3/7 NZXT Phantom 820 im Test : Alter Bekannter in neuem Glanz

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Ausstattung innen

Innen ist – erwartungsgemäß für einen Big-Tower – viel Platz vorhanden. Neu sind diverse abgedeckte Kabeldurchführungen, die ein Kabelmanagement spielend leicht machen und einem ohne viel Zeit zu investieren zu einem gelungenen Systemaufbau im Inneren des Chassis verhelfen. Der Innenraum ist komplett schwarz gehalten und fasst Hauptplatinen bis hin zum E-ATX-Format. Wie üblich findet sich im Tray eine Aussparung, mit dessen Hilfe CPU-Kühlerwechsel wesentlich erleichtert werden. Die weißen Rotorblätter der Lüfter sind in einem schwarzem Rahmen gefasst und lassen einen angenehmen Schwarz-Weiß-Kontrast im Innenraum entstehen. Ohne sie sähe es hier langweilig und leblos aus.

Das Netzteil darf es sich unten im Chassis auf bis zu sechs Stützen mit Gummiflächen bequem machen und eine eigene Luftzirkulation genießen. Vor der Stromversorgung bleibt noch Platz für einen 120- oder 140-mm-Lüfter.

Schaut man von innen in den Deckel, sieht man neben den beiden Ventilatoren eine intern verbaute LED-Leiste, die über fünf LEDs verfügt und die eingebaute Hardware von innen beleuchten kann. Das ist wie zuvor angesprochen über das Panel hinter der Fronttür individuell regel- und einstellbar. An dieser Stelle bleibt erwähnenswert, dass ein 280- oder 360-mm Radiator im Deckel untergebracht werden kann. Laut NZXT darf dieser eine Tiefe von 60 mm nicht überschreiten. Damit er passt, muss ein Teil des 5,25"-Käfigs durch das Lösen von mehreren Schrauben ausgebaut werden. Die anderen drei 5,25"-Schächte bleiben erhalten.

An der Rückseite des Chassis finden sich diverse Möglichkeiten, Kabel mit Kabelbindern zu fixieren und zu ordnen. Außerdem werden Festplatten nicht wie üblich von der linken, sondern von der rechten Seite aus in das Phantom 820 geschoben. Blickt man von links in das Gehäuse sind die Festplatten dann nicht mehr zu sehen, da sie durch Kunststoffelemente an den Festplattenkäfigen abgedeckt werden. Außerdem befindet sich ein gesleevtes Verlängerungskabel für die CPU-Stromversorgung hinter dem Mainboardtray.

Gleich geblieben sind unter anderem die Befestigungsmechanismen für 5,25"-Laufwerke und die Aufnahmevorrichtung für einen 120- oder 140-mm-Lüfter, welcher dann in der Neigung verstellbar ist. Die breiten 5,25"-Geräte müssen neben der „stilischen“ Befestigung noch von der anderen Seite mit jeweils zwei Thumbscrews, die im Lieferumfang enthalten sind, verschraubt werden, damit sie festen Halt finden. Wird der untere Teil des Festplattenkäfigs ausgebaut kann zudem ein weiterer Radiator mit einer Länge von 240 oder 280 mm am Boden des Gehäuses verschraubt werden. Dadurch sind dann statt ursprünglich sechs, nur noch vier 3,5"- oder 2,5"-Festplatten realisierbar.

Datenträger werden wie bei vielen Computergehäusen üblich auf Schienen verschraubt beziehungsweise gesteckt. 3,5"-Datenträger sind beim Phantom 820 durch einen Gummiring, der einen Stift ummantelt, entkoppelt. 2,5"-Speicherplatten werden ohne jegliche Entkopplung an die Schiene geschraubt. Anschließend werden sie in den Käfig geschoben und müssen dort noch mit einer Schraube gesichert werden, damit sie zum Beispiel bei einem Transport nicht heraus fallen. Ohne diese Schraube verweilen die Träger nicht fest in ihrer Arretierung.

Im Innenraum ist soweit alles stimmig. Es gibt keine scharfen Kanten, an denen man sich verletzen könnte und auch sonst hinterlässt der Innenraum einen erstklassigen Eindruck. Die Kabelabdeckungen sind sehr geschmeidig und fest zugleich, weswegen sie nicht aus ihrer Aussparung heraus rutschen. Die LED-Leiste ist wie der Rest im Inneren sauber verarbeitet und gibt keinen Anlass zur Kritik. Einzig einen Lüfter für die verstellbare Aufnahmevorrichtung hätte man sich noch wünschen dürfen. Gut gelungen ist das Kabelmanagement, das keine Wünsche unerfüllt lässt.

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