen Nächte…
Auch ich habe dem AMD-Marketing des neuartigen und bezahlbaren 8-Kern Prozessors geglaubt, statt einfach den Test hier auf CB zu lesen...
Der wurde von mir ziemlich schnell durch Intel 2500K und 2700K ersetzt. Durch diese CPU mied ich AMD danach viele Jahre...
 
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Mir erging es wie vielen anderen in diesem Thread: Bulldozer war die Generation, die ich mit einer Intel CPU ausgesessen habe.

AMD hatte meine "Loyalität" mit dem Athlon XP gewonnen, aber am Ende des Tages gibt es Grenzen der Wettbewerbsunfähigkeit, die man nur als Fanboy überschreiten kann, wenn man dafür sein hart erarbeitetes Geld opfert.

Das war mit Bulldozer definitiv gegeben.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Bulldozer habe ich übersprungen, und nach 4 AMDs einen Intel dazwischengeschoben:

XP2500+
A64 3700+
A64 X2 4200+ (kostete 60€ im Abverkauf)
Phenom II X4 940
Intel i7-4770
Ryzen 7 3700X
Ryzen 7 5700X3D
Rückblickend fühlt sich die Zeit, die AMD hinterher hing, irgendwie kurz an. Währenddessen kam mir das wie eine Ewigkeit vor.
 
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matmartin schrieb:
Mir erging es wie vielen anderen in diesem Thread: Bulldozer war die Generation, die ich mit einer Intel CPU ausgesessen habe.
Erst Core I7 920, dann Xeon X5690 auf Asrock X58 Extreme.
AMD erst wieder 2020 mit Ryzen 3600.
 
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Ich war damals tatsächlich so dumm, mir einen AMD FX-8150 zu kaufen. Das ist ein ganz dunkles Kapitel meiner Geschichte, das ich am liebsten verschweige. Im Nachhinein ist das kaum nachvollziehbar. Die Tests und den 4/8-Kerne Schwindel habe ich ignoriert. Natürlich habe ich die CPU direkt bis zur Grenze übertaktet und damit 24/7 x.264 encodet. Ich möchte gar nicht wissen, wie viel Geld mich das allein an Strom gekostet hat. Ein oder zwei Jahre später war das Mainboard aufgrund des extremen Stromverbrauchs sogar durchgeschmort! Danach kam ein Intel Core i7-4790K – eine völlig andere Welt.
 
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Anti-Monitor schrieb:
Ja herrlich, mein 8350 läuft bei meinem Bruder noch gesund und munter vor sich hin :D
Hoffentlich nicht regelmäßig. Der Stromverbrauch bei der Performance :o
Da würde sich ein kleiner NUC ja schnell lohnen.
 
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An Bulldozer gibt es nichts zu beschönigen.
Trotzdem würde ich bei AMD als positive Entwicklung ab 2011 erwähnen, dass mit dem APU-Konzept bzw. AMD Fusion eine erfolgreiche Integration der ATi Technologie in einen Chip erfolgte. Das ist immerhin eine wesentliche Grundlage für die späteren Erfolge bei den Spielekonsolen.

Auch wenn ich Bulldozer nicht gekauft hätte, habe ich mich 2014 aufgrund des Preises doch für einen Kaveri A10 ohne dGPU entschieden. War natürlich kein Highend aber fūr meine damaligen Ansprüche und Verhältnisse ausreichend. Und läuft immer noch :)
 
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Oh ja, das waren wirklich schwere Zeiten für AMD. Intel war damals sowohl bei der Leistung als auch bei der Effizienz deutlich überlegen. Dass sich die Kräfteverhältnisse irgendwann einmal so drastisch verschieben würden, hätte damals wohl kaum jemand für möglich gehalten.

Die erste Bulldozer-Generation war für AMD allerdings ein echter Griff ins Klo. Mit Vishera wurde es etwas besser, zumindest was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht. Gerade der FX-6300 war damals eine durchaus empfehlenswerte CPU für günstige Budget-Systeme.

Ich selbst hatte 2011 noch einen X6 1100T verbaut, mit dem ich auch in Battlefield 3 gestartet bin.

Um 2012 bin ich dann auf einen i5-2500K gewechselt und 2014 folgte der Xeon 1231v3. Das war dann mein Ausflug ins Intel-Lager, der 2017 mit Ryzen wieder endete.
 
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Ich hab damals mein Phenom II X4 945 System mit einem FX-8320E aufgerüstet. Piledriver war relativ brauchbar (wie der FX6300 der häufig aufgrund der Preisleistung empfohlen wurde). Wenn auch keine Konkurrenz zu Intel im Preisbereich darüber.

Aber der Launch von Bulldozer war wirklich mehr als enttäuschend. Von GAU würde ich dennoch nicht sprechen.
 
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Hab die nach dem Phenom II nie in Betrieb genommen, wobei es da wohl ne Reihe von Programmen gegeben haben dürfte die mit 8 Kernen so gar nix anfangen konnte . selbst Windows 7 bekam mwn Patches

Die Cache Zuordnung war halt schon immer so ein Thema, und wenn sich bei manchen Benchmarks beim krummen Phänomen 2 Cores die 6MB geschnappt habe ...
 
Ich "musste" damals vom AMD Phenom II X4 955 BE auf den AMD FX-4300 wechseln wegen, bzw. auch mein Mainboard und Speicher (glaube DDR 2) war so veraltet das ein Spiel wegen irgendeinem fehlendem Befehlerweiterungssatz (AVX?) der CPU sich nicht starten ließ, so dass ich direkt CPU, MB, RAM und GPU neu gekauft hatte.

Ich hab die Rechnung (Oktober 2016) gefunden, ich hab damals das meiner Meinung nach "beste" bzgl. Preis/Leistung genommen was ich finden konnte, ohne das es ein Downgrade bei der CPU wurde (für Spiele). :D

PC.png


Aber selbst wenn es kein FX-8150 war, die erzeugte Hitze selbst bei meinem FX-4300 war eine Katastrophe gegenüber dem Phenom II X4 955 BE (alles bezogen auf Spiele), obwohl der FX-4300 rein von den Daten 30 Watt weniger TDP hatte.

Der FX-8150 ist mir von den damaligen Tests nur als Hitzemonster in Erinnerung geblieben, eigentlich will ich die FX-Reihe lieber aus meinem Gedächtnis löschen. :D
 
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Bulldozer war ein Fehlschlag, aber weder ein GAU, noch schlimmeres. Die Architektur funktionierte, es gab afaik keine kritischen Bugs oder Fertigungsfehler mit massenhaft sterbenden CPUs oder sonstiges in der Richtung.
Es war halt einfach eine Fehlkalkulation auf Hardwareebene mit zu viel falscher Hoffnung dass die Software nachzieht und besch...eidenes marketing.
Soweit ich mich erinnere war die Architektur mit passenden Workloads und optimiertem Compiler durchaus konkurrenzfähig.
Nur hat natürlich kaum jemand seine Software dafür mit dem AMD Compiler neu gebaut. Oder den Intel compiler ausgetrickst um auch mit dem optimierten Code zu produzieren, das ging iirc auch.
Im Grunde ähnliche Grube wie Itanium.
 
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Bemerkenswert, wie viel Missgunst und Unwissen dieser CPU und den Nachfolgern bis heute gegönnt wird. Ich habe meinen FX-8370 geliebt, der lief bis vor einem Jahr auch sehr zuverlässig bei einem Freund der nur auf neue Hardware gewechselt hat weil die alte Plattform kein für Windows 11 nötiges TPM konnte.

Piledriver war meine erste AMD-Architektur, der A8-5600K meine erste AMD CPU überhaupt. Damals flüchteten gefühlt alle vor AMD, ich aber hatte mich für sie entschieden weil Intel einfach ein Arschlochunternehmen war (und auch lange geblieben ist). Ich kam als bis dahin überzeugter Intel-Jünger von einem Core2Quad 8400 und der Unterschied war gewaltig, der AMD war gefühlt viel schneller (mit diversen Benchmarks 60-80%) und brauchte trotzdem etwas weniger Strom. Ersetzt wurde er nach 2 Jahren durch besagten FX-8370 auf einem Asus Sabertooth (2nd Gen), bis heute das stabilste Mainboard was ich je hatte, damit konnte man alles machen.

War auch bislang meine einzige intensive OC-Erfahrung. Extrem viel gelesen, getestet, verworfen, wieder getestet, monatelang. Warum hab ich so lang gebraucht? Ich wollte alles auf einmal: übertakten, Turbo sollte aktiv bleiben, gleichzeitig undervolten und alles sollte 100% stabil laufen, 24/7, mit allen Stromsparmaßnahmen und AVX aktiv (brauche ich für DAW). Am Ende hatte ich einen Basistakt von 4.2 und Boosttakt von 4.7 (damit war der 8370 fast so schnell wie ein 9590) und einen Stromverbrauch von maximal ca. 245 Watt für den gesamten PC (an der Steckdose gemessen, damals noch ohne Gaming Ambitionen und deshalb mit passiv gekühlter AMD R7-250). Der größte Geschwindkeitsvorteil kam meiner Erfahrung nach nicht durch den reinen CPU-Takt sondern durch den erhöhten Systemtakt, der sorgte für den sehr viel schnelleren Cache und damit systemweit für geringere Latenzen.

Weitere (messbare) Geschwindigkeitsvorteile kamen durch Windows 10 (8 hatte ich übersprungen), nach allem was ich weiß, war Windows 8 das erste MS-OS welches die CPUs vollständig korrekt ansprechen konnte (trotz nachgereichter Patches für Windows 7).

Im Audio-Bereich macht man als Mastering-Engineer häufig genug Batch-Conversions, mit bestimmten Programmen erfolgt die Bearbeitung der Dateien parallel was CPU und Festplatteninterfaces gleichzeitig belastet. Ein paar Jahre nach dem FX-8370 kaufte ich ein (großartiges) gebrauchtes Dell Precision M6800 mit Intel i7-4800MQ. Obwohl generell ein schnelles System, konnte man das Intel Laptop nicht benutzen während die Batch Conversion lief, selbst etwas einfaches wie surfen geriet zur Geduldsprobe. Der FX-8370? Überhaupt kein Problem, der AMD-PC zog einfach stoisch seine Bahnen, langsamer aber komplett benutzbar.

Bis heute empfinde ich eine gewisse Genugtuung wenn ich lese, dass viele moderne Spiele mit den FX-CPUs laufen während sie auf einem der zahllosen Intel 4-Core nicht mal starten wollen oder schlechter laufen. AMDs Strategie der Mehrkernprozessoren war richtig, kam nur zu früh und der Erfolg wurde beeinträchtigt durch auf ausschließlich Intel-optimierte Software, unfaire, auf Intel ausgerichtete Reviews (looking at you, Anandtech) und durch schlechter-als-erwartete Strukturbreiten und einem damit zu kleinen L1-Cache. Das sich Fließkomma-Einheiten Ressourcen teilen mussten, war - im Gegensatz zur landläufigen Meinung - kein großes Problem.

P.S.: Hitze war bei meinem FX nie ein Problem, im Idle war er kühl und unter Vollast blieb er ca. 7-10 Grad unter der erlaubten Maximaltemperatur (IIRC 72 Grad) mit meinem Noctua (siehe Signatur)
 
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Bulldozer mag IPC-technisch Intel hinterhergehinkt haben.

Aber: In PS4 und XBOx-One war sogar nur die Jaguar-Architektur verbaut. Kein Wunder, dass mancher (für Gaming) quasi das komplette Jahrzehnt über seine Sandy oder Ivy Bridge spazieren konnte...
 
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Ich hatte nie Problem mit meinem FX. Halt ein paar FPS weniger in Spielen. Aber auf den überteuerten Intel mit Devilscanyon bin ich gesprungen für ein paar Jahre, nur um dann direkt mit dem ersten Ryzen (1700X) wieder ins AMD Lager zu gehen.

Früher natürlich Pentium, zwischendurch AMDs K6. Mit dem Athlon XP dann bis zum FX bei AMD geblieben und wie oben beschrieben, nur ein kurzes Intermezzo bei Intel.
 
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