Keylan schrieb:
Ja, was Trump da an den Verhandlungstisch bringt ist wahrlich entscheidend für die Moral der Russen und der Ukraine.
Jeden Tag den es jetzt weiter geht, stürmt der Russe vor, denn jedes Zoll Land das er besetzt wird ja, entgegen dem Völkerrecht, einfach Russland zugesprochen, wenn es nach dem Amerikaner geht.
Und für die Ukrainer? Ja da wird klar, dass unter Trump ein souveräner Staat eh nur hinderlich ist. Da können die Großen schon gerne mal ein Stück von abschneiden, oder sich eben ein paar Bodenschätze erpressen.
Einerseits würde ich da sogar zwar nicht ganz aber schon mehr oder weniger zustimmen.
Aber ich finde es ungerecht daran Trump die schuld zu geben. Sondern das die Ukraine stückchenweise Territorium an Russland verliert passiert ja nicht erst seit dem Amtsantritt vom Donald Trump sondern im Grunde schon Seit Herbst 2022. Aber auch wenn wir mal konservativ sein wollen und die Zerstörung des Kachowka-Staudamms am 6. Juni 2023 als Referenz nehmen bis zum Amtsantritt von Donald Trump am 20. Januar 2025 wären satte 19 1/2 Monate Zeit gewesen das der Westen Gelgenheit gehabt hätte die Ukraine stärker zu unterstützen. Ohne das Donald Trump überhaupt die Chance gehabt hätte irgendwas zu entscheiden.
Wenn der Westen es gewollt und gekonnt hätte, dann hätte er das machen können. Also ist meine Schlussfolgerung der Westen entweder nicht dazu in der Lage ist. Oder das der Westen vielleicht garnicht will das die Ukraine den Konflikt gewinnt.
Da erinnere ich mich noch an die wahrscheinlich ganz ehrliche Ansage das Russland den Konflikt nicht gewinnen darf. Aber er hat eben auch nicht gesagt das ihn die Ukraine gewinnen soll:
Mein Eindruck ist das der Westen also vorallem die USA auch unter Joe Biden garnicht wollte das die Ukraine den Konflikt gewinnt. Sondern das sich die EU und Russland gegenseitig soweit abreiben das nachher sowohl die EU als auch Russland geschwächt am Boden liegen, und die USA sowohl die EU als auch Russland ausbeuten kann.
Keylan schrieb:
Der "Frieden" den er hier erpresst, sagt doch ganz klar, dass die letzten 80 Jahre, welche trotz ihrer Konflikte die friedvollsten der Menschheitsgeschichte darstellen, ein Ende nehmen.
Ich würde jetzt nicht behaupten wollen das die letzten 80 Jahre so toll war.
Einerseits hatte der Frieden den Preis das die USA quasi allein die Weltpolitik diktiert hat und alle anderen ausgeschlossen waren.
Zweitens waren die letzten 80 Jahre garnicht so friedvoll, man denke nur z.B. an:
Sämtliche Nahost-Konflikte seit dem Oktoberkrieg 1973 über die Golf-Kriege bis zum aktuellen Gaza-Konflikt und der Pager-Attacke durch den israelischen Geheimkrieg
Die Iranische Revolution 1979 und ihre Folgen
Die Entstehen der Taliban aus der sich die Taliban-Herrchschaft in Afghanistan und im Endeffekt auch 9/11 war eine Folge daraus
Zypern-Krieg und Balkan-Krieg