BFF schrieb:
Wird echt Eng, für good old J
https://www.domradio.de/artikel/evangelikale-lehnen-jesus-zitate-als-zu-links-ab
Tatsächlich ist es oftmals der erste Teil der christlichen Bibel, dessen Texte den Gläubigen nicht selten in Gottesdiensten vorenthalten werden, sollten sie zu anstößig, verstörend oder blutrünstig sein. Sogar die offizielle Liturgie der Kirche kennt solche Eingriffe wie zum Beispiel im Stundengebet den Wegfall eines Verses im 110. Psalm, in dem Gott Gericht hält, die Toten häuft und die Häupter "weithin auf Erden" zerschmettert.
Jesus war so Links, dagegen wäre Marx ein Konservativer
Hier macht sich dann die Kirche auch mal ehrlich.
Godehard Brüntrup SJ
"De facto streichen wir alle fragwürdige Sätze und Geschichten aus der Bibel."
Einer der in meinen Augen Hauptgründe, die Radikalisierung von Freikirchen zu stoppen. Notfalls durch Rechtsstaatsnahme der Rechten Extremisten.
Brüntrup dazu:
Der Jesuit Brüntrup weist darauf hin, dass es um so folgenreicher werde, je näher man an Jesus und den Kern seiner Verkündigung herankomme. "Man kann nicht die Bergpredigt ablehnen und immer noch Christ oder Christin sein.“
Dabei sei es nicht grundsätzlich falsch oder zu verurteilen, aus der Religion auch politische Überzeugungen abzuleiten. "Wenn man aber zuerst eine politische Überzeugung hat und dann die Religion in den Dienst nimmt, um diese politische Meinung spirituell aufzuladen und zu überhöhen, dann dient die Religion nur noch Machtinteressen."
Yale-Professor Miroslav Volf:
Dass im nächsten Schritt der Jesus der Bibel durch Evangelikale in Frage gestellt wird, ist für den anglikanischen Theologen nicht überraschend. An der eigentlichen Botschaft Jesu gebe es in rechts-christlichen Kreisen immer weniger Interesse. Die Kirche diene mehr als kulturelle Identifikationsgruppe, so Volf, und weniger als Glaubensgemeinschaft.