3/5 Xaser V Damier V5000+ im Test : Buntes Gehäuse mit Schachbrettfront

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Ausstattung innen

Nach dem Öffnen der Seitentür fällt einem zuerst der große, blaue Kunststoffhalter auf, der die beiden seitlichen Lüfter beherbergt. In den Halter sind die vom Casetek 1018 bekannten Verankerungen für lange Steckkarten anzutreffen. Die beiden 90 mm Lüfter sind mit Filtern versehen, die ein Eindringen von Staub weitestgehend verhindern. Die Lüfter sind nicht geschraubt sondern in den Halter eingeklippt. Für den Ein- und Ausbau von Komponenten lässt sich der Halter aufklappen bzw. mit wenigen Handgriffen ganz abnehmen. Oben wird der Blick auf den dort verbauten 80 mm Dachlüfter frei - davor befindet sich das Portkit. Die Kabel des Portkits sind aufgesteckt und lassen sich so leicht abnehmen, falls das Portkit nicht benötigt wird. Die Kabel sind lang genug und mit einem Kabelbinder am Mainboardträger befestigt, so baumeln sie nicht direkt im Weg herum.

Vorne sind die Laufwerkkäfige und aus dem oberen 5,25"-Laufwerkkäfig ragen die Kabel der Hardcano-Lüftersteuerung heraus. Der externe 3,5"-Laufwerkkäfig kann von vorne entnommen werden, um so die Montage von Floppy und Co. zu erleichtern. Der interne 3,5"-Laufwerkkäfig ist wieder um 90° gedreht, die Laufwerke werden also direkt von der Seite eingeschoben. Für die Laufwerke liegen dem Gehäuse Schienen aus Kunststoff bei, die einfach in die Schraublöcher gesteckt werden. Danach können die Laufwerke in die Käfige geschoben werden und halten Dank der Schienen ausgezeichnet. Gleichzeitig werden die Laufwerke damit vom Metall des Gehäuses entkoppelt. Das verringert die Übertragung von Schwingungen, erschwert aber die Wärmeableitung. Nicht zuletzt deshalb befindet sich beim Xaser V der vordere Gehäuselüfter auch direkt vor dem internen 3,5"-Laufwerkkäfig und die kühle Außenluft streicht direkt über die Festplatten.

Innenansicht
Innenansicht
Kabel und Sensoren Lüftersteuerung
Kabel und Sensoren Lüftersteuerung
Inverter
Inverter

Vorne, neben dem Käfig, kommen die Kabel der Frontbeleuchtung und der beiden Drehregler aus der Frontblende zum Vorschein. Der kleine, schwarze Kasten neben dem Käfig ist übrigens der Inverter für die Frontbeleuchtung. Etwas ungünstig angebracht - ebenso wie der heutzutage nicht mehr benötigte Halter für überlange Steckkarten. Beide behindern den Luftfluss durch den Laufwerkkäfig. Sind dann noch "normale" IDE-Flachkabel im Einsatz, staut sich die Luft um die HDDs herum recht schnell. Allerdings sorgen die seitlichen Lüfter für genügend zusätzliche Luftzufuhr für den Rest des Systems.

Kommen wir zu der Hardcano Lüftersteuerung, die im obersten 5,25"-Laufwerkschacht verbaut ist. Zwei mit Spiralschlauch zusammengehaltene Kabelstränge ragen aus ihr heraus in das Gehäuseinnere. Neben den Lüfteranschlüssen sind auch drei Temperaturfühler vorhanden; Wärmeleitpads zum Befestigen liegen bei. Die Hardcano Lüftersteuerung kann bis zu vier Lüfter in der Drehzahl regeln und bis zu drei Drehzahlen und Temperaturen anzeigen. Zusätzlich gibt es eine einstellbare Alarm-Funktion, die bei 50°, 60° oder 70° an den Temperatursensoren einen Alarmton auslöst. Im normalen Betrieb schaltet die Lüftersteuerung auf dem Anzeige-Display alle drei Temperaturen und Drehzahlen fortlaufend durch. Per Knopfdruck lassen sich aber auch gezielt einzelne Werte anzeigen und kontrollieren. Ohne die beiliegende Anleitung ist ein Anschluss der Gehäuselüfter und des CPU-Lüfters an die Steuerungen kaum möglich. Immerhin 15 (!) Kabel wollen angeschlossen werden; der Kabelwust im Inneren des Gehäuses spricht für sich. Hier eine vernünftige Kabelführung zu erreichen, das artet fast zur Sysiphus-Arbeit aus. Zwar handelt es sich bei allen Stromanschlüssen um Y-Kabel oder Doppelstecker, so dass kein Stromanschluss verloren geht. Allerdings benötigt alleine die Hardcano Lüftersteuerung bereits drei (!) Stromanschlüsse und die Frontbeleuchtung sowie die Flash-LED benötigen ebenfalls jeweils einen weitere.

Eine Besonderheit der Hardcano ist die Möglichkeit zur Montage einer 3,5"-Festplatte auf den Haltern der Lüftersteuerung. So kann man die vorhandenen drei Schächte für HDDs um einen erweitern und kommt so auf vier. Allerdings wird man wegen der recht großen Abstände wohl Probleme bekommen, mehr als nur diese HDD an die Datenleitung anzuschließen, sollte es sich um eine PATA-Platte handeln. Wir haben im Test einfach eine S-ATA Festplatte genommen, da diese über ein einzelnes Datenkabel verfügt.

Die Slotblenden sind alle gesteckt und lassen sich schnell wieder einbauen. Die Steckkarten werden nicht festgeschraubt sondern per Kunststoffschieber befestigt. Dieser Bajonettverschluss war bereits beim Casetek 1018 zum Einsatz gekommen und funktioniert immer noch nicht mit Steckkarten, deren PCB höher ist als das Slotblech selber, was bei praktisch jeder aktuellen Erweiterungskarte der Fall ist. Unverständlich! Beim An- und Abstecken der Anschlusskabel an diese Karten muss die Karte von innen im Gehäuse festgehalten werden.

Gehäuselüfter
Gehäuselüfter
Dachlüfter
Dachlüfter
Karte läßt sich nicht befestigen
Karte läßt sich nicht befestigen

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