Quo vadis BTMG?

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Wie die meisten sicherlich mitbekommen haben, will Die Linke nun dafür sorgen, dass Drogen generell entkriminalisiert werden. Sollte es ihnen gelingen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, wäre nicht nur Haschisch legal, sondern auch Heroin und Kokain.
Ich halte diesen Schritt für schon längst überfällig. Denn durch das Drogenverbot werden Menschen in die Kriminalität gedrängt. Und man schafft damit auch noch einen Nährboden für kriminelle Strukturen und Organisationen.

Bei Telepolis kann man jetzt an einer diesbezüglichen Umfrage teilnehmen: http://www.heise.de/tp/umfrage/ergebnis/?nid=cRigvZ5T#
 
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Man stelle sich nur mal vor, was passiert wenn der Drogenhandel ebenfalls legalisiert wird. Heroin ? Da gibt es doch was von ratiopharm :)

Die Auswirkungen wären enorm, vom Dealer der keine/kaum noch Einnahmen hätte, über die Drogenlords bis zu den Mohnbauern in Afghanistan, viele würden arbeitslos und müssten sich ihre Existenz anders sichern. Denen würde ich keine Träne nachheulen. Die Industrie bekäme wieder ein neues Beschäftigungsfeld. Die Regierung eine Möglichkeit für mehr weitere Steuern. Die Konsumenten bessere Qualität, einfache Bezugsmöglichkeiten und eine Entkriminalisierung .Eine ernsthafte Konkurrenz für Pharmaunternehmen dürften die "alten" Vertriebswege nicht werden. Die Konsumentensicht ist auch höchst interessant, wenn ich bedenke wieviele legale Möglichkeiten es in Deutschland gibt sich das Hirn oder den Körper in Muss verwandeln zulassen, glaube ich kaum das sich allzuviel ändern würde, was Nikotin und Alkohol auf Dauer mit Menschen machen dürfte allen bekannt sein, es schreckt und schreckte trotzdem Millarden nicht genug ab. Klar wird es mehr Tote durch Drogengenuss geben, die durch Kampagnen wie aktuell zb. gegen Alkohol am Steuer bekämpft werden müssen, aber man kann doch nicht einen Drogengenuss zu legal und einen anderen als strafbar definieren. Entweder ganz oder gar nicht.
 
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oh man, was hier mal wieder für Träumer rumlaufen :) Warum sollten die Drogenlords und Drogenbauern arbeitslos werden? Es geht hier um Drogen, die sehr stark süchtig machen. Also ich möchte nicht das sich meine Kinder später Heroin irgendwo legal kaufen können und dann nach sehr kurzer Zeit womöglich lebenslang abhängig sind.
@ hayden Niktoin und Alkohol machen aber nicht nach 1 oder 2 mal konsumieren abhängig, im Gegensatz zu Heroin ...
 
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Das ist doch nichts als "Stimmenfang" von den Linken.

So überflüssig die Partei...
 
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Sebl schrieb:
Warum sollten die Drogenlords und Drogenbauern arbeitslos werden?
Weil es doch seit der Legalisierung von Nikotin und Alkohol auch keine Zigarettenmafia und Todesfälle auf Grund von gepanschten Alkohol mehr gibt. Genauso wenig werden ja schließlich auch illegal Medikamente im Internet angeboten, die es auch auf legalen Wege zu erwerben gibt.
 
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Seppuku schrieb:
Weil es doch seit der Legalisierung von Nikotin und Alkohol auch keine Zigarettenmafia und Todesfälle auf Grund von gepanschten Alkohol mehr gibt. Genauso wenig werden ja schließlich auch illegal Medikamente im Internet angeboten, die es auch auf legalen Wege zu erwerben gibt.

Also Todesfälle durch gepanschten Alkohol sind mir zumindest in Deutschland keine bekannt... und die Leute die für sich selbst Destillieren achten schon auf die Qualität da sie sich ja nicht selbst umbringen wollen. Und selbst illegale Medikamente sind in Deutschland aufgrund einer noch einigermaßen ausreichenden Medizinischen Versorgung eigentlich auch nicht das Problem da siehts in Amerika schon ganz anders aus. Man sollte immer die Umstände im Auge behalten sonst lässt man sich leicht zu vereinfachten Thesen hinreißen die die Wirklichkeit nicht präzise Abbilden.
 
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Aber Portugal ist mit Deutschland 1:1 vergleichbar? btw auch der Drogenkonsum in Deuschland ging zurück. Und das, ohne irgendetwas zu legalisieren...
z.B. in der Türkei ist übrigens Alkohol legal. Warum wird also hier gepanscht?
In Amerika bekommst du leichter Medikamente als hier. Und warum sollten illegal beschaffte und per se illegale Medikamente oder gefälschte Arzneimittel in Deutschland kein Problem sein? Da sprechen die Zahlen (leider) eine deutlich andere Sprache...
Warum glaubst du sind mittlerweile die meisten Pharmaunternehmen darauf bedacht, die Packungen fälschungssicher zu machen? Aus Jux und Tollerei?
 
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Sebl schrieb:
oh man, was hier mal wieder für Träumer rumlaufen :)

Lieber Träumer als ... :)

Sebl schrieb:
@ hayden Niktoin und Alkohol machen aber nicht nach 1 oder 2 mal konsumieren abhängig, im Gegensatz zu Heroin ...

Ich glaube kaum, das Heroin so schnell abhängig macht. Dir sei mal die Lektüre der Geschichte des Heroins angeraten, ist ziemlich interessant.

Wirklich üble Drogen wie Crack oder Meth hatten eher wirtschaftliche und gesellschaftliche Gründe als das die Konsumenten sie wollten, wenn wirklich alle Drogen frei erhältlich wären, dürften die ihre aktuelle Konsumenten eher verlieren als neue zu gewinnen.

Allerdings glaube ich, das vorher wir ein einfaches Steuergesetz bekommen, die Regierung endlich eine Politik für die Stärkung der persönlichen Rechte einführt, Berlin als Bundesland nicht mehr auf Geld aus dem Länderfinanzausgleich angewiesen sein wird und Politiker ihren Beruf als Ehrenamt ausführen, als das Drogen entstigmatisiert werden- also nicht mehr zu unseren Lebzeiten.

Außerdem würde ich gerne noch schreiben, wieso ich überhaupt hier was geantwortet habe:

Jeder sollte die Freiheit zur Wahl seines Gift haben, die willkürliche Grenze, die gezogen wurde, finde ich so nicht akzeptabel. Würde ich hier mit 10mg Gras erwischt werden, gebe es eine Strafe für, gegen den Erwerb von 10 Tankwagen voller Bier spricht allerhöchstens, das man Bier nicht in Tankwagen kaufen kann :)
Es gibt zwischen den verschiedenen Drogen zwar Verhältnismäßigkeiten, die man nicht gleichsetzen sollte, aber die aktuellen Gesetze bilden das meines Rechtsempfinden nicht richtig ab.

Und Sebl, an dich noch eine Frage, wegen dem Einwand wegen deiner Kinder:
Würdest du deine Kinder eher bei einer Person lassen, die einmal Erfahrungen mit Gras gemacht hat, aber inzwischen zu verlässlich und verantwortungsbewusst ist, oder einen der stereotypen Alkoholiker, der jeden Abend sich in den Schlaf säuft?

Die aktuelle Definition von Legal und illegal steht in keinen Verhältnis zur Gefährlichkeit der Droge an sich, die Gefährlichkeit der Droge resultiert letztendlich ausschließlich aus dem Anwender. Wie gut das verbieten funktioniert, dürfte dir persönlich bekannt sein, da dir deine Vorurteile sicherlich nicht zu geflogen sind.

Und an alle anderen "Träumer"

Das Schreiben über Drogen hat mir Laune gemacht, heute könne ich mir mal wieder einen fetten McRib - MacDonalds ist nämlich mein Drogenlaster :)
 
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Heroin zählt aufgrund der für einen Anteil der Konsumenten überwältigenden psychischen Wirkung zu den Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotential überhaupt. Körperliche Entzugserscheinungen können je nach individueller Konstellation bereits nach 2 Wochen täglichen Konsums auftreten.

Körperlich abhängig nach 2 Wochen, psychisch abhängig nach ein paar Tagen ... das steht in dem Artikel.
 
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Sebl schrieb:
Körperlich abhängig nach 2 Wochen, psychisch abhängig nach ein paar Tagen ... das steht in dem Artikel.

2 Wochen Dauerkonsum sind aber auch wieder erheblich mehr als deine prognostizierten 1-2x Konsum bis zur Abhänigkeit. Das heißt im Umkehrschluss das man auch mal Heroin probieren könnte ohne Gleich dauerhauft an der Nadel zu hängen. Nicht das jetzt irgendjemand raten würde aber sofort abhängig wird man anscheinend nicht. Ich versteh immer nicht wo jetzt der große Unterschied zu unseren legalen und illegalen Drogenliegen soll. Das sind einfach willkürliche oder aus Tradition entstandene Gesetze die sich nach vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht erklären lassen.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cc/Drogen-schadenspotenzial-nutt-2007.svg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6f/Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg
 
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Für mich ist es ein Skandal, wenn eine Partei wie die Linken die Legalisierung aller Drogen fordert. Mit dieser These haben sie sich für viele ins Abseits gestellt. Anstatt das Drogenproblem energisch zu bekämpfen werden hier noch neue Türen aufgemacht Drogen zu konsumieren. In welcher Welt lebt diese Partei überhaupt? Damit werden sie keine Wähler finden.
 
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@MasterSepp
Da steht nichts von 2 Wochen Dauerkonsum, außerdem solltest du dich mal einlesen wie schnell man psychisch abhängig von Heroin wird. Du verbreitest hier gefährliches Halbwissen mit "Heroin ein paar mal ausprobieren".
 
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@Sebl
Da steht:
Körperliche Entzugserscheinungen können je nach individueller Konstellation bereits nach 2 Wochen täglichen Konsums auftreten.

Ich verstehe dass so, dass damit der am schlimmsten anzunehmende Fall gemeint ist. Daher das "können" und das "bereits".

Außerdem deckt sich das mit diversen persönlichen Aussagen die ich im Internet gefunden habe und sehr wahrscheinlich glaubhaftig sind.

Man muss auch sagen dass es extrem schwierig ist im Internet auf die schnelle an glaubhafte Informationen ranzukommen da viele nur Halbwissen "wissen", einige es verteufeln und andere glorifizieren.
 
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Sebl schrieb:
@MasterSepp
Da steht nichts von 2 Wochen Dauerkonsum, außerdem solltest du dich mal einlesen wie schnell man psychisch abhängig von Heroin wird. Du verbreitest hier gefährliches Halbwissen mit "Heroin ein paar mal ausprobieren".

Also ich lese in deinem Zitat etwas von zweiwöchigem täglichen Konsum... was für mich mit Dauerkonsum gleich zu setzen ist das ich ja quasi 2 Wochen durchgehend drauf bin. Ich habe auch nichts von ein paar mal ausprobieren sondern von mal probieren. Ich habe auch kein Halbwissen oder dergleichen verbreitet sondern einfach mal ne These aufgestellt. Ich habe schließlich niemanden ans Herz gelegt sich gleich ne Spritze irgendwo reinzujagen. Und in deinem zitierten Absatz steht auch etwas von individueller Konstellation... es wird halt nicht jeder sofort abhänig dazu gehört dann wieder mehr als der einfache Versuch man muss halt auch die Vorrausetzungen mitbringen. So jetzt mach ichs nochmal ganz deutlich... ich würde es mir selber auch nicht zutrauen wenn ich sehe wie lange ich früher und selbst heute noch(wenn die zeit es zulässt) vorm Rechner gammel. Jetzt btt das artet hier ja ganz schön aus. Cannabis ist einfach vorn und hinten nicht mit Heroin vergleichbar und sollte legalisiert werden um:

1. Milliarden Einnahmen aus den Steuern zu ermöglichen
2. mit dem Geld unter anderem Drogenpräventionsmaßnahmen an Schulen zu verstärken
3. Konsumenten vor wirklich gefährlichen Streckmitteln wie Blei zu schützen
4. Kapazitäten in der Justiz und Polizei frei zu machen damit die sich um wirkliche Kriminalität kümmern können (Wirtschaftskriminalität)
5. endlich das doppelmaß der Gesellschaft zu begradigen(Alkohol u. Tabak legal aber Cannabis illegal obwohl nachgewiesenermaßen weniger Gefährlich für Konsument und Umwelt)

Prohibition macht eh keinen Sinn da es nur Unmengen an Kapital bindet und Schwarzmärkte schafft wo keine sein müßten(zumindest nicht in dem Ausmaß).

mfg MasterSepp
 
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Alle Drogen legalisieren. Die Drogenkäufer (vor allem bei den "harten" Drogen) registrieren lassen, bei Süchtigen medizinisch betreuen und überwachen lassen. Kauf evtl auf Rezept. Ein Drogenmonopol schaffen, sodass nur qualitativ hochwertige, ungestreckte Ware zum Verkauf angeboten wird. Gegen illegalen Handel weiterhin hart agieren und ihn eindämmen, sodass er sich nicht mehr lohnt.
Eine Altersgrenze setzen, ab der der Verkauf möglich ist - denn irgendwie muss man ja wissen, was man seinem Körper so antut. (ist bei Zigaretten und Alkohol in abgeschwächter Form nicht anders, sogar gefährlicher als Gras)

So würde ich das machen. Heutzutage tun viele Drogensüchtige alles, um an "Stoff" zu gelangen. Sie werden kriminell, prostituieren sich, etc. Dabei werden sie oftmals nicht betreut, da es ja eine Straftat darstellt.
 
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na sehr interessant das alles. die deutschen linken wollen alle drogen legalisieren, in Holland werden die coffeshops allerdings wieder zugemacht...
 
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Das ist das Problem an dem Thread: Hier herrscht überwiegend gefährliches Halbwissen - aber jeder möchte unbedingt mitreden. Keine wirklich gute Kombination!

In Holland schließen überhaupt keine Coffe-Shops. Sie schließen lediglich für Ausländer. Das ist imho ein gewaltiger Unterschied und die Gründe dafür dürften auch auf der Hand liegen.

Apropos...weil immer die Niederlande als Vergleich herangezogen wird:

http://nachrichten.t-online.de/tsch...stes-drogengesetz-in-europa/id_21446618/index
 
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Justin_Sane schrieb:
In Holland schließen überhaupt keine Coffe-Shops. Sie schließen lediglich für Ausländer. Das ist imho ein gewaltiger Unterschied und die Gründe dafür dürften auch auf der Hand liegen.

Auch falsch. Zumindest für Amsterdam im Rahmen bis 2015 (Quelle)
 
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