24/27 AMD Phenom X4 9850 Black Edition im Test : Hitzkopf ohne grünen Daumen

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Temperatur

Für die Temperaturmessung wurde das geschlossene System eine Stunde lang mittels 3DMark06-Endlosschleife aufgeheizt und dann die Temperaturwerte bei der bekannten Kombination aus Prime95 und 3DMark06 ermittelt. Die Zimmertemperatur lag bei rund 21 Grad, die ausgelesene Temperatur vom Mainboard bei Volllast bei maximal 46 Grad.

Maximale Temperatur
Angaben in °C
  • Prozessor (gesamt):
    • E7200 (M0), 2,53 GHz, 2 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      46
    • E6420 (B1), 2,13 GHz, 2 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      48
    • X2 6000+ (F3) @ 2,20 GHz, 2 Kerne, FSB200, DDR2-733
      50
    • E6750 (G0), 2,67 GHz, 2 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      51
    • E6850 (G0), 3,00 GHz, 2 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      52
    • E6600 (B1), 2,40 GHz, 2 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      53
    • Q9450 (C0), 2,67 GHz, 4 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      53
    • X4 9100e (B2), 1,8 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      54
    • X4 9150e (B3 sim.), 1,8 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      54
    • X4 9500 (B2), 2,2 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      54
    • X4 9550 (B3 sim.), 2,2 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      54
    • X4 9600 (B2), 2,3 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      55
    • X4 9650 (B3 sim.), 2,3 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      55
    • X6800 (B1), 2,93 GHz, 2 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      56
    • QX9650 (C0), 3,00 GHz, 4 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      56
    • X4 9750 (B3 sim.), 2,4 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      56
    • X2 6000+ (F3), 3,00 GHz, 2 Kerne, FSB200, DDR2-750
      57
    • X4 9850 (B3 sim.), 2,5 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      57
    • X4 9950 (B3 sim.), 2,6 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      57
    • Q6600 (G0), 2,40 GHz, 4 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      67
    • QX9770 (C0), 3,20 GHz, 4 Kerne, FSB1.600, DDR3-1600
      68
    • X4 9850 (B3), 2,5 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      73
    • Q6700 (B3), 2,67 GHz, 4 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      87
    • QX6850 (G0), 3,00 GHz, 4 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      88
  • Prozessor (1 Kern max.):
    • X2 6000+ (F3) @ 2,20 GHz, 2 Kerne, FSB200, DDR2-733
      50
    • E7200 (M0), 2,53 GHz, 2 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      53
    • E6420 (B1), 2,13 GHz, 2 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      54
    • X4 9100e (B2), 1,8 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      54
    • X4 9150e (B3 sim.), 1,8 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      54
    • X4 9500 (B2), 2,2 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      54
    • X4 9550 (B3 sim.), 2,2 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      54
    • X4 9600 (B2), 2,3 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      55
    • X4 9650 (B3 sim.), 2,3 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      55
    • X4 9750 (B3 sim.), 2,4 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      56
    • X2 6000+ (F3), 3,00 GHz, 2 Kerne, FSB200, DDR2-750
      57
    • X4 9850 (B3 sim.), 2,5 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      57
    • X4 9950 (B3 sim.), 2,6 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      57
    • E6750 (G0), 2,67 GHz, 2 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      59
    • E6850 (G0), 3,00 GHz, 2 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      62
    • E6600 (B1), 2,40 GHz, 2 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      64
    • Q9450 (C0), 2,67 GHz, 4 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      65
    • X6800 (B1), 2,93 GHz, 2 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      67
    • QX9650 (C0), 3,00 GHz, 4 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      68
    • X4 9850 (B3), 2,5 GHz, 4 Kerne, FSB200, DDR2-1.066
      73
    • Q6600 (G0), 2,40 GHz, 4 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      74
    • QX9770 (C0), 3,20 GHz, 4 Kerne, FSB1.600, DDR3-1600
      77
    • Q6700 (B3), 2,67 GHz, 4 Kerne, FSB1.066, DDR3-1066
      94
    • QX6850 (G0), 3,00 GHz, 4 Kerne, FSB1.333, DDR3-1333
      95

Bis zu 90 Grad heiß wird unser Phenom X4 9850 bereits nach wenigen Minuten im einfachen Dauertest von Prime. Doch halt, da kann etwas nicht stimmen!

Auf Anfrage bei AMD teilte man uns mit, dass die Temperaturen bei einigen Modellen schlichtweg falsch ausgelesen werden. Laut AMD sind wir bei unseren Tests auf das Errata 319, das AMD in seinem Anfang April aktualisierten Revisions Guide (Seite 48) führt, gestoßen, da man sich diese extrem hohen Temperaturen auch unter den Ingenieuren sonst nicht erklären kann.

Errata 319 der AMD Phenom
Errata 319 der AMD Phenom
AMD Phenom X4 9850 Black Edition bei 1,3 Volt und „falschen“ 85 Grad
AMD Phenom X4 9850 Black Edition bei 1,3 Volt und „falschen“ 85 Grad

Zwar haben wir unsere Messungen sowohl mit AMD OverDrive als auch mit dem HWMonitor und Everest durchgeführt, doch alle lieferten das gleiche und offenkundig falsche Ergebnis. Daher haben wir mit einem Infrarot-Thermometer „von Hand“ nachgemessen. Die so ermittelten Temperaturen lagen im Schnitt runde zehn Grad unter denen der internen Sensoren, was wir anhand des Athlon 64 X2 6000+ und des Phenom 9600+ überprüft haben. Nach Abschluss der Messungen kommen wir zu dem Ergebnis, dass der Phenom X4 9850 maximal 70 bis 75 Grad erreicht hat – gegenüber den softwareseitig angezeigten 90 Grad ein positives Zeichen. Wir scheinen also tatsächlich vom Fehler 319 betroffen gewesen zu sein. Ein Fix für dieses Problem ist geplant, da sich Kunden auf die angezeigten Werte verlassen können sollen.

Zeit für uns, an dieser Stelle das Experiment fortzuführen, das wir bei der Leistungsaufnahme begonnen haben. Unser alter Phenom 9600 BE wurde erneut auf identische Werte getrimmt und mehrere Stunden getestet. Wie sich die Eingangsspannung auf die Temperatur auswirkt, zeigt das folgende Experiment.

Vergleich der Temperaturen
Angaben in °C
    • Phenom X4 9850, 1,15 Volt, AOD rot
      53
    • Phenom 9600 @ 9850, 1,25 Volt, AOD rot
      57
    • Phenom X4 9850, 1,2 Volt, AOD rot
      59
    • Phenom 9600 @ 9850, 1,3 Volt, AOD rot
      65
    • Phenom X4 9850, 1,25 Volt, AOD rot
      66
    • Phenom X4 9850, 1,3 Volt, AOD rot
      73

Die Messungen eines Phenom 9600, der mit gleicher Spannung und gleicher Frequenz wie ein Phenom X4 9850 arbeitet, zeigen einen Temperaturunterschied von wenigen Grad auf. Unsere ursprüngliche Tabelle verfälscht das Bild ein wenig, da dort mit 1,2 Volt gemessen wurde. Wie man dem neuen Diagramm nun entnehmen kann, ist die Differenz bei gleicher Spannung auf wenige Grad geschrumpft und bewegt sich laut AMD somit auch innerhalb der Spezifikationen. Den noch vorhandenen Temperaturunterschied erklärt AMD logischerweise auch hier mit „kalten“ und „heißen“ Prozessoren, auf die wir bei der Leistungsaufnahme des Prozessors bereits genauer eingegangen sind.

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