Creeping.Death schrieb:
Windows ist Software und dazu noch ein riesiges Ding mit einer Unmenge an Altlasten. Entsprechend ist es leider fast normal, dass es da - auch aufgrund der Vielseitigkeit der eingesetzten Hard- und Software - immer wieder zu Problemen kommt.
Es sollte aber nicht "normal" sein. Früher hat MS es doch einigermaßen gut hinbekommen, die Altlasten zu managen. Die wesentlich Fehlerquellen waren immer die Treiber. Der Rest lieft hingegen ganz gut.
In den letzten paar Jahren hat MS jedoch irgendwas geändert und das fällt ihnen nun auf die Füße.
Und sollte ihnen das zu viel werden, ist es völlig i. O. alte Zöpfe auf
sinnvolle Art abzuschneiden. Die Industrie hätte es zwar gerne, dass 20 Jahre alte Software auf modernen Systemen läuft, aber irgendwann muss man einfach sagen, dass das so nicht weitergeht. Dann muss die Industrie ihre Software halt in VMs oder Container packen oder vielleicht mal, schluck, auf was neues umsteigen.
Creeping.Death schrieb:
Schaut euch doch mal in Linuxforen um. Glaubt ihr wirklich, dass es da nicht auch regelmäßig nachgebessert werden muss? Die Wahrscheinlichkeit dass das System nach einem Kernelupdate nicht mehr vollständig startet ist da - vor allem bei einem Nvidia-befeuerten System - höher als nach einem Windowsupdate.
Sicher muss auch unter Linux gepatched werden. Aber ein Linux-System ist im Allgemeinen wesentlich schlanker als ein Windows. Schon alleine deshalb ist es einfacher, das fehlerfreier am Laufen zu halten. Es gibt tatsächlich sogar eine Art "Wettbewerb", bei dem es darum geht, das System so lange wie möglich durchgehend laufen zu lassen. Und das werden nicht Tage, Wochen oder Monate verglichen, da geht es um Jahre.
Die Behauptung, das Linux-Kernel-Updates eine höhere Fehlerwahrscheinlichkeit haben, musst du belegen.
Creeping.Death schrieb:
Der Wechsel auf eine Distro, die auf einem Arch als Rolling Release basiert (wie das gehypte CachyOS), dürfte auch nicht unbedingt die stabilste Lösung sein.
Läuft seit zwei Jahren bei mir stabiler als Windows. 🤷♂️ Und vor ein paar Jahren habe ich auch ewig Arch Linux verwendet. Und das lief auch stabil.
Ja, Bugs treten auf und auch ich war und bin davon betroffen. Aber keiner davon hat je mein System lahmgelegt oder halb unbenutzbar gemacht. Üblicherweise geht es da eher um kleine Unannehmlichkeiten (z. B. fehlende Übersetzungen, etc.)
Die Linuxer jubeln, wenn ein neues Update bereit steht, viele Windows-User hingegen zittern oder meckern. Diesen Eindruck habe ich jedenfalls immer, wenn ich die Kommentare unter den Artikeln lese.