RAM-Kühlung

kullakehx

Lt. Junior Grade
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#1
Moin Forum,

ich habe letztens memtest laufen lassen und festgestellt dass mein Arbeitsspeicher sehr heiß wird. Das ist bei 5 Watt und mehr pro Modul (1,8V DDR2 ECC-RDIMM) nicht verwunderlich. Im Moment werkeln drei 80er Lüfter mit jeweils über 1 Ampere und drücken die Luft durch, nur so bleiben die Temperaturen im Rahmen, sprich handwarm.

Ich suche nun nach einer langfristigen Lösung für eine leise(!) Kühlung.
  • Das Board soll in ein anderes Gehäuse umziehen, dann schieben drei 120er die Luft vorbei. Ich dachte zuerst an eine Blende die die Luft umleitet, ähnlich der hier.
  • Heatspreader sind nicht montiert, ich suche noch passende. Favouriten sind im Moment Billigteile aus der Bucht oder die AiRazor LC-RAM-1. Sie müssen nicht schön aussehen, nur effizient sein. Ich habe bei Letzteren aber Bedenken wegen der Klebefläche. Eine einfache Klemmlösung ist meiner Meinung nach effizienter.
  • Ich habe mehrere Wasserkühlungen. Die laufen sowieso durch das Gehäuse, da könnte ich auch was machen. Da aber 2x8 Module, sprich 16 Speicherriegel zu kühlen sind, explodieren die Kosten.
  • Am günstigsten wäre es wohl Speicherriegel auf Vorat zu kaufen und falls einer abraucht, diesen dann zu ersetzen. Da ich aber Wert auf Datenintegrität lege, fällt diese Option raus.
Habt ihr noch Vorschläge? Danke im voraus!
 

Keksdose

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#2
seit wann ist "handwarm" die übliche temperatur für elektronische bauteile ?

schon bei 45°C verbrennst du dich richtig, ab 60°C sterben dir hautzellen weg.
für elektronische bauteile ist das garnix...

also welche temperaturen haben deine speicher riegel, dass sie angeblich viel zu heiß sind ?
 
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#3
In einem meiner System habe ich DDR4 RAM Module mit Temperatursensoren verbaut. Selbst bei OC auf 1,35V im XMP Profil komme ich nicht nennenswert über 50 °C am RAM, das gilt auch dann wenn die Gehäuselüfter für Silentbetrieb weit runtergeregelt oder sogar aus sind.

RAM braucht im Allgemeinen keine besondere Aufmerksamkeit bei der Kühlung.
 
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#4
Eigentlich sollte ein leichter Luftzug für Ram reichen. Wenn alles Wassergekühlt ist und die Luft fast steht, kann der Ram natürlich schon zu warm werden.

DDR2 hätte ich da auch sehr robust eingeschätzt. Bei AM4 mit DDR4 Ram muss man teilweise aufpassen, dass der Ram nicht zu warm wird.
Meine G-Skill module sind ab 50-52°(interner Sensor) instabil geworden. Das wurde sogar von Asus bestätigt...irgendwie schließt das thermische Rauschen Memory holes im Bus System....keine Ahnung was das genau heißt aber mit einem Fön kann man es reproduzieren^^.

Ist meine Gehäuseseitenwand zu, reicht aber auch der leichte Luftzug der Wasserkühlung aus um trotz Memtest alles ausreichen kühl zu halten.

Wenn du zumindest irgeneinen Luftzug hast und keine Probleme würde ich mir da nicht zu viele Gedanken machen.
 

kullakehx

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#5
Danke schonmal für die Antworten.

[...]
DDR2 hätte ich da auch sehr robust eingeschätzt.
[...]
Wenn du zumindest irgeneinen Luftzug hast und keine Probleme würde ich mir da nicht zu viele Gedanken machen.
DDR2 verträgt höhere Temperaturen, ja.
Wie gesagt, sie sitzen direkt vor 3 Lüftern und bekommen mindestens 40 Watt Kühlleistung ab. Das würde sich bei den langsam drehenden 120er natürlich reduzieren, daher meine Frage.


[...]
RAM braucht im Allgemeinen keine besondere Aufmerksamkeit bei der Kühlung.
Bei normalen RAM, sprich UDIMM, mache ich mir auch keine Gedanken. Dieser hat aber ECC und Scrubbing aktiviert, zudem läuft das Register permanent mit. Der Energieverbrauch ist also vervielfacht. Zudem sitzen 8 Module nebeneinander, da kommt es eher zu Hitzefeldern.

seit wann ist "handwarm" die übliche temperatur für elektronische bauteile ?

schon bei 45°C verbrennst du dich richtig, ab 60°C sterben dir hautzellen weg.
für elektronische bauteile ist das garnix...

also welche temperaturen haben deine speicher riegel, dass sie angeblich viel zu heiß sind ?
Mangels Temperaturfühler oder Thermokamera kann ich das nicht bestimmen. Es bleibt nur die Fingermethode :/ Da kann ich naturgemäß nur die Äußeren testen, an die Inneren komme ich nicht heran. Dort ist die Temperatur vermutlich geringer als innen.

Im memtest kann man ja sehen welches Modul gerade bearbeitet wird. Wenn nun ein Modul für eine Weile dran war kann ich bei laufenden 80er Turbinen die Speicherzellen kurz berühren bevor der Reflex zum Wegziehen einsetzt.
 
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#6
Eigentlich sollte ein leichter Luftzug für Ram reichen. Wenn alles Wassergekühlt ist und die Luft fast steht, kann der Ram natürlich schon zu warm werden.

DDR2 hätte ich da auch sehr robust eingeschätzt. Bei AM4 mit DDR4 Ram muss man teilweise aufpassen, dass der Ram nicht zu warm wird.
Meine G-Skill module sind ab 50-52°(interner Sensor) instabil geworden. Das wurde sogar von Asus bestätigt...irgendwie schließt das thermische Rauschen Memory holes im Bus System....keine Ahnung was das genau heißt aber mit einem Fön kann man es reproduzieren^^.
Ohne den genauen Wert zu kennen - das RAM sollte meines Wissens bis rund 80°C problemlos funktionieren. Kann es sein daß ASUS mit hohen Mainboardtemperaturen Probleme hat? 50° Limit ist aus meiner Sicht vollkommen inakzeptabel, da muß ich die Gehäuselüfter laut aufdrehen, um im Sommer unter Last drunter zu bleiben.
 
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#7
Ja, das ist nicht allgemein bei Asus so, sondern ein Problem beim Crosshair VI Hero.
Die meisten Leute kommen wohl nicht über 50° aber auf Overclock.net gelten 1,35V als undervolting^^. Da sind es dann schon ein paar, die Probleme bekommen.

Bin mal auf die neuen Boards und Zen+ gespannt.
Zen1 ist ja inzwischen auch weit gekommen was den Ram angeht.
Was musste man nicht alles einstellen und ausprobieren, um 3200 cl14 auch für dual ranked ram zu erreichen.
Im Moment habe ich ein Beta Bios von Weihnachten drauf und bin fast enttäuscht, dass die Auto Funktionen inzwischen so gut geworden sind, dass man nur Takt und Timings einstellen muss und es läuft...sogar XMP/docp ist jetzt stabil und nicht mehr unterirdisch in der Leistung.
 
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#8
Ich habe mit dem ASUS Board (Prime 370 Pro) gute Erfahrungen mit OC des Ryzen 1700 gemacht (CPU + RAM). Leider ist die Lüftersteuerung bei ASUS ein Witz.

Nochmal zurück zur Ausgangsfrage: Das Thema scheint mir sehr speziell zu sein, ich würde mir hier einen Wärmesensor besorgen und mal direkt am RAM messen. Kann aber kein Produkt empfehlen, da ich sowas noch nicht eingesetzt habe.
 

kullakehx

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#9
Um das Thema wiederzubeleben;
nach dem Umzug ins neue Gehäuse stellt sich tatsächlich raus das eine Vollbelegung der RAM-Bänke zur thermischen Abschaltung des Systems führt. Einige Module überschreiten offenbar die im Datenblatt angegebene maximal zulässige Temperatur von 55°C.

also welche temperaturen haben deine speicher riegel, dass sie angeblich viel zu heiß sind ?
Damit geht es wieder auf Anfang. Was würdet ihr tun? Heatspreader montieren, Luftkanal bauen, Wasserkühlung erweitern?
 
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#10
Sind die 55°C aus dem Datenblatt eine Umgebungstemperatur? So warm sollte es im Gehäuse im Grunde niemals werden. Was steht da genau im Datenblatt?

Kannst Du mal ein Foto / Skizze vom Gehäuse und Mainboard mit Lage der RAM-Bänke machen, dann wird's leichter einen Vorschlag zur Verbesserung zu entwickeln?
 

kullakehx

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#11
Laut Handbuch:
T_opr: DIMM Operating temperature(ambient): 0 ~ +55°C
T_case: DRAM Component Case Temperature Range 0 ~ +95°C
If the DRAM case temperature is Above 85 °C, the Auto-Refresh command interval has to be reduced to tREFI=3.9us. For Measurement conditions of T_case , please refer to the JEDEC document JESD51-2.

Ich vermute die 55 Grad werden einfach überschritten, da ist die T_case nebensächlich. Im Gehäuse selbst sind maximal 30 Grad, es herrscht ständig Durchzug. Zwischen den RAM-Riegeln ist der Luftaustausch naturgemäß eingeschränkt. Selbst mit aktivierten CPU-Lüftern ist kaum eine Verbesserung zu spüren -- der Schritt zur Wasserkühlung sollte also nicht sonderlich zur Verschärfung der Situation beigetragen haben.

Ich habe zur Zeit keinen Zugriff auf den Rechner, daher ein altes Foto und eine Fotomontage. Wie man auf dem zweiten Bild sieht sind 3 120er-Lüfter vorgelagert. Die RAM-Bänke sind senkrecht zum Luftstrom ausgerichtet - ideal.
Montage.jpg
IMGP0005swKlein.JPG
Das Foto stammt vom Einbau, das "Kabelmanagement" ist also nicht aussagekräftig.
 
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#12
Ich vermute die 55 Grad werden einfach überschritten, da ist die T_case nebensächlich. Im Gehäuse selbst sind maximal 30 Grad, es herrscht ständig Durchzug.
Hier ist irgendwo ein Misverständnis. Wenn im Gehäuse 30°C und Durchzug herrschen, wie können die 55°C dann überschritten sein?

Die Lufttemperatur in Deinem Gehäuse liegt mit 30°C unter den maximal erlaubten 55°C. Also ist alles okay.
 

kullakehx

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#13
Hier ist irgendwo ein Misverständnis. Wenn im Gehäuse 30°C und Durchzug herrschen, wie können die 55°C dann überschritten sein?
Fangen wir mit dem Missverständnis an. Ich verstehe T_case als maximal zulässige Temperatur der Speichermodule. 95 Grad erscheint plausibel. Ich interpretiere die 55 Grad T_opr als maximal zulässige Umgebungstemperatur.
Die Lufttemperatur in Deinem Gehäuse liegt mit 30°C unter den maximal erlaubten 55°C. Also ist alles okay.
Ich vermute die Lufttemperatur steigt durch mangelnden Austausch lokal auf über 55 Grad. Da jeder Riegel bis zu 6 Ampere zieht sind das pro Achterbank fast 100 Watt. Es erscheint plausibel das die Temperaturdifferenz nicht mehr ausreicht um den RAM zu kühlen. Wie gesagt, im Originalgehäuse blasen Lüfter mit einer Leistung von über 40 Watt, da herrscht ein ganz anderer Volumenstrom.
Leider nein. Das System läuft ohne Zusatzkühlung nicht stabil. Es muss aber unter Volllast stabil sein (zum Glück nur mit 32GB RAM, sprich 4 Riegeln).
 
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Rotkaeppchen

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#15
Ich habe drei dieser Lüfter mit Heißkleber zu einer Einheit zusammengeklebt, mit resultuierenden Abmaßen von 120mm x 40mm x 10mm passt es ziemlich gut mit einem Kabelbinder direkt auf den RAM. Es wurde an die Lüfttersteuerung des R5 gehängt. Selbst unter 12V sind sie kaum zu hören, mit 7V laufen sie auch und sind leise. https://geizhals.de/noiseblocker-nb-blacksilentfan-xm1-a409248.html?hloc=at&hloc=de

RAM hat sehr unterschiedliche Verbräuche, Kühlungen helfen immer. Ich hatte das Thema hier mal angesprochen, weil mir bis zu 30W Verbrauch für meine 4 x 8GB DDR3 Riegel mit 2400MHz angezeigt wurden
https://www.computerbase.de/forum/threads/stromverbrauch-ram-plausibel.1755088/

Die einzigen gemessenen Verbrauche für RAM habe ich in dieser Tabelle gefunden. Die Unterschiede sind sehr groß, darum kann es oim Einzelfall durchaus ein relevanter Verbraucht sein. Ich habe z.B. billige Hynix Spiecherchips und kene guten Samsung
 

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