USA Today: Neues von den Republikanern und Donald Trump

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Keylan schrieb:
Was mich gestern erschrocken hat, war das ich ja seit Dekaden vergeblich darauf warte, das es in den Scheindemokratien Russland und Türkei zur Revolution bzw. zum Bürgerkrieg kommt.
Jetzt ist doch plötzlich die USA auf die Liste gesprungen und steht auch gleich ganz oben auf.
Ich weiß, das ist zum Teil Wunschdenken, aber anders kann ich mir einfach nicht mehr vorstellen wie wir in diesen Ländern von ihren Regiemen zu demokratischen Staaten den Wandel erleben sollen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern scheint man aber in den USA den Lebensstandard rapide in den Sand zu setzen. Türkei, Russland, Nordkorea und sonstwo mag es langfristig immer schlechter gehen, aber da passiert das schleichend und nicht mit der Holzhammermethode.

Die Lager sind halt irgendwann leer und Nachbestellungen werden schleppend bis garnicht getätigt. Oder zu horrenden Kosten.

Und ehe das wirklich wehtut, dauert das etwas. Kleidung zerfällt nicht gleich, Elektronik kann man auch länger nutzen als geplant. Aber der Mangel wird irgendwann nichtmehr zu übersehen sein ... ähnlich wie in der DDR. Da war auch alles knapp, aber so richtig schlimm wurde es, als die Substanz durch war. Noch reicht das I-Phone vom letzten Jahr, der 3 Jahre alte PC und das Billig-Kinderspielzeug.
 
Man muss aber auch bedenken das Donald Trump erst seit 3 1/2 Monate im Amt ist. Die Auswirkungen seiner Politik spürt man bis jetzt höchstens an den Börsen, aber nicht im normalen Leben. Das wird man frühestens nächstes Jahr spüren.

Darunter wo Menschen in den USA jetzt leiden basiert eher noch an der Biden Politik.

Aber ich denke auch das ständige Zoll hin und her ist sicher nicht gerade der Wirtschaft zuträglich, und wird wahrscheinlich 2026 und des erste Halbjahr 2027 kontraproduktiv wirken, aber ab Sommer 2027 könnte es dorchaus wieder aufwärts gehen.
 
Martyn schrieb:
Die Auswirkungen seiner Politik spürt man bis jetzt höchstens an den Börsen, aber nicht im normalen Leben.
Man spuert noch das was er veranstaltet hat in seiner ersten Saison. So vergesslich kann man nicht sein.
Zusaetzlich nun.
Hoehere Preise in den Laeden, Entlassungen weil andere Partei, Missgunst sowie soziale Ausgrenzung, Verlust von sozialer Ab- bzw. Versicherung, Abschaffung vor Jahren erkaempfter Rechte, direktes Eingreifen der Politik in die Justiz usw.

Martyn schrieb:
Darunter wo Menschen in den USA jetzt leiden basiert eher noch an der Biden Politik.
Da bist Du ein etwas falsch.
 
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Martyn schrieb:
Darunter wo Menschen in den USA jetzt leiden basiert eher noch an der Biden Politik.
Das ist einfach Unfug. Biden hat Trump das LAnd in einem so guten Zustand überlassen wie kaum bei einem Amtswechsel zuvor. Da hat keiner "gelitten". Du redest hier einfach nur wieder nach, was dir aus entsprechenden Medien vorgesagt wurde.
Martyn schrieb:
Das wird man frühestens nächstes Jahr spüren.
Das ist ebenso Unsinn. Die Häfen werden bereits leerer. Seefracht, wie die Waren eben so in die USA kommen größtenteils, benötigt ca. 6-7 Wochen. Das fängt ziemlich genau jetzt an, dass die US Amerikaner die Auswirkungen spüren werden durch entweder nicht mehr vorhandene Ware oder aber deutlich teurer. Das wird dann auch so schnell nicht wieder sich direkt ändern lassen. Denn die Waren benötigen eben Laufzeit. Die Auswirkungen der Zölle wird man spätestens Ende Mai merken und im Sommer vollends einschlagen. Garantiert nicht erst 2026, wie auch immer du auf diesen Zeitrahmen kommst...
 
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Bin ich der einzige, der erschüttert ist, dass es hier schon wieder deutlich wird, dass die einzig relevante Kritik, die wirtschaftlichen Folgen sind?

Das das "Land of the Free" welches für sich beansprucht die Demokratie neu erfunden zu haben gerade alle Prinzipien über Bord wirft und die Transformation zur "Managed Democracy", wie sie seit einem Jahr in Helldivers 2 parodiert wird, tatsächlich in die Realität umsetzt ist nicht das Kernproblem?

Ich habe Patriotisms nie so recht verstanden. Aber ich dachte es hat damit zu tun, das man die Werte und Prinzipien die die eigene Nation repräsentiert für sich angenommen hat.
Entsprechend hätte ich erwartet, dass es mehr sichtbaren Wiederstand gibt wenn ein Präsident entgegen der etablierten Regierungsform mit Parlament, Senat, Gewaltenteilung und Rechtsstaat einfach einen Haufen dieser Werte mit Füßen tritt.
Ich meine. Ja, die wirtschaftspolitischen Entscheidungen von Trump sind eine dämliche Katastrophe welche die ganze Weltwirtschaft schädigt und die US-Wirtschaft ganz besonders.
Aber das sind doch nicht die wirklich schlimmen Auswüchse des Wandels den er hier die letzten drei Monate angeleiert hat.

Sind die Menschen wirklich so Polarisiert ja nahezu Radikalisiert, dass dies der einzige gemeinsame Nenner bleibt?
 
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Keylan schrieb:
Entsprechend hätte ich erwartet, dass es mehr sichtbaren Wiederstand gibt wenn ein Präsident entgegen der etablierten Regierungsform mit Parlament, Senat, Gewaltenteilung und Rechtsstaat einfach einen Haufen dieser Werte mit Füßen tritt.

Dann muessten verdammt viele offen eingestehen das sie falsch gewaehlt haben.
Und dazu kommt, dass so ziemlich alle mit viel Geld sich die Taschen gerade noch voller machen, der Trump-Clan inklusive. Denen geht es und wird es nicht schlechter gehen.
 
Keylan schrieb:
Bin ich der einzige, der erschüttert ist, dass es hier schon wieder deutlich wird, dass die einzig relevante Kritik, die wirtschaftlichen Folgen sind?
Das sind die einzige Folgen, welche die Trumpwähler schnell genug spüren, um ihre Entscheidung bis zur nächsten Wahl zum Umdenken zu bewegen. Die andere Punkte interessiert diese eher wenig, oder erst, wenn es selbst für sie zu spät ist.
 
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Nazrael schrieb:
Tatsächlich scheinen die Demokraten eine grundlegende Aufarbeitung der Wahlniederlage zu verschlafen. Stattdessen wird die „Schuld“ woanders gesucht - bei den sozialen Medien, den „dummen“ Blue-Collar-Wählern, den noch „dümmeren“ Latinos, die Trump gewählt haben, usw.

Diese äußerst elitäre und teils juvenile Selbstbetrachtung erschwert es erheblich, einen ernsthaften Gegenkandidaten zu finden. Dabei müsste dieser eigentlich längst aufgebaut werden, um spätestens zu den Midterms landesweite Popularität zu erreichen.
[...]
Das scheint aktuell ein sehr großes Problem in vielen Demokratien zu sein, Politik ist sehr vielschichtig und kompliziert geworden.

Auch die Ampel bei uns hat einige Dinge auf den Weg gebracht, nur war der Kanzler nahezu unsichtbar und kaum jemand hat verstanden was da gemacht wurde.
Auch Obama wurde von der Bevölkerung nicht verstanden, einfache Parolen wie "Amerika first" kann jeder verstehen und auch nach schreien.
So wurde meiner Meinung nach der Mittlere Westen in den USA gesellschaftlich abgehängt und dann kam einer mit einfachen Parolen der die Masse der Bevölkerung einfangen konnte.

Meine Anregung wäre das in den Demokratien so etwas wie ein "Erklärministerium" etabliert wird und dort die Handlungen der Regierungen erläutert werden.
Ein erster Ansatz ist, das es bei uns eine "Tagesschau in einfacher Sprache" gibt.
Oder die Sendung mit der Maus, auch die können sehr komplizierte Sachen verständlich erklären.
Ich schaue ab und an bei Meldungen der Tagesschau auch etwas fragend und denke mir warum ist das so ?
Nach kurzer Recherche kommt dann der Aha Effekt.
 
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Patriotismus

Also ich lese hier ganz klar eine Synonimität heraus. Der Nationalismus ist die Ideologie zum Patriotismus. Also beides sehr ähnlcih bis das selbe. Patriotismus KANN sich von Nationalismus abgrenzen, wenn die eigene Nation dabei nicht überhöht wird. Das ist dem
Patriotismus aber nicht zwingend inhärent und die Realität zeigt zumeist, dass Patriotismus oftmals einhergeht mit der Überhöhung der eigenen Nation und der Abwertung anderer Nationen.
 
BFF schrieb:
Dann muessten verdammt viele offen eingestehen das sie falsch gewaehlt haben.
Und dazu kommt, dass so ziemlich alle mit viel Geld sich die Taschen gerade noch voller machen, der Trump-Clan inklusive. Denen geht es und wird es nicht schlechter gehen.
Das Problem ist eben das die Wähler in den USA keine wirkliche Alternative hatten, weil die Demokraten zu einem kalifornisch-grünen Establishmente mit Fokus nur auf die Grossstädte und Ballungsräume geworden sind. So wie in Deutschland die Grünen.

Aber vier Jahre Trump kann in Idelfall helfen das bei den Demokraten das Establishment zerschlagen wird, und sie wieder zu einer Partei für alle Amerikaner werden, wie sie früher mal waren.


JoergB schrieb:
Auch Obama wurde von der Bevölkerung nicht verstanden, einfache Parolen wie "Amerika first" kann jeder verstehen und auch nach schreien.
So wurde meiner Meinung nach der Mittlere Westen in den USA gesellschaftlich abgehängt und dann kam einer mit einfachen Parolen der die Masse der Bevölkerung einfangen konnte.
Das Problem war aber eher das Obama einfach zu sehr auf die Grossstädte und Ballungsräume fokusiert war, und die Ärmeren Menschen, oft mit Migrationshintergrund, dort.

Die "Poor White" im Mittleren Westen wurden nicht nur gefühlt sondern eben auch wirklich abgehängt.

Und hinzu kam dann noch die Aussenpolitik, das Obama die USA in den Krieg gegen Libyen und Syrien geführt hat, aber im Endeffekt nichts erreicht wurde, sondern es dort im Endeffekt viel schlimmer als besser wurde.

JoergB schrieb:
Meine Anregung wäre das in den Demokratien so etwas wie ein "Erklärministerium" etabliert wird und dort die Handlungen der Regierungen erläutert werden.
Ein erster Ansatz ist, das es bei uns eine "Tagesschau in einfacher Sprache" gibt.
Oder die Sendung mit der Maus, auch die können sehr komplizierte Sachen verständlich erklären.
Ich schaue ab und an bei Meldungen der Tagesschau auch etwas fragend und denke mir warum ist das so ?
Nach kurzer Recherche kommt dann der Aha Effekt.
Genau dieses "von oben herab erklären wollen was gut für die Menschen sein soll" wie es die Grünen so gerne tun, ist das Problem, das viele Menschen in die Fänge der Rechten Parteien treibt.

Statt immer zur erklären zu wollen was gut für die Menschen sein soll, sollte man endlich die Menschen und ihre Probleme erst nehmen. Und einsehen das man in den USA im Mittleren Westen andere Probleme hat als in New York und Los Angeles, und in Deutschland im Emsland, in der Uckermark, in der Lausitz und im Schwarzwald andere Probleme als in Berlin, Hamburg, Ruhrpott und Rhein-Main-Gebiet.
 
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@Erkekjetter
Mir ist schon bewusst, dass Nationalisten sich oft als Patrioten sehen und dadurch diese Färbung kommt. Aber von der Idee ist es nicht unbedingt das selbe. Die Nationalisten machen es sich nur zu eigen. Man kann aus dem Wikipedia Artikel, je nachdem welche Stelle man zitiert, ein für und gegen herauslesen.
Und so wie @OdinHades es deferierte, hätte ich es eindeutig als Nationalismus bezeichnet. Vielleicht sogar schon Faschismus.

Seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine und spätestens seit der Wiederwahl von Trump, hatte auf jeden Fall ich die Wahrnehmung, dass es auf EU Ebene so wie etwas wie ein Patriotismus gibt, der nicht auf ein politischen Spektrum beschränkt ist. Also ziemlich Auffällig waren wir da wirklich die Grünen.

Um noch halbwegs einen Bogen zum Thema zu schlagen. Ich hatte jetzt vor ein paar Jahren nicht das gefühlt, dass die Demokraten sich überhaupt nicht als Patrioten bezeichnet hätten, aber wahrscheinlich nie so stark, wie die Republikaner.
 
OdinHades schrieb:
Patriotismus ist in der Regel eine Tarnung für einfache Xenophobie.
Solange wir von Staaten sprechen wollen ist Patriotismus eine innewohnende Selbstverständlichkeit, normalerweise erkennt man den Staaten auf diesem Planeten das Recht auf Souveräntität an, was ist denn Selbstbestimmung anderes als Souveränität?
 
Trumpies Sicherheitsberater, böse Zungen sagen Sicherheitsrisiko, Waltz, ist nach übereinstimmenden Berichten zurück getreten (worden). Hat lange genug gedauert!
Mal sehen wer noch alles folgt. Ich tippe als nächstes auf Musk.
 
Musk hat doch kein Regierungsamt? Vielleicht fliegt Hegseth? Der macht super Arbeit sagt Trump. Und deswegen wird er ihn wegloben.
 
@mo schrieb:
Ich tippe als nächstes auf Musk.
Den kann er eigentlich nicht feuern, weil Musk hat kein Regierungsamt und ist nie durch den Senat gegangen.

Ich bin eher bei Hegseth.
Mit dem läuft Einiges verkehrt wenn die Frau für ihn in „Sitzungen“ mit protokolliert.
 
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Martyn schrieb:
Das Problem war aber eher das Obama einfach zu sehr auf die Grossstädte und Ballungsräume fokusiert war, und die Ärmeren Menschen, oft mit Migrationshintergrund, dort.

Die "Poor White" im Mittleren Westen wurden nicht nur gefühlt sondern eben auch wirklich abgehängt.
Das entspricht ja auch meiner Aussage nur anders formuliert.
Martyn schrieb:
Genau dieses "von oben herab erklären wollen was gut für die Menschen sein soll" wie es die Grünen so gerne tun, ist das Problem, das viele Menschen in die Fänge der Rechten Parteien treibt.

Statt immer zur erklären zu wollen was gut für die Menschen sein soll, sollte man endlich die Menschen und ihre Probleme erst nehmen. Und einsehen das man in den USA im Mittleren Westen andere Probleme hat als in New York und Los Angeles, und in Deutschland im Emsland, in der Uckermark, in der Lausitz und im Schwarzwald andere Probleme als in Berlin, Hamburg, Ruhrpott und Rhein-Main-Gebiet.
Genau das habe ich mit meiner Aussage NICHT ausgesagt, es geht um eine vernünftige Erklärung und NICHT um eine Erklärung von oben herab.
Mir geht es darum das bisher eine nahezu unsichtbare Regierung Entscheidungen für alle getroffen hat und diese nicht erläutert hat.
Wenn Entscheidungen verständlich erklärt werden und die dadurch nachvollziehbar werden wird auch eine Regierung wieder vertrauenswürdig.

Das Entscheidungen erklärungsbedürftig sind, hatte die Ampel und auch Obama nicht verstanden, so entsteht dann Politikverdrossenheit und die Wähler wandern zu Gruppierungen die mit einfachen Worten auf Wählerfang gehen.
 
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