BioShock 2 im Test: Rapture wie es leibt und lebt

Sasan Abdi
119 Kommentare
BioShock 2 im Test: Rapture wie es leibt und lebt

Vorwort

Vor bald drei Jahren sorgte „BioShock“ für einen fulminanten Überraschungserfolg, der auf durchweg guten Kritiken und einer äußerst zufriedenen Käuferschaft fußte. Vor diesem Hintergrund verwunderte es nicht, dass die Verantwortlichen bei 2K Games und dem übergeordneten Publisher Take 2 bald die Chance witterten, eine ganz große Marke ins Leben zu rufen und diese weiter ausbauen zu können. Dies äußerte sich beispielsweise in der Feststellung, dass „BioShock“ das Potential habe, zu einer Premium-Marke à la „Star Wars“ zu avancieren.

Hand in Hand mit diesen vollmundigen Prognosen ging das Versprechen, das potente Erstlingswerk nicht zu einer Cashcow zu machen, die von Fortsetzung zu Fortsetzung bei vollem Preis immer weniger Qualität bietet. Stattdessen solle eine schonende, auf Qualität abzielende Veröffentlichungspolitik für eine langsame aber stetige Entwicklung der Franchise sorgen.

Mit genau diesem Versprechen muss sich „BioShock 2“ nun messen lassen. Dies stellt keine leichte Aufgabe dar, schließlich ist der Grat zwischen sinnvoller und übertriebener Erweiterung der Spielerfahrung erfahrungsgemäß äußerst schmal, wobei eine frappierende Fehlbalance die lange wartende Fangemeinde verärgern könnte. Im Folgenden soll geklärt werden, ob dieser Drahtseilakt gemeistert wird und ob „BioShock 2“ (BS 2) grundsätzlich zu überzeugen weiß.