PowerColor 9600 XT Bravo im Test: Mit mehr Speichertakt zum Erfolg

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Christoph Becker
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PowerColor Radeon 9600 XT Bravo

Die Karte

Mittlerweile hat der zuständige Redakteur schon viel in seiner Karriere als Grafikkartentester gesehen, doch bei Pixelbeschleunigern mit Chips aus dem Hause ATi war es meist schnöder Einheitsbrei. Dem versucht PowerColor nun mit der Radeon 9600 XT Bravo zumindest etwas entgegenzuwirken und verpasst der Platine eine neue Kühlarchitektur. Ein kurzer Preisvergleich bei Geizhals.at ergibt einen durchschnittlichen Preis von rund 175 Euro. Allerdings ist die Grafikkarte zur Zeit noch eher spärlich gesät, so dass sich der Preis bei voller Verfügbarkeit mit Sicherheit noch etwas nach unten regeln wird.

PowerColor Radeon 9600 XT Bravo

PowerColor präsentiert die Radeon 9600 XT Bravo wie gewohnt mit einem guten, alten D-Sub-Anschluss sowie mit einem DVI-Ausgang für die digitale Bildübertragung an TFT-Monitore. Auf einen separaten Stromanschluß konnte man verzichten, da der RV360 nicht sehr viel Strom frisst und somit die normale Stromversorgung über den AGP-Bus vollkommen ausreicht. Zusätzlich stattete PowerColor die Karte mit einem Rage Theatre Chip aus, der die beliebten VIVO-Funktionen für den obligatorischen TV-Ausgang mit sich bringt.

PowerColor Radeon 9600 XT Bravo

Im Großen und Ganzen boten sich dem Tester nur wenig handfeste Überraschungen. Das PCB ist nahezu identisch mit dem einer Standard-9600 XT und so setzt PowerColor nur mit dem originellen Kühlerdesign wirklich Akzente. Während die Lösungen von ATi meist sehr schlicht daherkommen - ausgenommen die Radeon 9800 XT - designten die Taiwanesen eine doch recht ansehnliche Apparatur, die nicht nur gut aussieht, sondern auch einiges auf dem Kasten hat. So wurde die PowerColor Radeon 9600 XT während des ganzen Testbetriebes nicht sonderlich warm und fiel auch nicht negativ durch eine besonders hohe Geräuschbelastung auf. Der mit 500 MHz getaktete Chip entwickelt offensichtlich dank seiner Architektur und der guten Fertigung in 0,13 µm breiten Strukturen keine extreme Verlustleistung. Beim Speicher setzt PowerColor auf qualitativ hochwertige Chips aus dem Hause Samsung, die die Kennung K4D263238E-GC2A tragen und eine minimale Zugriffszeit von 2,86 ns besitzen. Da die PowerColor Radeon 9600 XT Bravo aber standardgemäß „nur“ mit 340 MHz getaktet wird, ließ man hier etwas Luft nach oben. Ein kurzer, stichprobenartiger Test ergab, dass sich der Speicher auch noch bei realen 380 MHz ohne weitere Probleme betreiben lässt. Auf der Vorderseite der Grafikkarte wird der Texturspeicher noch zusätzlich passiv gekühlt und zumindest die Chips rechts neben dem RV360 bekommen auch noch etwas Frischluft vom Lüfter ab. Wirklich notwendig ist diese Maßnahme allerdings nicht, entwickeln die Samsung-Chips doch während des Betriebs keine sonderlich große Abwärme, so dass die Rückseite des PCBs vollkommen ohne Kühlmaßnahmen auskommt. Die 128 MB Speicher wurden auf insgesamt acht Chips verteilt.

PowerColor Radeon 9600 XT Bravo

Lieferumfang

Nachdem man lange beim Lieferumfang gespart hat, fangen die Hersteller langsam aber sich wieder an, ihre "Geiz-ist-geil-Attitüde" beiseite zu legen. Die bringt nämlich reichlich wenig, wenn alle Hersteller am Markt sie verfolgen. Den Kunden freut es, denn der bekommt "Gratis"-Spiele und andere Software. Der Lieferumfang der PowerColor Radeon 9600 XT Bravo sieht wie folgt aus:

  • PowerColor Radeon 9600 XT Bravo mit 128 MB Texturspeicher
  • Handbuch (deutsch)
  • DVI-auf-D-Sub-Adapter
  • S-Video-auf-Cinch-Adapter
  • Cinch- und S-Video-Kabel
  • InterVideo WinDVD 4
  • Spiele Tomb Raider - Angel of Darkness und Big Mutha Truckers
  • Radeon 3D Games Pack bestehend aus Tom Clancy's Splinter Cell, Warcraft III - Reign of Chaos, Will Rock, Breed, Collin McRae Rally 3 und TOCA Race Driver
PowerColor Radeon 9600 XT Bravo