News System Shock: Reboot legt eine Pause ein und wird neu gestartet

Roche

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#2
Das sind so die Gründe, warum ich Kickstarter und Co. nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Da versprechen einem irgendwelche Leute ein Produkt und am Ende ist die Kohle weg und es ist nichts daraus geworden.
Das kann sich vielleicht ein großer Investor mit entsprechenden finanziellen Mitteln leisten. Aber für mich als kleinen Privatmann ist das absolut nichts.

Warum bei diesem Projekt hier die Ambitionen immer größer und größer wurden, erschließt sich mir auch nicht. Das viele Geld zu Kopf gestiegen? Wo wäre denn das Problem eines Remasters gewesen?
Erstmal das zustande bringen und danach über weitere Spiele mit größerem Featureset nachdenken, wäre die bessere Option gewesen.
 

schneeland

Lt. Junior Grade
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#3
Kickstarter an sich ist m.E. gar nicht so schlecht. Ich habe mittlerweile 30 Projekte unterstützt und die meisten haben geliefert. Allerdings muss man dazu sagen, dass da viele Bücher, (Pen&Paper-)Rollenspiele dabei waren. Bezeichnenderweise sind es vor allem die Videospiele, die mit großen Verzögerungen zu kämpfen haben. Letztlich läuft es wohl einfach darauf hinaus, dass Spieleentwicklung ein (Hoch-)Risikobereich ist, bei dem man sich dreimal überlegen sollte, ob man wirklich größere Summen investieren will.
 
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#4
Warum bei diesem Projekt hier die Ambitionen immer größer und größer wurden, erschließt sich mir auch nicht. Das viele Geld zu Kopf gestiegen?
Das passiert eigentlich bei jedem Projekt nur ist dann meistens jemand da der da einen Riegel vorschiebt.
Wenn du allerdings dienen eigenen Zeitrahmen setzt, das Geld selbst verwaltest und niemandem eine Rechenschaft schuldig bist dann kann es schnell in die Hose gehen.
 

Rache Klos

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#5
Ich hatte es schon direkt nach Abschluss der Kickstarter Kampagne befürchtet, denn man hatte sich kurze Zeit später entschieden, statt dem ursprünglichen Ziel ein aufpoliertes System Shock zu bauen sondern auch viel am eigentlichen Spielkonzept umzuwerfen. Vermutlich hat man erwartet, dass die Backer bei der Einnahme mehr erwarten als nur neue Modelle und Texturen. Natürlich ist das Level Design von SS1 aufgrund auch technischer Einschränkung heute kaum noch zu verkaufen, aber es hätte ja schon gereicht, wenn man die Grundrisse weitestgehend übernimmt und hier und da die Möglichkeiten nutzt. Z.B. dass man gerade in den Randbereichen der Station die Wände abrundet, damit es auch zur runden Station passt. Ich fand die letzten Videos auch nicht schlecht, die Optik war schon mal stimmig. Viel mehr hätte es aber auch nicht gebraucht, das eigentliche Interface ist auch heute nicht unbedingt schlecht.
 
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#6
Bin bei Kickstarter sehr vorsichtig geworden, daher habe ich dafür nie Geld springen lassen obwohl ich das Remake unbedingt haben will.......deshalb ist auch der Gedanke immer weiter gereift doch im nachhinein eine Pre-Order da zu lassen. Zum Glück habe ich das auch nicht gemacht, eine Schande sowas vielversprechendes so zu verunstalten, daß man es fallen lassen muss!

Mindestens weitere 2 Jahre......ich wette das Geld ist futsch für die Backer, es wird ca. 4 Jahre dauern, zu anderen Entwicklern übergehen und zum Vollpreis für jeden am Schluss über die Theke wandern. Den Kickstarter Versuch hätte man sich komplett sparen können.
 
B

basilisk86

Gast
#7
Es gibt schon gute Gründe warum sich kein Investor bei sowas rantraut und warum man sich von "Fans" finanzieren lassen muss.
 

Standeck

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#8
Das sind so die Gründe, warum ich Kickstarter und Co. nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Da versprechen einem irgendwelche Leute ein Produkt und am Ende ist die Kohle weg und es ist nichts daraus geworden.
Das kann sich vielleicht ein großer Investor mit entsprechenden finanziellen Mitteln leisten. Aber für mich als kleinen Privatmann ist das absolut nichts.
Ich seh nach wie vor kein Problem darin. Hab auch in dieses Projekt investiert, 30 Euro glaub ich waren es, aber das Geld kann man auch so regelmäßig für Müll ausgeben und ist kein Betrag dem ich groß nachweine. Da kann man doch aber dann schon den richtigen Investor verstehen der dann klare Konzepte und "Monetarisierungs Features" möchte damit er seine Ivestition, manchmal sogar Millionen, wieder mit Gewinn zurück bekommt.
 

UNRUHEHERD

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#9
Langsam nervts. Macht doch ein Remake, liebe Leute. Einfach das, einfach ihr gefragt wurdet.

Raus kommt sonst sowas wie Prey. Eigentlich okay, hat mit dem Namen aber Null zu tun. Ich bin skeptisch und spiele lieber das Original nochmal durch
 
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#10
Es gibt schon gute Gründe warum sich kein Investor bei sowas rantraut und warum man sich von "Fans" finanzieren lassen muss.
Naja, so kannst du das auch nicht sagen. Investoren scheuen doch meist jedes Risiko und wollen am liebsten Fifa 18, Fifa 19, Fifa 20, ... Fifa 25 finanzieren.

Ich denke, man muss sich einfach klar machen, dass jedes Projekt (auch vielversprechende) scheitern kann ... und sollte nur das finanzieren, wo man wirklich Fan ist. Und halt wie Standeck eine Summe investieren, der man nicht nachweinen würde.
 

Grundkurs

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#11
Wenn die mit ach und Krach das angestrebte Finanzierungsziel erreichen und dann doch scheitern verstehe ich das noch. Aber wenn sie zigfach mehr einnehmen und dann trotzdem nichts auf die Kette kriegen ist das ne Riesensauerei und ein Hinweis darauf, dass sie von vornherein nicht fähig waren das versprochene Produkt zu liefern. Das Gelaber mit "ohh wir wollten einfach zu viel" interessiert doch keinen, wieso haben sie das Projekt nicht wie versprochen erstmal fertig gemacht und dann hätte man immer noch gucken können ein Remake zu machen. So wie es lief war es einfach die typische Kickstarter Kundenverarsche, bei der die Entwickler einen Haufen Kohle in den A*** geblasen kriegen und im Gegenzug nichts liefern
 
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Godfather101

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#12
Ich wusste schon warum ich bei diesem Projekt nix gespendet habe.
Bis jetzt ist jedes Kickstarter Projekt bei dem ich mitgemacht hab (dürften mittlerweile so 10-15 gewesen sein seit 2012) herausgekommen (wenn auch manchmal mit verspätung, aber dagegen hab ich nix wenn am Ende das ergebnis stimmt) und war für mich persönlich ein Erfolg.
Hatte an allen spielen die ich so gebackt habe einen großen Spass/viele Stunden Spielspaß.
 

Palmdale

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#13
Is der Witz im Titel beabsichtigt? Hätt mich fast an meinem Getränk verschluckt :daumen:
 

AbstaubBaer

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#14
Es gibt schon gute Gründe warum sich kein Investor bei sowas rantraut und warum man sich von "Fans" finanzieren lassen muss.
So wie sich kein Investor an die Classic-RPGs getraut hat? Spiele, die nicht dem in der Marktforschung definierten Spielergeschmack bzw. gegenwärtig verkaufsstarken Produkten entsprechen, haben bei Investoren einen schweren Stand, weil sich der Erfolg nicht vorhersagen lässt. Call of Duty ist nicht ohne Grund quasi ein eigenes Genre geworden. :p
 
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#15
Das sind so die Gründe, warum ich Kickstarter und Co. nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde. Da versprechen einem irgendwelche Leute ein Produkt und am Ende ist die Kohle weg und es ist nichts daraus geworden.
Das kann sich vielleicht ein großer Investor mit entsprechenden finanziellen Mitteln leisten. Aber für mich als kleinen Privatmann ist das absolut nichts.
Kickstarter ist ja auch kein Sparbuch sondern dient der Finanzierung von Nischentiteln,
an die kein Publisher glaubt. (und mitunter als Interessensnachweis, wenn dann doch noch ein
Publisher gesucht wird).

Das Risiko ist natürlich branchentypisch groß. Arbeite selbst in einer von Deutschlands größeren
F2P-Firmen (jaja) und trotz akribischster Planung steht man halt eher öfter als selten da und merkt,
dass das Produkt nicht funktioniert und die geplante Entwicklungszeit verdoppelt sich.

Jegliche Kritik, dass die Entwickler hier wohl versucht haben, sich selbst zu verwirklichen, statt dem
Kunden das zu geben, was er bestellt hat, ist natürlich berechtigt. Immerhin kann man die Transparenz
und das Eingestehen dieses Fehlers anerkennen.
 
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#16
Ich bin froh dass meine drei Early Access Titel nach ca. 1-5 Jahren die Gold Version erreicht haben, oder dieses Jahr laut dem Entwickler erreichen werden. Und das sind auch meine letzten Titel gewesen die ich unfertig vor lauter Hype und Ungeduld geholt habe. Und ich bin froh dass ich mich bei Kickstarter zurückgehalten habe. Denn diese meisten Titel kamen unfertig, verbuggt, gar nicht oder in so einem Zustand raus. In welchen man es sich eigentlich nie im Leben geholt hätte, weil viele versprochene Features gefehlt haben, sowie manche Stretch Goals.
Und von Star Citizen will ich erst gar nicht reden, denn bis diese Katastrophe erscheint (wenn sie Überhaupt erscheint), haben wir eventuell 2030.
 

Roche

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#18
Kickstarter ist ja auch kein Sparbuch sondern dient der Finanzierung von Nischentiteln,
an die kein Publisher glaubt.
Ich sehe das auch nicht als "Sparbuch". Aber ich habe einfach kein Geld zu verschenken, sondern will für jeden Euro, den ich ausgebe etwas haben.
Wenn dann letztlich meine Kohle einfach weg ist, weil die Leute, die da um Geld fragen am Ende nicht liefern, dann find ich das einfach scheisse. Und daher lasse ich die Finger von Kickstarter und Co.
Ist dann eben was für Leute, die das Geld lockerer sitzen haben als ich.
 
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#19
In diesem Fall habe ich wirklich 0 Verständnis.

Nicht nur hatten sie eine klare Zielvorgabe, nein, sie haben sogar mehr Geld als gefordert eingesammelt. Es gab keinen Grund das zu verbocken. Wieviel Feature-Creep kann es geben dass man nichts vorzuweisen hat? Hätten ja Features streichen können gegen Ende der Enwicklung, so wie bei anderen Spielen auch, aber in diesem Fall muss man davon ausgehen dass ALLES für die Designphase und fürs Prototyping rausgeworfen wurde?

Wie erklärt man sich das? Ist das nicht aufgefallen als die Hälfte des Geldes weg war und noch nichts brauchbares stand? Gabs keine Projektevaluierung inkl. Rückkehr zum ursprünglichen Plan BEVOR das Geld ausgeht?

Bah, ein SS1 Remake wollten die Fans, nix weiter. Echt eine Enttäuschung :freak:
 
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#20
naja hätten die Leute ein Konzept und das Können alle Belange der Entwicklung zu regeln, bräuchten sie kein Kickstarter & Co. dann würden ihnen nämlich die Publisher die Türen einrennen!

Ne tolle Idee alleine reicht halt meistens nicht aus. Blender gibts da leider viel zu viele ... Aber he jeder Backer muss sich das Risiko bewusst sein und ist der das nicht darf er nicht den Leuten die Schuld geben sondern sollte sich mal zum Arzt seines Vertrauens begeben, da er anscheinend ja das Prinzip von Kickstarter & Co. gar nicht begriffen hat! Du kaufst da kein Produkt, du finanzierst da eine Idee die wenn du Glück hast dir etwas zurückgibt! Nicht mehr und nicht weniger!
 
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