Reglohln schrieb:
Es fasst alle möglichen dieser vorherigen und weiteren Begriffe ganz einfach zusammen. Dass dabei von strafbaren Äußerungen gesprochen wird, ergibt sich aus der Thematik von selbst.
An dir ist wirklich ein Jurist verloren gegangen. Also, erst einmal fassen wir alle möglichen bösartigen Dinge, die man online und auch offline begehen kann, zu einem Sammelbegriff zusammen, dann lassen wir noch einen Türspalt offen für "weitere Begriffe", falls wir ad hoc etwas vergessen haben sollten.
Diese weiteren Begriffe sind es übrigens, welche ein gigantisches Problem (unter vielen anderen) darstellen:
Hass und Hetze ist ein so weitläufiger, unpräziser Ausspruch, dass man je nach Boshaftigkeit alles mögliche dem zuordnen kann.
Ein Beispiel wurde vor ein paar Seiten gebracht: Es weigert sich jemand, neuartige Pronomen zu verwenden und / oder die Existenz von neuartigem Geschlecht XYZ anzuerkennen. Ich bin mir sicher, für einige Kollgen hier wäre das genug für ein Hassverbrechen, mitsamt Verurteilung und in manchen Fällen Vierteilung.
Aber so einfach ist das nicht: Diese ablehnende Einstellung findet man in der absoluten Mehrheit der Bevölkerung, alleine die Statistiken zur Ablehnung der Gendersprache sprechen Bände. Davon, dass also irgendjemand zu diesem Theme eine Art kosmischer Wahrheit auf seiner Seite hat, kann keine Rede sein.
Müssen nun alle mittels eines nebulösen Hassgesetzes mit (Staats-)Gewalt umerzogen werden?
Gute Ideen setzen sich üblicherweise ohne Androhung von Konsequenzen durch, zumindest in freien Kulturen.