Quo vadis BTMG?

Was bitte sehr, für ein Verlangen? Ein normaler, gesunder Mensch hat danach kein Verlangen.
Es kommt ja keiner auf die Welt und sagt: ich will Drogen!
Die Menschheit überlebt ohne dieses lächerliche Zeugs viel besser als mit.
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Und ja, die Drogenverkäufer sind numal Kapitalisten- ist nicht meine Schuld. Wie schon von mir beschrieben ist dabei die Rolle des Konsumenten die des Opfers und Proletariers.
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Warum willst du mir etwas verbieten nur weil es dir nicht passt? Hanf wird zB schon seit Jahrtausenden konsumiert, und das Verbot hat nicht mit der angeblichen Gefährlichkeit des Wirkstoffes THC zu tun.
 
@zet
Wäre das hier kein forum, sondern ein privates gespräch, würde ich sagen das ist die frage eines süchtigen, der sich seine mangelde widerstandskraft gegenüber dem verkäufer rechtfertigen muss.
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über hanf in geringen mengen (zb 1mal die woche) kann man mit mir reden. Lt den diversen drogenberatungsstellen ist dies aber die einstiegsdroge für die härtern sachen. werden diese dann konsumiert, wird nach dem steuerzahler geplärrt, der es wieder richten soll.

Punkto verbieten
Der Drogendealer schädigt den Konsumenten/das Opfer durch Vergiftung = schwere, absichtliche Körperverletzung!
Der Vergewaltiger schädigt das Opfer körperlich und seelisch = schwere absichtliche Körper + Psychoverletzung!
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Verstehst du, warum es etwas verbieten muss, auch wenn es einen Teil der Gesellschaft(Vergewaltiger, Dealer) gefällt?
Die meisten Süchtigen wollen nicht zugegeben, das der Dealer sie ausgenutzt hat und ihnen geistig überlegen ist. Manche Verg. Opfer schämen sich zur Polizei zu gehen- da muss dann eben die Gesellschaft für sie einspringen.
Der Vergleich ist vielleicht nicht 100% stimmig, aber in beiden Fällen gibt es ganz klar Täter und Opfer.
 
Die Frage ist, in welcher Form ein Dealer den Konsumenten schädigt. Alles eine Frage der Dosierung - an sich ist fast keine Droge schädlich. Mal abgesehen von irgendwelchen Chemieabfällen die einem in Form von Speed oder ähnliches verkauft werden.

Gesundheitsschädlichkeit entsteht erst durch Verunreinigungen da es keine gesetzlichen Vorgaben gibt.

Das Argument das Hanf eine Einstiegsdroge ist lässt sich nur schwer halten. Hauptproblem dabei ist, das man Hanf nicht legal bekommt und somit über illegalem Weg mit den Möglichkeiten andere illegalen Substanzen in Kontakt kommt. Deswegen probiert aber nur der geringste Teil der Kiffer andere Drogen aus, da der Rausch grundverschieden ist.

Und überhaupt ist nicht jeder der Rauschmittel konsumiert automatisch süchtig. Hier werden sich Argumente zurecht gebastelt das es der eigenen Argumentation dienlich ist.
 
du redest scheinbar nur über hanf, weil ....... aber ok. Ein wenig hanf ist wohl wie ein wenig bier oder wein. da sich der körper daran gewöhnt, werden aber immer höher dosen für den gewünschten effekt notwendig. das ist bei bier/wein, etc, gleich.
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nochmals: notwendig ist nichts davon, es ist sogar völlig und absolut sinnlos! Im grunde handelt es sich um selbstverstümmelung und selbstverletzung- mehr ist da nicht. Ist das Opfer bereits süchtig, wird es irgendwelche ausreden erfinden, warum es nicht süchtig ist, jederzeit aufhören könnte, aber dies nicht will, usw.

Die meisten Menschen wollen gesund leben und gesunde nahrungsmittel kaufen. Niemand würde giftiges zeugs im supermarkt kaufen. Es gibt jedesmal ein riesiges geschrei, wenn da etwas nicht passt. Ganz anders der Süchtige.
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Der/die süchtige beim kapitalistischen dealer
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Süchtiger: 1 mal Nervengift bitte
Deaer: Die große oder die kleine portion?
Süchtiger: die kleine bitte. Ist das nervengift auch schön rein und konzentriert?
Dealer: Wenn es dir nicht passt, hau ab! Und jetzt schieb 50 Euro rüber.
Süchtiger: zahlt ihm 50€. Morgen kann ich mir das nicht mehr leisten- kannst du mir was leihen?
Dealer: schick deine freundin vorbei, zwei neue kollegen von mir haben interesse.
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Es gibt keinen rationalen grund für das zeugs. "Einmal Nervengift bitte"- das ist es, was das Opfer beim Kapitalisten kauft, wofür es arbeit und spart.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Sologruppe

Kein Mensch wird geboren mit dem Gedanken, "ich will Drogen". Das stimmt, sie wurden mehr oder weniger zufällig entdeckt. Häufig von Tieren abgeschaut. Daher: Drogenkonsum ist etwas natürliches bei höher entwickelten Lebensformen:
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-03/drogen-gehirn-evolution
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2016-11/drogen-konsum-geschichte-global-drug-survey-2017

"...Doch trotz dieser Risiken richten Verbote wenig aus – auch weil der Rausch seit Jahrtausenden zur Gesellschaft gehört..."
"...Das Rauscherleben durch psychoaktive oder psychedelische Substanzen wurde folglich auch ein fester Bestandteil fast sämtlicher menschlicher Hochkulturen. So gesehen ist Drogenkonsum laut David Nutt etwas "vollkommen natürliches"..."



Cannabis & Einstiegsdroge: Jaja, es ist nicht der Zucker, der Kaffee, der Tabak oder der Alkohol. Es ist das Teufelskraut. Ist klar... :rolleyes:
In der Regel ist die Einstiegsdroge Alkohol, einer der schädlichsten Drogen Rauschgifte: https://de.wikipedia.org/wiki/Droge#/media/File:Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg
 
@Sologruppe:
mit den Kapitalsten im Drogengeschäft hast du Recht, allerdings sitzen die etwas woanders, als du dir das so ausmalst:

1. Heroin:
Der englische Chemiker Charles Romley Alder Wright untersuchte 1873 die Reaktionen von Alkaloiden wie Morphin mit Essigsäureanhydrid. Zwanzig Jahre später befasste sich der im Bayer-Stammwerk in Elberfeld (Wuppertal-Elberfeld) beschäftigte Chemiker und Pharmazeut Felix Hoffmann mit dieser Reaktion, die direkt zu Diacetylmorphin führte. Am 26. Juni 1896 entwickelte Bayer hieraus ein Verfahren zur Synthese von Diacetylmorphin und ließ sich für diesen Pharmawirkstoff den Markennamen „Heroin“ schützen.
Stammt also von den "Drogendealern" bei Bayer.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heroin
Der Grundstoff Opium selbst wird schon seit mindestens 2500 Jahren konsumiert ... der Stoff selbst hat lange nicht so krasses "Potential" wie seine unterschiedichen Extrakte (die nebenbei FAST alle von der Pharmaindustrie entwckelt wurden). Meist mit der "Absicht", eine "Droge" unter Ausschaltung ihrer "negativen Wirkungen" medizinisch nutzbar zu machen ... herausgekommen sinddabei die übelsten Drogen, die wir heute kennen.
Auch Ersatzstoffe für Heroin sind sehr gefährlich, und direkt mit den Entwicklungen des Bayer-Konzerns verwoben. Polnische Suppe (Mohnkapseln in Essig) u.v.a. mehr geht also letztlich auf bayer zurück.

Kokain:
Ab 1879 wurde Kokain verwendet, um Morphinabhängigkeit zu behandeln, so im Sanatorium Bellevue unter Robert Binswanger. Im selben Jahr entdeckte Vassili von Anrep (1852–1927) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg die schmerzstillende Wirkung des Kokains. Um 1884 kam es als lokales Anästhetikum in Deutschland in klinischen Gebrauch.
Findet noch heute als Lokalanästetikum breite Anwendung (meist Derivate wie z.B. Lidokain ... verwendet mein Zahnarzt) ... ein Teil der Pharmaindustrie produziert Kokain, oder braucht zumindest ALLE Grundstoffe und Apparaturen, welche zur Kokainherstellung befähigen.
Wiederum sind es Kapitalisten, die aus einer südamerikanischen "Volksdroge" es weiterentwickelt haben.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kokain
Auch Coca-Blätter werden noch immer gekaut, und geben genau wie das jemenitische Kath bei (stärkerem) Langzeitkonsum eigentlich nur Schlafstörungen.
Die Erfindungen der illegalen Drogenszene (wie z.B. Crack) machen da schon ganz andere Sachen.

Amphetamin, Meth,
Kommt auch natürlich vor (Ephedrin). Allerdings ist Ephedrin nur gering konzentriert in Pflanzen zu finden. Die chemische Variante hat hier den Vorteil, stärkere Wirkungen zu erreichen.
Auch Amphetamine werden medizinisch genutzt.
Er wird derzeit in der Medizin als Arzneistoff zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und der Narkolepsie verwendet. Amphetamin hat eine stark stimulierende und aufputschende Wirkung. Wie alle Amphetaminderivate und viele Stimulanzien wirkt es appetitzügelnd und in hohen Dosen euphorisierend. Daher ist es insbesondere in der Drogenszene beliebt und unter Bezeichnungen wie Speed oder Pep weit verbreitet.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Amphetamin
Auch Amphetamine und Methamphetamine (Crystal Meth) wurden pharmaindustriell "verwertet", ein im 3. Reich recht beliebtes Produkt war z.B. Pervitin (enthält Meth) aber auch andere Produkte greifen auf diese große künstliche Wirkstoffqquelle zurück.

Allerdings haben diese Drogen in ihrem natürlichen Zustand oft eine nicht ausreichende Wirkung (zu geringe Dosierung in der Pflanze) ODER unerwünschte Nebenwirkungen (z.B. Heiterkeit, Geilheit, Wahrnehmungsverändereungen ... medikamentös behandelbare Nebenwirkungen oder die Sucht möchte ich hier nicht unbedingt dazuzählen).
Wenn du sehen willst, was der reine Kapirtalismus aus "Drogen" machen würde, dann sieh dir die Zustände vor und nach dem 1. Weltkrieg an ... da lag fast der gesamte Handel mit unseren heutigen "harten Drogen" in der Hand der großen und kleinen Pharmakonzerne. Die Medizinier verschrieben lustig Heroin (Opiumderivate), Kokain (und Derivate), Pervitin (und andere Amphetamine) oder Valium gegen alles mögliche. Und das Geschäft mit den Drogen war ein viel breiteres ... nur eben nicht profitabler als irgendein anderer pharmazeutischer Handel.
Wegen dieser Zustände damals haben wir Entwöhnungs-Institute ... die wir auch noch immer brauchen.

Erst durch die Illegaltät wird der Drogenhandel für mafiöse Strukturen interessant. Denn erst durch die Illegalität kann man richtig billig produzieren (es ist ohnehin illegal, da kann man auch kleine Kinder und Zwangsarbeiter einsetzen). Erst durch die Illegalität wird es möglich (wenn nicht gar nötig) völlig "neben" dem Gesetz zu stehen.
Gäbe es hingegen staatlich kontrollierte Abgabestellen, dann wär eine gesicherte Qualität möglich, die eine genaue Dosierungsanleitung liefert, über Risiken aufklärt (und eben nicht nur in schlecht gemachten, übertreibenden und lügenden Flyern), Altersvorgaben überwacht, ärztliche Betreuung sicherstellt und dadurch (durch das volle Programm) auch tatsächlich erstkonsumenten abschrecken und Konsumenten betreuen und alangfristig auch bei der Entwöhnung unterstützen können.
Vor allem könnten solche Stellen kontrollieren, von wo der Stoff tatsächlich kommt, dadurch würde man mafiöse Strukturen zumindest das Drogengeschäft erschweren.
Eines sollte Sonnenklar sein. Gerade das von Bayer entwickelte Heroin verursacht viel Leid und eine sehr starke Sucht. Um diesen Leuten zu helfen, darf man sie nicht zu 4-wöchigen Entgiftungskuren schicken, und direkt danach wieder in ihre gewohnte Szene entlassen. Die Entwöhnung ist ein langer Prozess, der betreut werden muss, damit Erfolgschancen bestehen.
Ein Umfeld, das locker aber sachlich mit der Suchtproblematik umgeht ist dabei sicherlich hilfreicher, als die Stigmatisierung durch die juristische Verfolgung und gesellschaftliche Ächtung des Drogenkonsums.
Die Gesellschaft tut sich damit selbst nix gutes ... mit Drogen auch nicht, aber die gibt es nunmal (die meisten kommen sogar natürlich vor) und daher brauchen wir Methoden, um den Konsum dieser Stoffe, gesellschaftsverträglich zu gestalten, denn er ist nunmal nicht ganz zu verhindern.
Das will ja auch keiner so wirklich.

Ich habe mir natürlich gezielt die Erzeugnisse der Pharmaindustrie herausgesucht. Das ist die Ecke, aus der unsere Suchtproblematik zu einem guten Teil kommt.
Auf der anderen Seite ist es aber gleichzeitig auch ein Hinweis darauf, dass wir viee positive Anwendungen der "Drogenpflanzen" gefunden haben ... wenn nie irgendein Mensch "dumm" genug gewesen wäre, eine pflanze, dessen einnahme sich "seltsam" anfühlt auf eventuelle "positive Nebenwirkungen" hin zu untersuchen, wie viele der heutigen Medikamente hätten wir nie entdeckt?
Das "Drogenproblem" ist nur ein winzig kleiner Teil dessen, was mit "Drogen" gemacht wird. Unsere gesamte Schulmedizin arbeitet mit der Verabreichung von "Drogen".
 
Zuletzt bearbeitet:
@combatfun
Nein, Drogenkonsum ist nicht natürlich- auch wenn ein Zeitungsheini sich eine romantische Geschichte zusammenfabuliert. Ich habs schon einmal geschrieben: Die Urmenschen wären einfach gefressen worden, wenn sie das öfters genommen hätten. Die Urmenschen hatten viele Freßfeinde und waren sicherlich beliebte Beute. Die langsamsten wurden gefressen- mal auf Menschenseite, mal auf seiten der Tiere.
Halluzinationen waren im Kampf sicherlich NICHT hilfreich.

Vergiftungserscheinungen durch Einnahme/Einatmen von irgendeinen Zeugs gibt es natürlich schon lange- war wohl auch nicht immer freiwillig. Wird manchmal auch unabsichtlich aus dem Kochtopf gekommen sein. Aber jetzt haben wir Verstand und Wissen, soviel Freizeit und Unterhaltung wie nochmals in der gesamten Menschheitsgeschichte und alles, was einigen einfällt, ist sich in Halluzinationen durch Vergiftung zu begeben? Warum zum Teufel??? Ich glaube, meine Frage ist nicht so abwegig, oder?


@DerOlf
Keine Sorge, ich habe mit den Vorständen und Aufsichtstäten KEIN MITLEID. Gerade wer schon reich ist, hat kein Argument mehr, warum er soetwas erzeugt/verkauft. Meine Strafen für solche Typen würden die aktuellen Strafen bei weitem übertreffen.
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Der Psychoanalytiker Sigmund Freund war ein Wiener. In Wien ist somit allgemein bekannt, das er auch ein Kokser war. Anfangs dachter er, er hätte eine Art neue Medizin gefunden. Er wusste es eben nicht besser, im fehlte das Wissen über die Folgen. Heute ist dieses Wissen bekannt und der Staat straft alle, die damit zu tun haben.

Irgendwie gewinne ich den Eindruck, als wäre gewissen Leuten Freizeit eine Last? Als wäre diese etwas unangenehmes, lästiges, das man unbedingt loswerden oder besiegen müsse- egal wie, Hauptsache weg damit? Ist das so?

Ist einigen Freizeit wirklich eine so extrem unangehme Last, die mit Drogen beseitigt werden muss?

PS
Würde der Staat Drogen abgeben, so würde sofort der Verdacht aufkommen, die Parteien und die Oberschicht will die Arbeiterschaft/Unterschicht ruhigstellen- und dieser Verdacht wäre nicht unbegründet!
 
Das denkt sich nicht nur ein Zeitungsheini aus. Davon habe ich schon öfter gehört, sogar in der Schule. Warum haben die Wikinger dann berauschende Pilze vor Schlachten gegessen? Ebenso Soldaten wurden und werden noch heute mit Drogen ausgestattet für Kampfeinsätze.

Neben der Frage was konsumiert wird, ist das wieviel und wie oft für Wirkung und Folgen sehr entscheidend. Du hingegen siehst es nur rational schwarz weiß vereinfacht. Beim Menschen sollte man nicht immer alles mit Logik und Verstand begründen. Z.B. spielen Emotionen und spirituelle Erfahrungen eine sehr wichtige Rolle. Manche Drogen wie Cannabis haben zusätzlich noch medizinischen Nutzen, z.B. bei ADHS, Tourette Syndrom...

Zu deinem PS:
Dafür haben sie doch schon Religionen maßgeschneidert geformt und eingeführt ;) Warum nicht mit der Zeit gehen und die Lohnsklaven heut zu Tage zusätzlich mit weichen Drogen ruhig stellen? Mit Cannabis bleibt die Arbeitskraft besser und länger erhalten als mit Alkohol, denke ich. Aber ich kann mich irren. Vllt. wurde das auch schon von den Eliten mit anderem Ergebnis untersucht, weswegen man beim Alkohol bleibt?

Konkret bei Cannabis glaube ich das man Angst hat, die Unterschicht könnte system kritische Gedanken entwickeln. Ich kann mir vorstellen, dass im Kopf eines Christdemokraten Cannabis und RAF sehr nahe beieinander liegen.

Durch weiche Drogen vom Staat würden doch alle profitieren: Dem Pack geht's psychisch besser und die Eliten werden noch reicher :king:
 
Zuletzt bearbeitet:
Sologruppe schrieb:
Nein, Drogenkonsum ist nicht natürlich- auch wenn ein Zeitungsheini sich eine romantische Geschichte zusammenfabuliert.
Und was qualifiziert jetzt Deine Meinung als valide Widerlegung der Behauptung, das eine absichtliche Herbeiführung eines Rauschzustandes natürlich wäre? Ich spare mir jetzt mal rauszusuchen, welche Substanzen die Menschheit (seit) wann konsumiert hat, nur um "zu entspannen", "abzuschalten" oder eben bewusst einen Rauschzustand herbeizuführen.
 
@combatfun
Wenn Regierungen das wirklich machen würden, wären sie moralisch unten durch, würden aber die von dir genannten Effekte erzielen. Seien wir froh, das sie dies noch nicht tun, denn sonst wären die Süchtigen ihre Schlägertruppen. Im übrigen ist es ein Irrtum zu glauben, die meisten würden Drogen befürworten. Lass das Volk darüber und über das Strafausmass abstimmen und das Problem wäre in fünf Jahren vorbei. Nur eine Minderheit hält es für eine gute Idee, sich mit Nervengift das Leben zu runinieren.

@diram
Nicht die Menschheit hat konsumiert- ein paar Unkluge waren es, die danach den Staat um Hilfe anweinten. Mit Drogen "abzuschalten oder zu entspannen" ist eine sehr dumme, teure und gesundheitsschädliche Methode, die zu nichts ausser Problemen führt. Ich würde dir sehr raten, eine Drogenberatungsstelle aufzusuchen und dich zu informieren!
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https://www.youtube.com/watch?v=nMgOtKrCHRs
 
Au ja, mach mal ne Umfrage bezüglich eines Alkoholverbots. Bin gespannt auf die Ergebnisse. ^^
 
@Sologruppe
Willst Du oder kannst Du meine Frage nicht beantworten?
In diesem Zusammenhang dann auch die Frage nach der Quelle für Deine These, dass in der Menschheitsgeschichte nur eine Minderheit aktiven Konsum zum Wohlfühlen betrieben hätte?

P.S. Du solltest dich mit Empfehlungen zurückhalten, wenn jeder Deiner Beiträge die völlige Unkenntnis über das Thema offenbart.
 
Sologruppe schrieb:
Ich muss ehrlich sagen, das ich immer noch erstaunt bin, wieviele hier Drogenkonsum verharmlosen oder gutheissen. Man muss kein Genie sein, um die Gründe zu finden.
Bitte zitiere!

Die Parteien im Drogengeschaft...
Was du hierzu schreibst ist einfach falsch. Worauf basiert deine Vorstellung eigentlich? Hier eine kurze Korrektur:

Drogenverkäufer verdient sein Geld indem er die Nachfrage von Konsumenten befriedigt. Gäbe es keine Nachfrage nach seiner Ware, würde er nichts verdienen. Was mit den Konsumenten geschieht wenn Sie die verkaufte Droge einnehmen, ist ihm egal. Zu Drogenverkäufern zählen übrigens auch Supermärkte, Tankstellen, Kneipen, Bierbrauer, Weinbauern, usw.
Die legalen Drogenverkäufer haben noch die Möglichkeit mit Hilfe von Marketing die Nachfrage anzuheben (das muss übrigens verboten werden, bei Nikotin ist man hierbei deutlich weiter als bei Alkohol).

Konsumenten (du nennst sie komischerweise "Opfer") sind in zwei Gruppen zu unterteilen, die einen nehmen Drogen zum Spass, die anderen sind süchtig. Grenzen sind fließend, im Grenzbereich befindet sich aber die Minderheit. Zumeist sind Konsumenten erwachsen, der größere Teil steht fest im Leben.

"Die Eltern der Opfer" gibt es nicht als Partei. Wie gesagt, sind die meisten Konsumenten erwachsen. Nicht volljährige Konsumenten sind dahingehend relevant, dass bei illegalen Drogen der Jugendschutz komplett fehlt, während es ihn
Sie müssen hilflos und verzweifelt zusehen, wie 15 oder 20 Jahre Liebe und Sorge vom kapitalistischen Drogendealer zerstört werden.

"Der Staat und seine Polizei" beschreibst du korrekt. Die Bemühungen sind zumeist leider kontraproduktiv, führen zum Gegenteil. Entwöhnungsanstalten können viel effektiver sein. Aufklärung muss wesentlich besser werden. Vermarktung von Drogen, wie wir sie aktuell haben, darf überhaupt nicht möglich sein.

Der Vorwurf an mich, ich wolle keinen Kompromis zum Thema eingehen, stimmt natürlich!
Ich gehe bei (harten) Drogen keinen Kompromis ein,...
Wo gab es diesen Vorwurf? Bitte zitiere.
Und sehr interessante Frage: was sind harte Drogen?

Sologruppe schrieb:
Ich weis nicht, wieviele Millionen Menschen die letzte 100 Jahre durch Drogen vergiftet wurden und daran gestorben sind- es wird aber in der Größenordung eines Weltkriegs liegen. Nimmt Alkohol und Zigarreten hinzu, dann vielleicht sogar soviele wie beide Weltkriege zusammen. Drogen sind also nichts gutes!
Wie kann man so in eine Diskussion einsteigen und eine Argumentation so beginnen?
Bitte recherchiere wieviele Menschen durch Drogen (ohne Alkohol und Zigarreten) gestorben sind, wieviele davon durch fehlende Angabe der Dosis und von Beimischungen starben (beides Folgen der Illegalität) und wieviele Menschen durch den Drogenkrieg (d.h. Krieg um Drogen und Krieg gegen Drogen) starben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich denke ja das Sologruppe hier nur trollen möchte.

Aber an einer Stelle wird der Quatsch so derartig Unsinnig das man mal einschreiten muss.
Sologruppe schrieb:
Es gibt nicht umsonst Gesetze gegen Drogenkonsum und Dorgenverkauf; die Einnahme ist gilt schlicht als (schwere) Körperverletzung- und ich sehe das auch so.
Der Konsum ist nicht verboten. Dazu ist es irrelevant wie du das siehst.


Sologruppe schrieb:
Der richtige Weg ist jene, die labil sind, mental gegen (harte) Drogen zu stabilisieren und Drogenhandel zu bestrafen.
Ja deswegen ist Portugal mit dem Gegenteil auch sehr erfolgreich gewesen....
 
@Sologruppe:
Auch Drogenkonsumenten haben nichts gegen Freizeit ... sie gestalten sie nur etwas anders, als Du das für "normal" hältst (nebenbei versuchst du die ganze Zeit Menschen zu normen ... was ich kategorisch ablehnen MUSS, da die Grenze zwischen Wahrheit und Dogma hier fließend und unscharf sind.).

Du hättest diesbezüglich vielleicht lieber eine Diktatur der Vernunft ... dann begrab mal direkt ca. 50% unserer Industrie, denn die ist eigentlich auch unnörtig bzw. bedient keinesfalls rationale Bedürfnisse ... allgemein klingt Bedürfnis verdächtig irrational ...
Die Ausrichtung des Lebens anhand der Vernunft ist gescheitert ... weder gab es für den Homo-Oeconomucis hinreichende Belege und auch für durchweg rationale Entscheidungen fehlen bisher die Indizien ... und aus einem durch vernünftige Überlegung und Analyse entwickelten Gesellschaftsentwurf ist ja auch nix geworden.

Der Mensch ist scheinbar KEIN durchweg rationales Wesen, und das kann man sogar mit wissenschaftlichen Belegen untermauert als "Teil der menschlichen Natur" betrachten ... jedenfallls weitaus besser, als den ratioonal entscheidenden Menschen.

Ratoionalität ist ohnehin Beobachterabhängig ... Graf Dracula (Vlad the Impaler) ist uns als blutsaugender Anti-Christ bekannt ... in seinem Heimatland wird er als Volksheld bewundert.
Die Islamische Welt kennt ihn, weil er die Eroberung der Walachei durch das osmanische Reich mit absolut unmenschlichen und unmoralischen Mitteln verhinderte.
Die Walachei kennt ihn als den Mann, der die Walachei gegen alle Wetten verteidigt hat, und sein Land mit einer 3fach unterlegenen Armee gegen die damals modernste Armee der bekannten Welt verteidigt hat. Mit blutigen Mitteln und ganz sicher weit jenseits unserer modernen Regeln der Kriegsführung ... aber mit einem gewissen Erfolg ... Vlad gewann einen aussichtslosen Krieg, in dem er den sich selbst als moralisch überlegen betrachtenden Osmanen zeigte, was Krieg bedeuten kann, wenn man die Moral einfach mal ignoriert.

Das heutige Bild der Welt vom Grafen Dracula entspringt eher der osmanischen Geschichts-Umdeutung, nach Vlads Tod ... an dieser Geschichte kann man aber eines sehr gut ablesen. Die Osmanen (und auch viele christliche Herscher) waren von Vlads Vorgehen zutiefst schockiert ... dabei hat der durchaus rational sein Land verteidigt (inkl. "preamptiv attacks" sowie psychologischer und biologischer Kriegsführung) ... er tat eben ohne moralische Bedenken alles, was seinem Ziel (die Unabhängigkeit der Walachei vom osmanischen Reich) aufgrund rationaler Überlegungen dienlich erschien.

In einer offenen Schlacht hätte er keine Chance gehabt, und eine Kapitulation hätte die Unterdrückung eher intensiviert, als sie abzuschwächen.
Egal ... am ende wurde sein Bruder wlachischer König und treu ergebener Vasall der Osmanen ... rational betrachtet, hätte Vlad seinen Bruder schon am Hof in Istambul töten sollen, da war Brudermord ohnehin recht alltäglich - aber da hatte wohl sogar Vlad der Pfähler irgendwie Bedenken.

Gerade WEIL die reine logische Vernunft zu solchen Greueltaten führen kann, brauchen wir eine Moral ... wir brauchen eine emotionale Sicherung ... etwas, das den Menschen sagt "bis hierher und nicht weiter.
Genau aus diesem Grund sind auch Religionen nicht nur irrational ... ihre Basis ist die Verlagerung der Konsequenzen des irdischen Handelns auf ein jenseits mit einer unfehlbaren "Rechtsinstanz". Religionen sind eine sehr ratonale Lösung, wenn es darum geht, die Gemeinschaft durch Gesetze zu ordnen ... denn Gott erwischt dich immer ... die Polizei eher nicht so oft.

Bevor du ein rationales Leben forderst, solltest du dir Gedanken machen, was das in letzter Konsequenz bedeutet ... war z.B. die "Endlösung der Judenfrage" durchweg irrational ... ihre theoretische Basis war reine Willkür, aber von da an war es ein eiskalt logisch durchgeplantes Unternehmen, völlig durchrationalisiert bis hin zur Zwangsarbeit bei Mangelernährung als profitabelster aller Hinrichtungsmethoden ...es wurde sogar statsistische Forschung betrieben, um herauszufinden, wo das Optimum aus Unterernährung und Arbeitseinsatz liegt.
Ein sehr rationales Vorgehen.
Bleib mir weg mit der reinen Vernunft ... die alleine ist mMn tödlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
@DerOlf
Ich denke, die Lösung oder das Motiv Drogenkonsum/Vergiftung zu verteitigen ist viel simpler: Einige scheinen bereits Opfer zu sein und rationalisieren jetzt einfach ihre Sucht. Ich muss gestehen, ich das zu spät wahrhaben wollen. Alleine, das ich plötzlich derjenige bin, der sich für seine Ablehnung von Drogen rechtfertigen soll, stellt klar, woran ich geraten bin.
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Im Bierzelt oder der billigen Fuselkneipe ist der Antialkoholiker eben ein Feindbild.
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Jemand der Vlad den Pfähler kennt.......nicht schlecht, Gratulation! Die meisten wissen nicht mal, was pfählen ist. Iran 1960? Mehr schreib ich dazu lieber nicht.
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Ob mehr oder weniger Vernuft für die Menschen besser wäre......wer weis. Wir wissen ja nicht mal, was vernünftig ist. Die Juden zu Zeiten der N,zis waren wunderbare Deutsche. Sie waren national und sozial im guten Sinne und hatten damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie hatten für Deutschland im 1. Weltkrieg gekämpft und setzten sich auch sonst für ihre Heimat Deutschland stark ein; sie wollten ihre Heimat Deutschland aufbauen und sahen eine gute Zukunft für sich. Es gab nicht den geringsten Grund, ihnen als Ganzes etwas anzutun- und das wussten sie auch!!! Leider war der "Führer" diesbezüglich komplett gaga und absolut irrational. D.h. diese Morde sind aus Irratinonalität, also aus Gefühlen oder Neurosen entstanden- und waren somit nicht berechenbar. Leider fehlt Deutschen scheinbar irgendwie das geistige Rüstzeug, ihre höchsten Führer bei versagen/missbrauch zu bestrafen. Die franz. Revolution wäre in Deutschland gar nicht oder nur sehr viel später möglich gewesen- so meine Einschätzung.
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Das Problem ist im Grunde immer wieder das Gleiche: Wir haben keine absolute Wahrheit, kein absolutes Wissen- wollen uns dies aber nicht eingestehen. Mal ist Gefühl besser, mal Rationalität.. Die Frage ist: Wann ist der richtige Zeitpunkt für das Eine oder das Andere?

Ausserdem stimme ich deinen Beitrag schon wieder zu!
 
Sologruppe schrieb:
Das Problem ist im Grunde immer wieder das Gleiche: Wir haben keine absolute Wahrheit, kein absolutes Wissen- wollen uns dies aber nicht eingestehen. Mal ist Gefühl besser, mal Rationalität.. Die Frage ist: Wann ist der richtige Zeitpunkt für das Eine oder das Andere?
Den sollte man sich einrahmen .. und dir jedesmal hinklatschen, wenn mal wieder irgendwas "normal" angeblich so und so läuft ... denn gerade die "Normalität" ist das, was selten hinterfragt wird. Bei der "Normalität" ist nichtmal zu entcheiden, OB sie rational ist ... Ethnologen scheinen eher in die Richtung zu weisen, dass unsere Wirklichkeit zu einem großen Teil auf willkürlichen Normungen beruht, die vielleicht mal einen Sinn hatten, heute aber nur noch weiter tradiert werden, weil wir das ja "schon immer" so gemacht haben.

Deine Abneigung gegen Drogen ist z.B. ein Nebeneffekt der christlichen und muslimischen Mission, denn wie schon weiter oben gesagt, war eben diese Ablehnung des "Feinstofflichen" (zu dem man in nahezu allen heidnischen Religionen über Rauschzustände in Kontakt trat) und des Zugangs zu ihm (Drogen) ein Alleinstellungsmerkmal der "neuen" Religionen.
Sonst wäre Jehova, Christus oder Allah einfach nur ein weiterer Gott gewesen, zwischen vielen anderen ... nebenbei hat auch die Kirche Drogen genutzt (Weihrauch enthält THC-Ähnliches) und damit an die alten heidnischen Religionen angeknüpft ... ohne den gleichen Dunst in der kirche wie im Tempel wäre die neue Religion wenig glaubhaft gewesen, denn für die Menschen führte der Draht zu den Göttern seit über tausend Jahren über Rauschzustände.

Das Orakel von Delphi beruhte vor allem darauf, dass eine Priesterin über einer Erdspalte hockte, und unverständliches Zeug vor sich hin stammelte, was politisch interessierte Priester dann zu ihrem eigenen Vorteil deuteten, und in Orakelsprüche verpackten.
daran waren die Menschen in der Spätantike gewöhnt ... das Christentum hätte ohne seine "iwdernartürliche" Überbetonung der Abstinenz kaum solche Erfolge feiern können ... denn dadurch konnta man sich nicht nur von den alten Relifgionen absetzen, sondern wandte sich gleichzeitig auch an die Kritiker der "spätrömischen Dekadenz" ... insgesamt ein Erfolgsrezept, wie man sieht.
Denn gläubig zu sein, das bedeutet seitdem, das irdische Jammertal nüchtern zu durchleben ... nicht weil es natürlich ist, oder weil Gott das will, sondern nur, weil der "neue" Gott grundlegende Unterschiede zu den alten Göttern aufweisen MUSSTE.
Im Prinzip war das simples Marketing.

Wenn du dich mit dem Übergang zum Christentum befasst, dann wirst du einige Punkte finden (Zäsuren), an denen der neue Glaube normiert wurde ... eine sehr wichtige Bruchlinie ist hier die Erhebung des Christentums zur römischen Staatsreligion und in dessen Anschluss die verbannung von knapp 50% des ursprünglichen Bibertextes (AT und NT) zwecks Normung und Vereinheitlichung ... da wurde keine Religion gestiftet, sondern ein Verwaltungs- und Machtinstrument geschaffen.

Fast die Hälfte unseres Christentums besteht aus heidnischen Übernahmen, die nötig waren, um den Heiden den Übergang zu verenifachen ... so waren wenigstens die wichtigsten Feiern noch am selben Platz (Frühlingsanfang, Frühlings-Equinoctium, Newruz ... im Christentum dann etwas verschoben Ostern ... Wintersonnenwende ... im Christentum Weihnachten, den Nadelbaum kannten schon die Wikinger als Wintersonnenwend-Utensil ... Sommeranfang ... Pfingsten usw.).

Es gibt haufenweise heidnische Feste, die wir heute für christliche halten, obwohl sie es NICHT sind ... Weihnachten ist NICHT der Geburtstag Jesu' ... und das steht auf Umwegen sogar in der Bibel, denn WANN der "Stern von Bethlehem" im Jahre Null zu sehen gewesen ist, das kann man heute sehr gut feststellen ... es war nicht mal in der Nähe des 24/25.12.
Sogar wenn man Kalenderverschiebungen berücksichtigt, kommt man nicht zu diesem Datum ... aber von der Wintersnnenwende (21.12) ist es eben echt ncht weit bis Weihnachten.
Unser neuzeitliches Weihnachten ist sowieso eher Coca-Cola-Werbung, als ein christliches Fest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin gern bekifft. Und mit was? Mit Recht! :D

Leider erlaubt mir mein Motorradschein nicht es so oft zu tun, aber abundan rauch ich doch gerne mal nen Blunt.

Alkohol ist zwar auch eine Lösung, aber eine die bei mir nicht unbedingt auf Platz 1 steht.

Ich finde Rauschmittel sehr interessant, hab in meinem Leben wohl fast alles probiert und muss sagen das ich keine Erfahrung missen möchte. Selbst negative Erfahrungen sind etwas woraus man eine Erkenntnis ziehen kann.

Ich würde zwar keinem Empfehlen das zu tun was ich alles getan habe - aber ich selbst würde es immer wieder tun. Und nein, ich bin weder süchtig noch abhängig noch ein Dealer. ^^
 
@derolf
Also mit dem Feinstofflichen stimme ich dir nicht zu. Wieso soll eine Chemieveränderung im Gehirn irgendeinen Einfluss auf eine materielose Seele haben- sofern es diese Seele überhaupt gibt? Ich nehme an, wir sind uns einig, das die Seele durch Chemie NICHT beeinflusst werden kann?
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Meine Abneigung gegen Drogen beruht nicht auf Religion, sondern auf Geiz und Vernunft.

Wenn ich Geld ausgebe will ich etwas bleibendes dafür erhalten. Irgendwelche Ilusionen und dazu womöglich einen Nieren, Leber, Gehirnschaden, steht nicht auf meiner Wunschliste. Da ich fast nichts trinke, vertrage ich auch nichts. D.h ich kann ich einen Alkoholrausch sehr billig mit zwei Bier oder einen halben Liter Wein erreichen. Das Ergebnis ist einfach nur..... Mist. Sorry ist halt so.
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Wenn ich mich recht erinnere, steht im neuen Testament gar nichts von Abstinenz und im alten ein wenig. Da aber kaum jemand die Bibel las, wusste das damals und heute niemand.
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Warum sich das Christentum durchsetzte sehe ich auch anders als du. Das alte Testa taugt eigentlich zu gar nichts, ausser man will sich an hirnlosen töten, Aberglauben, Fasch.smus und sonsten Unsinn ergötzen. Das neue Testa bzw die Evangelien sind dagegen für mich und viele andere extrem beeindruckend! In Österreich gab sogar der bekennende Stalinist Hrdlicka im TV öffentlich zu, vom neuen Testa so beeindruckt gewesen zu sein, das er zwei Wochen benommen durch die Welt stapfte. https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Hrdlicka

Meine Version, warum sich das Christentum durchsetzte, beruht auf dem neuen Testament und der Heldenverehrung von Jesus. Sehen wir uns seine Geschichte mal an.
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Da läuft also so ein Sandalenheini im von den Römern besetzten Israel herum und erzählt jeden, das man die Römer bitte sehr nicht hassen oder bekämpfen solle, sondern sie lieben sollte. Wurde man von ihnen geschlagen, sollte man auch noch die andere Backe hinhalten.

Man kann sich vorstellen, das Jesus bei den Römern beliebt und bei Einheimischen unbeliebt war. Jesus erzählte ausserdem, das irdischer Reichtum oder irdische Macht im Himmelreich gar nichts bringen würde, sogar ein Hindernis sei. Die Reichen waren darüber gar nicht erfreut! Das war damals ein kompletter Kulturbruch, galten doch Könige/Feldherren als Halbgötter oder Menschen mit besonderer Abstammung/Verbindung mit Gott/Götter.

Ausserdem warf er die Hohepriester, also die ranghohen Priester aus dem Tempel- wieder eine feindliche Macht mehr. Er machte Zeichen und Wunder (was auch immer diese waren) und irgendwann reichte es der einheimischen Oberschicht- sie verpetzten ihn bei der Besatzungsmacht wegen irgendetwas. Diese nahmen Jesus gefangen und waren erstaunt, das er sich nicht wehrte.

Nun kam Pontius Pilatus ins Spiel.
Er wollte den lieben, netten Jesus überhaupt nicht hinrichten. Immerhin hatte dieser ja den Juden Pazifismus gegenüber den Römer vorgeschlagen. Für die Römer war Jesus also ein nützlicher Idiot, für die Juden ein Landesverräter. Pilatus fragte also das Volk, ob Jesus oder der Mörder Barabbas gekreuzigt werden solle. Jesus hatte nur ein paar Regeln verletzt, Barabbas aber war ein Mörder. Der Nationalistische Mob wollte natürlich Jesus hinrichten lassen- es kam zu Pontius Pilatus berühmten Spruch: Ich wasche meine Hände in Unschuld!
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Jesus war nicht dumm; er hat natürlich gewusst, wohin ihm sein "Landesverrat" und die dauernden Sticheleien gegen die Oberschicht bringen würden. Und so hat sich Jesus ganz bewußt für sein Volk mit einen Heldentod geopfert! Die Hoffnung war, Juden und die übermächtigen Römer zu versöhnen.
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Dieser ganz bewußte, absichtlich herbeigeführte Heldentod des unschuldigen Jesus, der die Armen erhöht und Mächtigen erniedrigt hat, der immer von Liebe und Gewaltlosigkeit gesprochen hat, der Huren nicht verurteilte und den Sündern ihre Schuld vergab, hat die Menschen enorm beeindruckt.
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Es war ein unglaublich dummer Fehler der Linken, Jesus zu verdammen.
Einen besseren und ehrlicheren Kommunisten als Jesus hat es nie gegeben!
 
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