AW: Cannabis Legalisierung
Lübke schrieb:
....... und n jugendlicher lässt sich leichter beschwatzen als n erwachsener...
Um die Jugend könnte sich der Staat viel besser kümmern wenn er nicht jeden erwachsenen Kiffer verfolgen muss. Die Ressourcen die jetzt in die Repression erwachsener Kiffer reingehen könnten sinnvoll in den Jugendschutz gesteckt werden.
Meiner Meinung nach würde dies nicht ausschließen, einem Dealer der jugendlichen unter 18 jahren was andreht eine hohe Gefängnisstrafe zu verpassen.
Sabr schrieb:
Cannabis und Alkolhol sollen verboten werden und bleiben. Beides ist schädlch für die Menschheit, führt öfters zu kriminellen Handlungen und das kann keiner verleugnen Basta
Zumindest bei Alkohol hat dieses Experiment der Prohibition trotz größter Anstrengung nicht geklappt und wird auch in Zukunft nicht klappen.
Sieh dir nur mal die arabischen Länder an, also dort wo Alkohol verboten und verachtet ist, dort gibt es trotz Verbot Alkohol zu kaufen und auch viele Unfälle mit selbstgebrannten bzw. gepantschten Alkohol. Ergo ein Verbot bringt eben außer Nachteile gar nichts!
Sabr schrieb:
Natürlich, weil die meisten die es ablehnen Leute der gelüste sind.
Ich bin Nichtraucher und nicht Kiffer und trotzdem für eine Legalisierung, einfach deshalb weil mein gesunder Menschenverstand mir sagt das die jetzigen zustände einfach nichts bringen und der Gesellschaft und insbesondere Menschen wie mir mehr schaden als nutzen.
Sabr schrieb:
Aktuell wenn man mit einem Joint erwischt wird, muss man ins Revier, kriegt den Joint abgenommen und mit einem Popo Klatsche nachhause geschickt. Super!!!
Hm irgendwie bist du da falsch informiert. Für die meisten Erwachsenen über 21 Jahre mag das beim ersten mal zustimmen, aber ich erkläre dir gerne wie das hier in NRW normalerweise abläuft:
Nehmen wir mal an ein Jugendlicher unter 21 Jahren wird von der Polizei mit einer kleinstmenge erwischt, dann bekommt er eine Anzeige wie die Erwachsenen auch, aber mit dem Unterschied zwingend eine Drogenberatung zu machen. Dies ist notwendig um eine Einstellung des Verfahrens zu erwirken.
In diesem Zusammenhang liest man dann in den Zeitungen das es eine Zunahme der Beratungen in Drogenberatungsstellen gab/gibt. Während der normale Bürger natürlich denkt ; oh Cannabis ist gefährlicher geworden, weil es sonst nicht so viele Jugendliche in diesen Drogenberatungen, Entzugseinrichtungen geben würde , ist das meistens nur ein staatlicher Zwang um Straffrei davon zu kommen. Ein Problem haben die meisten nicht wirklich.
Lehnt der Jugendliche unter 21 Jahren dies ab wird die Anzeige entweder vor Gericht gebracht oder ein Strafbefehl erlassen.
Bei erwachsenen Menschen über 21 Jahren ist es schon beim zweiten mal möglich einen Strafbefehl zu bekommen und wenn der jenige nicht zahlen kann sogar eine Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten.
In südlichen Gefilden z.b. Bayern oder Baden-Württemberg ist es noch schlimmer, dort kann schon das vorhanden sein großer Zigarettenblättchen zu einer Hausdurchsuchung führen. Ein Fund von einer kleinen Menge Cannabis führt so oder so zu diesen und anderen Maßnahmen wie erkennungsdienstlicher Behandlung, Fotos, etc.
Also von Klaps auf dem Popo kann keine rede sein……
Aber ist nun der Süden Deutschlands drogenfrei? Kiffen dort prozentual weniger wie z.b. im lockeren Berlin?
Jede Studie zu diesem Thema sagt aus das ein Verbot und die Handhabung der Strenge des Verbotes die Konsumentenzahlen nicht beeinflussen.
Und wusstest du das Konsumenten harter Drogen defacto besser gestellt sind als normale Kiffer? In vielen Städten gibt es ja die Drogenkonsumräume, dorthin kann ein Junkie oder nicht so krass ausgedrückt Drogenkonsument von harten Drogen mit auf dem Schwarzmarkt erworbenen Drogen hingehen und sich einen Schuss unter ärztlicher Aufsicht setzen. Dort darf auch Kokain oder Crack konsumiert werden.
Die Polizei greift aus guten Gründen nicht ein, denn die älteren hier wissen noch wie die Zustände in den achtziger und neunziger Jahren waren, als Massen von Junkies das Stadtbild in Deutschlands Städten bevölkerten und auf Spielplätzen, etc. Spritzen herumlagen.
Mehr dazu hier (mit vielen Fotos von Drogenkonsumräumen in Deutschland) :
http://www.akzept.org/pdf/aktuel_pdf/DKR07web.pdf
Warum bekommen Kiffer keinen Ort wo sie sich zurückziehen können und zwar so das sie möglichst nicht mit harten Drogen zusammen kommen?