-Ps-Y-cO- schrieb:
Was war denn so Schlimm die "Festplatte" auf der sowieso NICHTS drauf war ausser Windows 8.1 Naked zerschossen zu haben?
Nichts, wenn du mit deiner Zeit nichts besseres anzufangen weißt, als Windows neu zu installieren. Das kann aber keine Dauerlösung sein, das siehst du doch ein.
Du hast es doch viel viel leichter als z.B. ich, der ich schon mit Linux Mandrake 8 herumgespielt habe. Du hast heute sehr ausgefeilte Virtualisierungstechnologien. All die brutalen Missgeschicke, die jeder irgendwann durch hat, vom zerschossenen MBR bis hin zum "ups, falsche Partition formatiert" entfallen bei deiner Generation. Ihr könnt in einem Sandkasten üben.
Denk ich werd mir mal das ein oder andere kleine Buch zur Hand nehmen und wirklich vorher erstmal Lektüre zur Thematik Linux Lesen!
Kann man machen, MUSS man aber nicht. Learning by doing ist schon nicht so verkehrt, so hat mans bei Windows ja auch gemacht. Du solltest nur eben nicht am Produktivsystem lernen. Klar, irgendwann musst du evtl. ins kalte Wasser springen und n Dualboot aufsetzen, aber das ist dann der letzte Schritt. Bis dahin verlässt man sich auf VMs oder opfert einen 10€-USB-Stick für die Linux-Installation.
Windows zum Zocken benötige ich hingegen! Den rest kann Linux ja wunderbar - wenn nicht gar besser - erledigen...
Nein, eigentlich nicht. In manchen Bereichen ist es besser und flexibler. Die OpenGL-Performance ist etwas besser als unter Windows. Viele Hirnfürze von MS entfallen (z.B. die Registry). Sehr flexibles Mounting und jede physische Device als Datei zu repräsentieren ist clever.
Aber insgesamt? Für Lieschen Müller ist Linux nur ein anderer Knopf, auf den sie drückt. Du kannst in Windows genauso mit freien Office-Suiten arbeiten, genauso Thunderbird statt Outlook nehmen, genauso auf Photoshop & Illustrator zu Gunsten von GIMP und Inkscape verzichten. Andererseits gibt es viel wirklich gute Software, die unter Linux NICHT läuft, z.B. Adobe InDesign. Gibt nix vergleichbares, Scribus stinkt gewaltig ab.
Klar, wärst du jetzt z.B. Webentwickler und würdest deine Arbeit in einem realistischen Umfeld testen wollen, dann wäre ein LAMP-Server angebracht... aber auch da tut es ein LAMP in ner VM.
Ich glaube, du gehst hier mit falschen Vorstellungen heran. Linux ist kein Heilsbringer. Linux ist lediglich eine andere Herangehensweise an dieselben alten Probleme. Daher bleibt die Bedeutung von Linux auch, für Privatanwender, bei 0. Linux kann für Privatleute nichts, was Windows nicht bereits abdeckt. Die Detailunterschiede bemerkt da niemand.
Oder wie oft hast du dir gewünscht, dass du problemlos 2 SSDs als Mirroring RAID betreiben kannst ohne Hardware-Controller? Kernel 3.8 kann so etwas, Windows 8 soweit ich weiß nicht. Aber will man das? Einer unserer Server will sowas, aber da würde im Zweifel halt n aktuelles Windows Server laufen, das kanns auch...