6/6 Roccat Isku im Test : Mit Funktionsvielfalt gegen mechanische Konkurrenz

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Fazit

Wer sich eine neue, auf Spiele ausgelegte Tastatur zulegen möchte, steht in diesen Tagen vor der Qual der Wahl: Soll es ein karg ausgestattetes Modell auf Grundlage wieder in Mode gekommener mechanischer Taster sein, oder doch lieber ein Funktionsgigant auf Rubberdome-Basis wie die Roccat Isku? Wie so oft können auch in dieser Frage keine pauschalen Antworten gegeben werden, denn beide Keyboardtypen besitzen markante Stärken und Schwächen, die persönlich ausgelotet werden wollen.

Punkten kann die Roccat Isku insbesondere durch ihre zahlreichen Zusatzfunktionen im Bereich der Tastenbelegung und -Kombinatorik im Zusammenspiel mit der Easyshift-[+]-Technik. Kaum ein anderes Produkt auf dem Markt bietet dem Anwender derart vielfältige Möglichkeiten der Makro- sowie Shortcutbelegung und der anwendungsbezogenen Profildefinition. Auch die Live-Aufnahme von Tastenmakros überzeugt. Wer zudem eine Roccat Kone [+] verwendet, bekommt im Talk-Zusammenspiel einen weiteren, kleinen Bonus spendiert.

Auf Grundlage der Gummiglockentechnik vermittelt die Isku ein relativ angenehmes Tippgefühl mit ordentlicher Rückmeldung. Das tiefe Tastenbett und die langen Anschlagwege generieren eine ansprechende Ergonomie, die auch ausdauernde Schreibpassagen zulässt. Leider erweckt das schmutzanfällige Kunststoffgehäuse der Isku einen Eindruck, der nur bedingt mit den bisweilen hochwertigen Chassis aktueller Spitzentastaturen konkurrieren kann.

Fazit

Zu den großen Schwächen der Isku als Vertreter der Rubberdome-Zunft zählt ihre Rolloverfähigkeit. Bei ungünstigen Konstellationen können mitunter nur zwei Tastendrücke gleichzeitig korrekt registriert werden. Dies ist für eine selbsternannte Spielertastatur je nach Anforderungsprofil und Spielstil des Anwenders eine herbe Einschränkung. Wenigstens kann der wichtige WASD-Bereich auf eine entsprechende Matrixoptimierung vertrauen.

Unterm Strich ist die Roccat Isku eine interessante Tastatur für alle Spieler, die von Makros, Profilen und kniffligen Tastenbelegungen nicht genug bekommen können. Wer es lieber puristisch mag, auf n/6-Key-Rollover sowie Anti-Ghosting nicht verzichten kann und sich nicht in den Untiefen der Feinjustierung verstricken möchte, sollte sich lieber bei den mechanischen Tastaturpendants umschauen und die knapp 60 Euro, die momentan für die Isku aufgerufen werden, anderweitig investieren.

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