Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Hmm, also ich sehe vorerst nicht, dass sich die vernünftigere Politik in den USA hier in der EU oder gar in Deutschland positiv auswirken würde.

Der Druck auf die Niederlande hat hier jedenfalls noch zugenommen, als es in Washington und Colorado schon legalisiert war... "Wietpass" und so.

Wenn es so weiter geht ist es bald an der ganzen Westküste legal, und in der EU stellt man stattdessen die alten Schilder aus Nevada auf... ;)
 
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Ich wiederhole mich nur ungern aber ich bin froh das Cannabis in Deutschland verboten ist. Diese Einstiegsdroge hätte auch mich, in jungen Jahren, beinahe in den Abgrund gezogen. Und diesen Mist mit verantwortlichen Konsumenten könnt ihr euren Omas erzählen. Es gibt nunmal sehr viele Menschen die Aufgrund von genetischen Veranlagungen sehr schnell süchtig werden. Desweiteren gehört die Alkohol Steuer endlich auf das Niveu der Tabaksteuer angepasst.
 
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Ja, es gibt Menschen, die schnell süchtig werden, aber da ist Cannabinol nicht schlimmer als Ethanol, insofern kriegst du auf die Wiederholung deiner Aussage auch wiederholt die gleiche Antwort. Und die genetische Veranlagung ist nur ein kleiner Teil der Erklärung einer Suchtgeschichte - meiner Meinung der unbedeutendste.
 
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Ich wiederhole mich nur ungern aber ich bin froh das Cannabis in Deutschland verboten ist. Diese Einstiegsdroge hätte auch mich, in jungen Jahren, beinahe in den Abgrund gezogen

Diese Aussage ist meiner Meinung nach Quatsch!

Aus folgendem Grund:

1. Cannabis ist wenn dann nur eine Einstiegsdroge, weil man Cannabis nur illegal bekommt und dann mit Dealern in Kontakt gerät, die auch andere Drogen im Sortiment haben, die man dann früher oder später ausprobieren wird bzw. angeboten bekommt. Nur weil mal jemand Cannabis geraucht hat und danach irgendwann zu anderen Drogen gekommen ist, heißt das nicht, dass man den Rückkehrschluss daraus ziehen kann das Cannabis daran schuld ist. Demnach kann man auch sagen jeder Heroin Konsument hat mit Muttermilch als Einstiegsdroge angefangen.




Für Cannabis ist die Einstiegsdrogen-Theorie schon länger widerlegt, so heißt es in der vom Bundesgesundheitsministerium unter Horst Seehofer beauftragten Studie von Dieter Kleiber und Renate Soellner:

„Die Annahme, Cannabis sei die typische Einstiegsdroge für den Gebrauch harter Drogen wie Heroin, ist also nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand nicht haltbar.“

– Cannabiskonsum: Entwicklungstendenzen, Konsummuster und Risiken, 1995[1]

Auch eine Studie von Peter Cohen und Arjan Sas aus 1997 am Beispiel von Amsterdam trug dazu bei, den Mythos „Einstiegsdroge Cannabis“ zu entkräften.[2]

Eine Studie vom 7. Januar 2010, welche Daten der World Mental Health (WMH) der Weltgesundheitsorganisation aus 17 Staaten ausgewertet hatte, kommt zu dem Schluss, dass die Anzeichen für eine Einstiegsdrogentheorie eher aus zufällig zusammenfallenden Faktoren bestehen als aus kausalen Zusammenhängen. So führe der Konsum einer Droge nicht automatisch zum Konsum einer anderen


2. Ein Verbot bringt keine Reduzierung von Konsumentenzahlen und erhöht Risiken (Streckmittel, fehlende Aufklärung, Verkauf an Minderjährige durch Dealer). Niemand möchte Drogenkonsum mit einer Entkriminalisierung / Legalisierung fördern. Es geht lediglich darum die Risiken des Gebrauchs zu verringern, die Abgabe zu kontrollieren und die unnötige Kriminalisierung der Konsumenten zu beenden. Jemand der mit 0,5 Gramm Cannabis erwischt wird hat es meiner Meinung nach nicht verdient eine derartige Strafe zu bekommen wie es hier teilweise in Deutschland zugeht. Geldstrafen, Verlust der Arbeitsstelle, Führerscheinverlust und Gefängnisstrafe sind durchaus zu erwarten. Das ist Unverhältnissmäßig. Wie kann ein Betrunkener der randaliert nahezu ungestraft bleiben während jemand Anders, der ruhig in der Natur sitzt,die Ruhe genießen will und dabei einen Joint raucht zum entspannen, wesentlich härter bestraft werden? Wie kann jemand der Abbauprodukte von THC im Blut hat seinen Führerschein verlieren, obwohl er zuletzt vor 7 Tagen gekifft hat, nur weil diese Abbauprodukte solange nachweisbar sind, aber der Rausch schon seit 6,5 Tagen vorbei ist? Eventuell hat er sogar noch eine Hausdurchsuchung oder eine Durchsuchung des Körpers (Komplett nackt) zu erwarten. Das alles ist in Deutschland und anderen Staaten Realität und komplett Sinnlos. Es werden Millionen von Euros in die Strafverfolgung gesteckt und damit wird bei Konsumenten absolut nichts Positives erreicht. Man kommt sich als friedlicher Gelegenheitskonsument ungleich behandelt vor, wenn man sich dabei den Umgang mit Tabak und Alkohol hier in Deutschland anschaut. So kommt man an Alkohol und Zigaretten leichter heran als an Brot. Vergleicht man jedoch die Schäden die dadurch entstehen mit teilweise verbotenen Substanzen, dann wundert man sich jedoch, warum diese Drogen zu den Legalisierten gehören und auch noch massiv gefördert werden im Verkauf.

Könnten wir nicht mit ordentlicher Aufklärung und Hilfsmaßnahmen viel mehr bewirken? Sollte ein stark Drogenabhängiger der sowieso schon Probleme hat, durch Strafe noch mehr Probleme bekommen? Oder sollten wie diesen nicht durch Hilfsmaßnahmen und Therapien helfen?

Also ich bin der Meinung das Drogenabhängigkeit mit Hilfe behandelt werden sollte und nicht mit Strafe.

3. Das dich die Droge "fast" in den Abgrund gezogen hat, dass tut mir sehr leid, aber daran ist die Droge vermutlich nicht schuld, sondern das soziale Umfeld einer Person selber und / oder der bewusste Umgang mit der Droge. Das Verbot hat dich zumindest nicht davon abgehalten Drogen zu konsumieren. Also wieso sollte daran dann deiner Meinung nach weiter festgehalten werden? Hilfe wäre vermutlich die bessere Lösung. Wenn eine Droge legalisiert ist, dann traut man sich vielleicht auch eher eine Hilfestelle aufzusuchen. Denn wenn eine Droge verboten ist, dann igelt man sich immer weiter ein und landet irgendwann ganz tief und kommt alleine nichtmehr aus der Sache heraus.

Es gibt genügend Konsumenten die statt ein Feierabend Bier, lieber einen Feierabend Joint zum entspannen rauchen würden ohne dabei kriminell zu sein. Es gibt genügend Konsumenten und zwar ein sehr hoher Prozentsatz davon, die mit Drogen umgehen können und nur selten oder zu bestimmten Anlässen zu Rauschmitteln greifen oder von ganz alleine nach mehreren Testversuchen wieder aufhören. Diese Konsumenten die absolut niemanden damit Schaden und kein Problem mit der Substanz haben, haben es auch nicht verdient kriminalisiert zu werden.

Der Drogengebrauch ist ein Teil mancher Menschen und gehört zum Leben dazu. Warum auch nicht wenn dabei keine Probleme entstehen? Schon Jahrtausende vor unserer Zeit, hatte der "Homosapien" das verlangen sich zu berauschen und selbst manche Tiere haben dies. Warum sollte sich das durch eine aktuelle "Politik" ändern? Man sollte es einfach mal akzeptieren, dass die / viele Menschen das Bedürfnis haben ihr Bewusstsein bei gegebenen Anläsen durch Substanzen zu verändern.
Ein Verbot hält fast Niemanden von Konsum ab. Eine vernünftige Faktenbasierte Drogenaufklärung über die Gefährlichkeit eventuell schon eher? Man kann einem Menschen aufjedenfall nichts vorschreiben, denn wenn er überzeugt ist etwas zu tun, wird er es.



Eine Kriminalisierung von Drogen hat also meiner nach überhaupt keinen Sinn. Es geht nicht darum Drogenkonsum zu fördern, es geht darum Risiken zu minimieren. Das geht nur durch Entkriminalisierung bzw. Legalisierung. Wer dagegen ist, der sollte sich mal mit dem Thema auseinander setzen.

Portugal hat mit Prävention statt Prohibition übrigens sehr gute Erfahrungen gemacht:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/drogenpolitik-portugal-streicht-strafen-fuer-den-konsum-von-drogen-a-888188.html

Des Weiteren fördert ein Verbot immer einen Schwarzmarkt bei dem durch Drogenhandel viel Geld eingenommen wird. Diesen Schwarzmarkt gibt es nur, weil diese Substanz verboten ist. Dadurch entstehen Drogenkriege bei dem auch Zivilisten in Leidenschaft gezogen werden sowie Streckmittel die zur Gewinnerzeugung hinzugefügt werden und mehr Schaden anrichten als die Droge selber.



Die aktuelle Drogenpolitik muss sich ändern, der aktuelle Zustand ist unakzeptabel. Wir müssen es wenigstens versuchen eine bessere Lösung zu finden. An der aktuellen Drogenpolitik festzuhalten ist keine Lösung.

Bitte versteht doch mal die ganzen Argumente für die Legalisierung und vergesst die 100. Mythen die im Internet kursieren und an der Realität vorbei gehen.

Auch wenn einige Drogen gefährlich sind, heißt das nicht, dass ein Verbot die Lösung des Problems ist - Aber andere Maßnahmen als ein Verbot können die Gefährlichkeit jedoch reduzieren.
 
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Ein Punkt, den man vielleicht nicht vergessen sollte, ist, dass die allermeisten Konsumenten illegaler Drogen ihren Konsum auch gegenüber ihrem Arzt verheimlichen - und das zurecht. Zwar wäre es hilfreich, wenn der Arzt das Konsumverhalten korrekt einschätzen kann, aber was der Arzt weiß, landet mitunter in der Krankenakte und die kann, unter Umständen, bei der Krankenversicherung landen. Ist der Konsum illegaler Drogen erstmal bei einer Krankenversicherung, egal ob privat oder gesetzlich, bekannt, wissen es in Nullkommanichts alle Krankenversicherungen und wenn man sich dann irgendwann mal privat versichern will, wundert man sich über den angebotenen Tarif, der bei Nachfrage von der Krankenversicherung mit: "Sie sind Risikopatient", kommentiert wird. Gelegentliche Datenschutzskandale auch bei gesetzlichen Versicherungen, wie zuletzt 2012, wecken ebenfalls nicht gerade das nötige Vertrauen, mit solchen Dingen dem Arzt gegenüber offen zu sein.

P.S.
Ich halte die Ärzte für vertrauenswürdig, aber die Versicherungen nicht und die dürfen Einsicht in die Krankenakten verlangen.
 
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onkel_axel schrieb:
trink ein bier, rauch eine kippe, oder einen kopf in einer bong
man wird schnell feststellen, dass canabis schon durch geringe mengen strake bewusstseinsbeeinträchtigungen hervorheben kann bei alkohol ist das erst nach massivem konsum der fall. man muss sich also mit viel betrinken.
[..]
oder raucht hier jemand nur einen "halben zug von einem joint"?

Also dem Post nach bist du ein Alkoholiker und hast absolut keine Ahnung von Cannabis.
Merkst du es wenn du eine Tasse starken Kaffee trinkst? Also mich macht der Kaffee wach - deiner falschen Logik nach müsste Kaffee also ein schlimmes Suchtgift sein, oder etwa nicht?
Und warum wohl trinken so viele Menschen weltweit Kaffee ;)

Und da ich kein Säufer bin, merke es durchaus wenn ich nur ein einziges Bier trinke. Ich bin nicht betrunken, aber ich merke es... Aber gehen wir mal von deiner gefährlichen Verharmlosung des Alkohols weiter und ersetzen das schwache Bier mit 5% Alkohol durch ein Bockbier, Wein oder Schnaps.

Da ist eine relativ kleine Menge erforderlich um Betrunken zu sein. Auch wenn es in Deutschland genug Menschen gibt die nach einer Flasche Vodka noch gerade gehen können und das sogar als Errungenschaft ansehen, wenn sie sehr viel vertragen. - So gesehen bin ich ein richtiger Schwächling. 2 Gläser Wein und ich bin betrunken. Ich empfinde den Alkoholrausch als äußerst unangenehm, weswegen ich wenn ich denn trinke nach einiger Zeit beim Wasser bleibe.

Ansonsten kannst du dir deine Rabulistik echt sparen. Ich habe es als Konsument in der Hand ob ich jetzt einen dicken Dübel mit starkem Graß baue oder mir einen kleinen pur Joint mit mildem Cannabis.
Anders als du und die meisten Menschen annehmen ist es ähnlich wie mit dem Alkohol und so unterscheiden sich die Sorten in Stärke und Wirkung.

Ich habe es in der Hand ob ich mich zudröhne oder nur leicht berausche. Ich trinke doch auch nicht gleich den Kasten Bier leer... und Bong ist eklig ;)

Und zum Thema schwache Zigaretten!
Wenn ich als Nichtraucher ca. 5x im Jahr eine Zigarette Rauche oder mal eine Shisha baue, dann knallt das Heftig.
Ich friere und mir wird kalt. Der so genannte trockene Rausch. Also um das zu Verharmlosen muss man schon selber ein Tabak-Junkie sein ;)
 
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tonttu schrieb:
Ich habe es in der Hand ob ich mich zudröhne oder nur leicht berausche. Ich trinke doch auch nicht gleich den Kasten Bier leer... und Bong ist eklig ;)

ich glaube dein vorredner onkel_alex wollte einfach nur betonen, dass man, um einen "starken" rausch (vorrausgesetzt die persönliche toleranz der beiden drogen ist in etwa gleich) zu erzeugen, bei cannabis niedrigste mengen benötigt, im gegensatz zu alkohol. betonung liegt auf "starker" rausch. betrunken wird man nicht von nur einem bier, auch wenn man nur zu besonderen anlässen trinkt. man spürt eine wirkung, klar, aber ich rede von einem starken rausch. dass benötigt schon ein paar flaschen bier und ggf. sogar höher prozentiges.

bei cannabis hingegen benötigt man für einen starken rausch, je nach sorte natürlich aber nehmen wir hierfür mal einen durchschnitts thc wert. in diesem fall benötigt man mengen zwischen 0.1-0.25 gramm blütenmaterial, bzw. gepresstes harz. im gegensatz dazu mehrere liter alkohol. einen milderen rausch kann man schon mit weniger als 0.1g pflanzenmaterial erzeugen. körperlich ist das eine wesentlich kleinere belastung.

nochn kleiner hinweis zum bongrauchen... eigentlich ist das rauchen durch eine wasserpfeife weniger gesundheitsschädlich als ein joint. es wird kein papier mit verbrannt und der rauch wird durch das wasser zusätzlich gekühlt, sowie filtert es einige der schadstoffe aus dem rauch.
 
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Bei Koffein bist du auch schon bei 200mg gut dabei bzw. hast einen "starken Rausch" ;)

5-10 Gramm Koffein sind tödlich, trotzdem ist es legal.


Eine Zigarette enthält etwa 0,8mg Nikotin. 10ml Liquid für E-Zigaretten enthalten bis zu 20mg Nikotin

etwa 50mg sind tödlich, trotzdem ist es auch legal. Von dem Liquid müsste man also auch nur 30ml trinken um zu sterben.


Die zu dosierenden Mengen in ihrer Reinstform um einen "starken Rausch" zu bekommen, sind bei diesen beiden Substanzen sogar niedriger als bei Cannabis, zudem besteht noch die Gefahr an der Substanz bei Überdosierung zu sterben - Das passiert bei Cannabis nicht.


Man muss die Substanzen eben entsprechend zu dosieren wissen. Man isst seine Kaffeebohnen, seinen Grünen-Tee, sein Guaraná oder seine Kolanüsse ja auch nicht pur, sondern nutzt davon eine geringe Menge bzw. einen Auszug mit Wasser.

Genauso wenig ist man verpflichtet sein Cannabis pur zu rauchen oder pur zu essen.

Gibt also genügend andere legale Substanzen die für einen starken Rausch noch weniger Menge benötigen als Cannabis.



Das sind also keine Argumente, wenn man mit Logik punkten möchte,.
 
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Zornbringer schrieb:
bei cannabis hingegen benötigt man für einen starken rausch, je nach sorte natürlich aber nehmen wir hierfür mal einen durchschnitts thc wert. in diesem fall benötigt man mengen zwischen 0.1-0.25 gramm blütenmaterial, bzw. gepresstes harz. im gegensatz dazu mehrere liter alkohol. einen milderen rausch kann man schon mit weniger als 0.1g pflanzenmaterial erzeugen. körperlich ist das eine wesentlich kleinere belastung.
Du benötigst also für einen starken Rausch mehrere Liter Alkohol...?
Ich hoffe den von mir unterstrichenen Teil hast du nicht ernst gemeint... Als ob man die Toxizität unterschiedliche Stoffe nur an Hand der Menge beurteilen könnte...
 
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KloMeister schrieb:
5-10 Gramm Koffein sind tödlich, trotzdem ist es legal.


... bis zu 20mg Nikotin...etwa 50mg sind tödlich---

...

Gibt also genügend andere legale Substanzen die für einen starken Rausch noch weniger Menge benötigen als Cannabis.

eigentlich richtig aber offenbar verwechselst du da etwas. die wirksame droge von cannabis ist thc. die kommt im reinen pflanzenmaterial nur zu mg anteilen vor. um die mengen zu aplezieren, die du in deinen beispielen gebracht hast, benötigt es mehrere gramm an reinem plfanzen-, bzw. blütenmaterial, was jedoch in diesen mengen unmöglich ist praktisch anzuwenden. davon absgesehen gibt es bei thc keine letale dosis, was deine argumente eigentlich obsolet machen. ergo müsste man ja eigentlich koffein und nikotin verbieten lassen, denn diese substanzen sind im gegensatz zu thc tatsächlich tödlich.

Seppuku schrieb:
Du benötigst also für einen starken Rausch mehrere Liter Alkohol...?
Als ob man die Toxizität unterschiedliche Stoffe nur an Hand der Menge beurteilen könnte...

es kommt natürlich auf die entsprechende promille zahl an. praktisch braucht jemand, der regelmäßig alkohol trinkt schon ein paar liter bier, um einen starken rausch zu erleben.

ich lehne mich jetzt mit der folgenden aussage etwas weit aus dem fenster aber soviel ich weiß wirkt thc nicht toxisch.
 
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eigentlich richtig aber offenbar verwechselst du da etwas. die wirksame droge von cannabis ist thc. die kommt im reinen pflanzenmaterial nur zu mg anteilen vor.

Joa unteranderem THC, CBN, CBD,CBC, CBG u. Anderes. Deswegen hilft synthetisches THC im medizinal Gebrauch auch weniger als Blütenmaterial, weil THC nicht das Einzige psychisch und physisch wirksame Cannabinoid ist.

Kräftige Sorten hingegen können schon etwa bis zu 20% THC enthalten. Durchschnittlich sind aber eher 8-15%.

Bier z.B ist ja auch keine Reinsubstanz. Enthält ja nur 4,8 oder 4,9% Alkohol. Klar braucht man dann entsprechend mehr.

Wie auch immer ich wollte nur Vergleiche mit anderen Substanzen aufstellen wegen der von onkel-axel gemachten Aussage.

Mehr oder weniger wollte ich damit Aussagen, das es viele Substanzen gibt die bereits in geringer Menge wirken. Die meisten davon nimmt man aber nicht in ihrer Reinstform auf und bei Cannabis besteht auch die Möglichkeit andere Kräuter zum mischen zu nutzen.



davon absgesehen gibt es bei thc keine letale dosis, was deine argumente eigentlich obsolet machen. ergo müsste man ja eigentlich koffein und nikotin verbieten lassen, denn diese substanzen sind im gegensatz zu thc tatsächlich tödlich.

Genau, das will ich mit meiner Aussage auch bezwecken. Cannabis ist vom körperlichem Schadenspotential und Überdosierungspotential vergleichsweise harmlos zu bereits Legalem.
 
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Ich würde die Entscheidung für ein Verbot - mal abgesehen davon, dass ich sowieso gegen Verbote bin - nicht davon abhängig machen, wie tödlich ein Stoff ist. Methanol ist weitaus tödlicher und wird bewusst bei Industrieethanol (steht in jedem gut ausgestatteten Chemie-Unterrichtsraum) beigemischt, damit jeder, der eine Flasche für 5 Euro in der Hand hat, weiß, dass er stirbt, wenn er das trinkt. Ich denke nicht, dass der Staat ein Interesse daran hat, den Menschen den Selbstmord zu verbieten. Woran der Staat allerdings ein Interesse hat, ist das Funktionieren der Volkswirtschaft, die das Solidarsystem finanziert. Wichtig ist also, wie viel schlechter funktioniert die Volkswirtschaft bei Verbot oder Legalisierung der einen oder anderen Substanz. Das Reichsopiumgesetz wurde eingeführt, weil zu viele Leute durch Opiumdauerrausch arbeitsunfähig waren. Bei der Behandlung von Suchterkrankung halten wir uns seit 100 Jahren an das Dogma, dass man Sucht nur mit Abstinenz behandeln könne - die Erfahrung mit alternativer Therapie hin zum kontrollierten Konsum steckt in den Kinderschuhen und Therapeuten, die mit dem Dogma der Abstinenz aufgewachsen sind, fällt es schwer, zu akzeptieren, dass die alternative Therapie nicht deshalb besser ist, weil sie so erfolgreich wäre, sondern deswegen, weil die Abstenenztherapie nur bei 2 % (zwei Prozent) der Suchtpatienten dauerhaft erfolgreich ist. Und dieses Dogma der Abstinenz ist die Grundlage der Verbotsgläubigkeit.

Gorbatschow hatte in der UdSSR mal tatsächlich ein Alkoholverbot gewagt (im Zuge von Glasnost und Perestroika) und die erste Woche stieg dadurch tatsächlich die Produktion - danach lag die Produktion brach, weil die Menschen ihren Rausch als unverzichtbaren Teil ihrer Lebensqualität forderten. Es ist schwierig, bei seiner Forderung nach Arbeitsfähigkeit das richtige Maß zu finden, denn Menschen sollen eben auch nicht reine Produktions- oder Dienstleistungsmaschinen sein.

P.S.
Und hier landen wir wieder an meinem "Lieblingspunkt". Eine Legalisierung von Cannabis macht Sinn, weil der volkswirtschaftliche Schaden durch ein vebrot besonders groß ist. Allerdings wird nicht die deutsche Volkswirtschaft geschadet, sondern vor allem die mexkanische, was dann auch erklärt, warum es in den USA zu einer schrittweisen Legalisierung kommt und in Deutschland nicht. (durch den Drogenkrieg - laut der ein oder anderen TV Doku wird geschätzt, dass mexikanische Kartelle 60% ihres Umsatzes mit Cannabis machen)
 
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flode schrieb:
Ich wiederhole mich nur ungern aber ich bin froh das Cannabis in Deutschland verboten ist. Diese Einstiegsdroge hätte auch mich, in jungen Jahren, beinahe in den Abgrund gezogen. Und diesen Mist mit verantwortlichen Konsumenten könnt ihr euren Omas erzählen. Es gibt nunmal sehr viele Menschen die Aufgrund von genetischen Veranlagungen sehr schnell süchtig werden. Desweiteren gehört die Alkohol Steuer endlich auf das Niveu der Tabaksteuer angepasst.

Also war Canabis tatsächlich das erste Rauschmittel, was Du zu Dir genommen hast? Nicht vorher schon mit dem Rauchen begonnen, nie vorher schonmal betrunken gewesen?

Colonel Decker schrieb:
@ flode

Du bist froh über ein Verbot, welches dir selber nicht geholfen hat? Du glaubst ohne das Verbot würde die Zahl der Konsumenten steigen, obwohl dies z.B. in den Niederlanden nicht der Fall ist?

Ich finde das irrational.

Sehr gut!
 
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Der Punkt hier ist folgender @flode: Jeder sollte mit Drogen verantwortlich umgehen und merken was einen wie sehr "in den Abgrund zieht". Wenn du Cannabis nicht gut abkannst, dann lass es. Es ist aber kein Grund ihn zu verbieten, weil er ja vielleicht mir besser als Alkohol bekommt und ich davon nicht abhängig werde und kaputt gehe.

Wenn man alles verbieten wirde, was eine kleine Gruppe von Menschen "kaputt" macht, dann gäbe es nichts mehr. Geh verantwortlich mit solchen Dingen um und finde früh heraus mit was du klar kommst und mit was nicht. Da sollte weder du nicht der Staat reinreden dürfen.
 
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@ Brocken95

Wie sinnvoll es ist, die Marge des Händlers eines (mehr oder weniger) Nischenprodukts mit einem Massenprodukt gleichzusetzen, sei einmal dahin gestellt. Das Wiederspricht ja dann der These einiger hier, dass der Cannabis-Konsum nach der Legalisierung nicht zu einem Anstieg der Konsumenten führt.
Hier in diesem Thread wurden ja einige Distributionsmodelle diskutiert. Bei den meisten dürfte man eher mit einem Aufschlag von um die 100% rechnen.
Traurig ist, dass der Blogeintrag nicht einmal auf das Originalpaper (welches übrigens frei verfügbar ist...) verlinkt und lässt in Kombination mit der Milchmädchenrechnung schon sehr auf das Niveau dessen schließen...

Auch zur Schätzung der Herstellkosten werden laut dem Paper überwiegend etablierte Prudukte herangezogen (hat das eigentlich irgendjemand angeschaut?). Von daher sind diese Schätzungen, gerade wenn man dann auf einen festen Betrag am Ende kommen will, sehr mit Vorsicht zu genießen. Da kann schnell ein Faktor 2-3 dazwischen liegen.

Zornbringer schrieb:
es kommt natürlich auf die entsprechende promille zahl an. praktisch braucht jemand, der regelmäßig alkohol trinkt schon ein paar liter bier, um einen starken rausch zu erleben.
Du hast von Alkohol gesprochen. Davon braucht kein Mensch ein paar Liter (außer er will seinem Leben ein Ende setzen...).


Kein Stoff ist nicht toxisch. Es kommt immer auf die Menge an. Selbst durch sehr hohe Wasserzunnahme kann man seinen Körper schädigen, was auch im Tod enden kann (was übrigens immer wieder einmal vorkommt).
 
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