3/5 Borderlands 2 im Test : Die Kammerjäger kommen!

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Borderlands 2 im Überblick (Forts.)

Zu Beginn steht allerdings zunächst die Wahl aus derzeit vier Klassen, die grundsätzlich an die Eigenschaften aus dem klassischen Rollenspielsegment angelehnt sind: Der „Gunzerker“ Salvardor ist der klassische Grunt, weswegen er jede Menge Treffer einstecken, mit Granaten um sich werfen und den Gegner mit zwei großen Waffen eindecken kann. Die „Sirene“ Maya kann dagegen als moderne Magierin verstanden werden, die die Gegner unter anderem kurzzeitig demobilisieren und auf allerlei Elemente zurückgreifen kann. Der Charakter „Axton“ verfügt über Kommando-Fähigkeiten, wobei eine Selbstschussanlage im Zentrum steht, die im Verlauf des Spiels ausgebaut und so zu einer sehr mächtigen Waffe werden kann. Abgerundet wird das Angebot von Zer0, einem beweglichen Assassinen, der sich beispielsweise kurzzeitig unsichtbar machen und lautlos per Lichtschwert töten kann.

Borderlands 2 im Test
Borderlands 2 im Test

Die Entwicklung des Charakter erfolgt relativ konventionell, sodass man für das Ausschalten von Gegnern, vor allem aber für erfolgreich absolvierte Missionen Erfahrungspunkte erhält, die in Skillpunkten kulminieren. Diese können dann in einen umfassenden Fähigkeitenbaum investiert werden, wobei je nach Klasse unterschiedliche Aspekte freigeschaltet bzw. verbessert werden können. Während Zer0 beispielsweise länger unsichtbar bleiben und Maya ihre Gegner länger einfrieren kann, erschafft sich Axton beispielsweise eine effektivere Selbstschussanlage und Salvador kann noch mehr Schaden einstecken.

Die Vielseitigkeit bei der Auswahl der Charaktere ist nicht nur beim ersten Spielen relevant, sondern sorgt auch für einen hohen Wiederspielwert, da sich nicht nur die Charakterentwicklung, sondern auch der Spielstil und die Möglichkeiten nennenswert unterscheiden. Auf dieser Basis stimmt das Preis- / Leistungsverhältnis von „Borderlands 2“ schon quantitativ: Allein für den ersten Durchgang können neugierige Spieler getrost 30 Spielstunden einplanen. Wer sich dann auch noch mit anderen Klassen in die Wirrungen von Pandora stürzen möchte, dürfte bis Weihnachten beschäftigt sein.

Eine solche Spielzeit wird allerdings nicht nur über die insgesamt soliden Hauptquests, sondern vor allem durch die Nebenmissionen erreicht. Sehr löblich und wichtig ist, dass letztere nicht generisch erstellt, sondern überwiegend erstklassig konzipiert wurden, sodass hier selten Langeweile aufkommt. Dies ist umso wichtiger, weil man auf das Absolvieren der Nebenschauplätze durchaus angewiesen ist: Aufgrund des weiterhin knackigen Schwierigkeitsgrades kommt man sehr schnell in Bedrängnis, wenn man die optionalen Missionen außen vor lässt und so auf die dort abgreifbaren Skillpunkte verzichtet. Oder anders gesprochen: Wer nicht ständig Nahtod-Erlebnisse herbeiführen möchte, ist darauf angewiesen, seinen Charakter möglichst umfassend auszubauen.

Dies gilt allerdings nicht nur für die Fähigkeiten, sondern auch für die Ausrüstung. In dieser Hinsicht setzt Gearbox auch dieses Mal auf ein zufälliges Loot-System, bei dem Merkmale von Gegenständen zufällig kombiniert und erstellt werden, wobei angeblich mehr als 17 Millionen Merkmalsversionen von unterschiedlichen Schusswaffen erreicht werden sollen. Auch wenn sich die wenigsten „Borderlands 2“-Spieler auf eine aus klassischen Rollenspielen bekannte Loot-Jagd begeben werden, handelt es sich hierbei doch um ein nettes, erwähnenswertes Merkmal, das allerdings auch mit respawnenden Kisteninhalten verbunden ist, die immer wieder durchstöbert werden wollen – für einen ersten Patch wünschen wir uns deshalb vor allem eine „Nimm alles“-Funktion.

Borderlands 2 im Test
Borderlands 2 im Test

Doch auch abseits von Gewehren und Pistolen mit unterschiedlichsten Eigenschaften gibt die Ausrüstungsauswahl einiges her. So kann man neben Erste-Hilfe-Utensilien auch neue Schilde anschaffen, deren Güte im Kampf über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können. Wer des Suchens Leid ist oder überschüssiges Material loswerden möchte, kann eine der großzügig gestreuten Verkaufsstellen aufsuchen, was aufgrund des stets knappen Platzes im Inventar auch häufiger notwendig ist.

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