Ich habe TW3 auch nicht beendet und kcd zweimal durchgespielt.
Sind schon sehr andere Spiele.
Kcd ist realistischer und am Anfang braucht man eine hohe Frusttoleranz.
Man muss wirklich Arbeit ins Leveln stecken und das Geld ist knapp....man kann im Grunde keinen Kampf führen und oft nichtmal wegrennen.
Man bleibt besser in sicherer Umgebung und macht lauf und redequests...die hier meist eine sehr hohe Qualität haben.
Manuelles Speichern kostet Tränke(Geld) und autosaves sind selten.
Regelmäßig essen und schlafen ist wichtig.
Das ändert sich dann aber massiv mit der Zeit.
Man läuft schneller, trägt mehr Gewicht, hat ein Pferd und gute Ausrüstung.
Es kommen immer mehr perks dazu, die das Leben einfacher machen...seltener essen, weniger schlafen, teils massive Verbesserungen der Fähigkeiten und deren Effizienz.
Alchemie zu üben ist ein zeitaufwendiges und langweiliges Unterfangen. Aber irgendwann darf man mehr Fehler machen...macht mehrerer Tränke auf einmal und dann vollautomatisch...eine Gelddruckmaschine und ein unendlicher Vorrat an Retterschnäpsen, die man fürs Speichern braucht.
Kämpfe sind am Anfang fast unmöglich, aber das Spiel erwartet es auch nicht. Man darf scheitern bzw. soll es einfach versuchen.
Ist der Prolog vorbei, kann man kämpfen mit einem Hauptmann üben....gegen echte Räuber stirbt man....das ist nicht das Abenteuer, das man von anderen Spielen kennt, wo nach und nach schwierigere Gegner präsentiert werden...man kann genauso am Anfang schon in Kämpfe geraten, die einen am Ende noch herausfordern...und selbst ein paar Bauern mit Mistgabeln machen dich fertig.
Man kann schon einiges mit Bogen und hit&run versuchen, aber auch Bogen und wegrennen will erst trainiert sein.
Ich habe nie richtig die Feinheiten des Kampf-Systems gelernt... musste ich auch nicht.
Man muss mit dem Hauptmann trainieren, bis der einem den perfekten Block mit Konter beibringt...da muss man im richtigen Moment blocken drücken und macht mit einem Konterangriff mit hoher Wahrscheinlichkeit Schaden...die Turniere besteht man dann recht schnell.
Ansonsten gilt es die Ausdauer nicht zu verlieren, sonst ist man schutzlos.
Und das gleiche beim Gegner ausnutzen.
Ich empfehle Axt, da macht man gegen jeden Rüstungstyp brauchbaren Schaden.
Irgendwann lernt dann sowohl Henry als auch der Spieler dazu und Kämpfe werden einfach.
Im Grunde wird alles irgendwann einfach.
Das ist das tolle an kcd. Man startet in ein hartes und mühseliges Leben und durch üben und Fortschritte wird man immer besser und das Leben wird einfach....man hat es sich dann aber auch verdient.
Man kann sich das Spiel natürlich mit Mods einfacher machen...das muss jeder selbst entscheiden, aber für mich ist es eines der Spiele, wo ich gerne leide.
Spiele, die einem immer nur so viel zumuten wie man gerade so schaffen kann...das frustriert mich mehr, als das System aus kcd.
Ich empfehle aber dringend einige Tipps anzuschauen, denn so manches ist schlecht erklärt und sehr wichtig.