Warum haben wir in Deutschland so wenig Glasfaser bis ins Haus?

foo_1337 schrieb:
Und hier wollte ich der Fairness halber hinweisen, dass dies z.B. auch bei einer früheren Grünen der Fall gewesen wäre bzw. gar noch schlimmer.

Bei den Grünen hat sich die Einstellung zur Digitalisierung seit den Siebzigern bzw. seit 1987 allerdings geändert. Bei der CDU wage ich zu behaupten, daß sie das nicht getan hat.

Vielleicht bin ich als als fefe-Leser aber auch CDU-voreingenommen. :D
 
DeusoftheWired schrieb:
Ich wollte nicht sagen, daß man heute die CDU deshalb nicht wählen sollte, weil sie den Glasfaserausbau in den Siebzigern torpediert hat
Hat sie übrigens nicht. Der entsprechende Artikel mit der Dolchstoßlegende ist purer Propaganda-Mumpitz.

Die Schwarzgeldkofferpartei mit dem Ehrenwortkomplex würde ich trotzdem nicht wählen bevor die Hölle zweimal zufriert und wieder auftaut und eine Reihe Hilfsteufel dritter Klasse auf Schlittschuhen an meinem Fenster vorbei fahren und dabei "Freude schöner Götterfunken" singen.
 
Leider läuft das Thema mal wieder parallel. Ich habe hier schon einiges dargelegt.
tl;dr: Glasfaser war noch (lange!) nicht bereit für das Verteilnetz, es musste aber ein Beschäftigungs- und Konkunkturprogramm her um die Arbeitslosenzahlen zu drücken. Und das "das Internet" dermaßen durchstarten und Bedarf an Upstream für jedermann wecken würde war auch noch nicht absehbar.
Daher Breitbandkabel. Es war das Transportmedium der Wahl weil es verfügbar und behrschbar war.
 
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Man sollte auch ISDN nicht vergessen. Das war aus meiner Sicht eine sehr erfolgreiche Brückentechnologie zwischen Analog und DSL.
 
Da hast Du recht, ich beschreibe es mal als Nichtfachmann:

Analog (56k-Modem), ISDN (2 x 64kBit), DSL (768 kBit). In den 90ern sagte meiner Erinnerung nach umgangssprachlich zu ISDN niemand "DSL", das kam dann erst gegen 2000 auf, in Verbindung mit "DSL-Modem".

In den 90ern war man mit ISDN gefühlt der King.
 
ISDN hatte für Privatleute einfach keine signifikanten Vorteile. Mit aufkommen von IP Telefonie im professionellen Bereich ist es deshalb auch schnell gestorben. Ich weine dieser weltweit gesehen Exotentechnik keine Träne nach. Der "King" mit 2x64kbit müsste dafür auch doppelt blechen und das war damals schon eher unrentabel. Ob die MP3 in 16 oder 8 Minuten aufm Rechner gelandet ist, hat den Bock auch damals schon nicht wirklich fett gemacht. Schwelgen in verzerrten Erinnerungen...

Ich war zur Jahrtausendwende damals in einem kleinen MT Technik Unternehmen beschäftigt. Wir hatten eine Videokonferenzanlage mit einem Kunden in die USA installiert. Damals realisiert über 8 ISDN Kanäle. Für damalige Verhältnisse ziemlich der neuste Scheiß. War beeindruckend aber für Privatleute unbezahlbar und auch im gewerblichen Sektor eigentlich nur Angeber-Quatsch.
 
Zuletzt bearbeitet:
bender_ schrieb:
ISDN hatte für Privatleute einfach keine signifikanten Vorteile.
Zwei voneinander unabhängige Sprachkanäle, bis zu 10 Rufnummern, zuverlässige Signalisierung z.Bsp. von "Besetzt"...

In meinem Familien- und Bekanntenkreis gab es zwischenzeitlich kaum einen Hausbesitzer ohne KTA (kleine Telefonanlage), sei es nun als Eumex und Co. oder als Fritzbox.

Durch die Smartphones hat sich das komplett erledigt, aber wie gesagt damals (tm) war es schon ein recht gewichtiger Vorteil das nicht ein Familienmitglied beim stundenlangen abgleich lebenswichtiger Informationen ("Rüdiger hat gesagt Hans hat gesagt Du hättest gesagt das ich gesagt hätte....") gleich alles lahm gelegt hat.
 
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Wie gesagt. Angeber-Quatsch.
 
Klar, nur angeberquatsch, sicher...

Bei mir war es damals im Endeffekt wie bei @Hayda Ministral, quasi jeder in der Nachbarschaft hatte ISDN. Vorallem wegen der zwei Nummern. Ich wohne auf dem Land, in einer Region in der es nicht ungewohenlich ist, dass mehrere Generationen im gleichen Haus, bzw. zwei Haeusern auf dem gleichen Grundstueck wohnen.
Da war ISDN damals eine richtig gute Sache.
Bei einem Nachbarn laufen die ISDN Systemtelefone heute noch, die Eumex konnte einfach an die Fritzbox angeklemmt werden und lief dort sofort weiter als waere nix gewesen, nachdem er vor einem Jahr auf FTTH umgestellt worden ist.
Die Technik war und ist extrem robust.

Im allgemeinen ist es muessig ueber "was waere wenn" zu diskutieren. Selbst wenn damals in den 80ern Glasfaser gelegt worden waere: Ich wage es zu bezweifeln dass da mehr Bandbreite drueber ginge als das was heute mit Kupfer geht. Die OPAL Fasern waren ein Reinfall
 
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Hi,

"Angeber-Quatsch" kann aber auch nur jemand zu mehreren Kanälen sagen, dessen Schwester ihn nie aus einem Download oder Online Match gerissen hat, weil sie unbedingt telefonieren muss...

VG,
Mad
 
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Meine Sis hatte ne eigene Analogleitung...
War billiger als ISDN. Aber man konnte nicht so toll damit angeben.
 
Hi,

sage ich ja, kann man nur sagen wenn man selbst nie betroffen war. Ich hätte ja gesagt, ggü Otto Normaluser ist "ich habe einen zweiten Anschluß" deutlich imposanter und damit angeberfreundlich als "ich habe 8K mehr übertragungsrate und einen separaten Sprachkanal". Aber gut, jeder wie er meint.

VG,
Mad
 
Welche Deathmatches hast Du denn über ISDN geführt?
 
Hi,

ich gar keine, weil ich kein ISDN hatte. Aber da gabs z.B. Quake 3 Arena, was ich mit Freunden gespielt habe. Und einer hatte zwei Schwestern. Todesurteil in Bezug auf Leitungsverfügarkeit.

VG,
Mad
 
Zu Zeiten von Q3 Arena gab's schon DSL768. Das war den Aufpreis wenigstens Wert (mir zumindest). Dachte mir schon, dass Du da mit dem Jahren etwas durcheinander gebracht hast.
Ich hatte es bereits erwähnt:
bender_ schrieb:
Schwelgen in verzerrten Erinnerungen...
 
Ach Du kommst vom Dorf?
Da konnte man mit ISDN sicher noch besser angeben :evillol:
Hattest Du aber damals ja schon nicht nötig :daumen:
 
Die Telephoniemerkmale waren mir nie wichtig, aber ich hatte 2003 bis 2006 ’ne ISDN-Flat für beide Kanäle. Dateien größer als 1- oder vielleicht mal 2-CD-Rips waren damals selten, aber ich war heilfroh, die ca. 3,5 GB eines bestimmten Torrents „nur“ über Wochen und nicht über Monate mit dem Laptop nachts im Flur laden zu können. :D
 
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