11/11 Sony PlayStation Portable : Teurer und besser als der Gameboy

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Fazit

Kommen wir nun also zur abschließenden Bewertung der Playstation Portable. Sie hat sich im Test als würdiger Vertreter der Playstation-Serie erwiesen. Rückblickend betrachtet fallen nur wenige Punkte schmerzhaft ins Auge. Die Akkulaufzeit beim Spielen oder Abspielen von Filmen muss sicherlich erwähnt werden, die mit maximal sechs Stunden etwas zu knapp ausfällt und zudem noch stark anwendungsabhängig ist. Im schlimmsten Fall macht der Akku nach zweieinhalb Stunden schlapp – deutlich zu wenig für eine tragbare Spielkonsole. Wer länger unterwegs ist, sollte sich daher mit einem weiteren Akku bewaffnen. Die Software-Tastatur der PSP ist ebenso noch verbesserungswürdig. Sei es nun im Browser, im Menü oder in Spielen, das Eingeben von Namen bzw. Adressen erweist sich als sehr kompliziert. Eine per Software realisierte Standard-Tastatur wäre angebracht. Als letztes Manko stellt sich der Analog-Stick heraus, der deutlich zu tief angesetzt wurde und genauso wie die Tasten in der Reihe darunter nicht sonderlich gut zu erreichen ist. In den Spielen und im Browser reagiert der Stick nur sehr träge, was seine Verwendung gewöhnungsbedürftig macht.

PSP Vorderansicht
PSP Vorderansicht

Auf der anderen Seite haben wir sehr viele Punkte, die für die Playstation Portable sprechen. Das sehr edel gestaltete Gehäuse wird schnell seine Liebhaber finden. Teils kantig, teils rund, entspricht es durch und durch dem „Sony Style“ und macht das Gerät zu einem echten Hingucker, der alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nicht unschuldig daran ist natürlich auch das riesige Display im 16:9-Format. Mit seiner im Bereich des „Mobile Gaming“ ungewöhnlich großen Auflösung von 480 x 272 Pixel übertrifft es alle anderen tragbaren Konsolen um Längen. Dank eines sehr hohen Blickwinkels kann man den Inhalt des Bildschirms auch von der Seite gut erkennen. Zu diesem Inhalt zählen die umfangreichen Multimedia-Funktionen. Auch wenn man sich hier und da die Unterstützung weiterer Datei-Formate wünschen würde, bietet die PSP doch auch so schon mehr als genug Möglichkeiten, um ihrem Besitzer die Zeit zu vertreiben.

Was die Playstation Portable aber so besonders macht, ist die Verwendung von optischen Datenträgern. Die zum Einsatz kommende Universal Media Disk kann stolze 1,8 Gigabyte Daten aufnehmen – von solchen Werten träumen die Cartridges von Nintendo und Co. Für Nintendo wiederholt sich das Debakel von 1994, als die erste Playstation Nintendos Konsolen auf den zweiten Platz verbannte, denn die UMDs ermöglichen Rendervideos, hochauflösende Texturen und umfangreichere virtuelle Welten für tragbare Konsolen. Zudem ist die Herstellung von optischen Datenträgern weitaus günstiger als die von Modulen auf Flash-Speicher-Basis. Dieser Vorteil sichert Sony die Unterstützung aller namhaften Hersteller, was sich auch in der Spielepalette bemerkbar macht. 23 Titel stehen ab sofort zum Kauf bereit. Darunter befinden sich auch solche Software-Perlen wie Ridge Racer oder WipeOut Pure, die die grafischen Fähigkeiten der PSP eindrucksvoll unter Beweis stellen. Dasselbe gilt für den Sound. Seien es die Effekte in Lumines oder die Hintergrundmusik bei Ridge Racer, alles klingt glasklar, auch wenn hier und da ein wenig Bass fehlt, was bei einer tragbaren Konsole leicht zu verzeihen und durch den Einsatz größerer Lautsprecher behebbar ist.

PSP mit UMD
PSP mit UMD

So bleibt uns nur noch zu sagen, dass sich die Playstation Portable unser Lob redlich verdient hat. Für 250 Euro erhält man neben der reinen Spielkonsole auch einen erstklassigen Video- und MP3-Player für unterwegs. Sony sagte, die PSP würde eher in Konkurrenz zu Apples iPod stehen als zum Nintendo DS. In Bezug auf die Multimediafunktionen geben wir ihnen da völlig Recht. Abseits davon ist die PSP weiterhin eine Spielkonsole, und zwar eine, die Nintendos Vorherrschaft im mobilen Bereich brechen könnte. Allerdings werden Nintendos Game Boy Advance und Game Boy Advance SP für unter 100 Euro und der Nintendo DS für unter 150 Euro derzeit deutlich günstiger im Handel angeboten als Sonys PSP.

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