4/6 Call of Juarez: The Cartel im Test : Geballert, gelacht, gelocht

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Multiplayer

Die lieblos in Szene gesetzten Nebenhandlungen der einzelnen Charaktere sind vor allem dem kooperativen Multiplayer von „The Cartel“ geschuldet, denn jede Mission lässt sich mit bis zu zwei weiteren Spielern auch online meistern. In diesem Kontext wird die Angelegenheit allerdings schon etwas reizvoller, da menschliche Mitspieler sich nicht immer durch simples Vorausrennen hinters Licht führen lassen. Trotzdem bleibt es dabei: Unbemerkt vor einem Objekt „Interagieren“ drücken stellt eigentlich kein nennenswertes Feature dar!

Wer welchen Charakter übernimmt, ist entsprechend der bereits geschilderten, kaum vorhandenen Unterschiede de facto egal. Das Aufleveln zugunsten neuer Waffen geht je nach Geschicklichkeit ohnehin eher gleichmäßig von statten, was noch deutlicher macht, dass echte Fähigkeiten der Charaktere für ein deutliches Mehr an Tiefgang und strategischem Vorgehen hätten sorgen können.

Über den Koop hinaus bietet der Mehrspielerpart nur noch konventionelles Deathmatch-Geballer und damit nichts, was einen für längere Zeit bei der Stange halten würde.

KI, Waffen, Schwierigkeitsgrad

Die künstliche Intelligenz ist in „The Cartel“ bescheiden, muss aufgrund der Schlauchlevel-Konzeption allerdings auch nicht allzu viel leisten. Dementsprechend muss man sich zu keiner Zeit über komplette Ausfälle ärgern; dafür setzen die Macher auf das „Call of Duty“-Prinzip und damit auf Masse statt Klasse, wobei die zahlreichen, ziemlich imobilen Gegner immerhin durchaus Deckung suchen und ab und an eine Granate werfen.

Die KI von „The Cartel“ fällt durchschnittlich aus
Die KI von „The Cartel“ fällt durchschnittlich aus

Das Waffenarsenal fällt mit 20 Hauptwaffen und jeder Menge Pistolen ziemlich üppig aus. Von diversen Sturmgewehren über Shotguns bis hin zu schweren Maschinengewehren wird einige Vielfalt geboten. Gleiches gilt für die Pistolen, bei denen, wohl in Erinnerung an die guten alten „Call of Juarez“-Zeiten, auch auf einige Colts zurückgegriffen werden kann. Gelungen ist in diesem Kontext, dass die Waffen erst Stück für Stück freigespielt werden und man vor jeder Mission selbst entscheiden kann, welches Gerät man mitnehmen möchte.

In puncto Schwierigkeitsgrad gibt sich der Testkandidat ganz konventionell. Wer das Genre kennt, wird dementsprechend nur in besonders haarigen Momenten mehrere Anlaufe benötigen, ansonsten plätschert das Spiel nur so vor sich hin.

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