@Sologruppe:
mit den Kapitalsten im Drogengeschäft hast du Recht, allerdings sitzen die etwas woanders, als du dir das so ausmalst:
1. Heroin:
Der englische Chemiker Charles Romley Alder Wright untersuchte 1873 die Reaktionen von Alkaloiden wie Morphin mit Essigsäureanhydrid. Zwanzig Jahre später befasste sich der im Bayer-Stammwerk in Elberfeld (Wuppertal-Elberfeld) beschäftigte Chemiker und Pharmazeut Felix Hoffmann mit dieser Reaktion, die direkt zu Diacetylmorphin führte. Am 26. Juni 1896 entwickelte Bayer hieraus ein Verfahren zur Synthese von Diacetylmorphin und ließ sich für diesen Pharmawirkstoff den Markennamen „Heroin“ schützen.
Stammt also von den "Drogendealern" bei Bayer.
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Heroin
Der Grundstoff Opium selbst wird schon seit mindestens 2500 Jahren konsumiert ... der Stoff selbst hat lange nicht so krasses "Potential" wie seine unterschiedichen Extrakte (die nebenbei FAST alle von der Pharmaindustrie entwckelt wurden). Meist mit der "Absicht", eine "Droge" unter Ausschaltung ihrer "negativen Wirkungen" medizinisch nutzbar zu machen ... herausgekommen sinddabei die übelsten Drogen, die wir heute kennen.
Auch Ersatzstoffe für Heroin sind sehr gefährlich, und direkt mit den Entwicklungen des Bayer-Konzerns verwoben. Polnische Suppe (Mohnkapseln in Essig) u.v.a. mehr geht also letztlich auf bayer zurück.
Kokain:
Ab 1879 wurde Kokain verwendet, um Morphinabhängigkeit zu behandeln, so im Sanatorium Bellevue unter Robert Binswanger. Im selben Jahr entdeckte Vassili von Anrep (1852–1927) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg die schmerzstillende Wirkung des Kokains. Um 1884 kam es als lokales Anästhetikum in Deutschland in klinischen Gebrauch.
Findet noch heute als Lokalanästetikum breite Anwendung (meist Derivate wie z.B. Lidokain ... verwendet mein Zahnarzt) ... ein Teil der Pharmaindustrie produziert Kokain, oder braucht zumindest ALLE Grundstoffe und Apparaturen, welche zur Kokainherstellung befähigen.
Wiederum sind es Kapitalisten, die aus einer südamerikanischen "Volksdroge" es weiterentwickelt haben.
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kokain
Auch Coca-Blätter werden noch immer gekaut, und geben genau wie das jemenitische Kath bei (stärkerem) Langzeitkonsum eigentlich nur Schlafstörungen.
Die Erfindungen der illegalen Drogenszene (wie z.B. Crack) machen da schon ganz andere Sachen.
Amphetamin, Meth,
Kommt auch natürlich vor (Ephedrin). Allerdings ist Ephedrin nur gering konzentriert in Pflanzen zu finden. Die chemische Variante hat hier den Vorteil, stärkere Wirkungen zu erreichen.
Auch Amphetamine werden medizinisch genutzt.
Er wird derzeit in der Medizin als Arzneistoff zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und der Narkolepsie verwendet. Amphetamin hat eine stark stimulierende und aufputschende Wirkung. Wie alle Amphetaminderivate und viele Stimulanzien wirkt es appetitzügelnd und in hohen Dosen euphorisierend. Daher ist es insbesondere in der Drogenszene beliebt und unter Bezeichnungen wie Speed oder Pep weit verbreitet.
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Amphetamin
Auch Amphetamine und Methamphetamine (Crystal Meth) wurden pharmaindustriell "verwertet", ein im 3. Reich recht beliebtes Produkt war z.B. Pervitin (enthält Meth) aber auch andere Produkte greifen auf diese große künstliche Wirkstoffqquelle zurück.
Allerdings haben diese Drogen in ihrem natürlichen Zustand oft eine nicht ausreichende Wirkung (zu geringe Dosierung in der Pflanze) ODER unerwünschte Nebenwirkungen (z.B. Heiterkeit, Geilheit, Wahrnehmungsverändereungen ... medikamentös behandelbare Nebenwirkungen oder die Sucht möchte ich hier nicht unbedingt dazuzählen).
Wenn du sehen willst, was der reine Kapirtalismus aus "Drogen" machen würde, dann sieh dir die Zustände vor und nach dem 1. Weltkrieg an ... da lag fast der gesamte Handel mit unseren heutigen "harten Drogen" in der Hand der großen und kleinen Pharmakonzerne. Die Medizinier verschrieben lustig Heroin (Opiumderivate), Kokain (und Derivate), Pervitin (und andere Amphetamine) oder Valium gegen alles mögliche. Und das Geschäft mit den Drogen war ein viel breiteres ... nur eben nicht profitabler als irgendein anderer pharmazeutischer Handel.
Wegen dieser Zustände damals haben wir Entwöhnungs-Institute ... die wir auch noch immer brauchen.
Erst durch die Illegaltät wird der Drogenhandel für mafiöse Strukturen interessant. Denn erst durch die Illegalität kann man richtig billig produzieren (es ist ohnehin illegal, da kann man auch kleine Kinder und Zwangsarbeiter einsetzen). Erst durch die Illegalität wird es möglich (wenn nicht gar nötig) völlig "neben" dem Gesetz zu stehen.
Gäbe es hingegen staatlich kontrollierte Abgabestellen, dann wär eine gesicherte Qualität möglich, die eine genaue Dosierungsanleitung liefert, über Risiken aufklärt (und eben nicht nur in schlecht gemachten, übertreibenden und lügenden Flyern), Altersvorgaben überwacht, ärztliche Betreuung sicherstellt und dadurch (durch das volle Programm) auch tatsächlich erstkonsumenten abschrecken und Konsumenten betreuen und alangfristig auch bei der Entwöhnung unterstützen können.
Vor allem könnten solche Stellen kontrollieren, von wo der Stoff tatsächlich kommt, dadurch würde man mafiöse Strukturen zumindest das Drogengeschäft erschweren.
Eines sollte Sonnenklar sein. Gerade das von Bayer entwickelte Heroin verursacht viel Leid und eine sehr starke Sucht. Um diesen Leuten zu helfen, darf man sie nicht zu 4-wöchigen Entgiftungskuren schicken, und direkt danach wieder in ihre gewohnte Szene entlassen. Die Entwöhnung ist ein langer Prozess, der betreut werden muss, damit Erfolgschancen bestehen.
Ein Umfeld, das locker aber sachlich mit der Suchtproblematik umgeht ist dabei sicherlich hilfreicher, als die Stigmatisierung durch die juristische Verfolgung und gesellschaftliche Ächtung des Drogenkonsums.
Die Gesellschaft tut sich damit selbst nix gutes ... mit Drogen auch nicht, aber die gibt es nunmal (die meisten kommen sogar natürlich vor) und daher brauchen wir Methoden, um den Konsum dieser Stoffe, gesellschaftsverträglich zu gestalten, denn er ist nunmal nicht ganz zu verhindern.
Das will ja auch keiner so wirklich.
Ich habe mir natürlich gezielt die Erzeugnisse der Pharmaindustrie herausgesucht. Das ist die Ecke, aus der unsere Suchtproblematik zu einem guten Teil kommt.
Auf der anderen Seite ist es aber gleichzeitig auch ein Hinweis darauf, dass wir viee positive Anwendungen der "Drogenpflanzen" gefunden haben ... wenn nie irgendein Mensch "dumm" genug gewesen wäre, eine pflanze, dessen einnahme sich "seltsam" anfühlt auf eventuelle "positive Nebenwirkungen" hin zu untersuchen, wie viele der heutigen Medikamente hätten wir nie entdeckt?
Das "Drogenproblem" ist nur ein winzig kleiner Teil dessen, was mit "Drogen" gemacht wird. Unsere gesamte Schulmedizin arbeitet mit der Verabreichung von "Drogen".