Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

@NexusEXE

Ich habe versucht zu erklären, dass ich eine Legalisierung von Cannabis grundsätzlich gut finde. Bzw. finde ich ein Verbot nicht gerechtfertigt und das reicht als Begründung in einer freiheitlichen Gesellschaft.
Das Problem ist nur, dass Cannabis ja nicht allein in der Welt der Drogen ist und selbst die hat insgesamt keine klaren Grenzen nach außen.

Wenn man Cannabis erlaubt, dann darf das nicht als Ausnahmeregelung allein im Raum schweben. Man müsste eine klare, sinnvolle Grenze ziehen, was erlaubt ist und was nicht. Sonst hört die ganze Diskussion ja auch nie auf. Als nächstes kämen die Leute, die LSD legalisiert sehen wollen und Ectasy usw. usw. Das Problem ist nur, wo zieht man diese Grenze? Wir haben diese klare Grenze heute nicht und ich wüsste nicht, wo man sie zukünftig ziehen sollte.
 
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Sabr schrieb:
Cannabis und Alkolhol sollen verboten werden und bleiben. Beides ist schädlch für die Menschheit, führt öfters zu kriminellen Handlungen und das kann keiner verleugnen Basta
Genau und ein Verbot bedeutet natürlich das niemand es mehr macht. Für die Jugend wird verbotenes ja auch nicht interessanter.

Ich bin abe ganz anderer Meinung, wenn man strengere Kontrollen und Strafen einsetzen würde, hätte man sowas überwiegend im Griff. Wenn jemand schon für ein paar Gramm Cannabis mehrere Jahre sofort in den Knast landet, würde das Zeug weniger jemand anfassen.
Und wer soll den Bau von neuen Gefängnissen bezahlen? Und die ganzen Einsatzkräfte für die Kontrollen? Und die Verpflegung der Gefängnisinsassen? Und welches Gericht soll die ganzen Verhandlungen bewältigen?
Und vor allem: Wozu?
 
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Konti schrieb:
Komplettzitat entfernt *klick*


Oh mein Gott, du vergleichst Äpfel mit Birnen

Alkohol und Cannabis sind Drogen bzw Rauschgift und du vergleichst das mit Frauen, Fernseher, Internet und Nahrungsmittel.

Fällt dir so langsam auf, wie blöd DEIN Argument ist?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Komplettzitat entfernt. Bitte Regeln beachten.)
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@Sabr:
Du pauschalierst selber hier auf einem unfassbaren Level, kannst aber mit eigentlich adäquaten Kontern nicht umgehen?
Also gebildeter Mensch sollte dir mehr einfallen, das Argument zu untergraben.

Und ich sags nochmal... Ein "und Basta!" wirds in einer Diskussion niemals geben. Höchstens in deinem (inneren) Monolog.
Wenn man an so einer Diskussion teilnehmen will, im gebildetsten Falle auch noch differenziert, muss man sich mit der Thematik zumindest minimalistisch beschäftigen.
Dazu gehört nicht der Konsum selber zwingend; nein. Aber die Auswirkungen. Sowohl körperliche als auch psychische. Analogien zu verbotenen und erlaubten Substanzen und Tätigkeiten, die ähnliche Konsequenzen nach sich ziehen (für die Konsequenzen muss man aber schon wieder Wissen in der Thematik besitzen). Oder einfach wirtschaftliche Argumente.

"Find ich aber nicht gut" ist zwar eine Meinung, die wir auch niemandem verbieten, aber ganz sicher kein Argument.
Das kann man aber nicht nur dir anlasten, sondern beiden Fraktionen gleichermaßen.
Auch "ich kenn welche die [...Ihnalt geschnitten, da irrelevant...]" ist einfach nicht hilfreich.
Es gibt Dinge, die sind nachgewiesen. Anerkannt. Wissenschaftlich belegt.
Und es gibt sehr, sehr subjektive Wahrnehmung. Subjektive Wahrnemung kann aber in einer objektiven Argumentation niemals als Fakt oder Argument vollwertig betrachtet werden. Und wenn, dann als solche gekennzeichnet.

Mag sein, dass mein Beitrag scheiße klingt. Aber ich glaube, ich habe umschrieben, was hier das Problem der meisten (?) ist, mit deiner "Argumentation" (die ich selbst aber auf Grund des oben genannten auch nicht als solche anerkenne, sondern als Meinung).
 
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Klar, habe ich in meinem Post übertrieben.
Allerdings tat ich das, um aufzuzeigen, daß man eben nicht allein mit so einem fadenscheinigen Grund irgendwelche Dinge verbieten oder regulieren sollte.

Zunächst mal geht es eigentlich niemanden etwas an, was irgendjemand anders tut, solange dieser Mensch anderen Menschen dabei nicht schadet. Dabei ist es auch völlig egal, ob es um Drogen geht, sexuelle Vorlieben und Fetische (Pädophilie eingeschlossen), Freizeitgestaltung, Ernährung, oder was auch immer.
Es darf jeder Essen, was er will, es darf jeder konsumieren, was er will, und es darf auch jeder sich einen herunter holen, auf was er will.

Viele Dinge bergen ein gewisses Schadenspotential. Doch so ein Potential allein rechtfertigt noch immer kein Verbot.
Erstmal sollte überlegt werden, wie groß dieses Potential überhaupt ist, dann, ob man dieses Potential ohne Verbot verringern kann, und dann, wie entbehrlich die zu verbietende Sache für die Allgemeinheit und Einzelne ist.

Gerade wenn man mit Kriminalität argumentieren will, dürfte das Potential bei Cannabis äußerst gering sein. Aller höchstens klaut ein Süchtiger, um sich mehr Stoff kaufen zu können. Das ist dann aber kein Cannabis-spezifisches Problem, sondern eines, welches vielen Süchten anhaftet.
Bei Alkohol gibt es außerdem den Effekt der Enthemmung, der manche Leuten über die Schwelle bringen kann, eine zweifelhafte Handlung auszuführen, für die sie ohne dieses Rauschmittel nicht den Mut hatten bzw. von dem gesunden Menschenverstand (mit Blick auf mögliche Folgen) gebremst wurden.
Das ist ein Problem, über das man reden kann. Hilfreich wäre es meiner Meinung nach allerdings, vor allem die Ausrede "unzurechnungsfähig" vor Gericht nicht gelten zu lassen.
Denn so wie es auf der einen Seite niemanden etwas angeht, was jemand anders tut, muss auch jeder die Verantwortung für seine Taten tragen. Wenn jemand betrunken Scheiße baut, ist es sinnvoller, diesen Menschen zu bestrafen als eine vorgreifende allgemeine Bestrafung für alle in Form eines Verbotes einzuführen.

Das ist halt auch das Skurrile daran ... man geht bei Alkohol und Cannabis wirklich in grundverschiedene Richtungen.
Das eine ist wegen der angeblichen zu hohen Gefahren für die Allgemeinheit verboten. Beim anderen werden die Gefahren sogar als so stark anerkannt, daß sie Täter angeblich von ihrer Schuld befreien.
Absolut grotesk!



Wie auch immer.
Wenn man dann tatsächlich ein Gefahrenpotential entdeckt hat, welches man wirklich für "zu groß" hält (was im Allgemeinen nicht leicht objektiv zu diskutieren ist, aber im Falle von Cannabis im Vergleich mit anderen Gefahren doch ziemlich weit her geholt erscheint), und man keinen Weg sieht, diese Gefahr ohne ein Verbot zu reduzieren ... DANN muss man überhaupt erstmal gucken, ob denn ein Verbot einen funktionierenden Weg darstellt.

Im Falle von sehr populären und gesellschaftlich weitgehend akzeptierten Drogen wie Tabak, Kaffee, Cannabis und Alkohol kann dies mit Sicherheit verneint werden.
Beispiele für misslungene Prohibition dieser Rausch- und Genussmittel gibt es mehr als genug ... Beispiele für eine gelungene Prohibition fehlen meines Wissens nach bislang komplett.

Sowas ließe sich überhaupt nur durchsetzen mit Zuständen von Menschenrechtsverletzungen, die keiner hier will.
Denn um solche Verbote effektiv durchzusetzen, müsste man die Freiheit noch deutlich weiter einschränken, als dies durch das Verbot an sich der Fall ist. Ohne die totale Überwachung und unverhältnismäßig hohe Bestrafungen ist es überhaupt nicht möglich, Menschen daran zu hindern, diese Güter als Massenware herzustellen und in Umlauf zu bringen.
 
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@ Konti

Auch Lebensmittel und Medikamente werden reguliert und deren Verkauf gestattet oder eben nicht. Ich darf auch nicht überall so schnell fahren, wie ich will.
Ich bin doch erwachsen und kann die Gefahren selbst einschätzen und schade niemanden damit, also darf ich das. Versuche diese Argumentation mal, wenn du das nächste mal mit überhöhter Geschwindigkeit angehalten wirst oder du in der Apotheke etwas verschreibungspflichtiges ohne Rezept haben willst.
Nicht jeder, der etwas haben will, bekommt dies auch...
 
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Auch Lebensmittel und Medikamente werden reguliert und deren Verkauf gestattet oder eben nicht. Ich darf auch nicht überall so schnell fahren, wie ich will.
Ich bin doch erwachsen
[...]
Nicht jeder, der etwas haben will, bekommt dies auch...
Hmm. Das ist schwer. Da stellt sich aber die Frage, die sich auch Konti in der Darstellung gestellt hat.
Was ist der Grund für das Verbot, was waren Alternativen zu diesem Verbot? Warum war es nicht möglich?

Bei deinem Geschwindigkeitsvergleich kann man dann auch gleich sagen: "und warum Promillegrenzen oder Drogenfreiheit? Das muss ich doch wissen!"
Nein. Denn hierbei gefährdest du andere. Natürlich wirst du in deiner Selbsteinschätzung beschränkt. Aber zum Schutz von anderen und deren Leben.
Gibt es eine Alternative? Hast du schon jemals einen Haufen von 100 Leuten gesehen, die sich alle komplett auch nur eine Stunde lang vernünftig verhalten haben (überspitzt)?

Medikamente haben, abhängig vom Medikament, verschiedenste Auswirkungen und können ebenso nicht nur dich gefährden. Allein die Medikamente mit Rauschpotential. Und ja, diese sind meistens einiges heftiger als THC. Für die "Antibabypille" habe ich nun aber tatsächlich kein Argument. Denn da scheint es sich eher um "Schutz vor sich selbst" zu handeln.

Darum ist der Punkt mit dem Autofahren zumindest schon ungültig. Damit schadet man anderen. Darum ist es reguliert.
 
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Seppuku schrieb:
@ Konti
Auch Lebensmittel und Medikamente werden reguliert und deren Verkauf gestattet oder eben nicht. Ich darf auch nicht überall so schnell fahren, wie ich will.

nunja, geschwindigkeitsbegrenzungen halten trotzdem niemanden auf, über dem tempolimit zu fahren. sind delikte wegen geschwindigkeitsüberschreitungen nicht sogar die häufigsten unter den verkehrsdelikten? auch parkverbotssschilder stoppen einige nicht davor, trotzdem dort zu parken. das sind so gesehen keine regulationen, sondern verbote. man nennt sie ja auch tatsächlich "verbotsschilder".

lebensmittel und medikamente werden dagegen tatsächlich reguliert. als grobes beispiel: du bekommst hier keine lebensmittel, die mit pestiziden behandelt sind, die hier in deutschland nicht zugelassen sind, weil wir dafür ein regulierungssystem haben. auch die apotheken funktionieren so ganz gut. die harten drogen, eh, medikamente, bekommst du nur auf rezept. wobei es auch ausnahmen gibt, wie rezeptfreie schlaftabletten, die überdosiert zu halluzinationen und schlimmeren führen können. aber deine valium und starke schmerzmittel gibts nur auf rezept und das ist auch gut so.

genau so stellen wir uns doch eine legalisierung vor. die pflanze soll staatlich reguliert werden, raus aus dem verbot. denn du hast ja mit deinem verkehrsbeispiel selbst gut dargelegt, dass diese verbote trotzdem durchbrochen werden.
 
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Merle schrieb:
Bei deinem Geschwindigkeitsvergleich kann man dann auch gleich sagen: "und warum Promillegrenzen oder Drogenfreiheit? Das muss ich doch wissen!"
Nein. Denn hierbei gefährdest du andere.
[...]
Medikamente haben, abhängig vom Medikament, verschiedenste Auswirkungen und können ebenso nicht nur dich gefährden.
Warum gefährde ich jemanden beim Autofahren oder mit Alkohol am Steuer, wenn doch jeder absolut vernünftig handelt/fährt. Das Risiko ist auch nicht höher als mit Geschwindigkeitsbeschränkung/Promillegrenze, da sowieso jeder von sich aus sich an die Grenzen halten würde.
Eine Bushaltestelle/Schule --> jeder fährt von sich aus 30 um die Kinder nicht zu gefährden.
Man geht weg: Man trinkt von sich aus nichts, da auch schon geringe Mengen Alkohol Einfluss auf Reaktion und co. haben.
Das gleiche gilt für Medikamente. Niemand würde von sich aus oder in kritischen Situationen ein kritisches Medikament nehmen, wenn es nach Nutzen/Risikoabwägung nicht sinnvoll ist.
Gibt es eine Alternative? Hast du schon jemals einen Haufen von 100 Leuten gesehen, die sich alle komplett auch nur eine Stunde lang vernünftig verhalten haben (überspitzt)?
Eben nicht. Und das ist genau der Punkt für Regulierungen und Verbote, die auch "vernünftige" Leute treffen.
Aber so ist doch das meistens. Ein paar Idioten machen etwas, und der Rest leidet unter den Konsequenzen.
Ob jetzt jedes Verbot (wie hier in diesem Fall Cannabis) wirklich so gerechtfertigt/zielführend/wirkungsvoll ist, ist natürlich diskussionswürdig.
Man muss aber auch die "Idioten" vor sich selbst schützen.
Und mir persönlich graut ganz ehrlich vor einer weiteren gesellschaftlich akzeptierten Droge. Erst sollte man zumindest im Ansatz den Umgang mit den Vorhandenen Drogen lernen.
Ich schenke meinem Kind auch keine Katze, wenn es nicht einmal schafft, den Hamster oder seine Pflanzen ausreichend zu versorgen. Erst wenn es zeigt, dass es verantwortungsvoll mit den ersten umgehen kann, kann man den nächsten Schritt tun.
Genauso wie ich einen Erziehungsauftrag gegenüber meinem Kind habe, hat es der Staat über seine "Schäfchen". Und wer jetzt sagt, er ist alt genug um alles selbst entscheiden zu können, der zeigt genau mit dieser Denkweise, dass er es eben nicht ist.
Das Leben ist ein ständiger Lernprozess. Es gibt kein Alter, ab dem man plötzlich "vernünftig" wird (bei den meisten gibt es ein Alter, ab dem man deutlich weniger Dummheiten macht).
Und durch Regeln und Verbote wird einem dabei geholfen. Das der eine es mehr als der andere braucht, ist auch klar.

Zornbringer schrieb:
nunja, geschwindigkeitsbegrenzungen halten trotzdem niemanden auf, über dem tempolimit zu fahren.
Deswegen braucht man keine?
Es gibt durchaus Studien die zeigen, dass verstärkte Kontrollen und schon alleine das Aufstellen von Schilder sich positiv das Fahrverhalten auswirkt...
aber deine valium und starke schmerzmittel gibts nur auf rezept und das ist auch gut so.
Warum sollte das dann wieder gut sein? Ich bekomme alles auch so, wenn ich will. Dieses Verbot kann genauso umgangen werden. Und wenn ich vernünftig damit umgehe, sind Benzos (was die therapeutische Breite angeht, mit der ja hier so häufig diskutiert wird...) deutlich ungefährlicher als Alkohol.
 
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Seppuku schrieb:
Deswegen braucht man keine?
Es gibt durchaus Studien die zeigen, dass verstärkte Kontrollen und schon alleine das Aufstellen von Schilder sich positiv das Fahrverhalten auswirkt...

Warum sollte das dann wieder gut sein? Ich bekomme alles auch so, wenn ich will. Dieses Verbot kann genauso umgangen werden. Und wenn ich vernünftig damit umgehe, sind Benzos (was die therapeutische Breite angeht, mit der ja hier so häufig diskutiert wird...) deutlich ungefährlicher als Alkohol.

deine argumentation macht immer weniger sinn.

hat doch keiner gesagt, dass man keine verbotsschilder braucht. nur halten sie niemanden wirklich davon ab, sie trotzdem zu missachten. das zeigt die sinnlosigkeit von verboten.

nunja, das ist gut, weil es eben reguliert und nicht für jedermann zugänglich ist. klar, wenn einem der sinn danach steht, bekommt man alles. aber halt nicht so einfach als wenn es nicht reguliert und nur unter bestimmten auflagen zugänglich gemacht wird. es handelt sich hier auch nicht um ein verbot, sondern um eine regulation/regulierung.

alkohol ist im übrigen ein rauschmittel und ein schlechter vergleich zu arzneimitteln. abstruse argumentation.
 
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Heisenber6 schrieb:
Deine Bildung kann bei mir Krebs hervorrufen. Verbote schaden mehr als helfen. Keiner redet hier von verherrlichen von Drogen. Wie gesagt ließ den faz Artikel sen ich geposted habe. Du lebst nicht alleine auf der Welt...

Mal ein kleiner Denkanstoß. Wenn Verbote mehr schaden als nutzen, dann sollten vielleicht auch die Verkehrsregeln abgeschafft werden.
 
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Nicht alle Verbote/Gebote/Regularien (nennt es wie ihr wollt) sind immer sinnvoll, und nicht alle sind immer sinnlos. Bitte nicht immer schwarz weiß denken:-(

Natürlich sollten wirklich riskante Dinge beschränkt sein. Aber der ganze Kleinkram der hier in D reglementiert ist... Da könnte man wirklich mal ausmisten. Selbst bei den Verkehrsschildern merkt man doch, dass es zu viele sind und sie nicht mehr wahrgenommen werden.

Keiner will das wirklich riskante Drogen wie H oder Meth legalisiert (aber für Konsumenten entkriminalisiert!) werden. Hier wirst du auch in Studien nicht den leisesten Zweifel am Gefahrenpotential finden. Aber beim Dope ist mittlerweile klar das unter Erwachsenen ein sozial verträglicher Umgang möglich ist. Warum also ein kontraproduktives Verbot aufrecht erhalten?
 
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@ Zornbringer

Bitte lesen, verstehen und dann drauf antworten bevor man eine Aussage als sinnlos abstempelt...

Es ist gesetzlich verboten z.B. BtMs ohne Erlaubnis zu erwerben. Mehr Verbot geht nicht...
Cannabis ist ja auch nur reguliert...
Wollen wir jetzt wirklich zum Wortklauben anfangen?

Alkohol ist übrigens deutlich mehr als nur Rauschmittel...

Da es aus den letzten Posts (vor einiger Zeit) deutlich wurde, dass es dir in Bezug auf Arnzeimittel an Sachkenntnis fehlt, ist es müßig, mit dir weiter über Arzneimittel oder fachlich vertiefende Themen zu diskutieren.
 
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Nicht alle Verbote/Gebote/Regularien (nennt es wie ihr wollt) sind immer sinnvoll, und nicht alle sind immer sinnlos. Bitte nicht immer schwarz weiß denken:-(
Das schlaueste Kommentar hier zur erneut entbrannten Debatte (diese Seite).
Ich wiederhole mich zwar, aber es geht eigentlich immer nur um eins...
Wie viel Selbstbestimmung darf ich dem Bürger zugestehen, (ohne dass er als Steuerzahler versagt und) ohne dass er sich und andere gefährdet.
Und wenn er sich gefährdet und das auch will, bis zu welchem Maße ist es tolerierbar.
 
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Lübke schrieb:
....... und n jugendlicher lässt sich leichter beschwatzen als n erwachsener...


Um die Jugend könnte sich der Staat viel besser kümmern wenn er nicht jeden erwachsenen Kiffer verfolgen muss. Die Ressourcen die jetzt in die Repression erwachsener Kiffer reingehen könnten sinnvoll in den Jugendschutz gesteckt werden.
Meiner Meinung nach würde dies nicht ausschließen, einem Dealer der jugendlichen unter 18 jahren was andreht eine hohe Gefängnisstrafe zu verpassen.


Sabr schrieb:
Cannabis und Alkolhol sollen verboten werden und bleiben. Beides ist schädlch für die Menschheit, führt öfters zu kriminellen Handlungen und das kann keiner verleugnen Basta

Zumindest bei Alkohol hat dieses Experiment der Prohibition trotz größter Anstrengung nicht geklappt und wird auch in Zukunft nicht klappen.
Sieh dir nur mal die arabischen Länder an, also dort wo Alkohol verboten und verachtet ist, dort gibt es trotz Verbot Alkohol zu kaufen und auch viele Unfälle mit selbstgebrannten bzw. gepantschten Alkohol. Ergo ein Verbot bringt eben außer Nachteile gar nichts!

Sabr schrieb:
Natürlich, weil die meisten die es ablehnen Leute der gelüste sind.


Ich bin Nichtraucher und nicht Kiffer und trotzdem für eine Legalisierung, einfach deshalb weil mein gesunder Menschenverstand mir sagt das die jetzigen zustände einfach nichts bringen und der Gesellschaft und insbesondere Menschen wie mir mehr schaden als nutzen.
Sabr schrieb:
Aktuell wenn man mit einem Joint erwischt wird, muss man ins Revier, kriegt den Joint abgenommen und mit einem Popo Klatsche nachhause geschickt. Super!!!


Hm irgendwie bist du da falsch informiert. Für die meisten Erwachsenen über 21 Jahre mag das beim ersten mal zustimmen, aber ich erkläre dir gerne wie das hier in NRW normalerweise abläuft:

Nehmen wir mal an ein Jugendlicher unter 21 Jahren wird von der Polizei mit einer kleinstmenge erwischt, dann bekommt er eine Anzeige wie die Erwachsenen auch, aber mit dem Unterschied zwingend eine Drogenberatung zu machen. Dies ist notwendig um eine Einstellung des Verfahrens zu erwirken.

In diesem Zusammenhang liest man dann in den Zeitungen das es eine Zunahme der Beratungen in Drogenberatungsstellen gab/gibt. Während der normale Bürger natürlich denkt ; oh Cannabis ist gefährlicher geworden, weil es sonst nicht so viele Jugendliche in diesen Drogenberatungen, Entzugseinrichtungen geben würde , ist das meistens nur ein staatlicher Zwang um Straffrei davon zu kommen. Ein Problem haben die meisten nicht wirklich.

Lehnt der Jugendliche unter 21 Jahren dies ab wird die Anzeige entweder vor Gericht gebracht oder ein Strafbefehl erlassen.

Bei erwachsenen Menschen über 21 Jahren ist es schon beim zweiten mal möglich einen Strafbefehl zu bekommen und wenn der jenige nicht zahlen kann sogar eine Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten.

In südlichen Gefilden z.b. Bayern oder Baden-Württemberg ist es noch schlimmer, dort kann schon das vorhanden sein großer Zigarettenblättchen zu einer Hausdurchsuchung führen. Ein Fund von einer kleinen Menge Cannabis führt so oder so zu diesen und anderen Maßnahmen wie erkennungsdienstlicher Behandlung, Fotos, etc.
Also von Klaps auf dem Popo kann keine rede sein……

Aber ist nun der Süden Deutschlands drogenfrei? Kiffen dort prozentual weniger wie z.b. im lockeren Berlin?
Jede Studie zu diesem Thema sagt aus das ein Verbot und die Handhabung der Strenge des Verbotes die Konsumentenzahlen nicht beeinflussen.

Und wusstest du das Konsumenten harter Drogen defacto besser gestellt sind als normale Kiffer? In vielen Städten gibt es ja die Drogenkonsumräume, dorthin kann ein Junkie oder nicht so krass ausgedrückt Drogenkonsument von harten Drogen mit auf dem Schwarzmarkt erworbenen Drogen hingehen und sich einen Schuss unter ärztlicher Aufsicht setzen. Dort darf auch Kokain oder Crack konsumiert werden.

Die Polizei greift aus guten Gründen nicht ein, denn die älteren hier wissen noch wie die Zustände in den achtziger und neunziger Jahren waren, als Massen von Junkies das Stadtbild in Deutschlands Städten bevölkerten und auf Spielplätzen, etc. Spritzen herumlagen.

Mehr dazu hier (mit vielen Fotos von Drogenkonsumräumen in Deutschland) : http://www.akzept.org/pdf/aktuel_pdf/DKR07web.pdf

Warum bekommen Kiffer keinen Ort wo sie sich zurückziehen können und zwar so das sie möglichst nicht mit harten Drogen zusammen kommen?
 
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@Seppuku
Auf die wirklich wichtigen Punkte meines Beitrags bist du gar nicht eingegangen.
Die Aussage war auch keineswegs, daß gar nichts reguliert werden sollte.

Die Gefahr, die von Alkohol am Steuer ausgeht, ist im Übrigen mindestens 1000000 mal so groß, wie die Gefahr, die (für andere) von Cannabis-Konsum ausgeht.
Dazu kommt eben auch, daß die meisten ihren Rausch überhaupt nicht richtig einschätzen können.

Das Verbot macht den Ernst der Lage klar und ruft zur Vernunft auf. Dieses Verbot ist verhältnismäßig und wird deshalb auch akzeptiert.
Das ist etwas komplett anderes als das Verbot von Cannabis, welches zurecht niemand ernst nimmt.

Und Geschwindigkeitslimits sind nicht per se falsch.
Wie allerdings schon bei leichten Überschreitungen verfahren wird, ist absurd.
Solange niemand fahrlässig handelt, sollte man ihn auch nicht wegen überhöhter Geschwindigkeit belangen. Wenn einer allerdings seltsame Manöver macht, seine Karre nicht unter Kontrolle hat, oder es wirklich ganz grob übertreiben, sollte man eingreifen.
 
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Herdware schrieb:
Als nächstes kämen die Leute, die LSD legalisiert sehen wollen und Ectasy usw. usw. Das Problem ist nur, wo zieht man diese Grenze? Wir haben diese klare Grenze heute nicht und ich wüsste nicht, wo man sie zukünftig ziehen sollte.

Für den Konsumenten kann es von mir aus entkriminalisieren. Ich habe nie verstanden warum man einem Junkie sein Heroin wegnimmt. Er muss es nehmen, sonst wird er affig. Wenn man es ihm nimmt, dann zwingt ihn die Sucht sich etwas neues zu holen. Wenn er kein Geld hat, dann werden schnell mal Nadeln geteilt, Autos aufgebrochen oder Prostitution begangen.

In Tschechien hat es auch nicht zu einem Weltuntergang geführt ;) Die dortigen Grenzen klingen auch halbwegs vernünftig
http://derstandard.at/1358305302941/Tschechiens-feiert-liberale-Drogenpolitik-als-Erfolgsgeschichte

Einzig Crystal scheint dort zu steigen, aber das liegt wohl an auch an der geopolitischen Lage. Chemikalien aus Polen und Nachfrage aus den angrenzenden deutschen Bundesländern.

Der Polizeipräsident von Münster setzt sich auch für eine Entkriminalisierung ein. Irgendwie ist es auch extrem unsinnig Polizeiarbeit mit opferlosen "Verbrechen" zu belasten, da kann man sich auf die wirklichen Probleme konzentrieren.

Er bemerkt auch, dass die Polizei teilweise 30% der Schicht mit Blechschäden verbringt....
 
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In Holland kiffen prozentual nicht mehr sondern weniger leute als in Deutschland.
Aber das deutsche Volk hat noch nie viel auf freiheit und die eigene entscheidung gegeben. Geschweige denn, dass wir unserer bevölkerung eigenes denken zutrauen.
Deshalb brauchen Deutsche vor allem verbote. Damit man bloß nicht selber nachdenken muss.


Die süchtigen und schulhofkiffer gibt es übrigens, OBWOHL wir bereits restriktive gesetze haben.
Es hat noch nie etwas gebracht und noch nie ein kind geschützt.
 
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Wenn ich mir überlege wie viele Steuern der Staat durch staatliche "Verkaufsstellen" einnehmen würde PLUS Entlastung der staatlichen Organe weil es nun legal wäre. Ich meine, 2 Polizeibeamte die einen Kiffer erwischen müssen diesen Fall verfolgen lassen, sprich es kostet Geld, es kostet UNSER GELD.

Alkohol und Tabak ist bewiesenermaßen viel schädlicher wie Canabis.
Nur weil Alkohol seit tausenden von Jahren getrunken wird und inzwischen in fast jeder Kultur fest verankert ist muss man das noch lange nicht weiter unterstützen, so viele Menschen sterben daran.

Weltweit gibt es keinen einzigen Todesfall mit Ursache kiffen jeglicher Art. Keinen einzigen!
Selbst zur meiner Bundeswehrzeit (2004) waren Polizisten bei uns (irgendeine Schulung) in der Kaserne und gaben an lieber mit bekifften als mit betrunkenen Menschen zuturn zu haben, weil diese einfach nett und nicht auf Stress aus sind. Und so ist es auch.

Habe noch nie sich schlagende Kiffer gesehen, nirgends.
Nur meine Meinung.

Wäre eine Win-Win Situation für alle.
 
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