3/7 ESI nEar 04, 05 und 08 im Test : Nahfeldmonitore für Profis im Alltagseinsatz

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Detailbetrachtung

Nicht nur der Klang eines Lautsprechersystems zählt, auch Optik, Verarbeitung und Ausstattung sollten stimmen, damit dem Klangvergnügen die optischen Reize beistehen. Auch die hier getesteten Lautsprechersysteme von ESI müssen sich einer genaueren optischen Überprüfung hingeben.

ESI nEar 04, 05 und 08

Die drei getesteten Nahfeldmonitorpaare von ESI sind im Grunde identisch aufgebaut. Stets kommt ein Zwei-Wege-System zum Einsatz, das auf einen 2,5-cm-Hochtontreiber setzt, der allerdings nicht modellübergreifend gleich ist. Darüber hinaus kommt ein Tiefmitteltontreiber zum Einsatz, der 10 cm (ESI nEar 04), 14 cm (05 eXperience) bzw. 20 cm (08 eXperience) im Durchmesser misst. Auch die Verstärkerleistung der einzelnen Monitore nimmt mit steigender Nummerierung ebenso zu wie das Gehäusevolumen. Einzig bei der Anschlussvielfalt halten sich die Unterschiede in Grenzen. Grundsätzlich können alle Nahfeldmonitore über zwei Mono-Klinkenstecker mit einem Zuspieler verbunden werden. Die beiden größeren Modelle ESI nEar 05 und ESI nEar 08 bieten zusätzlich symmetrische XLR-Eingänge.

Boxentürme im Vergleich mit einer Blu-ray-Disk
Boxentürme im Vergleich mit einer Blu-ray-Disk

Das Gehäuse aller ESI-Lautsprecher ist optisch schlicht gehalten, weist aber keine Schwächen bei der Verarbeitung auf. Kennzeichnend sind das matt-schwarze Gehäuse sowie der silberne Ring um den Tiefmitteltöner eines jeden Nahfeldmonitors. Auch der Hochtöner wurde zentral mit einer silbernen Platte oder einem Trichter (ESI nEar 04) eingerahmt. Die einzige Fuge des Gehäuses umrandet die Frontpartie der Lautsprecher, sie verläuft überall gleichmäßig. Alle ESI-Nahfeldmonitore setzen auf ein Bass-Reflex-System, das die Dynamik vor allem im Tieftonbereich verbessern soll. Durch den rückwärtig ausgerichteten Bass-Reflex-Kanal sollte aber ein gewisser Abstand zur Wand eingehalten werden, damit das System noch sinnvoll atmen kann.

ESI nEar 08 frontal
ESI nEar 08 frontal
Hochtöner der ESI nEar 08
Hochtöner der ESI nEar 08
Imposante Ausmaße der ESI nEar 08 eXperience
Imposante Ausmaße der ESI nEar 08 eXperience
Rückseite ESI nEar 08 eXperience
Rückseite ESI nEar 08 eXperience
Anschlussterminal ESI nEar 08 eXperience
Anschlussterminal ESI nEar 08 eXperience

Anders als bei anderen PC-Lautsprechern verfügt jeder Nahfeldmonitor über eigene Endstufen. Eine Ausnahme bilden hier lediglich die kleinen ESI nEar 04, bei denen die Verstärkerelektronik sowie sämtliche Eingänge in einem der Lautsprecher untergebracht wurden. Dieser wird über übliche Lautsprecherkabel mit dem zweiten Monitor verbunden, welcher lediglich Klemmanschlüsse aufweist. Die Lautstärkeregelung dieser Lautsprecher erfolgt gemeinsam und über einen Drehregler an der Vorderseite des linken Monitors, der auch alle Anschlüsse aufweist.

ESI nEar 05 Experience
ESI nEar 05 Experience
ESI nEar 05 von vorne und von hinten
ESI nEar 05 von vorne und von hinten
Detailverarbeitung der Nahfeldmonitore (ESI nEar 05)
Detailverarbeitung der Nahfeldmonitore (ESI nEar 05)
Status-LED an der Vorderseite
Status-LED an der Vorderseite
ESI nEar 04
ESI nEar 04
Rückseite der ESI nEar 04
Rückseite der ESI nEar 04

ESI nEar 05 eXperience und ESI nEar 08 eXperience besitzen getrennte Verstärkerelektronik in jedem der Lautsprecher und müssen damit auch jeweils mit einer Stromquelle sowie mit dem Audiosignal verbunden werden. Bei diesen Modellen erfolgt die Lautstärkeregelung getrennt für jeden Kanal. Der entsprechende Drehregler ist dabei – leider – auf der Rückseite der Nahfeldmonitore angebracht. Beim ESI nEar 08 eXperience können darüber hinaus die untere Grenzfrequenz sowie der Hochtonbereich angepasst werden. Ersteres ist vor allem dann sinnvoll, wenn die grundtonstarken Lautsprecher (untere Grenzfrequenz: 40 Hz) zusammen mit einem Subwoofer eingesetzt werden sollen und sich die Komponenten nicht in Teilen des Bassbereichs gegenseitig überlagern sollen. Mit der Hochtoneinstellung kann die Höhendarstellung leicht angehoben oder abgesenkt werden, was insbesondere bei der Anpassung an die Raumakustik sinnvoll ist.

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