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Merz möchte die Klarnamenpflicht
- Ersteller Rainbowprincess
- Erstellt am
Technisch kenne ich mich damit nicht so aus, aber die kann man doch easy verschleiern, oder nicht?Erkekjetter schrieb:Genau das existiert in Form der IP bereits.
Und wenn nicht, kann man doch einfach auf die mobile Daten + VPN oder sonst etwas wechseln.
Erkekjetter
Vice Admiral
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- Sep. 2021
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Deine Anbieter IP kannst du nicht einfach verschleiern. Dein Anbieter kennt sie. Und diese gegenüber dem DIenst zu verschleiern mit Hilfe mit VPN kannst du auch mit deiner Idee und damit das System umgehen.
Selbst wenn du alle User ohne deutsche IP ausspeerst könnte man ggf. mit VPNs das ganze umgehen indem man seine IP im deutschen Raum spooft.
Ein solches System funktioniert nur dann, wenn du dich jedesmal identifizierst gegenüber einem Dienstanbieter und du ansonsten alle anderen aussperrst. und auch das wäre nicht fälschungssicher. Und wenn du das zentralisierst, ne danke, einmal gebreacht sind dann deine Daten frei im Netz. Und wer hat bitte Lust sich JEDES Mal, wenn er sich in einem Forum, einer Newsseite oder whatever anmeldet, sich per Postident zu identifizieren?
NE sorry, der Aufwand steht wirklich null komma nada im Verhältnis zu dem gegen was es vermeintlich (!) helfen soll.
Selbst wenn du alle User ohne deutsche IP ausspeerst könnte man ggf. mit VPNs das ganze umgehen indem man seine IP im deutschen Raum spooft.
Ein solches System funktioniert nur dann, wenn du dich jedesmal identifizierst gegenüber einem Dienstanbieter und du ansonsten alle anderen aussperrst. und auch das wäre nicht fälschungssicher. Und wenn du das zentralisierst, ne danke, einmal gebreacht sind dann deine Daten frei im Netz. Und wer hat bitte Lust sich JEDES Mal, wenn er sich in einem Forum, einer Newsseite oder whatever anmeldet, sich per Postident zu identifizieren?
NE sorry, der Aufwand steht wirklich null komma nada im Verhältnis zu dem gegen was es vermeintlich (!) helfen soll.
Zuletzt bearbeitet:
Bei meiner Idee müsste man sich ja mit seinem Personalausweis identifizieren, da spielt die IP keine Rolle mehr. Das macht man bei jedem PostIdent/VideoIdent auch.
Die persönlichen Realdaten sind hinterlegt. Schreibt man hier im Forum, selbst mit maximal verschleierter IP, etwas Strafbares, gelangt man von der Foren-Verknüpfung auf den einzigartigen "Internet"-Account. Je nachdem, wer für die Accounts verantwortlich ist (vielleicht die Ämter wie bei den Persos; vielleicht auch dezentral?), können entsprechende Stellen deine Realdaten sehen. Keine Ahnung. Was wäre hier die datenschutzfreundlichste Variante?
Die Verifizierung müsste nur 1x pro Account gemacht werden (und wie beim Perso vielleicht wiederholt werden oder falls sich die Adresse ändert oder man integriert es in den Perso, da ist ja mittlerweile so einiges mit dabei) und nicht pro Verknüpfung.
Der aktuelle Weg wird in der Regel doch eh nur bei schwersten Straftatbeständen gegangen. Der Rest wird in der Regel einfach eingestellt, weil zu aufwendig.
Wenn es nicht gerade um Bombendrohungen o. Ä. geht, wer muss denn aktuell schon wirklich mit Konsequenzen rechnen? Einzelfälle mal abgesehen.
Viele Menschen drehen im Internet wegen der Anonymität und den mangelnden Konsequenzen so frei, dass würden viele, ich behaupte die Meisten, von denen IRL nie machen.
Ist natürlich alles nur ein Gedankenspiel. Selbstverständlich ist der Datenschutz dann noch ein anderes Kaliber wie du schon geschrieben hast. Gerade in Deutschland. 😬
Die persönlichen Realdaten sind hinterlegt. Schreibt man hier im Forum, selbst mit maximal verschleierter IP, etwas Strafbares, gelangt man von der Foren-Verknüpfung auf den einzigartigen "Internet"-Account. Je nachdem, wer für die Accounts verantwortlich ist (vielleicht die Ämter wie bei den Persos; vielleicht auch dezentral?), können entsprechende Stellen deine Realdaten sehen. Keine Ahnung. Was wäre hier die datenschutzfreundlichste Variante?
Die Verifizierung müsste nur 1x pro Account gemacht werden (und wie beim Perso vielleicht wiederholt werden oder falls sich die Adresse ändert oder man integriert es in den Perso, da ist ja mittlerweile so einiges mit dabei) und nicht pro Verknüpfung.
Der aktuelle Weg wird in der Regel doch eh nur bei schwersten Straftatbeständen gegangen. Der Rest wird in der Regel einfach eingestellt, weil zu aufwendig.
Wenn es nicht gerade um Bombendrohungen o. Ä. geht, wer muss denn aktuell schon wirklich mit Konsequenzen rechnen? Einzelfälle mal abgesehen.
Viele Menschen drehen im Internet wegen der Anonymität und den mangelnden Konsequenzen so frei, dass würden viele, ich behaupte die Meisten, von denen IRL nie machen.
Ist natürlich alles nur ein Gedankenspiel. Selbstverständlich ist der Datenschutz dann noch ein anderes Kaliber wie du schon geschrieben hast. Gerade in Deutschland. 😬
Erkekjetter
Vice Admiral
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Ja, bei Dingen, wo es wirklich nötig ist. Stell dir mal vor, du willst dich mal eben bei CB anmelden. Nö, Mach erstmal Videoident. müsste dann CB auch finanzieren, werden sie wohl nciht selber sondern nur per Dienstleister machen können. Und wofür? Damit Fritzemerz mit weniger Aufwand und weniger Geld die Leute verklagen kann? Und die, die wirklich wollen, machen es trotzdem. Mit geklauter ID oder gefältschem Ausweis. Oder getarnt als "Ausländer" per VPN. Oder sperren wir dann alle nicht deutschen aus?Skaiy schrieb:Das macht man bei jedem PostIdent/VideoIdent auch.
Komm, du merkst auch, dass das nix wird und in keinem Verhältnis steht.
Nee, in meinem Beispiel macht man die Identifizierung nur 1x für seinen einzigartigen allgemeinen Account und muss sie, wie beim Perso, alle paar Jahre wiederholen. Und wie geschrieben: Man könnte die Funktion auch auf den Perso integrieren, dann verlängert man es quasi automatische mit seinem Perso.Erkekjetter schrieb:Stell dir mal vor, du willst dich mal eben bei CB anmelden. Nö, Mach erstmal Videoident. müsste dann CB auch finanzieren, werden sie wohl nciht selber sondern nur per Dienstleister machen können.
Für die zahlreichen Verknüpfungen, beispielsweise CB, muss man sich dann nicht mehr identifizieren. Das wäre, wie du ja schon gemerkt hat, viel zu übertrieben.
Eine geklaute ID oder ein gefälschter Ausweis ist aber eine komplett andere Hürde. Die würden die allermeisten schon gar nicht mehr gehen.Erkekjetter schrieb:Und die, die wirklich wollen, machen es trotzdem. Mit geklauter ID oder gefältschem Ausweis. Oder getarnt als "Ausländer" per VPN.
VPN ist dann noch einmal eine andere Sache. Da kann man die Bekannten sperren, aber da ploppen dann die Nächsten aus dem Boden. Das ist ein Katz und Maus-Spiel.
Wenn man unbedingt will, kann man alles umgehen. Die Voraussetzung kann auch nicht sein keine Lücken zu haben, sondern so wenige wie möglich.
Ich merke vor allem, dass man im Internet fast freidrehen kann wie man will. Ohne Konsequenzen, weil das Meiste eingestellt wird, weil zu aufwendig. IRL ruft man die Polizei und die nehmen wenigstens die Daten auf. Da endet die Anonymität (mal abgesehen davon, wenn der Täter geflohen ist).Erkekjetter schrieb:Komm, du merkst auch, dass das nix wird und in keinem Verhältnis steht.
Wie geschrieben: Das war nur ein Gedankenspiel, welches man an den kritischen Stellen definitiv verbessern kann.
Ich bin trotzdem gegen eine öffentliche Klarnamenpflicht, aber trotzdem für eine andere stärkere Regulierung. Keine Ahnung, was es diesbezüglich für Alternativen geben kann. Bei jedweder technischen Umsetzung bin ich eh überfragt.
So wie es bis dato lief und läuft, halte ich nicht für sinnvoll. Man sagt immer so schön, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Stimmt ja auch, aber die Hebel, um Rechtsbrüche im Internet nachzugehen, sind sehr stark begrenzt + der Wille die Rechtsbrüche zu verfolgen noch weniger.
Axxid
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IMHO ist das Einzige, was man damit langfristig erreichen wird, ein neues Vokabular fuer Beleidigungen. Ähnlich wie auf YouTube nicht mehr "Kill", "Suicide" oder "Rape" gesagt werden darf und man stattdessen "unalive", "unsubscribe from life" oder "grape" sagt, wird man andere Wege finden seinen Unmut kundzutun.
Und natürlich legt man die deutsche Justiz damit auf Jahre wegen Überlastung lahm.
Und dafür müssen nur alle Deutsche im gesammten Internet eindeutig identifizierbar werden.
Und natürlich legt man die deutsche Justiz damit auf Jahre wegen Überlastung lahm.
Und dafür müssen nur alle Deutsche im gesammten Internet eindeutig identifizierbar werden.
Erkekjetter
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Und wer bezahlt die ganze dazu nötige Infrastruktur? Wer macht die Idents? Wo wird das gespeichert? wie greifen die BEtreiber drauf zu? Technisch alles machbar, man muss aber das gesamte System vorhalten, das sind enorme Kosten. Und von Dingen wie dem Schutz der Daten fangen wir gar nicht erst an. Dort liegen dann die verifzierten (!) Daten, nahezu aller (!) Bundesbürger auf einem Haufen und systembedingt muss das permanent abrufbar sein.Skaiy schrieb:Nee, in meinem Beispiel macht man die Identifizierung nur 1x für seinen einzigartigen allgemeinen Account
So schnell kannst du nicht geachtk wie sowas geknackt ist und deine gesicherten Daten im Darknet landen... Das ist einfach Datenschutztechnisch ne absolute Vollkatastrophe. Zum Glück würde sowas wohla uf Basis der DSGVO nicht möglich sein. Datensparsamkeit ist dort die höchste Prio und das allererste Ziel ist, Daten gar nicht erst zu sammeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass für so ein unwichtiges Ziel dieses Hauptziel einfach mit Füßen getreten werden kann oder soll.
Ergänzung ()
Kann man nicht. Google doch mal wieviele Verfahren es schon gab zu Fehlverhalten im Netz. NUr wird da nicht jedes Mal ne Meldung zu gebracht. Die Hürden sowas zu verfolgen sind im Netz nicht wirklich höher als draußen auf der Straße, eher noch leichter, weil die Beleidigung ja dokumentiert und nicht nur gesprochen und gehört wurde. Wenn die Behörden das nicht verfolgen, ist dort anzusetzen. Oder damit zu leben, das ne simple Beleidigung nunmal kein großes öffentliches Interesse hat. Wenn ich dich auf der Straße beleidige, wird das Verfahren auch zu überwiegendem Teil eingestellt. Einfach weil das öffentliche Interesse an solchen Delikten viel zu gering ist. Da nehmen sich Netz und Straße exakt gar nichts.Skaiy schrieb:Ich merke vor allem, dass man im Internet fast freidrehen kann wie man will.
Was denkst du wie oft in Kneipen oder Dissen beleidigt wird? Tagtäglich. Bekommt man als direkt betroffener nur quasi nicht mit, im Gegensatz vll zum Internet. ICh denke, da bist du einfach einem völligfen mißverhältnis der Wahrnehmung zum Opfer gefallen.
Du, das war nur ein Gedankenspiel. Bitte nicht zu ernst nehmen. Ich habe hier privat kein Konzept ausgearbeitet. Ich hatte nur überlegt, wie man bei solch einem Vorhaben eine öffentliche Klarnamenpflicht umgehen kann, die unser Bundeskanzler gerne sehen wollen würde.
Ob das möglich ist oder nicht: Keine Ahnung. ChatGPT schrieb mir gerade zahlreiche Verbesserungen, wie man das Gedankenspiel datenschutzfreundlicher machen kann, da kommen dann Begriffe wie Zero-Knowledge-Prinzip, kryptographisch signierte Identitäts-Tokens, dezentrales Nutzungsregister usw.
Wenn etwas schon strafbar ist, sollte man sich damit nicht abfinden und mit Leben müssen. Just my 2 cents.
Ob das möglich ist oder nicht: Keine Ahnung. ChatGPT schrieb mir gerade zahlreiche Verbesserungen, wie man das Gedankenspiel datenschutzfreundlicher machen kann, da kommen dann Begriffe wie Zero-Knowledge-Prinzip, kryptographisch signierte Identitäts-Tokens, dezentrales Nutzungsregister usw.
Ich bin da offen. Von mir aus setzen wir auch bei der Behörde an, sodass auch Beleidigungen verfolgt werden.Erkekjetter schrieb:Wenn die Behörden das nicht verfolgen, ist dort anzusetzen. Oder damit zu leben, das ne simple Beleidigung nunmal kein großes öffentliches Interesse hat. Wenn ich dich auf der Straße beleidige, wird das Verfahren auch zu überwiegendem Teil eingestellt. Einfach weil das öffentliche Interesse an solchen Delikten viel zu gering ist. Da nehmen sich Netz und Straße exakt gar nichts.
Wenn etwas schon strafbar ist, sollte man sich damit nicht abfinden und mit Leben müssen. Just my 2 cents.
Wenn es strafbar ist, musst du dich damit nicht abfinden. Du gehst zur Polizei und stellst Anzeige. Wenn es strafbar scheint, wird es verfolgt.Skaiy schrieb:Wenn etwas schon strafbar ist, sollte man sich damit nicht abfinden und mit Leben müssen.
Wir sollten m.M.n. damit nicht die Allgemeinheit belasten. Mir ist z.B. völlig Schnuppe, wie viel Beef aktuell auf FB, X oder Insta abgeht. Ich nutze sie nicht. Aber wir sollten evtl über Pflichten der Firmen zur Moderation und auch einen E&C-Rat diskutieren, dann bleibt die Kohle zur Lösung des Problems auch beim Problem und nicht bei allen.Skaiy schrieb:sodass auch Beleidigungen verfolgt werden.
Erkekjetter
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Nicht jede Beleidigung, so wie hier oft dargestellt, stellt überhaupt eine Straftat dar. Hier anzusetzen und sich zu vergegenwärtigen, was wann als strafbewährte Beleidigung überhaupt gilt, wäre wohl der erste wichtige Schritt. Wie man an Pinochio Merz gesehen hat: Das ist zum Beispiel keine. Und strafbare Beleidigungen kannst du auch heute zur Anzeige bringen und verfolgen lassen. Auch das hat MErz neben Habeck gezeigt.Skaiy schrieb:Wenn etwas schon strafbar ist, sollte man sich damit nicht abfinden und mit Leben müssen. Just my 2 cents.
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Das Internet bietet mit seinen Blogs, Foren und sonstigen Portalen eine einfache Möglichkeit, ohne Angst um soziale Konsequenzen seine Meinung kundzutun. Es ist für die Menschen barrierefreier und kommt mit deutlich weniger Hürden daher. Außerdem kann es dabei effektiv sein, weil es ein Schaufenster für die ganze Welt bietet. Diesen Umstand stellt man aber meistens so dar, als wäre es hierbei immer nur Fakenews, Hass oder Hetze. Das ist aber nur ein TEIL davon. Der andere, o.g. Teil würde automatisch großen Schaden nehmen, wenn man diesen Klarnamenmumpitz umsetzen würde.
Man muss sich immer die Frage stellen, welche Instanzen, Institutionen oder Interessensgruppen den größten Nutzen von einer "Neuerung" haben. Hier sehe ich ganz klar, dass solch eine Regelung nicht dem Ottonormal zu gute kommt, sondern den "Mächtigen" nur noch mehr Macht über Informationskontrolle gibt. Dem addiert sich, dass das angereichterte Vorhandensein von bestätigten Identitätsdaten wegen Cyberkriminalität sehr großen Schaden anrichten kann. Das Potential ist einfach sehr hoch.
Eine Personenakte in der analogen Welt, die irgendwo in einem abgesperrten Raum in einer Schublade oder in einem Aktenschrank liegt, bietet den Missbrauchswilligen wesentlich mehr Hürden für den Missbrauch. Es gibt physische Barrieren. Kopieren, Verbreiten, Ausnutzen bzw. Missbrauchen ist viel schwieriger als in ein Server zu gelangen und mit einem Handschlag hunderttausende Daten zu entwenden. Wir können nicht so tun, als gäbe es keine Datenpannen auf dieser Welt.
Man muss sich immer die Frage stellen, welche Instanzen, Institutionen oder Interessensgruppen den größten Nutzen von einer "Neuerung" haben. Hier sehe ich ganz klar, dass solch eine Regelung nicht dem Ottonormal zu gute kommt, sondern den "Mächtigen" nur noch mehr Macht über Informationskontrolle gibt. Dem addiert sich, dass das angereichterte Vorhandensein von bestätigten Identitätsdaten wegen Cyberkriminalität sehr großen Schaden anrichten kann. Das Potential ist einfach sehr hoch.
Eine Personenakte in der analogen Welt, die irgendwo in einem abgesperrten Raum in einer Schublade oder in einem Aktenschrank liegt, bietet den Missbrauchswilligen wesentlich mehr Hürden für den Missbrauch. Es gibt physische Barrieren. Kopieren, Verbreiten, Ausnutzen bzw. Missbrauchen ist viel schwieriger als in ein Server zu gelangen und mit einem Handschlag hunderttausende Daten zu entwenden. Wir können nicht so tun, als gäbe es keine Datenpannen auf dieser Welt.
Naja, eben wurde beispielsweise geschrieben, dass der überwiegende Teil der Beleidigungen nach Anzeige im Verfahren eingestellt wird. Zumindest IRL. Warum isses strafbar, wenn's eh, zumindest wahrscheinlich, eingestellt wird?Samurai76 schrieb:Wenn es strafbar scheint, wird es verfolgt.
Nicht falsch verstehen: Es ist gut, dass es strafbar ist. Ich bin nicht für eine Redefreiheit.
Hier sollte man vielleicht ansetzen.
Gut, für mich auch nicht. Wenn meine ich natürlich klare Beleidigungen à la "HS", "A-Loch" o. Ä. Und auch klar an eine Person gerichtet. Also eindeutig.Erkekjetter schrieb:Das ist zum Beispiel keine.
An dem angetrunkenen Macho, der einen gerade angerempelt hat und der einem A-Loch hinterher ruft, geht vermutlich jeder ohne Kommentar einfach weiter. Aber wenn etwas vergleichbares im Internet steht, möchte man die Justiz entfesseln.Skaiy schrieb:klare Beleidigungen à la "HS", "A-Loch" o. Ä. Und auch klar an eine Person gerichtet. Also eindeutig.
Wie wäre es, wieder auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole, mit strengeren Auflagen für die Medien, Ihre Nutzer unter Kontrolle zu behalten und gegebenenfalls Maßnahmen dagegen durchführt? Man muss die Regelen bei den Weltkonzernen dann halt durchdrücken, aber da drin steckt ja auch das eigentliche Problem. In kleineren, lokaleren Gemeinschaften im Internet läuft es nicht so aus dem Ruder.
Warum ist es denn strafbar? Und im Internet ist man wohl eher nicht angetrunken, sondern bei Verstand. Gehe ich jetzt mal in der Regel von aus.Samurai76 schrieb:Aber wenn etwas vergleichbares im Internet steht, möchte man die Justiz entfesseln.
Das macht irgendwie keinen Sinn. Es ist strafbar, aber wenn man sein Recht wahrnimmt dagegen vorzugehen, findest du es unnötig? Oder wie meinst du das?
Entweder man macht es dann nicht mehr strafbar (Stichwort: Redefreiheit) oder es wird eben konsequent real verfolgt und bestraft. Alles andere ist halbgar.
Und wie geschrieben meine ich hier eindeutige Beleidigungen.
Das würde ich gut finden, aber das halte ich ja für noch unwahrscheinlicher als mein Vorschlag. 😁Samurai76 schrieb:Man muss die Regelen bei den Weltkonzernen dann halt durchdrücken, aber da drin steckt ja auch das eigentliche Problem.
CCIBS
Captain
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Ich würde sagen, dafür gibt es drei Gründe weshalb man das macht:Samurai76 schrieb:An dem angetrunkenen Macho, der einen gerade angerempelt hat und der einem A-Loch hinterher ruft, geht vermutlich jeder ohne Kommentar einfach weiter.
- Man sieht dem Macho an, dass er schon genug vom Leben gestraft ist.
- Einem ist bewusst, dass man nicht leben heim kommt, wenn man jetzt nicht weiter geht.
- Man kann es ja sowieso nicht beweisen
Samurai76 schrieb:Aber wenn etwas vergleichbares im Internet steht, möchte man die Justiz entfesseln.
- Man das Leben des Gegenüber nicht beurteilen kann, also drückt man es ihm vorsichtshalber rein
- Einem bewusst ist, man ist lebendig zuhause und wird es auch noch morgen sein, wenn man die Person anzeigt.
- Man kann es beweisen.
Erkekjetter
Vice Admiral
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- Sep. 2021
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- 6.397
MOMENT! Ne Anzheige heisst nicht automatisch, dass es eine strafbewährte Beleidigung ist! Anzeigen kannst du alles und jeden. Es obliegt dann der Polizei/Staatsanwaltschaft darüber zu urteilen, ob es auch strafbewährt ist.Skaiy schrieb:Warum isses strafbar, wenn's eh, zumindest wahrscheinlich, eingestellt wird?
PS: Damit das richtig verstehst: Ich könnte ich jeder Zeit anzeigen und BEHAUPTEN, du hast mich beleidigt. Ich kann jeder Zeit dich anzeigen, weil du mich (und wir unterstellen nun, du hast wirklich) mich Schnucki genannt.ß Für dich harmlos, ich sehe ne Beleidigung dartin, weil ich ein harter tougher Junge bin.
Beides wird, zu Recht, keine Strafe nach sich ziehen.
Dann können sich hier allerdings nur noch Deutsche registrieren. In Österreich wäre das nicht legal, da Pseudonyme erlaubt sein müssen und das Videoident-Verfahren gegen den Grundsatz der Datensparsamkeit verstößt.Skaiy schrieb:Bei meiner Idee müsste man sich ja mit seinem Personalausweis identifizieren, da spielt die IP keine Rolle mehr. Das macht man bei jedem PostIdent/VideoIdent auch.
Für die Schweiz wäre es rechtlich ebenfalls nicht durchsetzbar. Für Nutzer aus den USA usw. wäre das Ganze rechtlich bedeutungslos und auch kompliziert, da biometrische Daten nicht einfach so gesammelt werden dürfen. Wenn so etwas also eingeführt würde, müsste man also entweder Geoblocking einsetzen, das heißt, Nutzer aus Österreich, der Schweiz, den USA usw. würden die Seite gar nicht mehr sehen, oder es gäbe eine Zwei-Klassen-Gesellschaft.
Deutsche müssten sich identifizieren, während der Rest der Welt anonym bliebe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Forum 95 % seiner User verlieren würde, wenn man so etwas einführen würde, da niemand dazu bereit wäre.
areiland
Banned
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Darum gehts ja gar nicht, sondern darum dass die Dienstanbieter den Klarnamen kennen sollen. Pseudonyme sind doch kein Problem, wenn man sie auch realen Personen zuordnen kann.Skjöll schrieb:ist der Klarname erstmal im Netz .......
Also, ich habe das von hier anders vewrstanden:areiland schrieb:Pseudonyme sind doch kein Problem
"Internet-Nutzer sollen sich nach dem Willen von Kanzler Merz künftig nicht mehr anonym äußern dürfen"
Und:
"Wir stellen uns in der Politik auch mit Klarnamen und offenem Visier einer Auseinandersetzung in unserer Gesellschaft. Dann erwarte ich das auch von allen anderen, die sich kritisch mit unserem Land und unserer Gesellschaft auseinandersetzen."
Klingt für mich nach zukünftig soll dein Realname unter jeder Veröffentlichung stehen, damit weiterhin jeder Pinochio nzeigen kann.
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