2/4 Gyration Air Mouse Go Plus im Test : Der Wii-Remote auf den Spuren

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Technische Eckpunkte

  • Duales Maussystem mit 3D-Bewegungssensor
  • Beidhändig nutzbarer Mauskörper
  • Sechs Tasten plus Mausrad
  • MotionSense Bewegungsmessung in fünf Freiheitsgraden
  • Zwei Rotationsachsen, drei lineare Beschleunigungen
  • 360° Rollausgleich
  • Dynamische Driftkorrektur
  • 2,4-GHz-Funkübertragung mit USB-RF-Empfänger
  • Reichweite ohne Sichteinschränkung: etwa 30 Meter
  • Herstellerhomepage
  • Preisempfehlung des Herstellers: 99 Euro

Maus im Detail

Die Gyration Air Mouse Go Plus kann einerseits als Fernbedienung im Lufteinsatz, andererseits als konventioneller Schreibtischnager eingesetzt werden. Da für beide Verwendungsarten grundsätzlich verschiedene Handhaltungen von Nöten sind, besitzt die Maus ein eher ungewöhnliches Design. Der Mauskörper ist sehr schmal und länglich gehalten, lediglich im vorderen Bereich der Haupttasten vertraut der Hersteller auf einen etwas breiteren Auslauf. Aufgrund ihrer symmetrischen Gestaltung setzt die Air Maus dabei keine Vorgaben für Rechts- oder Linkshänder. Im herkömmlichen Mausbetrieb bei flach aufgelegter Hand wirkt vor allem der hohe Heckbereich der Gyration-Entwicklung störend und auf Dauer sehr ermüdend. Ferner besteht durch die schmale Form der Auflage in hektischen Situationen leichte Kippelgefahr. Ansonsten finden alle Finger an den ausladenden Seitenpartien des Nagers ausreichend Verweilmöglichkeiten, während aufgrund der leichten Taillierung und der dezenten Rundungen des Mauskörpers für gute Griffigkeit gesorgt wurde. Im 3D-Modus überzeugt das längliche Zapfendesign, vermittelt es doch, von der gesamten Hand umgriffen, einen sehr guten Halt. In dieser Betriebsart avanciert der Daumen zur Hauptfigur, denn als freier Finger liegen die beiden Haupttasten, das Mausrad und, mit leichten Komfortabstrichen, die drei Zusatztasten in seinem Arbeitsbereich. Ferner wurde an der Zeigefingerstellung ein weiteres Bedienelement ideal positioniert.

Gyration Air Mouse Go Plus Verpackung
Gyration Air Mouse Go Plus Verpackung
Zapfenartige Mausform
Zapfenartige Mausform
Schungvoll und griffig im 3D-Betrieb
Schungvoll und griffig im 3D-Betrieb
Große Spaltmaße und wenig wertige Materialwahl
Große Spaltmaße und wenig wertige Materialwahl

Insgesamt wartet die Air-Maus mit sechs Tasten plus 2-Wege-Mausrad als mittlere Haupttaste auf. Dabei können im Maus-Modus maximal fünf, komfortabel allerdings lediglich zwei Knöpfe plus Mausrad, im 3D-Betrieb alle sechs Tasten plus Mausrad effektiv verwendet werden. Dass die Gyration-Entwicklung auf den Air-Betrieb hin optimiert wurde, spürt man an den Haupttasten. Diese besitzen ihre Aufhängung ungewöhnlicherweise an der Mausvorderseite, wodurch sie besser vom Daumen betätigt werden können.

Der sehr lasche Druckpunkt und die leicht klapprige Klickmechanik hinterlassen bei einem Produkt dieser Preisklasse allerdings einen unangenehmeren Eindruck, der sich beim Mausrad leider fortsetzt. Zwar verfügt dieses als Mitteltaste über einen definierteren Druck, das schwammige Raster und das rumpelige Scrollgeräusch erwecken jedoch keine große Freude. Auch die drei Zusatztasten hinter den Hauptelementen könnten stimmiger wirken. Sie besitzen nahezu keinen Anschlagweg, dafür allerdings einen sehr kräftigen Auslösewiderstand begleitet von einem knackenden Betätigungsgeräusch. Einzig die unter der Maus platzierte Zeigefingertaste vermag ein adäquates Gefühl zu vermitteln.

Traumtrio? Ladestation, Air Mouse und Empfänger
Traumtrio? Ladestation, Air Mouse und Empfänger

Abseits der genannten Auffälligkeiten bezüglich der Tastenausstattung ist die qualitative Abstimmung bestenfalls durchschnittlich. Die Materialübergänge, speziell im Rückenbereich des abnehmbaren Akkus, werden von sehr großen Spaltmaßen begleitet. Überdies vermittelt das kühle Hartplastik der Oberschale haptisch keine echten Erlebnisse. Einzig die leicht gummierte Unterschalenbeschaffenheit erzeugt ein handschmeichelndes, sehr angenehmes und wertiges Gefühl.

Im herkömmlichen Mausbetrieb ist die Gyration-Entwicklung bestenfalls als Büro- oder Ergänzungsnager zu verwenden. Schnelles, präzises Arbeiten oder gar Spielen wird bereits durch die leichten, spürbaren Übertragungsverzögerungen und die überaus schlechten Gleiteigenschaften vereitelt. Mit ihren vier winzigen Gleitpads kratzt die Air-Maus behäbig über raue und textile Unterlagen und vermittelt dabei keinerlei Bedienfreude. Da hilft es auch nur wenig, dass die Bewegungen der Maus mit Hilfe des verbauten optischen Sensors einigermaßen genau digitalisiert werden.

Ladevorgang dauert etwa acht Stunden
Ladevorgang dauert etwa acht Stunden
Gyration Air Mouse Go Plus
Gyration Air Mouse Go Plus
Gyration Air Mouse Go Plus
Gyration Air Mouse Go Plus
Schlechte Gleiteigenschaften auf allen Unterlagen
Schlechte Gleiteigenschaften auf allen Unterlagen

Neben der Maus sind zwei weitere Bauteile essentiell. Zunächst gehört dazu der 2,4-GHz-Funkempfänger im Stile eines USB-Sticks. Leider besitzt dieses etwa 6,5 x 2,9 x 0,9 cm große Bauteil (ohne USB-Connector) enorme Abmessungen für ein Produkt dieser Tage, sodass benachbarte USB-Anschlüsse gar verdeckt werden können. Deutlich besser gefällt derweil die schwungvoll geformte Ladestation aus Kunststoff, auf welcher die Air Mouse ungenutzt verweilen und ihren Spezial-Akku aufladen kann. Das mitgelieferte Stromkabel besitzt eine Länger von 150 cm.

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