News Zaunkoenig M1K: Kohlefaser-Maus ist ab 6,50 Euro pro Gramm zu haben

milliardo schrieb:
Wobei ich schon sagen muss, dass eine leichte Maus für "Fingergriffler" von Vorteil ist. Das jetzt jede Gamermaus auf Teufel komm raus (auf Kosten von Stabilität, Ergonomie, Komfort und/oder Wartbarkeit), so leicht wie möglich sein muss, bleibt aber imho Nonsense.
Genau so seh ich das auch. Eine Maus muss für mich leicht sein, aber dieses absolut übertriebene Gewichtsparen das aktuell getrieben wird ist Nonsens. Und eine Maus mit nur 2 Tasten wäre für mich gerade für moderne Shooter zu wenig. Da fehlen mit die Tasten fürs ducken und nachladen. Die auf der Tastatur mit zu benutzen schränkt mich beim Laufen mit WASD ein.
 
Erinnert mich an die erste Kugelmaus meines Vaters in Carbonoptik aus den 90ern, allerdings hatte die schon drei Tasten...
 
Deathless schrieb:
Beim Rennrad macht es aber Sinn, bei einer Gaming Maus nicht.
Und das entscheidet wer? Du? Ganausogut könnte ich hingehen und behaupten, es wäre Bullshit, weil es vollkommen egal ist, ob ein Rennrad 9 oder 8,8 kg wiegt. Tue ich aber nicht, weil ich das überhaupt nicht beurteilen kann. Jeder wie er es braucht oder auch nur meint, zu brauchen.

Es gibt sehr wohl Leute, die wollen eine leichte Maus, so sehr sogar, dass die selber eine Maus modden, um die Hälfte an Gewicht einzusparen. Hat der User bestimmt nur gemacht, weil er es kann und nicht etwa, weil er davon einen Vorteil hat.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Tranceport
RYZ3N schrieb:
Immer wieder erstaunlich wie man sich so künstlich über Produkte aufregen kann, die man selbst nicht braucht und ihnen dann direkt jedwede Daseinsberechtigung anspricht. Wow!
Ja und nein.
Diese Maus ist im Vergleich zu anderen Produkten der Gattung "Computermaus" eigentlich nur im Nachteil. Teuer, mit Kabel, überhaupt nicht ergonomisch, leicht (kann ein Nachteil sein), fehlende Bedienelemente wie das Scrollrad...
Die Maus profitiert eigentlich nur vom GFK, und vom Gewicht. 23 g ist schon extrem leicht, meine Maus ist sechsmal schwerer. :D

Ich kann die Ablehnung und die verbale Ausdrucksweise durchaus nachvollziehen, denn dieses Produkt entstand halt im Rahmen eines aktuellen "Hypes" garniert mit "Marketing", sprich: Mäuse müssen unfassbar leicht sein, damit Du ein großartiger Gamer bist und Deinen Skill vollends ausschöpfen kannst. Das ist doch im Grunde die Botschaft, die dem Produkt mitgegeben wird, um Bedürfnisse bei etwaiger Zielgruppe zu wecken.

Wie schon erwähnt, nicht mal ein Kabelhalter liegt bei. Wirklich durchdacht scheint die Zielgruppenauswahl und Konzeptionierung nicht zu sein. Würd mich mal interessieren, wie flexibel und leicht (!) das Kabel ist. Was nützt eine schön leichte Maus, wenn das Kabel einen in schnellen Moves stark behindert oder es schlichtweg nervt?
 
Köf3 schrieb:
Ja und nein.
Diese Maus ist im Vergleich zu anderen Produkten der Gattung "Computermaus" eigentlich nur im Nachteil. Teuer, mit Kabel, überhaupt nicht ergonomisch, leicht (kann ein Nachteil sein), fehlende Bedienelemente wie das Scrollrad...

Das Problem ist dass du der Maus (oder deren Produzenten) eine völlig falsche Intention unterstellst.

Der Preis ist hier kein entscheidender Faktor sondern ergibt sich aus dem kompromisslosen Konzept minimalen Gewichts kombiniert mit hochwertigsten Komponenten und der Handfertigung kleinster Mengen in Deutschland.
Für den ausgegebenen Einsatzzweck ist die Maus durchaus ergonomisch.
Das Kabel ist gewollt weil es nunmal leichter ist als eine Wireless Version mit Akku. (Deine Frage zum Kabel wird auf der Herstellerseite beantwortet, auch dies ist speziell auf Leichtigkeit bei maximaler Flexibilität ausgelegt.)
Mehr als 2 Tasten werden für diesen einen Zweck nicht gebraucht.
Und das Gewicht als Nachteil auszulegen bei einer Maus die hauptsächlich dafür konstruiert wurde so leicht wie nur irgend möglich zu sein ist auch kreativ.

Die Maus ist nicht besser oder schlechter als andere Gaming Mäuse, sie ist kompromissloser auf ein ganz bestimmtes Ziel ausgerichtet. Wer das nicht verstehen kann ist ganz sicher kein Teil der Zielgruppe.

Was hier am laufenden Band gemacht wird ist als ob man einen Luxoriös ausgestatteten Porsche 911 mit einem ausgeräumten rein auf die Rennstrecke ausgelegten Modell mit harten Schalensitzen, Straßenuntauglichem Fahrwerk, nicht STVO zugelassenen Slicks, störendem Käfig usw vergleicht - es sind einfach unterschiedliche Konzepte und meine Schwiegermutter wird nicht zum Schumi nur weil man ihr ein Rennauto gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
NoD.sunrise schrieb:
Das Problem ist dass du der Maus (oder deren Produzenten) eine völlig falsche Intention unterstellst.
Deine Argumentation in aller Ehren, aber so lässt sich jedes Produkt (egal welche Features es hat oder wie sinnvoll es einsetzbar ist) rechtfertigen.
"Ist halt für sehr spezielle Anwendungsgebiete gedacht" trifft dann im Grunde auf so vieles zu, was bestenfalls als "Gimmick" auf den Markt gekommen ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Almalexia
Ist ja schön, wenn man was macht, nur das Teil ist eher was dafür den Ulnar Nerv dauerhaft zu reizen.
 
Eigentlich kann man nicht über Sinn oder Unsinn diskutieren.
Die Maus hat ihren Einsatzzweck und ihre Kundschaft von daher erübrigt sich das ganze eigentlich.
 
Der Titel auf der Kickstarter-Seite ist ja mal Murks world's first carbon fiber gaming mouse

Hatte EVGA schon vor 5 Jahren: https://www.evga.com/mice/torq/ zwar mehr zu Dekozwecken, da sie genauso schwer wie die Torq X10 non-Carbon ist, aber es ist echtes.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Almalexia
Was für eine Schlammschlacht hier zum teil XD

Vitche schrieb:
Das kommt daher, dass die meisten "professionellen" Shooter-Spieler die Maus im Fingertip-Grip halten, also nur mit den Fingerspitzen. Das wiederum wird getan, weil die Finger die präzisesten Bewegungen vollführen können, zu denen ein Mensch im Stande ist. Die Motorik ist da einfach "am besten".
Und nun probiere einmal, eine "normale" schwere Maus über Stunden hinweg nur mit den Fingerspitzen zu halten, während du mit 400 - 1200 dpi spielst, die Maus also durchaus 20 bis 35 Zentimeter für eine komplette 360-Grad-Drehung der Spielfigur bewegen musst.

Das wird sehr schnell sehr anstrengend, zumal eine Maus eben nicht nur beschleunigt, sondern dann nach vollzogenem Flick-Aim auch möglichst schnell und präzise gestoppt werden muss. Und je schwerer ein bewegter Körper ist, desto mehr Kraft wird benötigt, um seinen Bewegungszustand bei festgelegter Beschleunigung zu ändern.
Das ist nur für diese besagte Nische an Spielern relevant, da aber eben ein großes Thema. Für MOBAs kann man eine solche Maus freilich nicht empfehlen.

Sehr ausführlich (aber auf Englisch) gehen auf die genannten Punkte tatsächlich auch die zwei Zaunkoenig-Gründer ein: Klick, Klick, Klick und Klick.
Danke, das war zusammen mit den Links sehr aufschlussreich.
Finds allerdings irgendwie lustig dass ich auch meine im Vergleich ja doch eher große und schwere Maus hauptsächlich im Fingergrip führe mit gelegentlichem Claw bei ruhigen Sachen wenn nur langsame und kurze Bewegungen nötig sind. Allerdings bei 2000 dpi ohne Beschleunigung. Ich glaub in CS:S brauche ich für 360° eher keine 5 cm ^^
Allerdings ist mein aim auch nur mittelmaß. Bin allerdings auch kein kompetitiver Spieler.
Die Limits bei längerem zocken sind allerdings kaum meine Finger sondern eher Konzentration, Augen, Blase und selten mal Handgelenk. Ich glaube Erschöpfung im Handbereich hatte ich zuletzt mit einer MS Intellimouse pro mit PS/2 und Kugel. Die sieht so aus. War so aus der Erinnerung die größte und schwerste Maus die ich je in der Hand hatte, aber die war gut. Hab die so ausgiebig benutzt dass ich die seitlichen Gummipolster durchgescheuert hab ^^
edith stellt verwundert fest: die maus ist ja sogar älter als age of empires 2 ^^

wiesel201 schrieb:
Wie jetzt: Diese Maus wiegt nur 23g? Sorry, so´n Mist kann ich nicht gebrauchen, da fehlt einem ja jedes Gefühl in der Maus-Hand! Der vorrangige Nutzungszweck einer Computermaus ist nicht der Transport, sondern die Nutzung, und da ist ein zu geringes Gewicht einfach nur fail. Mein Toilettenpapier kaufe ich schließlich auch nicht einlagig...
Aber wenn das einlagige Toilettenpapier viel leichter, weicher, saugstärker und reißfester wäre als dein 5-lagiges und noch dazu viel effektiver zum abwischen?^^

Roche schrieb:
Kojhlestofffasern sind beileibe nicht mehr so teuer, dass man eine total grottige Rotzmaus aus anno dazumal damit designen muss.
Roche schrieb:
Keine Sau will solchen Müll haben!
Probiers mal mit Baldrian und etwas Fantasie. Andere Menschen, andere Bedürfnisse und so.

Crassus88 schrieb:
Die sinnloste Ressourcenverschwendung die ich je gesehen habe.
Du glücklicher! Lass mich dir helfen! -> Hier findest du hunderte Dinge die diese Maus toppen.

Busta Rhymes schrieb:
Optisch richtig lieblos.
Wen interessiert denn die Optik wenn man ein minimalistisch, auf Basisfunktionalität optimiertes Werkzeug kauft? Braucht dein Hammer eine Beleuchtung, Tribalmuster und eine App zur Verwaltung, oder einfach nur einen stabilen, stoßdämpfenden Griff und einen passenden Kopf? ^^
Die Vorstellung drängte sich mir so auf. scnr
 
Zuletzt bearbeitet: (Edith fiel noch ein ...)
  • Gefällt mir
Reaktionen: GeneralJules und Vitche
Köf3 schrieb:
Deine Argumentation in aller Ehren, aber so lässt sich jedes Produkt (egal welche Features es hat oder wie sinnvoll es einsetzbar ist) rechtfertigen.

Nein. Ein Produkt unter Berücksichtigung seiner Zielsetzung und Zielgruppe zu bewerten führt nicht automatisch dazu, dass diese auch erfüllt bzw. angesporchen wird oder, dass objektive Qualitätsmerkmale erfüllt wären.

Was hier an Argumenten vorgebracht wird ist einfach, mit Verlaub, lächerlich.
Das ist als ob man bei einem Roller kritisiert dass keine 5 Personen drauf passen und er auf Eis nicht sonderlich toll fährt, oder bei einem 40 Tonner dass er für Standardparkplätze zu groß ist und auf der Rennstrecke zu lahm ist - das Problem liegt doch nicht an dem Produkt sondern daran dass man einfach wissen muss welches Produkt für welchen Einsatz das richtige ist.

Stichhaltige Argumente gegen die Maus wären wenn sie nicht leichter wäre als Kunststoff Modelle, wenn die Tasten keinen guten Druckpunkt vermitteln würden, wenn das Kabel steif wäre, wenn die Präzision schlecht wäre, wenn die Verarbeitung oder die Qualität der Komponenten mangelhaft wäre... Ich habe aber bei keinem der für diese Maus relevanten Punkte etwas negatives gesehen.

Suchst du eine gute Alltagsmaus, oder eine bezahlbare Maus mit ordentlicher Qualität oder eine massentaugliche Gamingmaus dann ist die Zaunkoenig offensichtlich nicht das Richtige, suchst du die leichtestmögliche Maus ohne Kompromisse dann könnte sie einen zweiten Blick wert sein.
Und wenn ich eine leichte, competitive gaming orientierte Maus suche und mich für eine Model o- oder dergleichen entscheide weil die mir immernoch "leicht genug" ist und dafür viel günstiger und alltagstauglich dann ist das absolut gerechtfertigt, macht die M1K aber deswegen nicht schlechter.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: GeneralJules
NoD.sunrise schrieb:
Stichhaltige Argumente gegen die Maus wären wenn sie nicht leichter wäre als Kunststoff Modelle, wenn die Tasten keinen guten Druckpunkt vermitteln würden, wenn das Kabel steif wäre, wenn die Präzision schlecht wäre, wenn die Verarbeitung oder die Qualität der Komponenten mangelhaft wäre... Ich habe aber bei keinem der für diese Maus relevanten Punkte etwas negatives gesehen.

Ingame Button Hit Latency fällt laut diesem Test eher mau aus, aber da wurden auch nur 5 Durchläufe pro Maus gemacht und es ist nur ein einzelner Test. Sonst schneidet sie nach meiner Erinnerung dort auch ganz gut ab.

826207
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Magellan
@Schredderr Nun das ist dann wenigstens ne sinnvolle Kritik.
Müsste man genauer untersuchen warum das bei CS:GO in diesem einen Test so ist (und wie du schon sagst ob das nicht nur ein zufälliger Peak ist) zumal sie ja, was ich jetzt gesehen habe im selben Review bei den anderen Tests meist in der Spitzengruppe ist was Latency angeht.
 
Ich hab ziemlich guten Kontakt zu ein paar professionellen Esports-Leuten, sowohl aktiv als auch retired, und wir hatten genau diese Diskussion vor ein paar Tagen. Angestoßen wurde die durch die neueste Finalmouse.
Das Fazit war - von Leuten in der competitive szene - dass Gewicht durchaus wichtig ist, aber bei Weitem nicht so wichtig wie die Form. Nicht umsonst sind die vergleichsweise "schweren" Zowie-Mäuse mit überwältigender Mehrheit von Pros genutzt.

Und da seh ich das große Problem der m1k. Die Form ist einfach zu starr und unflexibel. Bringt ja nichts wenn die Maus nur auf einen bestimmten Grip auslegt ist, so leicht sie auch ist.
Find's witzig als novelty item, aber kann mir nicht vorstellen, dass auch nur ein pro dieses Ding in absehbarer Zeit nutzen wird.

Edit: Ach ja, zumal: Wie soll ich bunnyhoppen wenn das Ding nicht mal ein scrollwheel hat :D
 
Zurück
Oben