3/3 Cities in Motion im Test : Eine Verkehrssimulation, die Spaß macht

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Fazit

Am Ende dieses Tests angekommen, dürfte klar geworden sein, dass „Cities in Motion“ in vielerlei Hinsicht eine klassische Simulation ist. Dementsprechend bietet das Spiel eine gehörige Portion Tiefgang, Anforderungen und Möglichkeiten, die für Monate fesseln können.

Diese positiven Eigenschaften sind aber – wieder simulationstypisch – an starke Voraussetzungen auf der Spielerseite gebunden: Wer CiM nur kurz anspielt und sich nicht auf das auch mit viel „Trial-and-Error“ verbundene Spielprinzip einlassen möchte, dürfte mit dem Paradox-Titel kaum glücklich werden, denn genau das ist die Aufgabe einer guten Simulation: Komplexe, reale Inhalte unterhaltungstechnisch solide verpacken und aufbereiten – klar, dass dies mit einer Einarbeitung verbunden ist, die für das Gros der potentiellen Spieler allerdings dank einer guten Menüführung und eines umfassenden Tutorials keine allzu große Hürde darstellen dürfte.

Cities in Motion

Eher für Sorgenfalten könnte dagegen der Umfang sorgen, denn das Gebotene wirkt – oberflächlich betrachtet – wie erwähnt ein wenig dünn. Durch die Abstinenz von KI-Gegnern und Multiplayer-Modus ist CiM ausschließlich auf das „Beherrsche-die-Masse“-Phänomen ausgelegt: Es geht schlicht darum, den Personennahverkehr einer Stadt alleine in den Griff zu kriegen. An dieser Stelle findet sich sicher eine nennenswerte Einschränkung: Auf einen – wahrscheinlich ziemlich oberflächlichen – Mehrspielerpart kann man bei einer solchen Thematik zwar gut verzichten; das Vorhandensein von computergesteuerter Konkurrenz würde allerdings tatsächlich die Spieldimension erweitern, und zwar dahingehend, dass alle zu treffenden Entscheidungen auch mit Blick auf die Konkurrenten getroffen werden müssten.

Unterm Strich handelt es sich hierbei aber glücklicherweise um eine „mehr-ist-noch-besser“-Forderung, denn das Gebotene reicht auch so bereits völlig aus, um Simulationsfreunden das Herz höher schlagen zu lassen. Zudem ist anzunehmen, dass die wachsende CiM-Community unter Verwendung des auf den ersten Blick gelungenen Editors über kurz oder lange weitere kostenfreie Inhalte liefern wird.

Flankiert wird das von der Tiefe her völlig ausreichende Spielprinzip schließlich von der daraus resultierenden hervorragenden Langzeitmotivation, einer guten Balance zwischen Komplexität und Spielspaß sowie von einer sauberen technischen Umsetzung. Aus diesem Grund, und mit Blick auf den fairen Verkaufspreis, sei abschließend gesagt: Wer das Genre mag, wird „Cities in Motion“ lieben.

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