Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

WhiteShark schrieb:
Und weil das Verbot von THC ausreichend ist, sieht man auch keine Dealer an Schulhöfen...
Also willst du noch stärkere Restriktionen oder was wäre dein Ansatz, dies zu vermeiden?
 
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Nein ganz im Gegenteil. Genau wie beim Alkohol und Jugendschutz lässt sich der Missbrauch nie vollkommen verhindern.
Auch bei einer Legalisierung und Ab18-Regelung wird es viele Jugendliche geben die es trotzdem konsumieren (holt es halt der Bruder o.ä.). Dies würden sie aber auch wenn es illegal ist. Dann sogar noch viel eher, denn alles Verbotene wird interessant.
 
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Bei z.B. Alkohol ist man noch weit von "nie vollkommen verhindern" entfernt. Da ist es ein Alltagsproblem (nicht nur bei Minderjährigen).

Je schwieriger etwas zu erhalten ist (sei es doch Restriktionen in der Abgabe oder durch Preis), desto größer ist auch für Minderjährige die Hürde, entsprechende Stoffe (egal ob Cannabis, Alkohol, Nikotin) zu erwerben.
Was ist dein wirkungsvoller Ansatz, den übermäßigen Konsum gerade bei Minderjährigen einzuschränken (und jetzt sag bitte nicht Aufklärung...).
 
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aber genau das ist es. solange die kiddies es nur für einen großen spass halten, den ihnen die bösen erwachsenen nicht gönnen, wollen sie es erst recht (oder überhaupt).
nebenbei bemerkt halte ich die hürde in einem supermarkt als kind an alkohol zu kommen für weitaus größer als von einem dealer drogen zu bekommen. beim alkohol muss man sich ausweisen und die kassiererin hat keinen vorteil daraus, dir das zeug anzudrehen.
daher bin ich der meinung kontrolle > verbot.
 
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Gerade du Seppuku, der oft von Pharmazie, Forschung etc. spricht, befürwortest eine Politik, die nicht nur Schwarzmärkte, sondern auch den Konsum teilweise vollkommen unerforschter/-bekannter oder für andere Einsätze gedachter, aber leicht erwerbbarer, Substanzen fördert?
 
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Lübke schrieb:
solange die kiddies es nur für einen großen spass halten, den ihnen die bösen erwachsenen nicht gönnen, wollen sie es erst recht (oder überhaupt).

und wieder beuge ich mich weit aus dem fenster, denn ich behaupte einfach mal, dass der reiz des verbotenen selbst für sog. erwachsene noch genau so reizvoll ist wie für sog. kiddies.
 
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@ Lübke

Warum sollte es für einen 13-14 Jährigen schwieriger sein, von einem 16 jährigen Bier kaufen zu lassen, als von einem Dealer (der auch erst einmal gefunden werden will) Cannabis-Produkte zu kaufen?

Auch eine Kontrolle bringt Verbote mit sich. Je strikter die Kontrollen sind

@ <NeoN>

Was hat mein beruflicher Hintergrund damit zu tun, dass ich nicht blind auf den Legalisierungszug aufspringe?
Weder die aktuelle noch die angestrebte neue Politik hat nur positive Aspekte.

@ Zornbringer

Warum ist dann Cannabis nicht so populär wie z.B. Alkohol. Es ist verboten, also reizvoller und angeblich auch noch für jeden deutlich einfacher zu erstehen.
 
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Warum sollte es für einen 13-14 Jährigen schwieriger sein, von einem 16 jährigen Bier kaufen zu lassen, als von einem Dealer (der auch erst einmal gefunden werden will) Cannabis-Produkte zu kaufen?

Damit hast du evtl. Recht. Aber die Streckmittelproblematik mit giftigen Streckmitteln, der illegale Schwarzmarkt mit Kriminalität (Drogenkrieg mit Toten etc.), Kriminalisierung der Konsumenten und Andere Probleme lassen sich nur durch eine Legalisierung in den Griff kriegen.

Eine Legalisierung hat also durchaus deutlich mehr Vorteile und eig. keine Nachteile. Falls ja, welche?

Erhöhter Drogenkonsum ist es nach Statistiken der Konsumzahlen nicht. In den Niederlanden gibt es weniger Jugendliche Cannabiskonsumenten als in Deutschland http://blogs.taz.de/drogerie/2010/04/14/hollaendische_jugendliche_kiffen_weniger/ (Durchaus lesenswert der Text)

Niederlande liegt ganz unten, dass sollte einem zu denken geben...



Warum ist dann Cannabis nicht so populär wie z.B. Alkohol. Es ist verboten, also reizvoller und angeblich auch noch für jeden deutlich einfacher zu erstehen.

Weil es eine komplett andere Substanz mit anderer Wirkung ist, die nicht jedem liegt. Sehr viele probieren Cannabis auch nur 2-3 Mal aus und merken das ihnen die Wirkung nicht liegt.


Bei Lebensmitteln ist ja auch nicht alles gleichbeliebt. Sondern diverse Lebensmittel wie z.B. Kartoffeln werden in Deutschland häufiger konsumiert als viele Andere.
 
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Ich persönlich finde besonders die Leute lustig, die behaupten, dass Cannabis eine Einstiegsdroge sei! Warum? Weil ein Großteil mit dem Rauchen und trinken anfängt und es aufgrund der Legalisierung beider Dinge von der unwissenden Allgemeinheit nicht als "harte" Drogen angesehen werden.

Ich persönlich bin für die Legalisierung, die gemäßigt ist. Ein ähnliches System wie in den USA schaffen, wie es in einigen Bundesstaaten praktiziert wird. Cannabis-Clubs, ärztliche Verschreibung usw.! Eine bessere Sucht- und Präventionspolitik + Entkriminalisierung wäre auch nicht schlecht. Meine Meinung! Kann das auch noch näher und ziemlich päzise ausführen, aber da müsste ich hier ziemlich lange dran sitzen! :D
 
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Bei Lebensmitteln ist ja auch nicht alles gleichbeliebt.

Genau, verbieten wir Gemüse, Obst und sonstige Lebensmittel, die nicht gerade aufwendig verarbeitet oder veredelt werden müssen.
Über 90% der Bevölkerung essen regelmäßig Fleisch, Junkfood und Süßes/Salziges, da hat Grünzeug in unsere Lebensmittelgeschäften nichts mehr zu suchen.
Wir haben hier in Deutschland eine so schöne Wurst- und Nackensteaktradition und ich fühle mich provoziert, wenn jemand ein anderes Nahrungsmittel bevorzugt.
Also sollte es verboten sein.:D
 
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<NeoN> schrieb:

genau! :) versuch mal jemandem, der noch nie ingwer probiert hat zu erklären, wie ingwer schmeckt. du kannst es versuchen aber danach weiß derjenige trotzdem noch nicht, wie ingwer schmeckt. man muss es erst probieren, um es tatsächlich zu wissen. :)
 
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Kastlunger schrieb:
Wenn einer so cannabis verteidigt dann tut er mir leid.

Dann schau dir mal an wie (unter anderem in Südtirol) der Alkoholkonsum Verteidigt wird.
Wie auch hierzulande gibt es Weinfeste wo gesellig gebechert wird was das zeug hält. ebenso gibt es zu diversen oktoberfesten den "pfilchtvollrausch". da gießt man sich literweise bier auf die Lampe. aber das gilt als gute alte tradition...
Da wird extra der Suff beworben.
Mir soll das recht sein. ich bin kein heiliger und trinke selber alkohol.

Gerade Vinschgau hat sich zu einem bekannten weinanbau gebiet entwickelt. Ist das jetzt was anderes?
und ja für mich kann alkohol ein genußmittel sein.

Und wenn ich jetzt als erwachsener mal einen joint rauche, wo ist da das verbrechen? ich weiß um die risiken aber es ist meine entscheidung.
jedes wochenende lassen sich zahllose menschen vollaufen.

das ist vollkommen normal... oder es wird als normal angesehen. nun ich kann dem alkoholrausch nicht soviel abgewinnen.
ich fühle mich eher mieß und halte mich strickt an mein limit.
da ist mir eine lunte im geselligen kreis lieber.

Genauso wie ich verantwortungsvoll trinke und da auto stehen lasse, so halte ich es mit dem rauchen.
muss ich fahren bleibe ich trocken.

ist eigentlich nicht schwer, oder?
 
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Hier sieht man mal wieder wie unsozial unsere Politik ist:

https://www.youtube.com/watch?v=7YNdFVRfNHU


~900€ muss der hier gezeigte Schmerzpatient für seine Medizinalcannabisblüten monatlich bezahlen, statt es einfach selber zur Selbstversorgung anbauen zu dürfen. (Was wohl nicht Mal ein 10tel kosten würde)

Wobei man sagen muss das es nur in extrem speziellen Fällen möglich ist überhaupt Cannabisblüten beziehen zu dürfen. Da werden Opiate zunächst erst mal vorgezogen, erst zuletzt kommt die verhältnismäßig gesunde und recht nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode mit Cannabisblüten.

Das nennt man demokratischer Sozialstaat!

„Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“
– Grundgesetz: Art. 20 Abs. 1 GG



Mit der wiedergewählten CDU werden wir auch dafür sorgen, das das weiterhin so bleibt. (Wobei das natürlich aktuell nicht das Thema ist)
 
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Abgesehen vom Cannabiskonsum und ob das jetzt legalisiert gehört oder nicht, finde ich es sehr schade, dass es von Anfang an eine extrem negative Meinung für die (in der Welt) einzigartige Substanz gibt. Fast so als ob jemand "ganz weit oben" even. Lobbypolitik - Pharma und so. auch die Forschung nicht zulassen. Vielleicht aus Angst, das man in der reinen Substanz ein sehr wirkungsvolles Medikament hält. Ich rede hier nicht von einem "Rauschzustand", sondern einzig und allein von der even. med. Bedeutung in der Welt. Das finde ich sehr schade.

Da "popelt" man aus einer Trichternetzspinne das Gift kompliziert ab um so das Gift zur Therapie zu nutzen, beschließt aber THC niemals anzufassen - einfach zu engstirnig :o.

Wenn dann noch so "Interviews" mit der Merkel gezeigt werden, in denen sie Grass giftiger und schädlicher als Alkohol und Zigaretten abtut (hat sie wirklich so gesagt...) dann wird nat. eine med. Bedeutung weiter verhindert. Blöd und schade....
 
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Da "popelt" man aus einer Trichternetzspinne das Gift kompliziert ab um so das Gift zur Therapie zu nutzen, beschließt aber THC niemals anzufassen - einfach zu engstirnig .
wer behauptet denn sowas? Oô
thc wird ebenso erforscht nur hat es bei weitem nicht so starke wirkungen und vor allem nicht so wichtige. thc ist in erster linie ein beruhigungsmittel und da gibt es in der medizin effektivere.
 
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Das Problem ist einfach, dass die gesamten Wirkstoffkonzentrationen der Cannabisblüten die Wirkung ausmachen und nicht einzelne Isolierte. Da man aber eine Pflanze nicht patentieren lassen kann, besteht wenig Bedarf daran. Denn es geht dem Staat / Den Pharmakonzernen wie immer ums Geld und nicht um den Sinn der heilenden Wirkung.
 
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nur hat es bei weitem nicht so starke wirkungen und vor allem nicht so wichtige.

Sicher? Dann lies mal ein bisschen. Vernachlässigbar ist es mit Sicherheit nicht.

Es wirkt nachweislich gegen eine ganze Bandbreite von Erkrankungen und Problem und hat dabei vor allem den Vorteil,
dass es im Vergleich zu vielen Medikamenten keine bekannten Wirkungen auf den Verdauungsapparat hat.
Zudem gibt es eine Reihe weiterer in Frage kommender Anwendungsmöglichkeiten. Die vermeintlich suchterzeugende und berauschende Wirkung kann wohl vernachlässigt werden,
wenn man mal einen Vergleich zu bestimmten Wirkstoffgruppen wie z.B. Benzodiazepinen zieht.
 
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Klomeister hat einen sehr interessanten Link gepostet und so wenige Beiträge dahinter reduzieren wir Cannabis schon wieder auf THC? Für mich steckt die "evidenzbasierte Medizin" hier ganz klar in einem vorwissenschaftlichen Stadium, weil sie 20 Jahre nach der Erkenntnis, dass isoliertes Vitamin A viel ungesünder als Karotten oder Fischfett ist, immernoch Wirkungen ausschließlich an einzelnen, isolierten Stoffen untersucht.
 
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Hi

wenn das ok ist? ähm ok? wenn nicht dann auch ähm ok?

Hab es eben gesehen,

Psychosen Durch Cannabis Konsum, Wissenschaftler uneins über Cannabis-Wirkung

Erhöht der Konsum von Cannabis das Risiko für Halluzinationen und Wahnvorstellungen? Ja, sagen viele Wissenschaftler,

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/psychosen-durch-cannabis-konsum-9018173.php

Die meisten die ich kenne sind Chili, aber wenige öffnen sich bzw. man sieht es manchen an, sie sind am ende. Faszinierend zu beobachten wie sie sich selbst belügen, aber auch wie man selber nichts machen kann. Wird oder spielt das auch ein rolle? Die Medizinische, seite, oder ist es nur die "steuer" bzw. die Krimi seite. Aber wird dann "alles erlaubt sein" oder nur bestimmte sorten?!
 
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