News : Dolby-3D-TV auf der NAB: 26 Blickwinkel, 4k-Auflösung

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Dolby und Philips präsentieren auf der aktuell stattfindenden NAB-Show einen ersten Prototypen, der die Funktionsweise von „Dolby 3D“ demonstrieren soll. Glaubt man den Kollegen von TheVerge, so ist das Ergebnis durchaus vorzeigbar. Technisch setzen Dolby und Philips auf ähnliche Werte wie Toshiba bereits auf der IFA 2011.

Im Kern bedeutet das, dass der 3D-Effekt durch ein Linsenraster erzeugt wird, dass die dargestellten Bilder auf dem Fernseher in verschiedene Richtungen streut. Das linke und rechte Auge des Betrachters sollen so jeweils leicht versetzte Ansichten präsentiert bekommen, weshalb ein Tiefeneindruck bei der Darstellung entsteht. Damit dies im Wohnzimmer auch für mehrere Betrachter funktioniert, soll das Dolby-3D-Gerät ganze 26 Ansichten erzeugen und so einen breiten nutzbaren Bereich vor dem Fernseher ermöglichen.

YouTube-Video: Dolby's glasses-free 3D prototype display

Damit das einigermaßen ansehnlich klappt, muss der verwendete Fernseher mindestens zwei Bilder gleichzeitig darstellen – nämlich jene, die das 3D-Bild ergeben. Toshiba erzeugte im auf der IFA 2011 gezeigten Prototyp darüber hinaus auch noch fünf verschiedene Ansichten gleichzeitig und reduzierte dabei die tatsächlich dargestellte Auflösung im 3D-Betrieb – trotz 4k-Panel – auf 1.280 × 720 Bildpunkte. Auch Dolby/Philips setzen auf eine native Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixel, versprechen aber noch größere mögliche Blickwinkel. In Ermangelung der Details der zugrundeliegenden Bildengine lässt sich nicht sagen, ob auch hierbei die Auflösung (deutlich) reduziert wird oder ob die unterschiedlichen Blickwinkel einzig durch das Linsensystem erzeugt werden.

Die hohe benötigte Auflösung des Displays ist auch ein Grund dafür, warum die tatsächliche Markteinführung von Dolby 3D noch auf sich warten lässt. Da die Technologie-Suite auch für andere Geräteklassen wie Smartphones, Tablets oder Notebooks konzipiert wurde, müssen auch diese Geräte mit sehr hochauflösenden Displays aufwarten können. Dafür müssten derartige Bildschirme aber erst einmal günstiger werden.