Unzufriedenheit in der IT / Perspektive mit Catia

qhil

Captain
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Hallo Miteinander,

ich bin aktuell in einer Lage, die mich persönlich nicht sonderlich zufrieden stellt. Ich habe vor rund 8 Jahren meine Ausbildung zum Fachinformatiker (Systemintegration) abgeschlossen. Seitdem arbeitete ich in einem IT Unternehmen, welches verschiedene IT Services (aber auch Consulting Tätigkeiten) anbietet. Die letzten 6 Jahre wurde ich als System Engineer eingesetzt und betreute bspw. verschiedene Windows Betriebssysteme und unternehmensspezifische Anwendungen im 3rd Level Support. Aufgrund von unzufriedenstellender Bezahlung, Stillstand in der Weiterentwicklung und zunehmender Monotonie im Arbeitsalltag entschied ich mich den Posten zu räumen. Nun bin ich seit einiger Zeit als IT Systemadministrator angestellt und betreue (nicht allein) rund 2500 Anwender. Das Hauptaugenmerk geht in Richtung der administativen Betreuung von Catia (CAx). Aber auch andere Themen fallen an, die vom 1st bis hin zum 3rd Level angesiedelt sind. Monotonie ist hier eher weniger ein Thema und die Bezahlung ist derzeit auch angemessen.

Im ersten Schritt frage ich mich, welche Tragweite eine Kompetenz im Catia-Bereich (administrativ) hat. Die Software ist ja recht spezifisch und wird nicht in allzu vielen Unternehmen eingesetzt. Daher stellt sich mir die Frage, ob man damit überhaupt etwas anfangen kann, wenn man nicht unbedingt in der Luftfahrttechnik oder der Automobilbranche arbeiten möchte. Entsprechendes Knowhow bei bspw. SAP würde für mich wesentlich mehr wiegen, da SAP wesentlich verbreiteter ist. Täusche ich mich da? Wie schätzt ihr das ein? Lohnt es sich oder ist die Aneignung von Catia-Wissen nur bedingt förderlich?

Um nun auf die oben angesprochene Unzufriedenheit zurückzukommen, möchte ich erwähnen, dass mir die IT irgendwie keinen Spaß mehr zu machen scheint. Es fehlt oft einfach die Lust / das Feuer sich mit etwaigen Themen zu befassen. Der letzte Arbeitsplatz hat augenscheinlich dazu begetragen, dass sich eine gewisse Unlust breitmacht, die ich nicht (mehr) in Motivation umwandeln kann. Ich könnte mir auch vorstellen, in einen gänzlich anderen Bereich zu wechseln. Weg von dem Technischen und mehr in einen sozialen Bereich (Personal, Arbeitssicherheit o. Ä.). Hat jemand Erfahrungen, ob man dafür spezielle Kenntnisse benötigt? Außerdem darf die Gehaltsfrage natürlich nicht zu kurz kommen. Einen finanziellen Rückschritt würde wohl jeder nur ungern in Kauf nehmen. Auf der anderen Seite ist es mir schon wichtig, dass ich mal wieder Spaß bei der Arbeit verspüre :) Ich hoffe, es ist nachvollziehbar, was ich ausdrücken möchte :)

Für Anregungen, Tipps und Kritik bin ich sehr dankbar.

Beste Grüße.
 

China

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Naja... depends... Datia sagt mir jetzt erst mal gar nichts.
SAP ist ein Vertriebsmonster und eigentlich schon so gut wie uneinholbar.
Bei uns ist SAP im Einsatz, zusammen mit einer riesen Basis Truppe, die sich um die Software/Freigabe/Rechte etc kümmert.

Ob da jemals ein Catia hinterher kommt ist da sehr fraglich.
Denn SAP ist bei vielen Unternehmen eine tragende Säule, die vermutlich auch verdammt wenig einreißen wollen.

(Personal, Arbeitssicherheit o. Ä.), Personal mag ich bezweifeln, Arbeitssicherheit musst du dich verdammt gut fort und weiterbilden, dann könnte das auch was werden.
Vermutlich sogar ohne finanzielle Einbuße. Wobei das aber auch davon abhängt, was du jetzt kriegst.

Ich würde mir mit einem Wechsel auf jeden Fall ins Knie schießen...
Dieser wäre bei mir ähnlich schwer, da wir auch eine Software im Einsatz haben, die nur große Unternehmen nutzen und davon gibt es hier in Schland tatsächlich mit uns zusammen 3^^

Kurzum:
Arbeitssicherheit, da geht was, da wirst du aber auch viel lernen müssen.
Catia... Zukunft fraglich, schwer einzuschätzen (insbesondere, weil mir nicht bekannt, aber Konkurrenz zu SAP wird hart)
SAP ist weit verbreitet... dem kann ich nur zustimmen. Oracle DBs und jede Menge Unix Wissen bringen dich da schon richtig weit.
 

qhil

Captain
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Moin China,

danke für die Antwort. Sorry, wenn ich mich missverständlich ausgedrückt haben sollte, aber Catia hat nichts mit SAP zutun. Es handelt sich hierbei um eine Anwendung zum Konstruieren von bspw. (3D-)Bauteilen für Autos, Flugzeuge oder auch medizinischen Instrumenten. Liegt also im Bereich CAD. Mir ging es nur um den direkten Vergleich beim Knowhow. Sprich, wenn ich Kompetenzen im Bereich SAP habe, kann ich damit in fast jeder (größerem) Unternehmen etwas anfangen. Catia ist hingegen nicht so verbreitet und recht speziell, so dass ich schätze, dass das nicht umbedingt ein lohnender Skill ist, wenn man es administrieren kann. Aber das ist meine Einschätzung, mit der ich unter Umständen total falsch liege. Daher die Frage :)

Arbeitssicherheit war auch nur ein Beispiel, was jedoch ganz interessant scheint. Das mit dem Lernen ist eigentlich kein Problem, wenn es denn Spaß macht. Qualitätsmanagement (TQM), Umweltschutz und/oder Brandschutz in einem Unternehmen ist im Prinzip genauso. Das kommt natürlich auch ein gewisser "juristischer" Aspekt zum tragen und ich weiß nicht, ob man etwas in der Richtung studiert haben muss.
 

China

Fleet Admiral
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Studiert vielleicht nicht... mein Vater hat von Bauleiter auf Arbeitssicherheit gewechselt, hat dafür ein paar Runden die Schulbank gedrückt, paar Lehrgänge und gut war.
Wie viel davon allerdings auch noch von seinem alten Beruf nützlich war, kann ich aber nicht einschätzen.

CAD ist echt ein schwieriges Pflaster, da, wie du schon festgestellt hast, da jeder seine eigene Schiene fährt.
 

assissy

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Hallo,

ich habe vor 4 Jahren meine Lehre als IT-System-Elektroniker abgeschlossen. Ich hatte zwar nicht die aller besten Noten, aber wir waren sehr froh, als wir die Ausbildung abgeschlossen hatten. Es war zwar hart für mich, aber wir habe es geschafft. Kurz darauf habe ich einen Job in dieser Branche bei Gravis Computervertiebsgesellschaft mbH gefunden. 1 Jahr später habe ich die Firma verlassen. Kurz darauf habe ich eine Karriere bei Tasc GmbH angefangen. bei dieser Firma arbeite ich bis heute. zwar wnsche ich mir, mehr eigene ideen einzubruingen, aber ich bin froh, dort menschen gefunden zu haben, die genau solche ideen wie ich haben. Wir haben sehr viele Erfahrungen dazugewonnen.
 
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