USA Today: Neues von den Republikanern und Donald Trump

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Haben die Leute noch nie ne Weltkarte gesehen? Da Russland, paar Kilometer Wasser, da Alaska (die Erde ist rund!). Wenn die so labern bei Pressekonferenzen, dann denkt man doch echt, dass die einen für total blöde halten. Hey, sagt doch mal "Wir haben uns auf einen sofortigen Waffenstillstand geeiniget und jetzt haben wir viel zu besprechen." Boah, das hätt ich super gefunden.
Aber will jetzt mal nicht zu pessimistisch klingen... angeblich will Trump ein Dreier-Treffen und das schon bald. Lasst uns wieder hoffen und das alles gut wird am Ende :) Aber ich hoff dann echt, dass die den Selenskij nicht wieder zur Schau stellen wollen und dann seinen Kleidungsstil kritisieren vor den Kameras der Welt.
 
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Erkekjetter schrieb:
Die USA und Russland sind direkte Nachbar und liegen geografisch nah beieinander.
Erst durch einen (für die USA) damals ziemlich guten Deal.

Bis 1867 war Alaska nämlich russisch ... und wäre es das geblieben, hätten die USA und Russland heute keine gemeinsamen Grenzen.
Ein offizieller Bundesstaat der USA (Nr. 49) ist Alaska sogar erst nach dem 2. Weltkrieg geworden.

Nebenbei ist es von Grönland ín die USA weiter, als von Alaska nach Russland und Alaska hat zwar eine gemeinsame Grenze mit Russland, aber nicht mit dem Rest der USA (da liegt wahlweise etwas Kanada oder Pazifik dazwischen).
 
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@mo schrieb:
Na ja, was soll er machen?
Wenigstens teiloptimistisch sein und es nach außen zeigen. Macht er ja.
In Zeiten wie diesen klammert man sich halt an jeden Strohhalm, wahrscheinlich er auch.

Der Bundeskanzler hat ja offensichtlich einen direkten Draht zu Trump und soll ja regelmäßig mit ihm telefonieren. Wie groß der Einfuss von Merz auf Trump ist, weiß man nicht so recht.
Der Einfluss von Putin auf Trump scheint sehr groß zu sein.
Aber wer weiß das schon so genau?

Für mich persönlich ist das Alles nur schwer nachvollziehbar. Immer mit der Angst im Nacken, dass uns noch Schlimmes bevorstehen könnte.
 
DerOlf schrieb:
Erst durch einen (für die USA) damals ziemlich guten Deal.

Wobei du das lediglich rückblickend betrachtest. 1867 war der Kauf längst nicht so unumstritten und gut, wie man heute sagen kann. Weder die Gold- noch Erdöl/Erdgasfunde waren damals vorhersehbar. 1867 hat Russland eine dünnst besiedelte und schwer zugängliche Kolonie mit stark zurückgehendem Pelztierbestand an die Vereinten Staaten verkauft.

Man darf bei Beurteilungen eben nie die damals bekannten Umstände vergessen. Aus der Sicht von heute gesehen, würden viele Entscheidungen egal welcher Zeit wahrscheinlich anders getroffen werden ...
 
Die Frage, inwiefern Russland und die USA Nachbarn sind, ist mit Blick auf das Treffen am Freitag vollständig irrelevant.

Putins Einlassungen, einschließlich der Rede von guter Nachbarschaft, Behauptungen über Wahlbetrug und der Aussage, unter Donald Trump hätte der Ukrainekrieg nie begonnen, dienten nur dazu, Trumps Ego zu schmeicheln. Putin ist darin ein Vollprofi und beherrscht diese Form der Inszenierung, er hat dies ja quasi gelernt.

In der Summe ist das Treffen sowohl für Putin als auch für Donald Trump äußerst gut ausgegangen. Die Bilder werden sich vor allem innenpolitisch für beide gut verkaufen lassen. Putins vorrangiges Ziel war jedoch, Zeit zu gewinnen und Trump nicht zu verärgern, denn er weiß, dass Russland im Abnutzungskrieg am Ende gewinnen wird, vor allem dank der Unterstützung aus China.

Entscheidend wird nun sein, was bei dem hektischen Zusammentreffen in Washington herauskommt. Donald Trump wird dort seine Linie präsentieren, in der Erwartung, dass Europa mitmacht, mit den üblichen Spielchen, die man von ihm kennt. Welche Linie er nach dem Treffen verfolgt, wissen wir vermutlich erst Anfang der nächsten Woche, sofern TACO nicht wieder zuschlägt.
 
Nazrael schrieb:
denn er weiß, dass Russland im Abnutzungskrieg am Ende gewinnen wird, vor allem dank der Unterstützung aus China.
das glaubt er und du. Tatsächlich ist das in keiner Weise so sicher, wie du es hier wiederholt darstellt. Rechnet man die bisherigen Verluste gegen die Geländegewinne, spielt das eindeutig gegen die Russen. Allerdings gehst du ohnehin nie auf widerspruch ein und stellst deine Behauptungen stets als faktisch hin. Bleibt der Nachschub auf ukrainischer Seite wie er ist, wird Russland einen Abnutzungskrieg unter Umständen verlieren. Genau deshalb hat auch nur Putin wirklich was gewonnen bei dem Treffen. Denn er hat nur eine Chance. Den Ami Nachschub zum erliegen zu bringen bevor Trumps Amtszeit rum ist (und der Hoffnung, die EU kann/will nicht entsprechend einspringen). Das hat auch die Körpersprache auf diversen Fotos gezeigt. Von beiden. In den USA „hilft“ es Trump nur bei denen, die sowieso uneingeschränkt hinter ihm stehen. Der Rest durchschaut das Schauspiel oder ist über die ganze Sache eh empört.

Und welche relevante Unterstützung von China? Die grössten Unterstützer Russlands bisher waren und sind Iran, Belarus und Nordkorea. Die Angaben, das China Russland massiv unterstützt kommen von den Ukrainern und sind nicht unabhängig belegt.
 
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Das China und Russland spätestens seit den Sanktionen wirtschaftlich enger verknüpft sind ist kein Geheimnis. Und Dual Use Lieferungen sind halt son Thema. Was davon dann wirklich im Krieg landet, weisss keiner. Daraus jetzt eine direkte Kriegsunterstützung zu konstruieren, ich weiss nicht. Dann wärw jeder Handelspartner Russlands Kriegsunterstützer. Auch die EU…
 
Erkekjetter schrieb:
Zeigt ja auch diese Aussage von ihm wieder. Wenn der Massstab, wie gut etwas ist, Trumps Zufriedenheit damit ist, dann gute Nacht. Weiter weg von Objektivität kann man damit kaum sein. So ein Spruch ist da auch maximal sinnlos, weil inhaltsleer.
Das nennt man diplomatisch vorgehen, politisches Fingerspitzengefühl walten lassen.
Was soll Merz denn machen? Dem Trump (verbal) vors Schienbein treten?
Europa kann es sich noch nicht leisten, auf die Unterstützung der USA zu verzichten, falls es das überhaupt jemals können wird, und dazu gehört leider, dass man den Trump, vor allem in der Causa Ukraine, "bauchpinseln" muss.

Außenpolitik ist für westliche Regierungspolitiker in der heutigen Zeit nicht ganz so einfach. Und dabei ist es egal, ob jemand Regierungserfahrung mitbringt, oder nicht.
Im Moment macht der deutsche Bundeskanzler vieles richtig. Vor allem bemüht er sich.

Unsere letzte Regierung, die sog. "Ampel", bestand ja mehrheitlich aus "Politikprofis", einige davon sogar mit Regierungserfahrung. Wie dieses Desaster geendet hat, ist ja bekannt und braucht nicht weiter thematisiert werden.

Deshalb ist es Quatsch, dem Merz mangelnde Regierungserfahrung vorzuwerfen und daraus ein angebliches Fehlverhalten zu konstruieren. Außenpolitisch gesehen ist es bei dieser Weltlage ein ständiger Ritt auf der Rasierklinge.
Zum Einen steht man den Despoten dieser Welt gegenüber, zum Anderen hat man in der EU (Ungarn, Slowakei) und in der NATO (USA, Türkei) keine verlässlichen Partner mehr an der Seite. Das ist eine politische Herausforderung und ich möchte in dieser Zeit keine politische Verantwortung tragen. Da wäre mir die Last zu schwer.
 
Zu Trump und dem Friedensnobelpreis:
Obama hat einen bekommen, da muss Trump natürlich auch einen haben!
Ein großer Teil seines Handelns wird ja immer von Neid und Rachegefühlen angetrieben - hätte er damals nicht die Geburtsurkundensache mit Obama gehabt und wäre dann anschließend auf dem WH Correspondent‘s Dinner zerlegt worden, wer weiß ob wir heute einen President Trump hätten…
Aber nach der Kränkung und dem Erfolg von Obama auf so vielen Ebenen muss es nun eben auch der Friedensnobelpreis sein, wenn er schon nicht mit der Mutter von Obama schlafen kann
 
Auf seine Tweets dazu bin ich sehr gespannt :D
Und ob Norwegen jetzt nen extra Zoll aufgedrueckt bekommt? :evillol:
 
Die Liste der Nominierten wird vom Nobelkomitee erst nach 50 Jahren veröffentlicht. Daher kann niemand wissen, inwiefern er auf dieser Liste steht oder nicht. Man kann höchstens aus öffentlichen Stellungnahmen Rückschlüsse ziehen. Niemand ist verpflichtet, seine Nominierung offenzulegen.

Daher werden auch keine „Spezialzölle“ kommen. Der kommende Friedensnobelpreis ist ohnehin fast entschieden, weshalb der Ukrainekrieg in Bezug auf Trump hier keine Gewichtung finden wird. Für 2026 sähe das anders aus, hier ist eine Nominierung bereits von Israel, Pakistan, Kambodscha und Armenien angedacht beziehungsweise von deren Regierungschefs angekündigt.

Das Abkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan wäre im Übrigen tatsächlich ein außenpolitischer Erfolg für Trump, sofern es nachhaltig wirkt, und eine erhebliche Niederlage für den Kreml. Wenn hier einmal etwas nachhaltig funktionieren sollte, kann man es auch positiv erwähnen. Das Blinde Huhn...nunja.

Sollte Donald Trump es irgendwie hinbekommen, einen ebenso nachhaltigen Frieden zwischen der Ukraine und Russland auszuhandeln, bei dem die Ukraine zwar Gebietsverluste hinnehmen muss, dafür aber reale amerikanische Sicherheitsgarantien und volle Souveränität behält, dann soll er von mir aus die nächsten fünf Friedensnobelpreise bekommen. Die Symbolik ist mir egal. Ich sehe die Chancen aktuell jedoch bei 0,x Prozent.
 
Derjenige, der ihn 2024 für den Nobelpreis 2025 vorgeschlagen hat, hat dies aber offiziell widerrufen. Somit ist Trump nicht mehr auf der liste des Preises 2025. Wir wissen es also ganz genau, sofern man den offiziellen Äußerungen glauben schenken mag.

Offiziell weiss sowieso auch niemand, wer drauf steht. Die können also alle reden, ob sie wirklich machen, weiss niemand außer die Internen des Komitees. Gilt dann, wenn man die Aussage zu Streichung 2025 in Zweifel zieht, auch für die Nominierungen 2026.
 
Mir geht diese Täter-Opfer-Umkehr so dermaßen auf die Nüsse, das ist kaum zum Aushalten.

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Und nein, Trump ist nicht dumm, das ist bewusst und beabsichtigt. Krasnov tut wie ihm vom Fürsten geheißen.

Zu DC:
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Es war zu erwarten, das die Soldaten früher oder später bewaffnet werden würden. Die Menschen werden so gewöhnt an eine permanente Präsenz.
Im Gegensatz zu den üblichen Sicherheitskräften, werden diese nicht vom Polizeipräsident/in befehligt sondern von SecDef oder dem Präsidenten. So generiert man die Aushebelung des Sicherheitsapparats.
 
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knoxxi schrieb:
Mir geht diese Täter-Opfer-Umkehr so dermaßen auf die Nüsse, das ist kaum zum Aushalten.

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Und nein, Trump ist nicht dumm, das ist bewusst und beabsichtigt. Krasnov tut wie ihm vom Fürsten geheißen.
Es hat eher damit zu tun, dass es für die USA leichter ist, die Ukraine zu Zugeständnissen zu zwingen als Russland, bzw. es ist deutlich „günstiger“, jedoch nur auf den ersten Blick. Die USA wollen unter allen Umständen aus dem Krieg heraus, natürlich gesichtswahrend.

Da die Ukraine jedoch nur dann territoriale Zugeständnisse machen kann, wenn ein dauerhafter Frieden garantiert wird, was aus russischer Position bei der aktuellen Lage definitiv nicht passieren wird, müsste man in Kiew einem faulen Frieden zustimmen, der de facto eine Teilkapitulation darstellt.

Es ist eine vertrackte Situation. Ich sehe bisher keinen Ausweg für die Ukraine, hier einen dauerhaften Frieden aushandeln zu können. Die Situation hat auch gewisse Ähnlichkeiten (wenn auch mit Abstrichen) mit München 1938; es ist wirklich eine sehr ungünstige Entwicklung, auch für uns.
 
Nazrael schrieb:
wenn ein dauerhafter Frieden garantiert wird,
Sicherheitsgarantien sind absolut nichts wert, siehe Budapester Memorandum. Mit dem unterschriebenen Papier, kannst du dir den Hintern abwischen, hast du mehr von als sich darauf zu berufen.

Ähnlich sieht es mit einem Friedensschluss, egal welcher Art aus.
 
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knoxxi schrieb:
Sicherheitsgarantien sind absolut nichts wert, siehe Budapester Memorandum. Mit dem unterschriebenen Papier, kannst du dir den Hintern abwischen, hast du mehr von als sich darauf zu berufen.
Korrekt, Garantien ohne Backup sind relativ wertlos, wobei das Budapester Memorandum nur bedingt taugt, da der zweitwichtigste Garant zum Kriegsgegner wurde. Es war tatsächlich in dieser Zeit nie in Betracht gezogen worden, dass einer der Garanten eine Invasion startet, ein Designfehler wenn man so will. Wobei es nicht vollständig wirkungslos war: Tatsächlich beruft sich u. a. das UK auf dieses Memorandum in völkerrechtlicher Hinsicht für die Unterstützung der Ukraine. Natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber mehr als nichts.

In der Realität wäre wohl nur eine scharfe US-Garantie mit mehreren US-Basen abschreckend genug; das wird aber nicht passieren.

Daher ist es wirklich sehr schwierig. Ich sehe aktuell, wie gesagt, keinen Weg für die Ukraine, etwas auszuhandeln, was eine gesicherte Zukunft betrifft. Donald Trump scheint seine Linie hier am Freitag festgelegt zu haben, nicht zu Gunsten der Ukraine. Ob es dabei bleibt, werden wir bald sehen.
 
knoxxi schrieb:
Es war zu erwarten, das die Soldaten früher oder später bewaffnet werden würden. Die Menschen werden so gewöhnt an eine permanente Präsenz.
Sind die das da nicht wahrscheinlich eh schon? Ich mein das was jetzt grad abgeht, ist doch, wenn man nicht grade MAGA Anhänger ist genau der Punkt, warum die immer ihre schwachsinnigen Waffengesetze verteidigen. Wobei ich ein bisschen Bedenken bei der Schnittmenge hab zwischen NRA-Verteidiger und MAGA Fanatiker.
 
WhiteHelix schrieb:
Sind die das da nicht wahrscheinlich eh schon?
Ja, natürlich, das hat allerdings wenig mit den Waffengesetzen zu tun. Die Präsenz von US-Soldaten ist in den USA im zivilen Raum allgegenwärtig, da es eine starke Verzahnung zwischen Zivilgesellschaft und Militär gibt. Du wirst in nahezu jeder Gegend auf US-Soldaten stoßen, nicht selten auch in voller Montur. Es ist daher wohl eher eine mitteleuropäische Perspektive bezüglich eines Gewöhnungseffekts, der tatsächliche Grund dürfte in den üblichen Macht- und Nebelspielen von Donald Trump liegen.
 
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