mchawk777 schrieb:
Zwotens: Du saugst im Prinzip nur die CMOS-Batterie leer und riskierst, dass das UEFI Einstellungen vergisst.
Technisch gesehen ist das korrekt, aber gemessen an der durchschnittlichen Lebensdauer der Batterie ist das i.d.R. vernachlässigbar.
nutrix schrieb:
Das hat keinen Einfluß, ob das an der Steckerleiste hängt oder nicht, die CMOS Batterien halten genauso lange. Ich verwende schon seit Jahrzehnten schaltbare Steckerleisten, und ich muß sie genauso oft wechseln wie bei einem PC, der direkt dran hängt.
Der erste Satz ist nicht richtig. Selbstverständlich hat die Standby-Versorgung einen Einfluss auf den Ladestand der CMOS-Batterie. Bei aktiver Standby-Versorgung wird per Diodenschaltung die Stromentnahme aus der CMOS-Batterie gesperrt. Ist die Versorgung "ewig" aktiv, altert die Batterie rein durch ihre Chemie bzw. durch die Selbstentladung. Bei inaktiver Stromversorgung wird Strom für die Echtzeituhr und den CMOS-Speicher entnommen. Soweit zum technischen. In der Praxis macht es am Ende über die Nutzungsdauer fast kein Unterschied, ob man täglich abschaltet oder nicht. Man muss hier auch unterscheiden, wie lange die Abschaltphase ist. Wer täglich den Rechner nutzt, wird kaum einen Unterschied feststellen. Wer den Rechner regelmäßig für mehrere Tage ausgeschaltet lässt, wird in wenigen Jahren bereits die Batterie tauschen müssen.
Ich persönlich trenne den jetzigen Rechner samt Nachbarelektronik seit über 6 Jahren täglich per Schalter vom Netz. Jedes Jahr bin ich zudem für mehrere Wochen im Urlaub und währenddessen ist ebenfalls alles ausgeschaltet. Die Batterie musste ich ebenfalls nicht tauschen.
nutrix schrieb:
Unabhängig davon, daß die Überspannungsschutz-Steckleisten für direkten Blitzeinschlag nicht taugen, haben diese Dinger trotzdem eine gewisse Daseinsberechtigung. Bei mir hat so ein Ding schon 2 mal einen Überspannungsschutz ausgelöst und daran hängenden Geräte gerettet.
Ja, das ignorieren viele gerne. Der Überspannungsschutz in diesen Leisten ist das letzte Glied in Punkto "Blitzschutz" und übernimmt nicht nur die Restarbeit, sondern dämpft auch Schalthandlungsbedingte Überspannungen herrührend von anderen Geräten, die nichts mit Blitzeinschlägen zu tun haben.
Die Steckdosenleisten sind deshalb vom Typ 3. Typ 3 bedeutet, dass sie noch maximal 1.5...2 kV "durchlässt" bzw. bis zu diesem Wert dämpft. Die Verbraucher (moderne Elektronik, geprüft) hingegen sind so konzipiert, dass sie die vorig genannten Stoßspannungen standhalten müssen. Allerdings kann die Steckdosenleiste nicht jede beliebig hohe Spannung zu diesem kleinen Wert dämpfen. Bei Typ3 ist das i.d.R. nur bis ca. 6 kV möglich. D.h. vorher muss die Überspannung (z.B. 60 kV) bereits um Faktor 10 reduziert werden.
Diese Vorarbeit beim Blitzschutz wird vom Grob- und Mittelschutz (Typ 1 und Typ 2) erledigt, die dann in der Einspeisung installiert werden muss (Hauptverteilung, Unterverteilung).
Aber auch ohne vorgeschaltetem Typ 1 oder Typ 2 bringt die Steckdosenleiste mit Überspannung immer noch eine Milderung und kann durchaus die Verbraucher dennoch retten.
Viel wichtiger heutzutage ist eine Steckdosenleiste mit Netzfilter! Die ganzen Schaltnetzteile in anderen Geräten sowie sonstige ohmsch-kapazitive und induktive Verbraucher verzerren die Netzform. Mit einem Netzfilter nähert man sich wieder einem reinen Sinus, den die Verbraucher an der Leiste bekommen.