Quo vadis BTMG?

Es gibt sogar eine Bibelstelle ... im hebräischen Original bittet Jesus seine Jünger nämlich nicht um einen Senf- sondern um einen Hanfsamen (als Grabbeigabe).
Der hatte wohl Angst, dass er im Himmel kein Gras kriegt ;)

Ist natürlich Quatsch - Durch die Rauschwirkung war es einfach eine heilige Pflanze, die man nutzte, um mit seinen Göttern in Kontakt zu treten ... genau wie Pilze und Tabak in Mittelamerika.
Nahezu jede Psychotrope Pflanze hatte irgendwann mal eine Religion, in der sie eine zentrale Rolle spielte.
Und das machte einen Hanfsamen für die frühen Christen zu einer geeigneten Grabbeigabe, die obendrein noch viel bescheidener wirkt, als tolle Kleider, Speisen und Schmuck (beliebte Grabbeigaben der damaligen polyteistischen Religionen), die kurze Zeit später ja sowieso irgendwer wieder ausgebuddelt hätte.

Erst die "Buchreligionen" haben den Rausch zu etwas teuflischem erklärt ... und das taten die Religionsstifter primär, um die neue Religion von den rauschbetonten alten Religionen abzusetzen und damit eine "echte" Alternative anzubieten.
Den alten Dionysos-Kult (Saufen bis der Arzt kommt, dabei schmutzige Lieder singen und Rumferkeln) sind sie allerdings nicht losgeworden ... ganz im Gegenteil, damit haben sie sich eine Zeit lang sogar finanziert.
Erst der Islam hat versucht, seinen Anhängern den Alkoholkonsum zu verbieten ... mit insgesamt wohl eher mittelprächtigem Erfolg.
Wer die Verquickung zwischen Rausch und (alten) Religionen verstehen möchte, der sollte sich mal mit dem Orakel von Delphi beschäftigen ... das ist sehr erhellend, und die Pythia (Orakelpriesterin), war ganz sicher NICHT in der Lage irgendeinen klaren Gedanken zu fassen ... mehr als unverständliches Lallen war bei den Dämpfen einfach nicht denkbar. Die Tanzeinlagen dienen primär der Kreislaufbelebung, damit man das gewünschte Dilirium schneller erreicht (den Effekt kennt heute noch jeder XTC-Jünger).

Die Diskriminierung der Cannabis-Nutzer ist bereits recht alt.
Z.B. leitet sich das Wort "Assasine" von "Hashishim" (oder so ähnlich) ab, was mit "Haschisch-Esser" übersetzt werden kann ... damit meinte man wohl "Ketzer" die dieses Medikament ohne "medizinische Indikation" einnahmen. Einzelne Richtungen des Islam wurden damit schon vorm ersten Kreuzzug im 11. Jhdt n.Chr. geschmäht.

Die gesetzliche Ächtung (der Beginn der Canabis-Prohibition) fällt mit dem ersten Jeans-Boom in den USA des 19. Jhdt n.Chr. zusammen, und diente wohl zu Beginn primär dazu, die viel länger haltbaren Arbeitshosen aus Hanf vom Markt zu verdrängen.
Im Prinzip haben wir das "geplanter Obsoleszenz" im Textilgeschäft zu verdanken.
In Deutschland wurde Canabis erst durch die NSDAP wirksam verboten .. ist ja logisch ;) Mit Kiffern gewinnt man einfach keinen Krieg.

Irgendwo in den tiefen dieses Threads gibt es Links zu Dokus auf YT, mit denen man sich da ganz gut informieren kann.
 
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http://www.n-tv.de/panorama/Drogenhandel-bleibt-Milliardengeschaeft-article19902352.html
"Die Fahndungsmethoden werden immer besser, trotzdem nimmt die Zahl der Konsumenten nicht ab. Zu den Profiteuren gehören beispielsweise die Taliban."
"... verdienen die Taliban zwischen 150 und 200 Millionen Dollar jährlich am Drogenhandel. Das sei etwa die Hälfte der Einkünfte der Terroristen."


Erwartet man was Anderes? Natürlich ändert sich die Nachfrage nicht/kaum. Die Frage ist wer die Konsumenten beliefert. Aktuell sind die Gesetze so, dass der Markt in die Hände von Kriminellen und Terroristen übergeben wird.
 
Generell ist mir unbegreiflich, wieso sich manche freiweillig vergiften wollen. Man nennt das Zeugs nicht umsonst Rausch GIFT.
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Man kann damit einen GIFT Rausch verursachen.
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Mit anderen Worten: Man vergiftet sich damit gerade soviel, das die Gehirnchemie durcheinander gewirbelt wird und hofft dies ohne bleibende Schäden zu überstehen.

Nimmt man zu wenig vom Rauschgift, wirkt das das Gift zu wenig und es entsteht kein Vergiftungsrausch. Nimmt man zuviel, ist man dauerhaft gehirngeschädigt oder sogar tot.
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Scheint mir keine kluge Freizeitbeschäftigung zu sein- sehr, sehr höflich ausgedrückt.
 
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Saufen, Rauchen, Koffein (Kaffee, Tee, Cola), Zucker ... die Dosierung macht das Gift, nicht die Substanz.

Ausserdem lösen lange nicht alle Drogen einen Vergiftungsrausch aus ... bei THC beruht die Rauschwirkung z.B. nicht auf Vergiftungserscheinungen, wie bei Nikotin, oder Alkohol (zwei legal erhältlichen rausch GIFTEN) ... THC ähnelt einer Sibstanz aus Körpereigenen "Belohnungssystemen" (Endo-Canabinoid-System), welches beispielsweise auch durch Sex, Schokolade oder scharfes Essen angesprochen werden kann. THC erhöht den Ausschuss der entsprechenden Drüsen und erreicht seine Rauschwirkung dadurch.

Im Prinzip trifft der Begriff "Rauschgift" auf Canabis nichtmal zu ... denn es ist nur bedingt giftig ... wie Zucker, Kaffee oder andere "Alltagsdrogen".
Dass Kiffer ebenfalls ein erhöhtes Krebsrisiko haben, liegt am Konsumweg (Verbrennung) und am recht weit verbreiteten Mischkonsum (mit Tabak) ... übrigens ein eher europäisches Problem.

Das wurde hier im Thread schon tausendmal bekakelt, vielleicht liest du dich erstmal etwas in die Diskussion ein ...
 
Ich wollte noch schreibn, das Hanf eigentlich kein Rauschgift im klassischen Sinn ist. Dennoch habe ich die Beobachtung gemacht, das langjährige Hascher sehr langsam in Bewegung und denken sind.
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Von Alkohol und Rauchen halte ich auch nichts- ist genauso unnützes Zeugs. Würde es das ab morgn nicht mehr geben, ich würde es gar nicht merken, weil ich es nie benutze. Wie gesagt, ich begreife es nicht, wieso man sich so etwas antut. Auch wenn es Alkohol gratis irgendwo im Urlaub gibt, trinke ich es nicht, weil es grauslich schmeckt. Aber gut, ich muss ja nicht alles begreifen.
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Wozu die Leuten haschen, begreife ich natürlich auch nicht. Es ergibt überhaupt keinen Sinn. Da wäre schlafen besser und billiger. Aus meiner Sicht könnte das alles verboten werden. Mir aber klar, das dann Millionen auf der ganzen Welt ausflippen würden. Blödsinnig ist es trotzdem.
 
Das befriedigen von Bedürfnissen stellt einen großen wenn nicht den größten Teil des Lebens dar. Der eine lebt nymphoman, der nächste erfährt seine Freude im übermäßigem Verzehr von Lebensmitteln. Andere sind süchtig nach dem Adrenalinkick und fahren mit dem Motorrad sich den Hals ein und ich könnte wetten das auch du Dinge tust um deine Sehnsucht zu stillen, denen ich nichts abgewinnen kann, dennoch Maße ich mir nicht an, das Verhalten zu verurteilen
 
Sich freiwillig zu vergiften ist unklug- was soll ich den anderes schreiben?
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Ich akzetiere es, ich erlaube es auch (weil ich keine Macht darüber habe), aber verstehen kann ich es nicht. Man kennt ja die Wirkung, man weis, was das Gift mit dem eigenen Körper machen wird- und macht es trotzdem.
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Insbesondere wenn man jung ist, hat man in Europa enorme Freiheiten und Möglichkeiten. Sportlich, geistig, sexuell, unternehmerisch. Warum sucht man sich genau jene aus, die Körper und Gehirn ruiniert und alle Möglichkeiten und Hoffnungen zerstört? Man zahlt sogar noch für die eigene Zerstörung! Wie soll ich das nicht seltsam finden?
 
Ständig Süßkram zu essen ist ebenfalls unklug. Trotzdem wird es oft gemacht. Weil es den Konsumenten gut schmeckt und gefällt.
Genauso gefällt den Konsumenten die Wirkung einer Droge. Und gerade bei Cannabis ist die schädliche Wirkung eher gering.
Es soll sogar Krebs vorbeugen.
 
Wäre ich ein ausserirdischer, der sich die Erde und ihre Menschen ansieht........ ich könnte nur staunend und ungläubig den Kopf schütteln. Dann würde ich mir die intergalaktischen Filmrechte für die Erde sichern und würde sehr, sehr reich werden!
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Mein Reportage hätte ungefähr diesen Titel: "Ein Planet voller Al Bundys gefunden- Schandfleck des Universums entdeckt!"
 
Ich glaube nicht, das Tiergehirne über Alkohl oder Gärungsprozesse bescheid wissen und sich gezielt entsprechende Früchte besorgen.
Es ist also nicht die Absicht der Tiere sich zu berauschen, sondern sich den Magen voll zu schlagen- sie kenn bloss die Nebenwirkungen dieser speziellen Situation nicht.

Sie fressen einfach was da ist und leiden dann an den typischen Vergiftungserscheinungen/Gleichgewichtsstörungen. Wenn ein Löwe oder gar ein Löwenrudel in der Nähe ist, ist das Überleben des betrunkenen Tieres rasch beendet.
 
Es ist bekannt und wurde beobachtet, das sich Tiere bewußt an gärenden Früchten laben. Zu glauben das einzig Menschen dazu in der Lage sind, Erfahrungen zu sammeln und diese entsprechend zu verwerten, ist etwas wenig aktuell. Insgesamt sind Menschen eben in mehr als nur dem Charakter different und das Belohnungssystem greift bei jedem anders. Nicht jeder erfährt die Erfüllung seiner Sehnsüchte im Alltag und so sieht er sich genötigt, seine Freuden eben unkonventionell zu erzeugen
 
@Sologruppe
​Das ist leider wohl so nicht richtig. Es gibt eine ganze Anzahl von Tieren die sich gezielt berauschen. Da wird nicht gegessen was gerade da ist, da wird gezielt gegraben um den richtigen Fliegenpilz zu finden. Vergorene Früchte sind zum Teil ziemlich beliebt, betrunkene Elefanten in Indien ein Problem.
z.B. berichtet Mario Ludwig auch über Kängurus die extra in Mohnplantagen einbrechen.
Delphine ärgern ab und an Kugelfische damit diese ihr Nervengift absondern. Da geht es gar nicht ums fressen.
Ich wäre mir da also nicht so sicher :)
 
Echt? Wieder was dazugelernt.
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Als Mensch kann ich mir ja aussuchen, ob ich diesen Drang nachgebe oder nicht. Vermutlich würde es schon reichen, wenn in der Schule darüber gesprochen würde, das Rauschgift logischerweise Nervengift enthält, wodurch das Gehirn völlig durcheinander gerät. Leber und Nieren werden mit diesen Giften ebenfalls keine Freude haben.
 
Sologruppe schrieb:
Sich freiwillig zu vergiften ist unklug- was soll ich den anderes schreiben?
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Insbesondere wenn man jung ist, hat man in Europa enorme Freiheiten und Möglichkeiten. Sportlich, geistig, sexuell, unternehmerisch. Warum sucht man sich genau jene aus, die Körper und Gehirn ruiniert und alle Möglichkeiten und Hoffnungen zerstört? Man zahlt sogar noch für die eigene Zerstörung! Wie soll ich das nicht seltsam finden?

Nur ein geringer Anteil des Drogenkonsums ist problematisch. Der Grossteil hat zum Ziel den Spass, hier wird kein "Körper und Gehirn ruiniert", keine "Möglichkeiten und Hoffnungen zerstört". Du kannst es eher mit Achterbahnfahren vergleichen.
Und beim problematischen Konsum ist die Kausalität oft anders: erst fehlen die "Möglichkeiten und Hoffnungen" (wahrgenommen oder tatsächlich), dann folgt der problematische Konsum mit dem Ziel der Realität zu entfliehen, durch ihn (und durch die fehlende staatliche Kontrolle von Drogen) werden Körper und Gehirn ruiniert und die Möglichkeiten und Hoffnungen endgültig zerstört.

Drogen werden auch verwendet um die Dinge die zu erwähnt hast zu verstärken, z.B. Sportlich->Doping, geistig->LSD, sexuell->Meth, unternehmerisch->Kokain(?!).
Außerdem schreibst du, dass es so viele Möglichkeiten gibt in Europa, darunter fällt aber auch Drogenkonsum, also wird es immer Menschen geben, die diese Möglichkeit wahrnehmen.

Auch ist nicht jede Droge giftig und "unklug" sind viele andere Dinge, die trotzdem gemacht werden und die du selbst auch machst.
Aber definiere "unklug". Ich würde sagen: eine Tat ist unklug, wenn die Nachteile die Vorteile überwiegen und die Tat trotzdem ausgeführt wird. So ist nicht jeder Drogenkonsum für jeden Menschen unklug. Manche können z.B. sehen, dass die potenziell gewonnene Lebenserfahrung größer ist als der potenzielle Schaden (z.B. wird das bei LSD gerne so gesehen). Dann ist sie Einnahme für diesen Menschen nicht unklug, sondern klug. Aus deiner Pesperktive mag es anders sein, aber du bist nicht der alleinige Besitzer der absoluten Wahrheit.

Sologruppe schrieb:
Als Mensch kann ich mir ja aussuchen, ob ich diesen Drang nachgebe oder nicht.
Als Tier auch.
 
Wenn ich unklug in diesen Zusammenhang definiere, werde ich garantiert gesperrt- lol.
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Ansonsten halte ich Drogenkonsum für einen unnatürlichen Vorgang, auf den unser Gehirn und Körper nicht vorbereitet ist. Man braucht das Zeugs nicht und es ist auch nicht natürlich, es zu benutzen.

Und was kann mir zB LSD schon bringen/zeigen? Die Gehirnchemie torkelt dahin im Schwebezustand zwischen Giftrausch und gerade noch funktionsfähig für Atem, Herzschlag, etc. Alles was man da "erlebt" ist nur simple, chemische Gehirnverwirrung.
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In Europa kann man in den diversen Bibliotheken die besten Bücher der Weltliteratur fast gratis lesen- da zittern danach die Hände!
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In meiner Fantasie kann ich doch machen was ich will, es gibt keine Begrenzung, da brauche ich keine Drogen dafür.
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Ein Spaziergang auf der Sonne? Kein Problem! Ein Universum innerhalb eines Atoms erschaffen? Warum nicht! In meiner Fantasie die Filmrolle eines Schurken/Helden nachspielen? Null Problem! Mit anderen eine bunte Fantasiewelt erleben? Account in WoW erstellen.
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Wie gesagt: Ich versteh nicht, warum man das sich und anderen antut. Wir alle haben ein komplettes Universum vor der Nase- und machen gar nichts damit.
 
Sologruppe schrieb:
Ansonsten halte ich Drogenkonsum für einen unnatürlichen Vorgang, auf den unser Gehirn und Körper nicht vorbereitet ist. Man braucht das Zeugs nicht und es ist auch nicht natürlich, es zu benutzen.

Und was kann mir zB LSD schon bringen/zeigen? Die Gehirnchemie torkelt dahin im Schwebezustand zwischen Giftrausch und gerade noch funktionsfähig für Atem, Herzschlag, etc. Alles was man da "erlebt" ist nur simple, chemische Gehirnverwirrung.
Wer und wo wurde den definiert was in diesem Bereich natürlich oder unnatürlich ist?
Dein normaler Zustand besteht auch nur aus ein paar simplen chemischen Prozessen.
Wenn du dir eine Sachertorte gönnst, oder Kaiserschmarren, Topfenknödel etc passiert im wesentlichen auch nichts anderes als das irgendwelche chemischen Prozesse einen leicht geänderten Zustand einnehmen.
Der Unterschied besteht eigentlich nur in der Zusammensetzung. ;)
 
Natürlich ist, was alles ohne höherwertige Technik hergestellt, gemacht oder gegessen werden kann. Es ist eben nicht natürlich ganz bewusst Drogen zu nehmen. Vielleicht halten das Süchtige für normal, aber das ist es eben nicht. So wie autofahren oder schnapstrinken eben auch nicht natürlich sind. Es gibt nicht umsonst Gesetze gegen Drogenkonsum und Dorgenverkauf; die Einnahme ist gilt schlicht als (schwere) Körperverletzung- und ich sehe das auch so.
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Über Hanf kann man meinetwegen noch reden- aber dann ist aus meiner Sicht Schluß mit lustig.
 
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